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Dagestan

Islamistische Anschlagsserie in Russland

Mindestens neun Menschen sterben nach wohl koordinierten islamistischen Anschlägen in Russland. Mehrere Synagogen und Kirchen werden ins Visier genommen, viele Polizisten sterben.

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Russland wurde am Sonntag von einer wohl islamistischen Anschlagsserie erschüttert. Bei zwei verschiedenen Attacken wurden über ein halbes Dutzend Menschen getötet.

In der südrussischen Stadt Derbent hatten Attentäter am späten Nachmittag das Feuer auf eine Synagoge sowie eine orthodoxe Kirche eröffnet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Dabei brannte die Synagoge, heißt es.
Zeitgleich wurden in der mehr als 100 Kilometer entfernten Stadt Machatschkala ein Polizeiposten und ebenfalls eine Kirche sowie eine Synagoge angegriffen. „Bei den Terroranschlägen sind nach vorläufigen Angaben ein orthodoxer Priester und mehrere Polizeibeamte ums Leben gekommen“, teilten die russischen Behörden mit. Später berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Sicherheitsorgane von 6 toten und 23 verletzten Polizisten.

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Russische Nationalgardisten im Schusswechsel an einer der angegriffenen Kirchen. Im Verlauf der Operation werden Terroristen getötet.

Islamistischer Terror: Russland im Visier

Mehrere Attentäter sollen bei den Schusswechseln ebenfalls getötet worden sein, Tass berichtete am Abend von vier „Millitanten“. Weitere Schützen sollen in einem Fahrzeug geflohen sein. Die Fahndung nach den flüchtigen Tätern lief am frühen Abend an. Aktuell ist die Rede von insgesamt neun toten, berichtet CNN.

Auch Russland ist im Visier des islamistischen Terrors. Das kommt beispielsweise durch den Syrien-Einsatz, bei dem das russische Militär an der Seite des Diktators Assad auch islamistische Milizen wie den IS bekämpft hat. Im russischen Nordkaukasus, den Landesteilen Tschetschenien und Dagestan, brodelt der Islamismus seit Jahrzehnten – auch Einwanderung aus muslimischen Ländern Zentralasiens spielt in der komplexen Situation eine Rolle (Apollo News berichtete).

Im April waren in der Kaukasusrepublik Dagestan vier Menschen im Zusammenhang mit dem tödlichen Anschlag auf die Crocus City Hall in Moskau im März festgenommen worden. Sie sollen laut dem russischen Geheimdienst FSB Geld und Waffen für die Attacke geliefert haben. Im März massakrierten Terroristen Besucher der Konzerthalle: Bei dem Anschlag kamen 133 Menschen ums Leben.

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