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Krise des Mullah-Regimes

Iranische Protestwelle ebbt nicht ab – mehrere Demonstranten getötet

Das iranische Mullah-Regime befindet sich in der Krise: Die Protestwelle im Land ebbt seit Tagen nicht ab – mittlerweile wurden bei Demonstrationen mehrere Menschen getötet.

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Demonstrationen im Iran (Screenshot via X)

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Auch mehrere Tage nach Beginn der Massenproteste gegen das iranische Mullah-Regime reißen die Unruhen im Iran nicht ab. Das Regime reagiert mit einem massiven Aufgebot von Sicherheitskräften gegen die Demonstranten. Während der Unruhen wurden, wie internationale und iranische Medien berichten, bereits mehrere Menschen getötet – in den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos, die den Einsatz von scharfer Munition oder von Wasserwerfern gegen Demonstranten zeigen sollen.

Die Massendemonstrationen, die seit mittlerweile sechs Tagen andauern, fanden zuletzt vor allem in ländlichen Regionen statt – in den vergangenen Tagen haben sie sich sogar immer weiter ausgebreitet. Laut dem Thinktank Institute for the Study of War haben die Demonstrationen mittlerweile 17 der 31 Provinzen erreicht – am Mittwoch gab es demnach bereits im ganzen Iran 31 Demonstrationen gegen das Regime.

Die Proteste wurden bereits blutig: Die iranische staatsnahe Nachrichtenagentur Fars berichtet bereits jetzt über fünf Tote – zwei in der Region Lordegan in der Provinz Tschaharmehal und Bachtiari und drei weitere Tote in Asna in der Provinz Lorestan.

Der Einsatz brutaler Maßnahmen zur Bekämpfung der Demonstrationen zeigt, wie besorgt das Mullah-Regime über die Oppositionsbewegung im Land ist. Gleichzeitig waren am Donnerstag über den Tag hinweg über den Dienst Flightradar24 zahlreiche russische Flugzeuge des Typs Il-76 zu sichten, die von Russland Richtung Iran flogen. Die Il-76 ist dabei für den Transport von schwerem militärischem Gerät wie Panzern vorgesehen – der Grund für die ungewöhnlichen Flüge ist noch unklar. Gleichzeitig scheint der iranische Präsident Massud Peseschkian in der öffentlichen Kommunikation Dialogbereitschaft zu heucheln: In einer neuen Stellungnahme gab er Fehler des Regimes zu.

Anders als bei der letzten Protestwelle im Jahr 2022, als die mutmaßliche Ermordung der kurdischstämmigen Mahsa Amini durch die Sittenpolizei für massive Unruhen sorgte, sind die heutigen Demonstrationen in erster Linie durch wirtschaftliche Probleme ausgelöst worden.

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Der Absturz der iranischen Währung Rial auf ein Rekordtief gegenüber dem US-Dollar und die damit einhergehende Inflation hatten Ende Dezember für erste Streiks bei den Basarbetreibern gesorgt – eigentlich eine Gruppe, die als traditionell regimetreu gilt. Ob die neue Protestbewegung tatsächlich das Momentum besitzt, um das Mullah-Regime ernsthaft zu gefährden, muss sich dennoch erst zeigen.

bc

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6 Kommentare

  • Was passiert denn, wenn das jetzige Regime gestürzt worden ist?
    Viele werden sich ins Ausland absetzen.
    Ihr Ziel wird womöglich Europa, äh, Deutschland sein.
    Das heißt dann: nochmal eine Million illegaler Migranten im Bürgergeld.
    Und die sind mit Sicherheit Fundamentalisten.
    Wollen wir das?

    • Perser sind keine Araber; denen ist Arbeit nicht fremd.
      Und von Islamismus dürften die weitgehend die Nase gestrichen voll haben!

      • Das jetzige Regime ist eine Clique von fundamentalistischen Muslimen.
        Von denen rede ich im obigen Text.

  • Interessiert mich nicht.

    Man muss nur aufpassen, dass die „Refugees Welcome“ und „wir haben Platz“ Fraktion uns hier nicht wieder – diesmal iranische – Islamisten ins Haus holt.

    • Genau! Eine Hayali genügt vollkommen!

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