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NSDAP-Vergleich

Herfried Münkler warnt vor der AfD – und stellt das Demokratie-Verständnis Ostdeutscher infrage

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler hält es für möglich, dass die AfD ihre Macht ähnlich nutzen würde wie die NSDAP 1931 in Thüringen. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ attestiert er dem Osten eine „Anfälligkeit für autoritäre Regime“.

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Herfried Münkler sieht in AfD-Erfolgen im Osten ein mögliches „1931“-Szenario. (IMAGO/teutopress)

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Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler hält es für möglich, dass die AfD in einem ostdeutschen Bundesland parlamentarische Macht ähnlich nutzt, wie es die NSDAP 1931 in Thüringen tat. Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte er, „man kann nicht ausschließen, dass wir Ende 2026 in mindestens einem Bundesland eine ähnliche Situation haben.“

Als gefährdet nennt Münkler vor allem Länder wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern. Wenn Populisten hohe Anteile im Parlament hätten, wirkten sie auf die Besetzung von Verfassungsgerichten und auf Rundfunkverträge ein. Ob das dort „gut gehen wird“, wisse er nicht. Stabile Zustimmungswerte trotz neuer Vetternwirtschaftsvorwürfe sprächen „für einen hohen Anteil in der Bevölkerung, der mit der Demokratie nichts anfangen kann und will“.

Münkler bescheinigte dem Osten eine „Anfälligkeit für autoritäre Regime“, die man sich 1990 nicht habe vorstellen können – in jenem Teil Deutschlands also, in dem 1989 Hunderttausende gegen die SED-Herrschaft auf die Straße gingen.

Zu einem möglichen Verbot der AfD sagte Münkler, er sei „nicht der Auffassung, dass die Demokratie alles zulassen muss“. Verfassungen seien „die Leitplanken des Sagbaren und Machbaren“. Zugleich sagte er der NOZ: „Trotzdem bin ich auch nicht überzeugt, dass ein Verbot die Lösung wäre.“ Stattdessen müsse die Partei inhaltlich gestellt werden.

Für den Fall, dass diese Auseinandersetzung nicht weiterkomme, nannte Münkler zwei Möglichkeiten. „Entweder man sagt, die Demokratie ist immer eine riskierte Form gewesen und kann darum auch untergehen. Oder man verteidigt sie mit Zähnen und Klauen und nutzt die Verfassung, also auch ein Verbotsverfahren.“ Beides seien „keine schönen Vorstellungen“.

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191 Kommentare

  • Als er realisierte, dass seine Pfründe schwanden, wurde er nervös.

    189
    • Vor solchen Leuten wie Herfried Münkler muss gewarnt
      werden, der den Deutschen schadet

      • Heino würde sagen; Dem hammse wohl ins Hirn g……….

    • Mein Gott, ich dachte mal, der Mann sei ein seriöser Historiker. Jetzt vergleicht er die AfD mit der NSDAP ! Weiß der fabelhafte Historiker, wie das von ihm beschworene Reich gestartet ist? Was es als erstes tat; noch vor dem Reichstagsbrand und nach dem „Ermächtigungsgesetz“ am 23. März 1933 mit voller Kraft ? Es hat die politische Konkurrenz ausgeschaltet (Parteienverbot), die freie Rede und die freie Schrift unter Strafe gestellt, die Medien „gleichgeschaltet“ und ein „Melde“ (Spitzel-) system zur Verfolgung „Andersdenkender“ erschaffen. Und nun möge Herr Münkler doch einmal schauen, ob ihm all dies bekannt vor kommt. Ob es die AfD war, die im Innenministerium saß als das „Netzdurchwirkungsgesetz“ beschlossen wurde, ob es AfD-Politiker waren, welche SPD- oder CDU-Politiker von der Wahl ausschlossen; zum Beispiel, weil sie gern Wagner hörten (kein Witz). Oder ob es nicht eher umgekehrt war? Ob die AfD zig Anträge stellt, ihre Konkurrenzparteien zu verbieten? Er sollte sich schämen.

  • Ja, wenn man nicht mehr die Politiker wählt, die an der Macht sind, dann geht die Demokratie kaputt.
    Das verstehen Ostdeutsche nicht – und ich leider auch nicht.

    161
    • Auch in der Corona-Zeit konnte man feststellen, wie kritisch und aufmüpfig astreine Demokraten sein können, besonders in den „alten“ Bundesländern wie Bayern.
      Nicht, dass ich (eine Bayerin) irgendetwas davon mitbekommen hätte …

    • Das Demokratieverständnis war im Osten insbesondere in der Uckermark noch nie besonders ausgeprägt. Hier hing man dem Glauben an, dass demokratisch rechtmäßig in freien Wahlen getroffene Entscheidungen rückgängig zu machen sind, wenn es einer „großen Demokraturin“ nicht in den Kram passt.

    • Und ich verstehe nicht, wie ein angeblich kluger Politwissenschaftler so einen Stuss zusammen schwurbeln kann

  • „Das ständige Denunzieren wird wiederkommen.

    Das ständige Lügen wird wiederkommen.

    Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.

    Man wird sie in der Bundesrepublik ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir.

    Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.”

    119
    • Sie beschreiben doch hier ganz genau den Ist-Zustand in den westlichen Bundesländern.

    • Und die letzte Gewissheit ist der „Ausreise Antrag“ der heute nur für Männer gild, welche ins Ausland wollen. Aber das wird mit Sicherheit bald auf Alle umgelegt werden! Heute sind wir schon weiter als es die alte SED/STASI jemals war!

    • Das ständige Zitieren Dieser Aussage kommt auch immer wieder…

      -65
      • Weil es noch zuwenig verinnerlicht haben!

      • Man kann diese Aussage nicht oft genug wiederholen, das merkt man doch.

      • Schläfst du an der Isar unter einer Brücke???

      • Ist hier eh immer derselbe.

        -43
    • DDR2.0 stoppen = SAntifa stoppen.
      Große Sprüche reißen, aber zu feige für einen konsistenten Namen.

      -44
      • Schrotti….Argumente ausgegangen?

        • Nein, Anpassung an das hier übliche Niveau.

          -16
      • … zu feige für einen konsistenten Namen.
        Sagt ein Waldschrat. 🤣🤣🤣

  • „Stattdessen müsse die Partei inhaltlich gestellt werden“
    Hört man nun schon seit 10 Jahren, warum macht ihr es denn nicht?
    Auf den Gedanken, das eine AfD Regierung keine Wunder vollbringen wird, aber auch nicht das Ende der Demokratie bedeutet, kommt überhaupt keiner mehr.
    Und warum werden andere Parteien trotz Vetternwirtschaftsvorwürfen gewählt, die es ja nicht nur in der AfD gibt?

    • Tja, das ist schon kurios: Der Herr wiederholt diesen abgedroschenen Spruch mit „inhaltlich stellen“. Er ist doch aber „Politikwissenschaftler“; wer wenn nicht so einer ist denn prädestiniert das zu tun??
      Er selbst konnte es aber bisher offensichtlich nicht, fordert es aber von anderen, die es bisher auch nicht konnten.
      Was kann man daraus schließen?

      • Regierungssprecher! Prädestiniert für den Volksempfänger!

    • Die Etablierten haben das Stehlen von Steuergeldern legalisiert!
      Sie heißen heute Stiftungen und NGOs!

  • Wer baut denn gerade die Demokratie zu „UnsereDemokratie“(TM) um? Es ist nicht die AfD!

  • Die Aussage von Herrn Prof. Münkler nehme ich mit der von ihm selbst propagierten „mürrischen Indifferenz“ zur Kenntnis. Das langt dann auch.

  • Der Feind steht rechts!
    Eine Parole der Nazis!

    • Nationalsozialisten – schreibe ich dem klarerem Verständnis wegen immer komplett aus. „Nazis“ ist ein Propagandabegriff der internationalen Sozialisten .

      • National – Sozialisten und International – Sozialisten. Finde den Zusammenhang… oder den Unterschied?

  • „Der Osten hat eine Anfälligkeit für autoritäre Regime “
    Recht hat er, der Herfried.
    Der „Osten“ hat genau diese schon erlebt.

    • Im Grunde muss man das Statement „Hoher Anteil der Ostdeutschen kann mit Demokratie nichts anfangen“ ja fast schon ein bisschen als Hass & Hetze einstufen. Wie viele sind denn ein hoher Anteil? Ich nehme doch mal an, den Westdeutschen bescheinigt Münkler (* 15. August 1951 in Hessen) problemlos Demokratiefähigkeit, egal was sie linkerseits wählen.

  • Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler hält es für möglich, dass die AfD in einem ostdeutschen Bundesland parlamentarische Macht ähnlich nutzt, wie es die NSDAP 1931 in Thüringen tat.
    1. Herr Münkler sollte als Wissenschaftler wissen, dass historische Vergleiche oft hinken. 2. Und als Wissenschaftler ist es auch nicht seine Aufgabe, seine Fantasie spielen zu lassen. Das kann er als Privatmensch in der Kneipe. Was kann er sich denn alles so vorstellen, wenn die Grünen oder die Linken plötzlich Mehrheiten bekommen? Sozialismus? Welt-Kommunismus?

  • Ich habe von dem Menschen noch nie gehört. Muss man jedem eine Bühne geben?

  • Ich warne vor der schleichenden Demenz

    • Beim ersten Anblick des Bildes dachte ich, es sei Oppa Hoppenstedt.

    • und der hergehender Verblödung

  • Was ist ein „Herfried“?

    • Man kann Herfried heißen, sollte es aber besser nicht.

  • Was ist an der AfD eigentlich programmatisch extrem? Ich rede nicht von einzelnen Personen, sondern der Partei in der Breite. Was also? Man hört da nie etwas von den anderen Parteien, was jetzt genau extrem an der AfD ist.

  • Die Bevölkerung in Mitteldeutschland hat ein feines Diktatur-Gespür.

    Das kennt der saubere Herr nicht.

    Getreu eines ehemaligen CDU-Slogan: Einfach machen lassen.

    Und wenn, kann man danach richten.

    Aber dann könnten das schon viel mehr Bundesländer betreffen. Es sind nämlich Millionen aus Mitteldeutschland abgewandert, als die Alt-Bundesländer mit der Treuhand die Wirtschaft zerstört hatten. Das hat niemand vergessen.

  • Bezüglich mancher „Wissenschaftler“ halte ich auch so manches für möglich.

  • Wenn eine Partei etwas nutzen oder ausnutzen kann, dann wurden die Grundlagen dafür von denen geschaffen, die immer schärfere Gesetze für die Drangsalierung und Schwächung der Opposition gemacht haben.

    Außerdem könnte man das Verhalten der SPD mit dem vergleichen, das den Zerfall der Großen Koalition unter dem SPD-Reichskanzler Hermann Müller am 27. März 1930 auslöste. Hier wollte die SPD den „Sparkurs“ nicht mittragen und protestierte – damals schon – wegen der angeblichen „Schleifung des Sozialstaates“. Dieses hatte eine nicht unerhebliche destabilisierende Wirkung, die auch wieder wegen schwerer wirtschaftlichen Turbulenzen mit der heutigen Situation Ähnlichkeiten aufweist.

    Außerdem haben sich schwerwiegende Verstöße gegen die Gewaltenteilung als praktisch alltägliche Randnotizen relativiert, da sie bedenkenlos praktiziert werden und man damit die Bürger daran gewöhnt hat. Diese werden also nicht protestieren, wenn das Pendel unvermittelt anderweitig ausschlägt.

  • Die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg & Mecklenburg-Vorpommern haben eine über 800 jährigen Geschichte, in der sich Stadtrechte, Bürgerrechte, Handel, Wirtschaft & Staat entwickelten – bis zur heutigen repräsentativen Demokratie, die vom Parteienstaat & von der Digitalisierung „zombifiziert“ wird.
    Wenn man mit langen, tiefen Blick durch die Lande streift, fallen enorme Strukturschwächen auf, die nur durch Selbstbestimmung & gemeinsame Anstrengungen zu überwinden sind. Dazu kommen massive Fehler, die nur mit Führung & starker Politik zu heilen sind.
    In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts war es im Freistaat Bayern ähnlich. der stark durch Bodenständigkeit, „enge Täler“ & Kirchturmpolitik geprägt war. F.J. Strauß hat damals gegen den Widerstand des Bundes 12 Fachhochschulstandorte in Bayern durchgesetzt. Damit wurden nach 30 Jahren Modernisierung & das Leitbild von Laptop & Lederhose begründet. Ähnliches muss neu aufgelegt werden — in modern!

  • Münkler ist Mitglied der SPD. Das sagt alles!

    • Er könnte auch von der CDU sein. Wie albern, ist dieses „grün, links, links“, um von der noch größeren Schuld der CDU/CSU abzulenken? Allein heute wieder bei NIUS „grün, links, links…usw.“, das Dauergequatsche, um die Union aus dem Schuldfokus zu ziehen! Die CDU/CSU zerstört Deutschland!

  • Herr Münkler ist immerhin Politikwissenschaftler, der muss es ja wissen.

  • Bis heute hatte ich Herr Münkler ja sehr geschätzt.

  • Herr Münkler, die Ostdeutschen verstehen von Demokratie mehr als Sie. Sie haben das Demokratieverständnis verlernt!

    • Es wurde mal wieder ein Mietmaul gebraucht, das sich gegen Bezahlung als UnsereDemokratieVersteher und gegen AfD Warner hergibt. Jetzt holt man wirklich jeden aus der Versenkung um nochmal zu „warnen“ und die Ossis für strunzdumm zu erklären.
      Ich frage mich, was will man denn damit erreichen? Die „dummen“ Ossis und auch die westdeutschen AfD Wähler macht dieses ewige Plärren höchstens wütend und den Tagesschau guckenden Schlafschafen braucht er das auch nicht vorzublöken.

  • Hat Hr. Münkler (wer ist das überhaupt?) doch glatt die Kartellparteien mit der AfD verwechselt…kann in seinem Alter ja schon mal vorkommen 😀😀😀

  • Wer hat den den ausgegraben 🤔🤔

  • Was ist das für ein Vogel ?
    Muss man nicht kennen

  • Endlich kommt mal Einer auf die bahnbrechende Idee, die AfD inhaltlich zu stellen. Daran hatte bisher Keiner gedacht. Also los jetzt, macht sie inhaltlich fertig.

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