Werbung:

Rundfunkgebühren

GEZ-Offensive gegen Verweigerer: Beitragsservice ruft Daten von Einwohnermeldeämtern ab

Der Rundfunkbeitragsservice startet am morgigen Sonntag seinen großen Datenabgleich mit den Einwohnermeldeämtern. Ziel ist es, Beitragsverweigerer zu finden. Allein die Datenübertragung wird einen Monat dauern.

Von

Sucht Beitragsverweigerer: ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice. (IMAGO/Sven Simon)

Werbung

Der Beitragsservice von ARD ZDF Deutschlandradio startet am morgigen Sonntag seinen großen Datenabgleich. Alle Einwohnermeldeämter müssen dann die Daten aller volljährigen Bürger, rund 73 Millionen, an den Beitragsservice melden. Ziel ist es, mögliche Beitragsverweigerer zu finden und von diesen die Zahlung auch rückwirkend einzufordern. Daher werden alle Meldedaten rückwirkend bis zum 1. Januar 2024 angefordert. Dazu gehören neben dem Namen und dem Geburtsdatum auch alle Adressen und Einzugsdaten. Die gesamte Übertragung dauert einen Monat und soll am achten Dezember abgeschlossen sein.

Der Rundfunkbeitragsservice wertet die Daten dann aus, um Nichtzahler zu finden. Neben Beitragsverweigerern bekommen auch diejenigen Post, denen keine Wohnung zugeordnet ist. Diese müssen auf diesen Brief antworten, ansonsten werden sie automatisch beim Beitragsservice angemeldet. Sollten sie sich dann weigern zu zahlen, folgt die vollständige Kaskade von Maßnahmen gegen Beitragsverweigerer, die im Extremfall mit Haft enden kann.

Bisher wurde vom Beitragsservice beziehungsweise seinem Vorgänger, der Gebühreneinzugszentrale GEZ, viermal ein solcher Abgleich durchgeführt. Zuletzt fand dieser im Jahr 2022 statt. Bei dem Abgleich konnten 900.000 Wohnungen gefunden werden, für die keine Rundfunkgebühren gezahlt wurden.

2025  wurden 8.720 Mio. Euro Rundfunkgebühren eingenommen, was einem Minus von 20 Millionen Euro im Vergleich zu 2024 entsprach. 8 Prozent bzw. 3,65 Mio. Beitragskonten befanden sich Ende 2025 im Zahlungsverzug. Neben Beitragsverweigerern sind unter den 3,65 Millionen Beitragskonten auch Konten, deren Inhaber aufgrund finanzieller Probleme den Rundfunkbeitrag nicht zahlen konnten.

Trotz der üppigen Einnahmen beschweren sich die Rundfunkanstalten immer wieder, dass sie zu wenig Geld haben. Daher soll der Rundfunkbeitrag nach einer Empfehlung der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten 2027 von 18,36 auf 18,64 Euro steigen. Bislang haben die Länder, die für die Erhöhung zuständig sind und diese einstimmig beschließen müssen, jedoch noch nicht darüber entschieden.

ww

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

13 Kommentare

  • Aber an die Daten von per Haftbefehl gesuchten Bürgergeld-Empfängern ist nicht ranzukommen.

  • Also diese Direktverbindung mit dem Einwohnermeldeamt ist wahrlich nichts Neues. Läuft schon seit Jahren so.

    • Es ist und bleibt nun einmal eine kriminelle Vereinigung!

    • Nicht ganz, die Ortsämter verraten unsere Adressen dem Mafia-Schundfunk.

  • Abschaffen und wegen undemokratischer und zwangsweiser Beitragseinziehung im Gegensatz zu den Werten einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zur Rechenschaft ziehen.

  • Bei gewalttätigen Moslems, die ganze Städte terrorisieren, ist man nicht halb so engagiert. Komisch, oder?

  • Also Verbrecher, die mit Haftbefehl gesucht werden, bekommen weiter Bürgergeld, weil die Polizei und die Sozialämter die Daten nicht abgleichen können. Bei Einwohnermeldeämtern und GEZ scheint so ein Abgleich hingegen kein Problem zu sein. Was sagt uns das?

  • Wegen der gewünschten Linken Brandmauerkartell- Hofberichterstattung, helfen die Einwohnermeldeämter beim eintreiben der Zwangsbeiträge gerne mit. Wie bei der Mafia, beim Eintreiben der Schutzgelder.

  • Scheinbar werden die Mittel für die hochkomfortable Altersversorgung der Günstlinge knapp. Die Bestandsgarantie für diesen Mediendinosaurier stammt aus dem Jahre 1985. Zeit für einen Kometen ………..

  • Warum zahlen? Die Verleihung des naumann Preises an die iranische Opposition wird mit keinem Wort erwähnt. Due Demonstranten in Frankfurt auch nicht. Hat man den Iran schon angeschrieben?

  • Toll nicht nur Meldeämter, Polizei und Geheimdienste rund um den Erdball machen Geschäfte mit den anvertrauten Daten, sondern bald auch die GEZ und das ganze nennt sich DSGVO Konform. Diesen Melde-Schwachsinn schnellstens abschaffen und die Anti-Bürgerämter gleich mit!

  • Liebe Gebührenverhurende Vollpfosten: Hätte ihr nicht gebraucht eure Abfrage. Der Rundfunkstaatsvertrag wird dieses Jahr noch gekündigt…

    • Aber nur in Sachsen -Anhalt, wenn überhaupt

Werbung