Spionage-Bedrohung
Geheimraum unter neuer chinesischer Botschaft in London: Wichtige Internetkabel könnten angezapft werden
Aufgedeckte Pläne für den geplanten Neubau der chinesischen Botschaft in London entfachen erneut Sorge vor Spionage. Direkt am Grundstück der neuen Botschaft verläuft nämlich ein wichtiges Hochgeschwindigkeits-Internetkabel.
Wie der britische Telegraph berichtet, könnte die Kommunikation in der britischen Hauptstadt bald abgezapft werden. Die aufgedeckten Bebauungspläne über die geplante, riesige „Super-Botschaft“ der chinesischen Regierung in London zeigen auffällige Geheimräume im Keller. Das neue Botschaftsgelände verläuft zudem an einem neuralgischen Punkt der Telekommunikation.
Das Royal Mint Court, einst das Gebäude der königlichen Münzanstalt, dient als neues Gebäude für die chinesische Regierung. Direkt am Grundstück der neuen Botschaft verläuft das Hochgeschwindigkeits-Internetkabel, das den Finanzdistrikt der Stadt mit der City of London verbindet. Hier verlaufen Finanzdaten an die City of London, auch der Nachrichtenverkehr von Millionen Nutzern läuft hier entlang.
Werbung
Anfangs lagen nur geschwärzte Pläne für die Botschaft vor, doch die nun aufgedeckten Pläne bestätigen die Sorgen um Spionage der Chinesen. Denn im Keller des Botschaftsgebäudes entsteht direkt neben den wichtigen Kabeln ein Geheimraum.
Der Raum wird zudem mit Heißluft-Abluftsystemen ausgestattet. Diese sind besonders für die Nutzung von komplexen Computerstrukturen notwendig, die enorme Abwärme erzeugen. Pikant ist außerdem, dass die Wände, die direkt an den Kabeln liegen, abgerissen werden sollen und näher an den Kabeln neu aufgebaut werden sollen.
Werbung
Die Veröffentlichung kommt für Premierminister Keir Starmer denkbar ungünstig. In einem Monat steht für ihn eine Reise nach China an, bei der ein Treffen mit Machthaber Xi Jinping geplant ist. Eigentlich wird eine Zusage für die neue „Super-Botschaft“ von chinesischer Seite erwartet.
Lesen Sie auch:
Reindustrialisierung
Welthandel im Wandel: USA reduzieren ihr Handelsdefizit drastisch
Die US-Wirtschaft konnte im Oktober des vergangenen Jahres ihr Handelsbilanzdefizit drastisch reduzieren. Die aufgrund des Regierungs-Shutdowns verspäteten Daten weisen auf strukturelle Verschiebungen im Gefüge des globalen Handels hin.Christmann GmbH
„Ein Markt, der der gesamten Kfz-Branche zusetzt“: Autohändler macht Hälfte der deutschen Standorte dicht
Die Autohaus Christmann GmbH hat mit vielfältigen strukturellen Problemen zu kämpfen und schließt in der Folge ihre beiden Standorte in Worms und Ludwigshafen am Rhein. Unter anderem die politische Handhabung der E-Mobilitätswende hatte den Autohändler zuletzt unter großen Druck gesetzt.Unter der vorherigen konservativen Regierung in London galt das Projekt für den Bau der Botschaft als äußerst kontrovers. Bereits Dominic Cummings, Chefberater des ehemaligen Premierministers Boris Johnson, behauptete, dass die Nachrichtendienste MI5 und MI6 ihn gewarnt hätten, dass dort ein Spionagezentrum unter der Botschaft gebaut werden solle.
Angesprochen auf die aufgedeckten Pläne sagte die Schattenaußenministerin der Konservativen, Alicia Kearns, dass das Projekt „eine Startrampe für wirtschaftliche Kriegsführung im Herzen des zentralen Nervensystems unserer kritischen Infrastruktur“ darstellen würde. Es handle sich um eine „offensichtliche Bedrohung“. Kearns frage sich, warum die Labour-Regierung dieses Treiben zulässt.
Werbung
Informatikprofessor und Sicherheitsexperte Alan Woodward von der University of Surrey sagte gegenüber dem Telegraph, dass, wenn die Chinesen die Kabel anzapfen wollten, sie nicht weit gehen müssten und man dies nicht mitbekäme.
„Spionage ist nicht nur eine Sache von Staatsgeheimnissen, es geht auch um Ökonomie. Geheimdienstliche Erkenntnisse über die Wirtschaft sind ein zentraler Bestandteil von ausländischen Geheimdiensten“, so Woodward. Für den Professor ist das ein klares Alarmsignal. „Wenn ich in der Position wäre, wären diese Kabel eine enorme Versuchung“, sagte der Sicherheitsexperte.
Der Raum soll laut den Plänen nach eine dreieckige Form annehmen, eine Größe von rund 40 Quadratmeter und eine Tiefe von zwei bis drei Metern haben. Es sollen mindestens zwei Abluftsysteme eingebaut werden, die über einen bereits vorhandenen Lichtschacht und ein neues Lüftungsgitter entlüften sollen – womöglich, um die heiße Luft der Computerinfrastruktur der Spionageoperation nach außen zu tragen.
Werbung
Selbst eine Gruppe von Labour-Abgeordneten drängt Starmer nun darauf, die kontroversen Pläne zum Bau der riesigen Botschaft abzulehnen. In einem Brief schreiben sie, dass „die Bedenken hinsichtlich des vorgeschlagenen Standorts weiterhin erheblich und ungelöst sind“.
Auf Anfrage des Telegraph äußerte sich die chinesische Botschaft nicht. Für den Kauf des Grundstücks zahlten die kommunistischen Machthaber 255 Millionen Pfund im Jahr 2018. Mit einer Entscheidung der britischen Regierung wird für den 20. Januar gerechnet.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Schöner Lacher. Mal die Londener Börse mächtig manipulieren 🙂
Kabel anzapfen ist der reine Luxus in der Welt der Spionage.
Hat man auch im Nachkriegs Berlin erfolgreich praktiziert.
laut britischen medienberichten planen sie auch gefaengniszellen im keller. es leben ja ausreichend regime-gegner aus honkong in london. und das ding ist riesig und gleich gegenueber dem tower of london. absolutes verkehrschaos wegen der massiven bauarbeiten fuer ein jahrzehnt bereits absehbar. der plan wurde schon mal von der tory-regierung vor ein paar jahren abgelehnt. aber die chinesen geben nicht so schnell auf.
Ich verstehe die Aufregung gar nicht – Die Chinesen verstehen eben Ihr Handwerk und bauen zukunftsorientiert. Da werden zig Wohn/Büros erstellt und die wollen alle Netflix schauen. Wir wollen doch alle Hochgeschwindigkeitsinternet…. 😂🤣😂
Waaaas – unfassbar, Botschaften werden auch zu Spionagezwecken genutzt ?
Wer hätte das nur ahnen können. Aber das machen sicher nur die „Schurkenstaaten“ ?
Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass CIA, MI-6 und Konsorten in Botschaften ihre Dependancen unterhalten und ihre Gastländer ausspionieren ?! Obwohl: da war doch mal vor Jahren die Frage nach dem konkreten Nutzen bestimmter Räumlichkeiten in der neuen US Botschaft in Berlin aufgekommen… aber das war bestimmt nur üble Desinformation von Russen/Chinesen/etc. Denn die Briten und Amis sind ja unsere Freunde.
Und wie ja schon Merkel meinte: „Ausspähen unter Freunden geht nicht“, um dann umgehend erst mal die Interna-Berichte des BND über Obama oder Österreich zu lesen…
Jede Botschaft ist auch ein Spionagezentrum und entsprechend gesichert, Die USA Botschaft in der deutschen Hauptstadt hat außer dem bekannten Gebäude am Pariser Platz noch mehrere weitere „Adressen“ in ganz anderen Stadtteilen Berlins.
Bitte etwas nüchterner berichten; braucht es wirklich „Premierminister Keir Starmer“ aber „Machthaber Xi Jinping“, „britische Regierung“ aber „kommunistische Machthaber“? Und weniger Gruselfaktor „Geheimraum“, das Außen und Innen von Botschaftsgebäuden ist immer sehr speziell.
Also, niemand versetzt unterirdisch nahe der Kabel irgendwelche Mauern, ohne Hintergedanken zu haben.
Wenn man den google bot dazu befragt, spricht der sogar von zusätzlich zum dreieckigen Raum von 208 weiteren Räumen.
Wie war das nochmal?
Die Amerikaner haben so einen Raum mit Zugang zu dem
Kabel das von Frankfurt in die USA den Datenverkehr abwickelt.
Reicht der Klimawandel nicht mehr aus, um uns zu vernichten?
Wer hat s Kabel verlegt?? Die Chinesen sicher nicht …
Nicht? Sondern?
Brauchen die in London keine Baugenehmigung?
Ambitionierte Hacker hacken von jedem Standort aus, ob aus dem heimischen Wohnzimmer oder mit Kabel direkt am DE-CIX, ist völlig egal.
@ chipbroker
Ambitionierte Hacker per Kabel am DE-CIX ? Ich bin mir sehr sicher, das gibt es nicht ! Aber…lustige Idee.
Sind die Chinesen so klug, gerissen und gemein oder die Briten so dusselig?
Welcher Geheimdienst würde eine solche Chance nicht nutzen?
Die Fragen möge jeder für sich selbst beantworten.
Beim Neubau des BND Gebäude in Berlin verschwanden sicherheitsrelevante Baupläne.
Und die NSA hat in dem Gebäude auch Räumlichkeiten zur Zusammenarbeit mit dem BND.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Chinesen tatsächlich einen Keller und Kabel brauchen.
Im November wurde in Oslo festgestellt, daß die E-Busse aus China direkt von dort aus gesteuert werden können.
https://www1.wdr.de/nachrichten/busse-norwegen-china-autos-100.html
Wozu also der Aufwand 👹👹👹
Ich finde: Gleiches Unrecht für alle! Gell, USA! 😉
Allerdings finde ich, dat hier is ’ne Ente. 🦆 Wenn die Chinesen Daten abgreifen wollen, dann bestimmt nicht so. Denn wie heißt das Ganze? Genau: WWW, WORLD WIDE WEB! Nicht LTO: London Tube ONLY! 😂
Das muss dieser berühmte britischer Humor sein… die Plakate, die auf dem Foto hochgehalten werden.
Die Anzahl an Überwachungskameras in London übertrifft die in Peking deutlich.
Und angezapfte Kommunikationswege… machen natürlich nur Xi und Putin.
Überall wo China draufsteht ist Spionage drin. Vermutlich mit freundlicher Unterstützung von Starmer.
„Angezapft“? Denkt ihr, so ein Internetkabel ist ein Telegrafendraht von 1890?
Elon Musk hat Zölle und Sanktionen gegen China blockiert als er noch im Weißen Haus war, weil er dort seine Tesla Fabriken bauen lässt. Vielleicht sollten sich die Leute in England ja einfach Star Link Schüsseln kaufen.