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Ex-Geschäftspartner will auspacken: Biden war doch in dubiose Auslandsgeschäfte involviert

US-Präsident Joe Biden beteuerte stets, nie mit seinem Sohn Hunter über dessen Auslandsgeschäfte gesprochen zu haben. Jetzt soll ein Vertrauter von ihm aussagen: Joe Biden sei an 24 Gesprächen Hunters mit seinen Geschäftspartnern beteiligt gewesen.

Der Skandal rund um Joe Bidens Verwicklung in die Auslandsgeschäfte seines Sohnes weitet sich aus: Jahrelang beteuerte Biden, dass er weder daran beteiligt war, noch mit seinem Sohn darüber gesprochen habe. Ein Geschäftspartner von Hunter Biden soll nun vor dem Kongress aussagen, dass Biden Sr. tatsächlich an mindestens zwei Dutzend Gesprächen zwischen seinem Sohn Hunter und dessen Geschäftspartnern beteiligt war – sei es vor Ort oder per Telefon.

„Ich habe nie mit meinem Sohn, meinem Bruder oder irgendjemandem sonst irgendetwas besprochen, das mit ihrem Geschäft zu tun hat, Punkt“, sagte Biden im August 2019 und wiederholte er seitdem immer wieder – auch im Wahlkampf gegen Donald Trump. „Als wir dort waren, gab es überhaupt keinen Hinweis auf einen Skandal. Es waren die gleichen strengen, strengen Regeln. Deshalb spreche ich nie mit meinem Sohn, meinem Bruder oder irgendjemand anderem, auch nicht mit entfernten Verwandten, über deren Geschäftsinteressen, Punkt.“

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Devon Archer, ein langjähriger Freund und Geschäftspartner von Hunter Biden, dem inzwischen eine Gefängnisstrafe wegen seiner Rolle in einem 60-Millionen-Dollar-Anleihebetrug droht, ist am Montag vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses vorgeladen. Bisher bekannt geworden ist u.a., dass er dort über eines dieser Gespräche von 2015 aussagen soll, als Biden noch Vizepräsident war: 

Damals war Hunter Biden nach einem Verwaltungsratstreffen des ukrainischen Energiekonzerns Burisma abends in Dubai. Hunter wurde für seine kontroverse Position in dem Energieunternehmen mehr als 80.000 US-Dollar pro Moant bezahlt. Archer war damals ebenfalls einer Verwaltungsratsmitglieder und mit Hunter Biden in Dubai. Sie trafen sich demnach in einer Hotelbar mit Burisma-Eigentümer Mykola Zlochevsky und Burisma-Manager Vadym Pozharskyi, wo die beiden fragten: „Kannst du deinen Vater anrufen?“ 

Der Vizepräsident am Telefon

Hunter rief daraufhin wohl seinen Vater an – in Washington war es da Nachmittag – und sagte ihm, dass die Burisma-Leute „unsere Unterstützung brauchen“. Vizepräsident Biden sprach, wie Archer berichten soll, danach kurz mit den Ukrainern, ließ sich aber nur in vagen und unkonkreten Äußerungen hinreißen.

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Die Episode an sich mag noch nicht kriminell sein, aber wenn solche Gespräche mit dem amtierenden Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten entgegen seinen Beteuerungen auch noch mindestens 23 weitere Male stattfanden, ist es für Biden dennoch ein handfester Skandal.

Vor Wochen brachten bereits neue Informationen nach denen Hunter Biden bereits an anderer Stelle per Textnachricht ausländischen Geschäftsleuten schrieb „Ich sitze hier mit meinem Vater“, als es wohl um eine Zahlung an Hunter Biden ging, das Weiße Haus in Bedrängnis. 

Aber auch für Hunter Biden hören die Probleme nicht auf: Für seine Anklagen in einer Steuerermittlung, bei der mehrere Whistleblower politische Beeinflussung vorwerfen, hatte er ursprünglich einen sehr guten „plea deal“ mit der Staatsanwaltschaft erhalten, nach dem er ohne Gefängnisstrafen nur mit einer Geldbuße davonkommt.

Dieser Deal ist jetzt aber nach Intervention einer Richterin geplatzt. Unter Anderem gab es Unstimmigkeiten inwiefern Hunter Biden durch den „plea deal“ auch vor weiteren zukünftigen Anklagen geschützt würde. Biden plädierte daraufhin auf „nicht schuldig“, was bedeuten würde, dass es zu einem Verfahren kommt und ihm womöglich am Ende auch Haft dreht. Ein neuer „plea deal“ ist weiterhin möglich.

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