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EU-Kompromiss restriktiver als angekündigt: Verbrenner-Aus bleibt praktisch bestehen:

Bereits die im Winter vorgeschlagene Lockerung des Verbrenner-Aus galt vielen als unzureichend. Der nun ausgehandelte Kompromiss bleibt sogar deutlich dahinter zurück. Die viel beschworene Kehrtwende entlarvt sich damit als reine Symbolpolitik.

Bundeskanzler Merz, EU-Kommissionspräsident von der Leyen und EVP-Chef Weber (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Nachdem auf EU-Ebene im vergangenen Dezember erstmals eine Lockerung des Verbrenner-Aus ins Spiel gebracht wurde, nimmt das Vorhaben nun tatsächlich Gestalt an. Die Entlastung für die Autobauer droht allerdings noch geringer auszufallen als bereits befürchtet. 

Am 22. Oktober stimmte die Mehrheit der Abgeordneten sowohl im Industrie- als auch im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments für eine Lockerung des Verbrennerverbots. Mit 49 zu 27 beziehungsweise 27 zu 18 Stimmen sprachen sich die Abgeordneten für einen Kompromiss aus, den Unterhändler der konservativen EVP-Fraktion, der Sozialdemokraten (S&D) und der liberalen Fraktion Renew Europe Anfang der Woche ausgehandelt hatten.

Dem Kompromiss zufolge sollen Neuwagen ab 2035 im Flottendurchschnitt 95 Prozent weniger CO₂ ausstoßen als 2021 – statt der bislang vorgeschriebenen Reduktion um 100 Prozent. Verwenden Hersteller klimafreundlich produzierten Stahl aus Europa, dürfen sie um weitere 7,5 Prozentpunkte von der Vorgabe abweichen, ohne Strafzahlungen zu riskieren. Rechnerisch läge die Schwelle dann bei 87,5 Prozent. Hersteller könnten damit weiterhin neue Benzin- und Dieselfahrzeuge verkaufen, solange ihre Neuwagenflotte den vorgeschriebenen Grenzwert einhält.

Verabschiedet wurde das Gesetz jedoch noch nicht. Anfang November muss zunächst der federführende Umweltausschuss abstimmen. Im Dezember soll das Plenum des Europäischen Parlaments die Verhandlungsposition festlegen. Anfang 2027 beginnen dann planmäßig die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten. 

Den politischen Anstoß hatten Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gegeben. Beide verständigten sich vergangene Woche darauf, den CO₂-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2035 um 90 Prozent gegenüber 2021 zu senken – ohne jede Kompensationspflicht für die verbleibenden zehn Prozent. Frankreich gab seinen Widerstand auf.

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Berlin machte im Gegenzug Zugeständnisse bei der Bevorzugung von Produkten europäischer Herkunft in der Industrieförderung. Auch der Kommissionsvorschlag vom 16. Dezember 2025, der das Verbrenner-Aus erstmals infrage stellte, sah ein 90-Prozent-Ziel vor, allerdings mit der Auflage, die verbleibenden zehn Prozent durch grünen Stahl, E-Fuels oder in der EU hergestellte Biokraftstoffe auszugleichen.

Genau hier setzt die Kritik von wirtschaftspolitischer Seite an. In der europäischen Automobilindustrie war – vor dem Hintergrund des Vorschlags aus dem vergangenen Winter sowie des nun erfolgten politischen Vorstoßes von Merz und Macron – eigentlich eine Abschwächung des Verbrennerverbots auf das 90-Prozent-Ziel erwartet worden, nicht auf 95 Prozent.

Für den FPÖ-Politiker Roman Haider, der zugleich Verkehrssprecher der Fraktion Patrioten für Europa ist, ist der Kompromiss völlig absurd. „Dieses vermeintliche Zugeständnis ist de facto die Beibehaltung des Verbrennerverbots“, kritisierte Haider jüngst in einer Stellungnahme. Selbst das 90-Prozent-Ziel, das Merz und Macron vorgeschlagen hatten, geht Haider und anderen kritischen Stimmen im Europäischen Parlament sowie in der europäischen Automobilindustrie nicht weit genug.

Das zentrale Argument dahinter lautet, dass eine deutliche Abschwächung des Verbrennerverbots für die europäischen Automobilhersteller geradezu überlebenswichtig ist. Denn im Bereich der Elektromobilität fehlt es ihnen schlicht an Wettbewerbsfähigkeit. Ein regulatorisch erzwungener Absatz von Elektroautos würde an diesem grundlegenden Problem nichts ändern.

Kunden bevorzugen es nämlich, günstigere und technologisch fortschrittlichere Fahrzeuge aus Ländern wie China zu kaufen. Die Folge für europäische Hersteller sind Absatzeinbrüche, die mit Gewinn- und Umsatzrückgängen einhergehen. All das wohlgemerkt, während die deutschen Autobauer im Bereich konventioneller Antriebe eigentlich seit Jahren Marktführer sind.

Schon jetzt zwingt der Mechanismus der Flottengrenzwerte Volkswagen, Mercedes und Co. dazu, Jahr für Jahr einen höheren Anteil an Elektroautos abzusetzen, weil jedes Gramm CO₂, das den jeweiligen Zielwert überschreitet, pro verkauftem Fahrzeug mit einer Strafzahlung belegt wird. Gleichzeitig muss der Anteil der Verbrennerfahrzeuge am Produktportfolio zurückgefahren werden.

Als „Ausweg aus diesem selbstverschuldeten Dilemma, das unsere Automobilindustrie zerstört“, sieht Haider eine Reduktion des CO₂-Ausstoßes von Fahrzeugen um lediglich 70 Prozent bis 2035, ohne weitere Auflagen.  

Besonders schwer wiegt jedoch, dass selbst der bereits abgeschwächte Kompromiss, wonach Neuwagen ab 2035 im Flottendurchschnitt 95 Prozent weniger CO₂ ausstoßen sollen als 2021, im Parlament keineswegs auf eine sichere Mehrheit zählen kann. Damit ist auch ein vollständiges Scheitern des Vorhabens nicht ausgeschlossen.

Das liegt vor allem daran, dass sich Teile des Parlaments offen gegen eine Abkehr vom strikten Verbrenner-Aus wehren. Sowohl im Industrie- als auch im Verkehrsausschuss stimmten die Grünen und die Linke geschlossen gegen den Kompromiss.

Der deutsche Grünen-Abgeordnete Michael Bloss sprach von einem „Klotz am Bein für den erfolgreichen E-Auto-Boom in Europa“ und kritisierte in einer Stellungnahme: „Sozialdemokraten und Konservative setzen auf den Verbrenner und bremsen die E-Mobilität aus.“ Wie stark die Beibehaltung des strikten Verbrenner-Aus die heimischen Autobauer finanziell unter Druck setzt, scheint der Politiker nicht zu erkennen.

Letztlich gilt – darin sind sich viele kritische Stimmen einig: Nur eine Abschwächung des Verbrenner-Aus könnte den europäischen Autobauern wieder mehr Spielraum geben, um technologieoffen und profitabel wirtschaften zu können.

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37 Kommentare

  • NICHTS an der EU ist oder war je gut für die Europäer. DEXIT! DM und EWG!

    • EU bedeutet Frankreich regiert, Deutschland zahlt. Die Fortsetzung des Versailer Vertrages, nichts anderes…

      • Ja, so scheint es tatsächlich zu sein!

    • tja leute, ich habe es hier wieder und wieder gesagt !

      bekam dafuer nur *daumenrunter*.

      egal, ich wusste, dass ich recht hatte.
      und jeder andere konnte es genauso wissen.

      e-mobilitaet ist das ziel, denn nur mit diesen autos kann das regime die leute ausreichend observieren und lenken.

      was glaubt ihr denn, wofuer die rechenzentren wie pilze aus dem boden schiessen?

      um gutes und edles auf der welt zu schaffen?😂

      wir werden in zukunft minutioes ueberwacht. weltweit.

      zb. auch so:

      https://uncutnews.ch/australien-baut-den-digitalen-kontrollstaat-aus-jetzt-soll-das-modell-weltweit-schule-machen/

    • Sie haben vergessen Monarchie und Europäische Kriege. Feudalherrschaft.
      Sie gibt es wirklich ,die ewig Gestrigen .

  • Verbrenner Aus bedeutet das aus der individuellen Mobilität.

  • Der Bürger wird letztendlich gezwungen auf Individualverkehr zu verzichten.

    Gut, seine Freizeit wird sich zukünftig auch auf die dunklen Nachtstunden beschränken. Denn dank neuer flexibler Strompreise werden zukünftig Doppelschichten gefahren wenn die Sonne scheint und der Strom etwas günstiger ist.

  • Dexit Jetzt!

  • Eine normative Ordnung, die juristisch zwar vorgibt, menschliches Leben vor Unbill zu bewahren, aber realiter keinen tatsächlich wirksamen Schutz bietet, lässt die Aufgabe unerfüllt, welche dem Recht obliegt. Angesichts dessen sollte die Frage erlaubt sein, ob damit die Kodifikation allen voran des sogenannten Verbrenner-Aus womöglich von vornherein gegenstandslos ist. Die Europäische Union würde dann das schiere Nichts regulieren. Die kommenden Beratungen im Parlament wären daraufhin nichts weiter als eine Pseudo-Aktivität.

  • Lug und Betrug
    Dafür stehen die CDU und die EU. Immer auf Kosten der deutschen Bürger und Steuerzahler.

    • sie haben doch die Wahl. Entweder einen Porsche Brumm Brumm ( Flottenziel)
      Hybrid. oder Vernüftig ein E- auto. Was hat das Thema mit Steuern zu tun ????

      • Schon kapiert, dass deutsches Steuergeld die EU am Leben erhält? Aber was soll man von jemandem wie Ihnen erwarten? Menschlichkeit und immer nur frech, hetzend und beleidigend. Unüberlegt und unreflektiert dazu.. keine Sorge, sie sind da in Deutschland in großer Gesellschaft. Aber sicher nicht in guter.

  • Dreimal darf geraten werden, warum die EU-Kommissionspräsidentin eine „adrette, in Deutschland allseits beliebte“ Deutsche sein musste und vom Europaparlament wiedergewählt wurde.
    Zum einen stimmt sie die Deutschen milde und wägt sie in einer trügerischen Sicherheit, zum anderen finden das die Nehmerländer große Klasse.

  • Merz so erfolgreich wie immer!!!

    *zumindest wenn es um den Transfer Deutscher Steuergelder in die Ukraine geht…

  • Ein Pferdehändler 1930 sagte auch jahrhundertelang war ich Markt führend . Ja wo sind sie denn, die vielen Pferdehändler und Kutschenbauer.

  • VEEF: Vehicles running exclusively on eligible fuels; also Fahrzeuge, die mit klimaneutralen Kraftstoffen betrieben werden, werden kommen und zu 100%, wie Elektro-Autos, als CO2- frei anerkannt werden. Das ist Technologie-Offenheit.

  • Merz, Macron und von der Leyen – das unhelige Dreigestirn für Europas Untergang. Manfred Weber als Hofmarschall.

  • Merz ein Meister der Taqqiya.

  • Ich würde umgehen für die 3 eine Zelle im Gulag freimachen.
    Sowas, wie die 3 auf dem Bild, darf nie Macht bekommen.

    • sowas hat leider schon macht.
      und wird sie auch nicht freiwillig abgeben.

      sie arbeitet an der verstaerkung der macht , indem sie das vetorecht der mitglieder einschraenken wird.

      warum die laenderregierungen da mitspielen, waere interessant zu wissen.

      darueber schweigt sich AN leider seit jahren aus.

      • No, AN hat darüber berichtet.
        Aber es ist immer gut wenn man nachhakt.

  • Die Verhandlungen haben Opa Fritz überfordert.
    Er will doch nicht arbeiten, sondern einfach nur Kanzler sein, bis ans Lebensende.
    Versteht das denn niemand ?

  • Da hat der Kanzler der großen Lügen ja wieder einen rausgehauen!

  • Verlogen. Solange Grüne in Großstädten weiter an der Vernichtung von Parkplätzen mit Parkzonen, Parkzeitbeschränkungen und überdimensionierter Fahrradwegdiktatur arbeiten. Wie soll man von außerhalb mit dem Auto in der Stadt für einen 8 Stunden Arbeitstag parken, wenn wie in vielen Städten maximal 4 Stunden erlaubt sind selbst wenn man die Parkgebühren zahlen würde?! Und ja nicht jeder Arbeitgeber kann einen Parkplatz zur Verfügung stellen! Da geht es nicht um den Autoantrieb, sondern Hass gegen Autofahrer und Individualität und Bestimmung in jedem Teil von ehemals freiheitlichem Leben.

  • Kaufmännisch kauft eh jeder ein E-auto.
    Die Neue Genration ist Komfortabel und kosten gleich viel wie Benziner im unterhalt viel günstiger.
    Wer meint der muss Brumm Brumm haben , na dann verprass dein Geld.
    Ich freu mich wenn ich in der Stadt wohne . es wird leiser und weniger Gestank und weniger Ruß. Zumindest wenn ich es bis ca 2045 schaffe.

    • Schau dir die Doku Umweltsünder E-Auto an.
      Danach darfst wieder posten.

    • Was stimmt mit dir nicht, Menschlichkeit?

    • Bei dir macht es Brumm Brumm im Geisteskranken Kopf! Lass dich einweisen dauerhaft in die Psychatrie!

  • Die Mehrheit der Abgeordneten sowohl im Industrie- als auch im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments sind nicht gewählt, inkompetent und korrupt.

  • Diese EU verwandelt sich in eine Sowjet-Wüste, aus der die Besten davonlaufen. Der verelendete Rest wird schuldige suchen und einander ins Gulag schicken.

  • … die übliche Verarsche der – gegenüber der selbst gezüchteten radikal-militant-‚grünen‘ Übermacht völlig hilflosen – Hassardeure, welche die einst erfolgreiche deutsche (Auto-) Industrie den Asiaten zum Frass hinwerfen …

  • Wenn D (und damit auch die EU) wirtschaftlich krachen geht, dann können die Ökosozialisten ihre schöne Transformation dorthin stecken, wo nie die Sonne scheint, es aber ab und zu windig ist. Dann geht es in Europa ums nackte Überleben.

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