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Halle (Saale)

Eintritt nur bei ausreichenden Deutschkenntnissen: Stadt fordert das Bad auf, die Regel zurückzunehmen

Ein Strandbad in Halle (Saale) will nur noch Gäste einlassen, die ausreichend Deutsch können. Denn die Gäste sollen die Baderegeln verstehen. Doch die Stadt fordert den Betreiber nun auf, die Regel zurückzunehmen. Statt auf Deutschkenntnisse wird auf Piktogramme gesetzt.

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Das Strandbad will die Sicherheit der Gäste gewährleisten. Darum sollen sie die Regeln verstehen. (Symbolbild) (IMAGO/TT)

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Das Strandbad Heidebad in Halle (Saale) lässt nur noch Menschen ein, die ausreichend Deutsch können. Begründet wird das damit, dass die Besucher gut genug Deutsch sprechen können müssen, um die Baderegeln zu verstehen (Apollo News berichtete). Doch die Stadt hat nun interveniert und den Betreiber aufgefordert, diese Regel zurückzunehmen. Wie der Stadtsprecher laut Spiegel mitteilte, habe es ein entsprechendes Schreiben und ein Telefonat gegeben.

Denn die Stadt befürchtet, dass diese Regel als „ausländerfeindlich“ wahrgenommen werden könnte und dies dem Ansehen der Stadt schaden würde. Das verstoße gegen die vertragliche Wohlverhaltenspflicht. Die Stadt beruft sich auf den Betreibervertrag, der mit dem Bad geschlossen wurde. Wenn Deutschkenntnisse fehlen, will die Stadt dem Bad andere Wege der Unterstützung anbieten: „Das können Piktogramme, Übersetzungen oder QR-Codes mit mehrsprachigen Angeboten sein“, sagte der Stadtsprecher. Diese Maßnahmen sollen Menschen helfen, die nicht Deutsch sprechen oder nicht lesen können.

Der Betreiber des Strandbads, Mathias Nobel, berichtete der dpa, dass es Probleme gegeben habe, wenn Gäste nicht ausreichend Deutsch konnten, weil Beschäftigte die Baderegeln nicht einzeln über Übersetzungsprogramme vermitteln wollten. „Mein Personal ist so schon an der Grenze“, erklärte er.

Die Stadt pocht darauf, dass das Bad laut Betreibervertrag auch die Pflicht habe, sicherzustellen, dass die Anlage für die Allgemeinheit zugänglich sei. „Die Ausgestaltung des Hausrechts darf diesen öffentlichen Charakter nicht durch pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen aushebeln“, so der Stadtsprecher. Der Betreiber des Strandbads müsse wegen der Verhältnismäßigkeit zuerst mildere Mittel als ein pauschales Verbot anwenden.

Doch das Badpersonal soll laut Anweisung des Chefs im Einzelfall prüfen, ob der Zutritt verweigert wird, wenn am Eingang Verständnisschwierigkeiten bestehen. Die Stadt wolle zeitnah eine einvernehmliche Lösung finden, so der Stadtsprecher. Der Geschäftsführer des Heidebads, Mathias Nobel, begründet die Maßnahme mit einem konkreten Notfall. Er ist auch Rettungsschwimmer. Vor einigen Tagen habe er ein Kleinkind aus einer tiefen Stelle des Sees retten müssen.

mra

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51 Kommentare

  • Stattdessen werden jetzt bestimmt verpflichtende Arabisch -Kurse und Deeskalations-Seminare für die Mitarbeiter eingeführt. Ein Selbstverteidigungskurs in der Freizeit, wird bezuschusst.

    • Lieber als feindlich eingestuft UND am Leben, als den Bückling zu machen mit dem Messer an der Kehle würden manche sagen.

      Stellt nun die Stadt das überteuerte Sicherheitspersonal, um eben auch die Gegenseite des Pacht/Betreibervertrags, die SICHERHEIT der u.a. Mädchen zu gewährleisten???

    • Nun, das klingt hart, ist satirisch jedoch angemessen und angesichts derart absurder politischer Entscheidungen in der Vergangenheit auch durchaus berechtigt. Eine kleine Spitze sei jedoch erlaubt: Wenn sich Menschen in zwei Gruppen unterteilen: jene, die alles achselzuckend hinnehmen, und jene, die im Internet mit sarkastischen Bemerkungen reagieren, sich darüber empören, ohne damit letztlich etwas zu verändern, dann wird vermutlich Folgendes geschehen: Die Achselzucker werden weiterhin die Achseln zucken, während sich die Empörten immer stärker empören, weil sich nichts verbessert.

      Die heutige Form der Rebellion gegen missliche Entwicklungen (wütende oder verzweifelte Kommentare im Internet zu schreiben) ist daher weniger als tatsächliches Aufbäumen zu verstehen, sondern vielmehr als eine Art selbsterfüllende Prophezeiung.

      • PS: Böse Zungen würden behaupten, es handle sich um ein von den Mächtigen bewusst geschaffenes Ventil, über das die Menschen ihren Unmut ablassen können, ohne tatsächlich etwas zu bewirken, und dadurch letztlich klein und wehrlos gehalten werden.

        • Lob an dieser Stelle. Kommentare sind nur ein Ventil. Mehr nicht.

          4
        • Die „bösen Zungen“ haben wohl leider recht.

          0
        • PPS: Und noch bösere Zungen würden behaupten, dass gewisse Medien gar kein echtes Interesse an Aufklärung und Frieden haben und mit Artikeln wie „Muslime: Ein Teil von dir!“ – Familienministerium fördert Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus“ die Gegenbewegung bewusst radikal und unterkomplex aufstacheln, sodass sie sich von der starken Mitte spaltet und damit jeglicher Elan, der sich in wirkungsvollem Protest äußern könnte, lediglich in stumpfer und unbedeutender Empörung verpufft. Vielleicht ist Apollo eher Feind als Freund, wenn es darum geht, sich gegen den Status quo zu wehren.

          -5
    • Ich zitiere mal einen dänischen Freund:

      „Ihr Deutschen habt offenbar völlig den Verstand verloren.
      Habt ihr gar keine Achtung mehr vor euch selbst?“

  • Diese Regel sollte für ganz Deutschland gelten.

  • Mit dem sog. Hausrecht wurden wir in der Seuchenzeit gegängelt.
    Nun,wenn es gegen Atomphysiker angewandt wird, soll es nicht mehr gelten.

  • Diese Regeln werden wir noch monatelang einhalten müssen. Diese müssen der Standard sein. Die dürfen überhaupt nie hinterfragt werden.

  • Übernimmt die Stadt auch die Verantwortung, wenn im Ernstfall aufgrund Kommunikationsproblemen jemand zu Schaden kommt? Es muss möglich sein, direkt mit den Betroffenen bei Regelverstößen reden zu können. Piktogramme werte ich als erneuten hilflosen Versuch, auf mögliche Befindlichkeiten Rücksicht nehmen zu wollen.

    • Piktogramme sind für Analphabeten wie sie in der Stadtverwaltung zu finden sind…

  • Nebenbei
    Die Stadt Friedrichroda zeigt einem Windpark die rote Karte – nach heftigem Widerstand aus der Bevölkerung.
    Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, hat sich der Stadtrat von Friedrichroda im Landkreis Gotha in Thüringen drei Mal klar gegen den Bau von Windrädern in einem Wald ausgesprochen.
    Am Donnerstag vergangener Woche fand eine Sondersitzung statt, in der drei Beschlüsse getroffen wurden. Die richten sich klar gegen das Vorhaben eines Investors. In einem Fall sei der Bürgermeister sogar damit beauftragt worden, rechtlich dagegen vorzugehen, sollte ein Windkraftprojekt in der Nachbargemeinde eine Baugenehmigung bekommen, so der MDR.
    Zudem müssen die Verwaltung nun prüfen, ob die Waldgebiete rund um die Stadt als Erholungswald ausgewiesen werden könnten.
    aus https://www.agrarheute.com/energie/klares-stadt-spricht-deutlich-gegen-windraeder-wald-641349
    https://www.agrarheute.com/energie/strom/strompreise-extreme-hitzewelle-strompreise-explodieren-93-cent-641341

    • Das lässt ja ein wenig Hoffnung durchschimmern…
      Wobei sich die Windlobby ja einen Dreck um Naturschutz und dessen Gebiete schert wie man – leider -, im Reinhardtswald in Hessen sieht.

  • Die Regel ist super, weil Sie die Notwendigkeit der Integration betont. Wer sich nicht integrieren will, kann woanders (zuhause?) baden.

  • „Stadt fordert das Bad auf, die Regel zurückzunehmen“ Jetzt erst? Wäre ich der Betreiber, wüßte ich, was „Die Stadt“ mich mal könnte. Es gilt allein das Hausrecht, Punkt!

    • Leider nicht ganz so einfach, da die Stadt der Verpächter ist. Einen Pachtvertrag kann man kündigen.

  • Piktogramme ist der moderne Begriff für Bildsprache..
    Wir entwickeln uns also zurück.
    Wozu also noch Sprache, lesen und schreiben lernen?
    Einfache „Piktogramme“ reichen absolut aus.
    Das schafft auch richtige Anreize.

    Irre!

  • Die verstehen die Regeln schon, aber sie bringen ihre eigenen mit.

  • Die Argumenation der Stadt erinnert stark an linke Propaganda: „vertragliche Wohlverhaltenspflicht“, „Maßnahmen sollen Menschen helfen, die nicht Deutsch sprechen oder nicht lesen können“ (Menschen die keine Lust auf sexuelle Belästigungen oder Massenschlägereien haben sind scheinbar egal), „für die Allgemeinheit zugänglich sei“ und „pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen“ (Einzelfallprüfungen sind das Gegenteil von pauschalen Einlassverboten“).
    Der übergriffige Staat übt Druck auf ein Freibad aus, wenn dieses aufgrund von schlechten Erfahrungen und Überforderung im Rahmen des Hausrechts Konzequenzen zieht. Unglaublich!

  • Die Hierarchie der Erwartungen. Wer seine Eigenverantwortung an eine vermeintlich wohlwollende Elite überträgt, z.B. Gurus, Kirchen, Staat, … , wird Erwartungen zu befolgen haben, die den eigenen widersprechen.

    Die Sehnsucht nach einer wohlwollenden Elite ist die Ursache und nicht die Folge, wenn beklagt wird, warum die Elite die Sehnsucht nicht erfüllt, z.B. andere Erwartungen formuliert.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann die Sehnsucht nach einem Weihnachtsmann nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

    • Wann kommt es zur Selbstentzündung des Schmarrn?

  • Wie wäre es, wenn die Stadt ein Heer von Betreuungsmitarbeitern den ausländischen Badegästen zur Verfügung stellt?
    So im Verhältnis eins zu eins, damit die Sicherheit auch jederzeit gewährleistet ist. Das ist das Mindeste, was man erwarten kann, wenn man eine Flucht von mehr als Hunderttausend Kilometern hinter sich hat und dabei X sichere andere Länder durchqueren musste.
    Also, macht was in Halle, die Welt schaut auf Euch…

  • Will mal ein bisschen Wasser in den Wein kippen. Nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich bin für sichere Grenzen und gegen Asylmissbrauch. Nur noch Bett, Seife und Brot. Aber den Einlass in ein Freibad an Sprachkenntnisse zu knüpfen ist purer Rassismus. Was denn sonst? Stell dir vor, der spanische Tourist macht das Gleiche und verlangt Spanischkenntnisse für den Zugang zum Ballermann. Immer noch begeistert?

    -18
    • Danke an die Community für die aufschlussreichen Reaktionen.

    • In der Schweiz werden Ausländer nicht mehr in Freibäder gelassen, und damit wurden Gewaltprobleme gelöst. Natürlich könnte man xx Sicherheitskräfte einstellen und hart gegen Gewalt vorgehen, aber wer bezahlt es dann? In dem Bad gab es schon einen Toten, wie viele Tote soll es geben? Der Vergleich mit Spanien passt nicht wirklich. Menschen bezahlen Geld um dort Urlaub zu machen und werden nicht durch die Steuerzahler unterhalten. Ich finde man könnte schon Respekt und Dankbarkeit erwarten wenn man von einem fremden Land aufgenommen und zu 100 % unterhalten wird und das bedeutet auch das (staatlich bezahlte!) erlernen der Gastsprache. Für mich ist es Rassismus wenn Menschen dadurch beleidigt werden sollen, so wie ich es Rassismus nenne wenn Bürger Angst vor gewalttätiger Migranten haben und da ist es an der Zeit das wir sagen: Asyl ist ein wichtiger Teil der Deutschen Politik, dafür erwarten wir den Respekt den wir den Asylanten geben. Und wer das nicht respektiert, der fliegt.

    • Witzig
      Der spanische Tourist entscheidet, dass der deutsche Touri im „Bierkönig“ seine Getränke auf spanisch bestellt!!?
      Ich glaub das ist dem Spanier ziemlich Schnuppe, weil er aus dem selben Grund wie der Deutsche zum Ballermann reist, es geht ums Trinken!
      Im Freibad ums ERtrinken!

    • An alle, die meinem ernsthaften Kommentar jetzt einen Daumen nach unten geben, bitte beantwortet meine letzte Frage!

      • Der Deutsche Tourist am Ballermann messert aber kein spanischen Mädchen. DAS ist der Unterschied!

    • Jeder Nichtdeutsche besitzt ein Handy.
      Es gibt unzähliche Anwendungen, die jeden Text in jede beliebige Sprache sofort übersetzen…

  • Beim Bürgergeld liegen doch auch die Anträge in gewüschter Sprache aus.
    In Deutschland muss steht nur auf dem Papier:
    Amtssprache Deutsch.

  • Ist doch nichts neues – Regeln gelten nur für Deutsche und alle anderen können machen was sie wollen!

  • Hier geht es einmal nicht um junge Männer sondern die Mütter und Omas, die verschleiert mit Kinderwagen und einer Horde Kinder, die Mütter meist schon wieder mit dickem Bauch, ins Strandbad kommen.

    Neben mangelnden Deutschkenntnissen lassen Sie insbesondere den Jungen freien Lauf beim Toben und Unfug anstellen, während die Mädchen gehorchen müssen. Ansonsten ist die Beschäftigung mit dem Handy immer wichtiger als die Aufsichtspflicht.

    Es wäre illusorisch zu glauben, dass Deutschkenntnisse etwas ändern würden. Hier haben wir kein religiöses aber ein traditionell kulturelles Problem.

    Der Betreiber hat den falschen Ansatz gewählt. Besser wäre es das Verhältnis Kinder zu Aufsichtsperson anzugehen und gleich Hausverbote bei mangelnder Aufsicht auszusprechen. Das spricht sich rum.

    • Noch was. Würde der Betreiber verpflichtend Badebekleidung für alle vorschreiben, wäre das Problem wohl auch gelöst.

  • Dann kann die Stadt ja die Piktogramme aus Büren übernehmen – um Kosten und den erneuten Einsatz von externen Firmen zu vermeiden. Und man ruft bei Problemen (ob
    Ertrinken oder sonstigen „Befindlichkeiten“) tiki. Bitte nicht „Hilfe“, tiki ist das neue Codewort.Die Vorgaben waren doch gut, konnten nicht als ausländerfeindlich wahrgenommen werden.

  • Regel zurücknehmen ? NEIN, auf gar keinen Fall ! Diese Regeln sollten grundsätzlich überall, zum Schutz für Leib, Psyche und Leben eingeführt werden. Wieder einmal erweist sich der vernünftige „Osten“ als Vorbild !

    • Ich persönlich fühle mich im Westen wohler, weil ich dort geboren wurde. Aber wir haben hier halt wirklich nur Schlafmichel. Es ist schrecklich…

  • Wer hat etwas Anderes erwartet?

  • Oberbürgermeister von Halle (Saale) ist seit dem 26. März 2025 Dr. Alexander Vogt, früher Lehrer und EU Mitarbeiter. AFD 12 Sitze ,CDU 11 Sitze , und der Rest ist Linkes und Extremlinkes mit insgesamt 33 Sitzen.

  • Ich würde mir einen Top Anwalt suchen und die Pacht fristlos kündigen, wenn ich für Regeln verantwortlich gemacht werden soll die nach eigener Einschätzung Betriebsrisiken bergen die ich moralisch nicht vertreten kann oder evtl. nicht versicherbar sind …

  • Tja . ich hab s so kommen sehen !
    Netter Versuch gewesen !
    So etwas funktioniert nur bei AFD Funktionären Mitgliedern Sympathisanten und bekennenden Wählern !

  • Da muß der Badbetreiber eben ein Bikini-Verbot erlassen, dann sind alle zufrieden und man kann ihm keine Ausländerfeindlichkeit vorwerfen. Dafür würde er dann den „Integrationsbemühungspreis“ bekommen oder gleich den Orden vom Frank-Walter.

  • Rechtsextremes Freibad. Warum fördern sie rassistische Stereotype gegen Ausländer. Es kann ja auch der australische Austauschstudent sein xD

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