Werbung:

Werbung:

Konservativer Zeichner

Dilbert-Cartoonist Scott Adams im Alter von 68 Jahren gestorben

Scott Adams ist tot. Der Dilbert-Schöpfer und konservative US-Kommentator starb im Alter von 67 Jahren an den Folgen eines aggressiven Prostatakrebses. Zahlreiche Linke reagieren in sozialen Netzwerken hingegen mit offener Häme auf seinen Tod.

Scott Adams starb am Dienstag an den Folgen von Prostatakrebs. (IMAGO/ZUMA Press Wire)

Werbung

Scott Adams, dessen beliebte Dilbert-Comics die Absurditäten der Arbeitskultur in großen Unternehmen persiflierten und auch in deutschen Zeitungen erschienen, hatte bereits im Mai 2025 in seinem Podcast bekannt gegeben, dass er an einem aggressiven Prostatakrebs litt. Nachdem sich sein Gesundheitszustand über die letzten Monate stark verschlechtert hatte, verstarb er am Dienstag im Kreise seiner Familie im US-Bundesstaat Kalifornien.

Adams hatte die Comicfigur Dilbert 1989 entwickelt, nachdem er zuvor in mehreren großen Unternehmen als Ingenieur und Manager gearbeitet hatte. Insbesondere in den neunziger Jahren erreichten seine kurzen, oft nur drei Bilder umfassenden Comicstrips eine weltweite Verbreitung, da viele Tageszeitungen sie täglich abdruckten. Zu Hochzeiten wurde der Dilbert-Comic in über tausend Zeitungen weltweit verbreitet, unter anderem auch in der Zeit und der Süddeutschen Zeitung.

Adams‘ Comics resonierten mit vielen Menschen, da sie die häufig absurden Zustände der modernen Arbeitswelt und die Leiden des „kleinen Angestellten“ in großen Unternehmen pointiert darstellten. Fast jeden Wochentag veröffentlichte Adams, der als Vegetarier lebte, über 30 Jahre lang einen Comicstrip. Auch ganze Bücher und Sammelbände gab er heraus. Insbesondere seit 2015 hatte er sich auch immer wieder politisch geäußert und war insbesondere in den letzten Jahren zu einem populären konservativen Kommentator und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump geworden.

Seine politischen Ansichten führten immer wieder zu scharfer Kritik von Linken. Kontrovers diskutiert wurde insbesondere eine Äußerung aus dem Jahr 2023. Damals hatte er als Reaktion auf eine Umfrage, nach der 47 Prozent der schwarzen Amerikaner eine negative Einstellung zu der Aussage „Es ist in Ordnung, weiß zu sein“ hätten, in seinem Podcast gesagt, dass man diese Schwarzen als eine von Hass getriebene Gruppe wahrnehmen müsste. Zudem riet er seinen Zuschauern, „[sich] angesichts der aktuellen Lage […] von solchen Schwarzen fernzuhalten“.

Einige Medien rissen diese Aussagen aus ihrem Kontext und interpretierten sie als einen Aufruf zur Rassentrennung, was Adams allerdings explizit bestritt. Trotzdem führte der „Skandal“ dazu, dass viele Zeitungen die Verbreitung der Dilbert-Comicstrips einstellten. Adams widmete sich seitdem noch stärker der Politik und seinem Podcast und erlangte große Popularität unter amerikanischen Konservativen.

Lesen Sie auch:

Click here to display content from Twitter.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von X.

Viele Weggefährten und Freunde von Adams sowie befreundete Comiczeichner reagierten bestürzt auf die Nachricht von seinem Tod. Auch Donald Trump äußerte öffentlich sein Beileid und nannte Adams „einen fantastischen Kerl“. Vizepräsident JD Vance nannte ihn „ein echtes amerikanisches Original und einen großen Unterstützer“. Der X-Account des Weißen Hauses veröffentlichte anlässlich seines Todes mehrere Beiträge. Einige konservative deutsche Politiker äußerten ebenfalls ihr Beileid.

Click here to display content from Twitter.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von X.

In den Medien und den sozialen Netzwerken trifft die Nachricht über Adams’ Tod hingegen oftmals auf Häme von Linken. Mehrere amerikanische Zeitungen veröffentlichten Nachrufe, die den Verstorbenen scharf kritisieren und teilweise als Rassisten diffamieren, was bei Nachrufen als äußerst schlechter Stil gilt. Zahlreiche linke Influencer feiern seinen Tod währenddessen regelrecht, in ihren Kommentarspalten sammeln sich pietätlose Kommentare. Ähnlich wie bei dem ermordeten Charlie Kirk scheinen sich viele Linke und Linksextreme mit ihrem Hass auf den Toten kaum zurückhalten zu können.

Unter anderem wird auch die Lüge verbreitet, Adams hätte die Schulmedizin abgelehnt und sich stattdessen mit Ivermectin behandeln lassen, einer Arznei, deren Wirkung gegen Covid-19 während der Pandemie kontrovers diskutiert wurde. Mehrere linke US-Influencer verkündeten diese angebliche Fehlbehandlung schadenfroh als Ursache seines Todes. Das ist allerdings vollkommen unwahr, denn Adams hatte sich einer konventionellen Krebsbehandlung unterzogen. Da der Krebs erst vor etwas über einem halben Jahr entdeckt wurde und bereits metastasiert hatte, hatte Adams selbst seine Überlebenschancen als äußerst gering eingestuft.

Scott Adams war zweimal verheiratet und hatte keine eigenen Kinder. Allerdings wurde er zum Stiefvater der Kinder seiner ersten Ehefrau, Shelly Miles, mit der er bis 2014 verheiratet war. Seine zweite Ehe dauerte nur zwei Jahre und wurde 2022 geschieden.

Werbung

Werbung