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Fußball-EM

Dieses Land „macht einen stolz“ – Kimmich und Co. loben Deutschland

„Man hat gemerkt, dass die Leute wieder stolz auf ihr Land waren, dass sie die Flaggen rausgeholt haben. Das macht einen stolz“, sagte Joshua Kimmich nach dem EM-Aus gegen Spanien. Niclas Füllkrug und der Trainer, Julian Nagelsmann, fanden ähnliche Worte.

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Joshua Kimmich gilt als Kämpfer für die deutsche Nationalmannschaft. Es mache ihn stolz, dass die Menschen zur EM wieder Deutschlandflaggen herausgeholt haben, sagte der 29-Jährige am Freitag.

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Obwohl die deutsche Nationalmannschaft aus der Fußball-Europameisterschaft ausgeschieden ist, ist am Tag nach der Viertelfinalniederlage eine Welle des Patriotismus durch das Land geschwappt. Zunächst hatte Thomas Müller auf Instagram mitgeteilt, er sei stolz darauf, Deutscher zu sein (Apollo News berichtete). Auch Joshua Kimmich, Niclas Füllkrug und der Trainer, Julian Nagelsmann, fanden ähnliche Worte.

„Man hat gemerkt, dass die Leute wieder stolz auf ihr Land waren, dass sie die Flaggen rausgeholt haben. Das macht einen stolz“, sagte Kimmich, der den zwischenzeitlichen Ausgleich aufgelegt hatte, nach dem Spiel. Für den Verteidiger war es das fünfte Ausscheiden in einem großen Turnier. Immer wieder hatte Kimmich in den letzten Jahren als Führungsspieler Titelhunger gezeigt – ohne Erfolg.

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Nach dem Gruppenphasen-Aus bei der WM 2022 in Qatar hatte Kimmich nach eigenen Angaben viel zu verarbeiten. Hinzu kamen Strapazen mit dem FC Bayern München wegen seiner anfänglichen Ablehnung der Covid-Impfstoffe. Mitte Juni zeigte eine ZDF-Dokumentation das psychologische Ausmaß des Drucks, der auf Kimmich ausgeübt wurde, um ihn zur Impfung zu bewegen (Apollo News berichtete).

Jetzt kann der ehemalige Nationalmannschaftskapitän also wieder stolz sein. „Ich sehe es als Aufgabe, den Menschen in Deutschland etwas zu geben, auf das sie stolz sein können. Wir haben es versucht“, sagte Kimmich nach dem Viertelfinale am Freitagabend. Ähnlich äußerte sich Niclas Füllkrug: „Es ist traurig, dass es vorbei ist“, meinte der Stürmer.

Gleichzeitig habe man „eine Euphorie, ein Gemeinschaftsgefühl“ entfacht, das auch die Nationalmannschaft gespürt habe. Blickt man auf die Stellungnahmen der Nationalelf nach den letzten Turnierpleiten, ist ein grundlegender Wandel in der Haltung der Spieler und des Deutschen Fußballbundes (DFB) zum eigenen Land festzustellen.

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2022 ging es noch um „political correctness“, um die „One Love“-Binde und um Menschenrechte. Jetzt ging es wieder um Deutschland, um die Gemeinschaft und das „Wir“-Gefühl. Auf der abschließenden DFB-Pressekonferenz appellierte auch Trainer Julian Nagelsmann an das „Wir“ und erklärte: „Manchmal habe ich das Gefühl, wir wissen alle gar nicht, in was für einem schönen Land wir leben.“

Derartige Liebeserklärungen waren in den letzten Jahren undenkbar. Doch unter dem 36-Jährigen erblühte die Nationalmannschaft wieder mit mehr Fußball und weniger Politik. Das tat auch dem Gemeinschaftsgefühl und der öffentlichen Wahrnehmung des DFB gut. „Natürlich haben wir jetzt für eine gewisse Zeit dazu beigetragen, dass es anders ist. Aber es muss nachhaltig anders sein“, schloss der Bundestrainer.

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