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Franziska Hoppermann

 „Die Personaldiskussion ist beendet“ – CDU-Generalsekretärin formuliert „Erwartung“ an Merz

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann erklärt die Personaldebatte um Friedrich Merz für beendet. Zugleich erhöht sie den Druck auf den Kanzler: Merz müsse bei den Reformen „Kurs halten“ und dafür sorgen, dass die Vereinbarungen der Koalition umgesetzt werden.

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CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz, bei den anstehenden Reformen „Kurs zu halten“. (IMAGO/snapshot)

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CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat die Personaldebatte um Bundeskanzler Friedrich Merz für beendet erklärt. „Die Erwartung aus der Partei ist, dass er bei den Reformen Kurs hält und sicherstellt, dass die getroffenen Vereinbarungen auch umgesetzt werden“, sagte Hoppermann der Rheinischen Post.

„Die Personaldiskussion ist beendet. Das ist auch gut so“, erklärte die CDU-Generalsekretärin. Jetzt müsse es darum gehen, „dieses Land zusammenzuführen und die notwendigen Modernisierungsschritte konsequent weiterzugehen“. Auf die Frage, ob sich kein Ministerpräsident getraut habe, einen Sturz des Kanzlers zu betreiben, antwortete Hoppermann: „Wir sind doch nicht im Kindergarten und stellen uns gegenseitig Mutproben.“

Merz war nach den drei schweren Wahlniederlagen der CDU im September massiv unter Druck geraten. In Sachsen-Anhalt stürzte die CDU auf 17,2 Prozent ab. In Mecklenburg-Vorpommern erreichte sie nur 4,9 Prozent und verpasste erstmals überhaupt den Einzug in einen Landtag. Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin verlor die CDU deutlich und kam auf 18,8 Prozent.

Merz räumte anschließend selbst einen Anteil an den Niederlagen ein. „Ich weiß, dass bei diesen Landtagswahlen […] die Bundespolitik eine große Rolle gespielt hat, auch meine Person“, sagte der Kanzler. Gleichzeitig kündigte er an, an seinem Reformkurs festhalten zu wollen.

Hoppermann fordert nun vor allem bei den Sozialversicherungen Tempo. „Die Reformen, die jetzt anstehen, sind unbedingt notwendig“, sagte sie. Tue die Bundesregierung nichts, würden immer weniger Beitragszahler immer höhere Lasten tragen. „Wenn wir jetzt nichts tun, produzieren wir die Extremisten von morgen“, so die CDU-Generalsekretärin.

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Bei der Rente nimmt Hoppermann Arbeitsministerin Bärbel Bas in die Pflicht. Es seien „noch zu viele Beschlüsse des Koalitionsausschusses offen“. Der Rentenentwurf müsse jetzt schnell vorgelegt werden. Die Rentenkommission hatte im Juni 33 Empfehlungen vorgelegt. Unter anderem soll die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte abgeschafft werden. Für Beschäftigte, die nach vielen Beitragsjahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterarbeiten können, ist stattdessen eine Schutzrente vorgesehen. Auch das Renteneintrittsalter soll langfristig weiter steigen.

Union und SPD hatten sich Anfang Juli darauf verständigt, die Empfehlungen umzusetzen. Hoppermann fordert die SPD auf, sich an diese Vereinbarung zu halten. „Dieses Paket muss jetzt auf den Weg gebracht werden. Wir müssen die getroffenen Vereinbarungen einhalten“, sagte sie. Beim Streit um die abschlagsfreie Rente sehe sie Union und SPD „gar nicht weit auseinander“.

Für 2026 sind rund 127,8 Milliarden Euro an Bundesleistungen für die Rentenversicherung vorgesehen. Im Haushaltsentwurf für 2027 steigt der Betrag auf gut 132 Milliarden Euro. Auch die Kranken- und Pflegeversicherung stehen unter Druck. Der GKV-Spitzenverband beziffert die Finanzierungslücke der gesetzlichen Krankenversicherung für 2027 auf rund 18 Milliarden Euro, wenn weitere Beitragserhöhungen verhindert werden sollen.

Bei der Pflegeversicherung erwartet der Verband für dieses Jahr ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro. Trotz eines bereits laufenden Bundesdarlehens von 3,2 Milliarden Euro sollen die Einnahmen ab Oktober nicht mehr ausreichen, um sämtliche Leistungen zu finanzieren. Bis zum Jahresende fehlen nach Berechnungen des Verbandes rund 500 Millionen Euro.

Hoppermann verlangt deshalb von Merz, den eingeschlagenen Kurs trotz des Widerstands durchzuhalten. Gleichzeitig müsse die Bundesregierung bei Problemen, die die Bürger unmittelbar beträfen, schneller reagieren. Die Menschen sehnten sich nach „Stabilität und Orientierung“. Dafür brauche es eine stabile Bundesregierung. „Ernsthaftigkeit erwarte ich auch von der SPD“, so Hoppermann.

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79 Kommentare

  • „Jetzt müsse es darum gehen, „dieses Land zusammenzuführen…“
    Und wie macht man das, wenn die „Brandmauer“ weiterhin erhalten bleibt?

    • Die Brandmauer muss erhalten bleiben!
      Die Brandmauer wirkt!
      CDU und SPD verlieren stetig an Zustimmung 🙂
      Noch ein paar Monate Brandmauer und CDU und SPD sind unter 5%.

      • In jeder richtigen Demokratie wäre das so. Aber wir leben nun mal in „Unseredemokratie“ … 🙄

    • Peace, die Brandmauer ist so marode. Sie fällt von allein… 🙂

      • Ja, es gibt gleich 2 Brandmauern, eine nach rechts, eine nach links. Was die CDU nicht bedacht hat ist, was geschieht, wenn es in der Mitte brennt.

    • Vor allen soll es darum gehen, dass die Reformen zügig umgesetzt werden. Gemeint ist: Den Bürgern das Geld noch schneller aus der Tasche ziehen und den Sack dicht machen, bevor wir weg vom Fenster sind.

  • „Die Personaldiskussion ist beendet…..“

    Wer kennt solche Ansagen nicht:
    – Du isst, was auf den Tisch kommt!
    – Licht aus, Kind!
    – Um 20.00 Uhr bist du zu Hause!
    – Hör auf, am Daumen zu lutschen!

    • Erinnert an Pofalla, der auch einfach so Dinge für beendet erklärt hat.

      • War der das mit: „Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen“?
        Bürgerliche Umgangsformen werden auch immer weniger gelebt…

        • Genau der.

          5
      • Der hat ja auch die DB beendet 🤔

    • Also Kinderkram.

  • Im Grunde kann man nur etwas „modernisieren“, was tatsächlich funktioniert. Funktionstüchtigkeit wäre also der erste Schritt.

  • Drei schwere Niederlagen in einem Monat für die CDU, und die Konsequenz für den Kanzler daraus lautet, Deutschland brauche ihn gerade jetzt als Kanzler nötiger denn je.

    • Und vor allem: Ohne 0,1% Änderung/Anpassung des falschen Kurses „Weiter so! Jetzt erst recht!“

      • Mit dem Kopf durch die Wand….aber nicht durch die Brandmauer.
        Das ist der Untergang der CDU/CSU.

  • Wer ist dieser Merz?

    • Da müssen Sie in der Ukraine nachfragen. Dort ist er bekannt und sehr beliebt.

  • Das macht die CDU genau richtig. Einfach weitermachen und so tun, als ob da nie was gewesen wäre. Umso schneller wird sie bei den nächsten Wahlen eingedampft. Auf die in NRW freue ich mich schon besonders.

    • S-H erst ^^

  • Beendet?
    Sie beginnt erst.

  • Wer kein Personal hat, braucht natürlich keine Personaldiskussion.

    • Nun, die CDU nennt aktuell rund 365.000 Mitglieder, etwa 9.000 Ortsverbände, 325 Bezirks- und Kreisverbände und 17 Landesverbände. Hinzu kommen die CDU Mandatsträger in Land, Bund und EU Parlament. Da sind Unruhen wie derzeit schnell mehr als ein Sturm im Wasserglas.

      • Ich präzisiere: Wer kein Führungspersonal hat …

        • Führungspersonal ist bei der CDU doch vorhanden,sie führen die Partei direkt in den Abgrund.

          6
        • Ach da ist doch Philip Amthor, der Hofnarr der Regierung ….grins

          4
  • Reformen? Modernisierung?

  • Wenn die CDU länger als ein paar Jahre in die Zukunft schaut, dann ist mir das Personal egal. Wenn die CDU so weiter macht wie bisher werde ich eh auswandern.

  • Reform? Mit wem?

  • Frueher hiessen die Hoppenstedt’s….

    • und waren wenigstens noch lustig.

    • Früher hatten wir auch mehr Lametta✌️

      • Das spielt hier jetzt aber keine Rolle, solange das Bild schief hängt☝️

      • „Ja, wo laufen sie denn…..wo laufen sie denn hiiiiin?“

  • Mit der CDU versteck spielen!
    Die CDU versteckt sich und keiner sucht sie! 🤭 (kleiner Scherz)
    —
    Wer braucht noch die CDU?

  • Meine Vermutung: Der Generalsekretär ist das Sprachrohr des Parteivorsitzenden. Merz fordert hier sich selbst auf Kurs zu halten. Das ist eine Botschaft an die SPD und lautet: Ich meins wirklich ernst. Merz plant seine Kanzlerschaft am erwarteten Reformunwillen der SPD scheitern zu lassen. Liest sich in den Geschichtsbüchern besser als, der CDU-Kanzler, der die Union unter 20% brachte und deshalb abgesägt wurde.

  • Das verstehen Sie nicht. Höhere Politik.

    Da kann man auch etwas beenden, was nie begonnen hat, etwas anfangen, das längst läuft, etwas versprechen, das nie kommt, und etwas umsetzen, das man stets ausgeschlossen hat. Und dafür gibt man dann Geld aus, das man nicht hat. Von länger hier Lebenden, die man nicht mag. Für Menschen, die halt nun da sind. Und gegen die Klimakrise, die es nicht gibt.

    Sobald Sie das alles verstanden haben, dürfen Sie Ihren Mitgliedsantrag bei der CDU stellen.

    • Ich habe meinen Kommentar falsch zugeordnet. Er sollte eigentlich zu

      Juerge.pr 28.09.2026 um 08:00 Uhr

      gehören.

  • Weder sie noch eine Partei hat das Recht oder die Macht zu sagen Personaldiskussion ist vorbei.
    Der Merz darf sagen, bin für 4 Jahre gewählt. Der Souverän wird ihn ertragen müssen, der kann ihn und seine Unterstützer aber abwählen. NRW ist vor der Wahl.

  • viel besser:
    Spottvideo über Amthor bei Nius.
    Herrlich komisch.

    • Amthor ist ein Naturtalent als Trottel der Nation.

  • Es würde zunächst reichen, wenn die CDU Herrn Merz Wahlversprechen einlösen würde. Das unsägliche GEG, im Volksmund Heizungsgesetz genannt, existiert fast schlimmer als zuvor. Dieses abzuschaffen war Wahlversprechen des Kanzlers. Er wollte Illegale endlich abschieben. Allein wegen dieser beiden Versprechen, wurde überhaupt CDU gewählt. Statt Bürger und Wirtschaft immer weiter durch ‚Reformen’ zu belasten, wäre es wohl sehr viel sinniger die Wirtschaft endlich wieder, durch die Einhaltung von Wahlversprechen, zu stärken.

  • Na klar, wenn Merz sich verabschiedet hat, ist die Personaldiskussion beendet.
    Denn dass Linnemann aus seinem Amt entfernt wurde und nun Gesundheitsminister sein “ darf“ ( eher muss, wenn man seinen resignierten traurigen Gesichtsausdruck so interpretieren will), hat der CDU noch den einzigen Sympathieträger genommen.
    Dass mit Hoppermann die CDU wählbarer gemacht wurde, bezweifle ich.
    Wünschbar wäre, wenn die Ergebnissumme des Quartetts
    Merz+Frei+Hoppermann+der Strandkorbfan das Ergebnis brächte = 3%.

  • Die Personaldiskussion ist beendet! – Der war gut! Die wird weitergehen, bis die CDU aus den Parlamenten verschwunden ist!

  • R.I.P. CDU

  • Erst ´mal sehen, ob die Diskussion mit dem Wahlvolk auch schon beendet ist. Satte 12% sind ja immer noch mit Merz zufrieden – da ist noch Luft drin. Vielleicht dämmert es ja Einigen, wenn in diesem Winter die Gasmangellage erklärt wird und sie heimgeschickt werden.
    Haben die CDU-Abgeordneten in Mecklenburg-Vorpommern eigentlich schon für den Auszug gepackt?

  • Nun … auch hier wurde jetzt definitive Fakten geschaffen. Die CDU hat somit ihr politisches Ende geschaffen. Punkt.

  • Wenn Frau Hoppermann Basta sagt…😂

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