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Seit dem Abzug der internationalen Truppen ist Afghanistan vollends zu einem fundamental islamistischen Terrorstaat verkommen. Frauen sind Eigentum, das selbst im eigenen Haus nur flüstern darf. Musik und Tanz sind verboten – wie alles andere, was die Taliban als haram empfinden.

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Die Kinder werden grade niedergetrampelt“ – hallt es durch Videoaufnahmen von den Menschenmassen, die im August 2021 versuchten, auf das Gelände des Flughafens in Kabul vorzudringen. Geschrei, Geschubse, Rauchgranaten, weinende Kinder, dazwischen Soldaten mit Maschinenpistolen. Verzweifelte Menschen versuchten, trotz Stacheldraht über die Mauern zu klettern. Unmengen rennen neben startenden Air-Force-Maschinen mit, klammern sich daran fest. Bilder von Menschen, die in den Tod stürzen, und von Frauen, die inmitten der Massen sexuell missbraucht wurden, gingen damals um die ganze Welt. Genau wie Nachrichten über Selbstmordattentäter, die Soldaten und Zivilisten bei der Evakuierung in den Tod rissen.

Der Abzug aus Afghanistan war ein Desaster mit unzähligen Toten und Verletzten. Was danach folgte, war eine noch größere Katastrophe: Die Taliban rissen die Macht in ganz Afghanistan an sich – und verwandeln das Land mehr und mehr in einen mittelalterlichen islamistischen Terrorstaat. Unter der Scharia werden Frauen sämtliche, ihnen noch verbliebenen Rechte sukzessive abgesprochen. Sie sind Eigentum, keine freien Menschen. So wurde unter den Augen der Weltöffentlichkeit erst kürzlich ein neues Strafgesetzbuch der Taliban erlassen, in dem Gewalt und Unterdrückung zu Gesetz erklärt werden – zum Willen Allahs. Es unterteilt Menschen in Schichten und Klassen, nach denen sich auch das Strafmaß richtet: in religiöse Gelehrte, noble Eliten, die Mittelschicht und die Unterschicht – aber auch in freie Menschen und Sklaven („ghulam“).

Der „Criminal Procedure Code for Courts“, der vom Taliban-Führer Hibatullah Akhundzada unterzeichnet ist, wurde von mehreren Menschenrechtsorganisationen veröffentlicht. Die Details sind grotesk: So dürfen Männer ihre Frauen schlagen, solange es keine „gebrochenen Knochen oder offenen Wunden“ gibt – es ist also alles erlaubt, solange man keine schweren Verletzungen von außen sehen kann. Da Frauen sowieso bis auf einen kleinen Augenschlitz zwangsverschleiert sind, fragt man sich ohnehin, wie das ablaufen soll – dass eine Frau sich gegen den Willen ihres Mannes an die Gerichte wendet, um ihre Misshandlung anzuprangern. Kaum vorstellbar, in dem Wissen, was ihr droht. Doch selbst wenn: Einem Mann drohen maximal 15 Tage Gefängnis – das ist die Höchststrafe bei nachgewiesenen schweren Verletzungen.

Demgegenüber drohen Frauen zum Beispiel drei Monate Gefängnis, wenn sie ohne das Einverständnis ihres Mannes zu einem Familienmitglied, selbst zu ihren Eltern, nach Hause gehen – womit man wohl auch explizit die Suche nach Schutz vor Gewaltexzessen kriminalisieren und unmöglich machen will. Die Frau ist das Eigentum ihres Mannes; das wurde schon vor dem neuen Strafgesetzbuch durch immer mehr neue Regelungen der Taliban zementiert. Frauen dürfen in Afghanistan ihr Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen, sie dürfen nicht Auto fahren, nicht mit Männern sprechen. Selbst in ihren eigenen Häusern sollen Frauen flüstern – damit man sie auf keinen Fall draußen hören kann. Mädchen sind per Gesetz von Bildung ausgeschlossen.

Doch nicht nur in Bezug auf Frauen und Mädchen ist alles verboten, was die Taliban als haram ansehen. Artikel 59 des „Criminal Procedure Code for Courts“ kriminalisiert zum Beispiel das Tanzen. Wie der Telegraph beschreibt, heißt es in dem Gesetz konkret: „Tanz für Jungen und Mädchen, und diejenigen, die für sie Musik spielen, oder die Menschen, die die Show sehen (besuchen), sind alle Kriminelle. Der Richter wird jeden von ihnen zu zwei Monaten Haft verurteilen.“ Wer solch „oppositionelles“ Verhalten sieht und es nicht meldet, dem drohen selbst zwei Jahre Gefängnis. Aber es wird noch absurder: Die Taliban-Führung kriminalisiert auch das Denken und macht jede Kritik an ihren Maßnahmen selbst zu einer Straftat.

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Wer die Taliban beleidigt, muss nach Artikel 23 etwa mit 20 Peitschenhieben und sechs Monaten Gefängnis rechnen. Wer über islamische Urteile „spottet“, kriegt zwei Jahre Gefängnis. In diesem Zusammenhang ist es nur logisch, dass es in Afghanistan auch keine Pressefreiheit gibt. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen berichten, dass es regelmäßig Inspektionen der Taliban in verbliebenen Medienhäusern gibt. Journalisten dürften nur vorab genehmigte Texte veröffentlichen und seien immer wieder willkürlichen Verhaftungen ausgesetzt. Ein solcher Mann erzählte Human Rights Watch, Taliban-Beamte hätten ihm gesagt: „Wir können dich töten, und niemand kann uns überhaupt fragen, warum“.

Dabei gäbe es im Land, auch von den in Gesetz gegossenen Menschenrechtsverletzungen abgesehen, viel zu berichten – etwa über die sich anbahnende Hungerkatastrophe. Nach Angaben des United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs sind mehr als 20 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen – über die Hälfte der Bevölkerung. Millionen gelten als akut ernährungsunsicher, Hunderttausende Kinder leiden an schwerer akuter Unterernährung. Das Welternährungsprogramm berichtet regelmäßig, dass Familien Mahlzeiten auslassen oder Eltern bewusst hungern, damit wenigstens ihre Kinder essen können.

Am Stadtrand von Kabul arbeiten Jungen derweil in Ziegeleien mit bloßen Händen im Staub. Manche sind zehn oder zwölf Jahre alt. Sie formen Lehmziegel, tragen schwere Lasten, atmen feinen Staub ein. Viele von ihnen besuchen keine Schule. Auch wirtschaftlich ist Afghanistan wieder im Mittelalter angekommen: Es gibt Berichte von Familien, die sich für medizinische Produkte oder Lebensmittel in eine Schuldknechtschaft begeben. Sie müssen die Schuld über Jahre abarbeiten wie Leibeigene. Das ist nichts anderes als eine Form von Sklaverei. Andere Familien verheiraten ihre kleinen Töchter. Im Kindesalter werden sie alten Männern angeboten, um das Brautgeld als kurzfristige finanzielle Rettung zu nutzen.

Generell ist die Zwangsehe nicht Ausnahme, sondern Normalität. Ein „Nein“ existiert für Frauen faktisch nicht – sie haben kein Recht auf Selbstbestimmung, nicht einmal ein Recht darauf, zu sprechen. Sie haben Männern zu dienen und müssen jeden sexuellen Missbrauch, jede Gewalttat schweigend ertragen, wenn sie ihr Leben nicht gefährden wollen. Aber das alles kam nicht plötzlich – und nicht von irgendwoher. Es ist Teil eines rückständigen, mittelalterlichen fundamentalistischen Islams, der mit dem Abzug der internationalen Truppen seine volle Grausamkeit im ganzen Land entfalten konnte. Denn die Soldaten aus Amerika, Deutschland und anderen europäischen Ländern waren das Einzige, was die Taliban abseits der ländlichen Regionen aufhalten konnte. In Afghanistan gibt es derzeit niemanden, der ihnen im Ernst etwas entgegensetzen will oder kann.

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108 Kommentare

  • Unsere Frauen freuen sich schon auf die Zukunft und den tollen Veränderungen

    • Integration geht nur über Frauen. Ist halt eine „Gefühlsangelegenheit“.

    • Gewissen Politikerinnen würde ich das auch wünschen. Ausserdem könnten sie dann keinen Schaden mehr anrichten. Und für unsere Pali-Freundin Gretel wäre dies sicher auch erhellend, wobei ich mir da nicht ganz sicher bin.

      • Aber wenn bei uns – wie vor wenigen Tagen – auf einem Faschingsumzug der Islam auf die Schippe genommen wird, bricht ebenfalls die Hölle los. Ich wünsche jedem Grünen und Roten 10 Taliban ins Haus.

    • Purer Islam, es ein politideologisches System um alle unter „Allah-staatliche“ aka mohamedanische Kontrolle (arabische Stammeseinigung) Knute zu bringen.
      So wurde es damals konzipiert und umgesetzt. Abarten davon (es gibt 4 Islamschulen) gelten als verweichlicht und sind zur Infiltation anderer Landstriche nützlich. Purer Islam steht im Koran ,den Auslegungsbüchern und als logische Konsequenz, der Sharia!

      Ziel ist und bleibt die Weltherrschaft des Islam unter einen Großkalifen!

    • Genau das ist der feuchte Traum unserer links/grünen Sozialromantiker(innen!!!) sowie der Antifa. Und sie werden es bekommen! Bin ich froh, daß ich schon so alt bin. Wie sagte Gerald Grosz?: Sollen sie doch irgendwann in ihrem eigenen Blut baden.

  • Ja, es geht tatsächlich darum, welche Kultur wir wollen und welche Kulturen tatsächlich gut für uns Frauen sind! Und auch, ob wir uns nicht manchmal durch ein allzusehr romantisiertes Bild haben genauso beeinflussen lassen, wie durch andere Beschreibungen in die andere Richtung?
    Was stimmmte und was nicht und wer sagt, wohin der Kurs gehen sollte…?
    Und ist/war es Recht, Frauen aus solch einem Leben zu befreien?

    Das passt zu dem Buch aus dem Jahre 1785, welches ich eben gefunden habe. Das gibt einem schon Stoff zum Nachdenken:
    https://www.booklooker.de/Bcher/John-Filson-translation-de-M-Parraud+Histoire-de-Kentucke-Nouvelle-Colonie-a-l-ouest-de-la-Virgine/id/A02EBcgL01ZZf
    Ja, so schnell kann es gehen – nun ist es weg!
    Es beschrieb die brutalen Bestrafungsmethoden der Cherokee und eines anderen Stammes in Kentucky, bei Ehebruch von Frauen, so dass sie nie mehr einen anderen Mann finden würden! Titel „Histoire de Kentucke – Nouvelle Colonie a l’ouest de la Virgine“ von John Filson (translation de M. Parraud)
    „Dies ist die erste in Europa erschienene Übersetzung der in Delaware in kleiner Anzahl gedruckten, englischsprachigen Erstauflage von 1784. Mit einer Ausklapp-Karte, die George Washington gewidmet ist. Im hinteren Teil des Buches befindet sich eine Bescheinigung von drei Einwohnern Kentuckys über die Richtigkeit der Angaben. Außerdem sind die Genehmigungen des Zensurbeamten und des Königs für Frankreich abgedruckt. Für sein Alter ist das Buch in einem bemerkenswert erhaltenen Zustand. Die Seiten weisen kaum Bräunung und Flecken auf. Die textfreien Ränder zeigen jedoch stellenweise Bücherwurmlöcher, siehe hierzu die Bilder. An den unteren Rändern der Seiten 30 und 31 befinden sich Eintragungen. Das Werk kann gerne besichtigt bzw. abgeholt werden.“ Zu spät! Und leider zu teuer…

    • https://digitalcommons.unl.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1002&context=etas

      Das ist ein ähnliches Buch von John Filson aus der Zeit

      • Ich hoffe, das ist jetzt nicht falsch angekommen! Vielen, vielen Dank nochmal für Ihre Mühe!
        Ich war noch mittendrin in der Suche nach alten Bücherschätzen und habe mir Ihren Link aber sofort abgespeichert! Leider ist es bei mir (immer noch) so, dass ich zwar sehr viel digital lese, aber die gedruckten Inhalte sich bei mir besser manifestieren. Es geht besser von der Hand ins Auge und weiter ins Hirn. Und leider werden die Augen sehr durch das PC-Licht in Anspruch genommen, deswegen muss ich mir das Lesen etwas einteilen.

        Das hat absolut nichts mir Ihrer netten Geste zu tun! Ich werde mir das Alles mit etwas Zeit durchlesen und wenn es mich wirklich noch intensiver interessiert, mir eine preiswerte Version des Titels besorgen auch weil die Thematik zu wichtig ist, um irgendwo auf dem Computer zu verweilen, wie Fotos auf der Festplatte, die man nicht mehr ausdruckt. Also, da bin ich wohl etwas Old School.

        Aber, die wissenschaftliche Arbeit der University of Nebraska weiß ich auf jeden Fall zu schätzen. Es ist doch toll, welche Möglichkeiten wir heute haben! Ich mag den offenen Zugang sehr und liebe den Mix aus alten und neuen Medien – und hoffe doch, dass wir beide noch lange nutzen können und dürfen!

        Vor Allem freut es mich, dass Sie Ihren Fund nicht nur mir, sondern auch allen Anderen hier zur Verfügung stellen! Vielen Dank nochmal!!

      • @TFL, Vielen lieben Dank!
        Ja, ich liebe ja am liebsten Erstauflagen, aber hier schaue ich gerne noch hinein. Auch habe ich noch ein paar ähnliche preiswertere Versionen gefunden, ist natürlich nicht dasselbe, aber ich muss mich wirklich langsam zusammenreißen, aber solche alten Bücher haben schon etwas…Und in Englisch ist es ja dann doch auch flüssiger zu lesen, mein Französich ist durch mein Italienisch leider etwas verblasst, aber zum Abgleich mit der englischen Version durchaus interessant. Also, nochmals vielen lieben Dank!

    • Man möchte sich stellenweise fragen, ob die etwa aus der Entwicklung in den westlichen ‚Zivilisationen‘ gelernt und ihre Schlüsse daraus gezogen haben. Inwieweit der wirtschaftliche Absturz durch die ausländische Soldateska oder evtl. Sanktionen, die ja heute als Allheilmittel gelten, gefördert worden sein mag, bliebe auch zu betrachten.

      • Ja, natürlich kann man und muss man das Alles hinterfragen, erst recht hier, wo man doch angeblich mit der feministischen Aussenpolitik angeblich Irgendetwas ändern will…
        Natürlich kann man obigen Text (den ich noch nachreichen kann, weil er noch bei mir offen hinterlegt ist, falls Interesse, es ist ja beispielhaft gemeint) auch hinterfragen (bei drei Zeugen) und wer könnte jetzt auch das Gegenteil beweisen…? Nur heute haben wir doch direkt die Unterdrückung und das Leid der Menschen vor Augen, auch wie sich Männer dazu äussern, dass endlich den Frauen nicht mehr diese westlichen Flausen in den Kopf gesetzt würden (siehe „Freiformation“ in Afghanistan). Das Thema sollte tatsächlich in die Öffentlichkeit und zwar mit Menschen, ja speziell Frauen, die von dort geflohen sind, die berichten und konstruktiv erarbeiten, wie wir weiterhin im Westen damit umgehen wollen. Denn Fakt ist: Wir können doch gar nicht ganze unterdrückte Länder (oder Millionen Frauen) hier aufnehmen. Das würde auch dort ein Ungleichgewicht hervorbringen…und auch sonst, wie gehen wir wenigsten hier mit diesen Einflüssen um, die es ja teils auch hierhin schaffen und eben nicht in unsere Kultur passen (bester Beweis sind nicht die Argumente von angeblich Rechten, sondern doch selbst die Frauen und Männer, die sich hier ein besseres Leben erhoffen)?

        Frage in die Runde: Interessiert Jemanden der Textausschnitt (links Französisch im Original/rechts wohl vom Vorbesitzer in Englisch) – die anderen noch offenen Seiten wären etwas aufwendiger, hier bräuchte ich ein paar Minuten.

        • P.S.: Wenn man auf der booklooker-Seite im Suchsystem bei „Autor „John Filson“ und bei „Titel“ „Histoire de Kentucke – Nouvelle Colonie a l’ouest de la Virgine“ eingibt, dann findet man das Buch noch (für 300€) und auch als TB in Englisch 21.90€.
          Nur für Die, die es interessiert und nachlesen wollen, wie es Zeitzeugen damals wahrgenommen haben. Manchmal hilft ja auch ein Vergleich mit der Vergangenheit, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen (ein Puzzle-Stück von Vielen).

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        • @Denkmal: Tatsächlich hatte ich da bereits nachgeforscht, wann von wem es das erste pre-wissenschaftliche Interesse von Deutschen, meist protestantischen Theologen (davor Jesuiten und andern Ordensbrüdern) aus gab, die, bzw. deren Nachfolger der Archäologen und Wissenschaftler auch zum Teil noch immer, ich meine vom Aussenministerium aus unterstützt werden, weil sie eben auch in diplomatischem Sinne wichtig waren (neben wirtschaftlichen Kontakten). Aus dieser ersten Zeit stammen die Forschungen Richtung Zarathustra und anderen Religionen und Kulturen, so entstand die Orientalistik und Gesellschaften wie die „Deutsche Morgenländische Gesellschaft“ und andere. Letztendlich ging es wohl auch um die Suche nach dem Ursprung des Menschen, nach vor-und frühchristlichen Erklärungen, deren vorläufigen Resultate, über die Gnostik und arabisch-vorderasiatischen Religionen und Kulturen ging (sehr interessant). Auch alte römische, griechische und andere Kult-Ursprünge führen u.a. in den Nahen Osten und darüber hinaus. Und nun, es mag auch an der Begeisterung gegenüber einer mystischen und fremden Welt gelegen haben, die bis in das Heute mehr Sinn in der Spiritualität alter Kulturen, als in unseren eigenen Wurzeln in Europa sah, vielleicht auch aus Zweifel, Erfahrungen und Ablehnung bzgl. und von der (kath.) Kirche und ihrer Verbreitung der Geschichte heraus. Also, es wurde schon immer viel gefälscht und geschönt, an allen Seiten, meist aus Machtinteresse (z.B. die „konstantinische Schenkung“ oder was passierte mit Kleopatras und Marc Antons Sohn „Alexander Helios“?). Wir müssen uns als Konservative, so finde ich zumindest, viel mehr mit diesen Themen auseinandersetzen, um zu verstehen, warum wir jetzt da stehen, wo wir stehen. Zumindest mache ich das persönlich immer, wenn doch wieder zu sehr der Turbo eingelegt wird.

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        • @Kaiser Wilhelm: Ja, ich hatte es eben alles eingetippt und es hängt natürlich nun fest, was mich nicht wudert.
          Aber, der P.S.-Vermerk könnte vielleicht helfen…ach so, dazu gibt es mehrere Bücher, einfach bei Interesse mal durchschauen.

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        • Mich würde das schon interessieren, möchte Ihnen die Arbeit aber nicht zumuten. Am Ende kommt es nicht durch die freiheitliche Zensur.

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        • Ganz sicher hat man uns über andere Kulturen nur romantisierenden Stuss erzählt. Das fing mit den Azteken, Mayas und „Indianern“ an und hört bei den Grönländern nicht auf. Dieses Esoterikgeschwafel der Linken ab den 60ern ist im Nachhinein betrachtet ein Verbrechen an unserer Zivilisation. Unsere Menschen haben diesen Quark abgespeichert und in ihr Bewusstsein integriert.

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        • Nun denn, ich lasse es mal der Vollständigkeit halber hier stehen, da der Link nicht mehr funktioniert:

          „Quelques Nations abhorrent l’adultère, n’admettent la pluralité des femmes, & ne commettent pas de vols. Mais il y en a d’autres qui ne sont pas si scrupuleux sur ces articles. Chez les Chickafaws un mari peut couper le nez à sa femme si elle est coupable d’adultère; mais les hommes jouissent d’une grande liberté à cet égard. Cette Nation ne souffre point de Chefs.
          Chez le Cherokees on coupe le nez & les oreilles à une femme adultère; après cela le mari la renvoie; & depuis cet infant elle ne peut refuser aucun des hommes qui se présentent. La fornication n’est point un vice chez eux, parce qu’ils regardent toul les hommes comme dans un état de liberté illimetée.“

          „Some nations abhor adultery, do not admit the plurality of women, and do not commit thefts. But there are others who do not disregard these articles. Among the Chickafaws a husband my cut off his wifes nose if she is guilty of adultery; but the men enjoy great liberty in this respect. This Nation does not tolerate Chiefs. Among the Cherokees they cut off the nose and ears of an adulterous woman; after that the husband sends her away; and from that time she cannot refuse any of the men who present themselves. Fornication is not a vise among them because they regard all men as in a state of unlimited liberty.“

          Übersetzung mit DeepL:
          „Einige Völker verabscheuen Ehebruch, lassen keine Mehrehe zu und begehen keine Diebstähle. Andere hingegen missachten diese Gebote nicht. Bei den Chickafaws darf ein Ehemann seiner Frau die Nase abschneiden, wenn sie des Ehebruchs schuldig ist; die Männer genießen jedoch in dieser Hinsicht große Freiheit. Dieses Volk duldet keine Häuptlinge. Bei den Cherokee schneiden sie einer ehebrecherischen Frau die Nase und die Ohren ab; danach schickt der Ehemann sie fort, und von diesem Zeitpunkt an kann sie keinen der Männer mehr zurückweisen, die sich ihr nähern. Unzucht ist unter ihnen kein Laster, da sie alle Männer als in einem Zustand uneingeschränkter Freiheit befindlich betrachten.“

          Im franz. Text waren einige Buchstaben in einer alten Schriftform, die ich hoffentlich richtig aus dem Zusammenhang und im Vergleich der engl. Übersetzung und mit meinem Schul-Französisch übersetzt habe.

          Dass die Freigabe hier arbeiten muss, dachte ich mir wegen des Inhalts. Deswegen hatte ich es oben nicht genauer beschrieben. Na denn, war etwas Arbeit, vielleicht hilft es zu verstehen, dass ich mir das nicht ausgedacht habe, für den Kontext.

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    • Korrektur und Entschuldigung meinerseits, weil ich anfangs (aus dem Gedächtnis) die englische Übersetzung falsch verstand und zusammenfasste:

      Schluss von mir „…bei Ehebruch von Frauen, so dass sie nie mehr einen anderen Mann finden würden“, richtige Übersetzung wäre gewesen (s.u.) „…danach schickt der Ehemann sie fort, und von diesem Zeitpunkt an kann sie keinen der Männer mehr zurückweisen, die sich ihr nähern.“
      Das ist inhaltlich natürlich ein Unterschied. Nicht jedoch von der Tat her und der Ethik und der Moral, die diese Regel durch die C. aufstellen liess. Und auch sogar im immer noch „Nutzen“ der verletzten Frau, was es ebenso verwerflich machte, als nur die Ausgrenzung an sich, die auch schon schlimm genug gewesen sein muss. Es ist doch interessant und erschreckend, welche Regeln und Normen es überall gab und gibt, in den allermeisten Fällen von Männern erstellt.

      Vielen Dank, dass meine Zitate unten durch die Freigabe gelassen wurden – da merkt man mal wieder, wie leicht wir es doch heute mit der Technik haben, wenn man Alles per Hand und hin- und herswitchen einträgt und Buchstaben teils entschlüsseln muss . Danke für die Werschätzung! Aber, sowas macht mir ja auch Spaß!

    • Die Indianer in North Carolina waren Kannibalen . Von denen stammt auch der Buttplug, welcher schon damals das herausdringen der Gedärme aus dem After über dem Feuer verhinderte. Über die Indianer gibt es generell tolle Geschichten .
      Sie auch das Massaker Britischer Truppen im August 1757 in Fort William Henry .

      • Tja, da trafen wohl sehr unterschiedliche Welten aufeinander…Diese Geschichte kannte ich nur zum Teil.
        Aber, wozu Menschen auch in Europa im Stande waren, kann man in „Das Floss der Medusa“ nachlesen.
        Nun, ich hoffe doch, dass wir mit dem Wissen von heute uns gegenseitig klüger im Umgang miteinander verhalten. Und dass die Politik uns nicht alle in die falsche Richtung abdriften lässt.

  • Es gibt nicht sehr viele Zeugnisse des aktuellen Lebens in Afghanistan unter den Taliban. Zu den berichtenden Augenzeugen gehört beispielsweise Roger Köppel, der Herausgeber der Schweizer „Weltwoche“, der vor einigen Monaten eine Reise dorthin unternahm und einige sehr interessante Videos dazu veröffentliche.
    Bemerkenswert sind seine Einschätzungen zur Sicherheitslage im Land und der Möglichkeit der Rückkehr der Flüchtlinge dorthin.
    Der interessierte Leser kann diese online finden.
    Dieser Artikel mag grundsätzlich wahre Informationen über die Gesetzeslage etc. enthalten, wurde jedoch vom Schreibtisch aus geschrieben.

  • Sorry dachte durch das Bild es geht um Berlin.

  • Die Zahnärzte freuen sich schon auf neue Kunden.
    Der Steuerzahler weniger.

    • Viele Zahnärzte nehmen keine „neuen Kunden“ mehr an.

      • Gilt nur für Autochthone.

  • Im ersten Moment dachte ich, das Bild stammt aus Duisburg. 😱

  • Solange sie ihre Sitten und Bräuche in ihrem Land praktizieren, geht uns das nichts an.

    • Perfekt! Hätte von mir sein können.

  • Zu Afghanistan lesen Sie einmal den Beitrag von Köppel in der Weltwoche, der selbst vor einigen Wochen vor Ort war – tönt anders.

    • Warum verlinken Sie es denn nicht?
      Muss das sein, andere suchen lassen?

      • Es mag damit zusammenhängen, dass manche Journalisten-Seiten nicht durch die „Freigabe“ kommen könnten.
        Bitte gehen Sie mal auf die YouTube-Seite und geben Sie oben „Weltwoche Afghanistan“ und wenn Sie sich das angeschaut haben, danach mal „Freiformation Afghanistan“ ein.

        Anbei: Solche Fragen kenne ich leider sehr. Denn damit machte man es Zensoren leichter, daraufhin Links zu bearbeiten oder gar zu löschen (z.B. Aussagen von Klaus Schwab und Vieles mehr). Sie glauben ja gar nicht, was die hinter einem herarbeiten. Gut, in diesem Fall dürfte das wohl nicht der Fall sein, aber sie verstehen das Prinzip?

        • Das hinter einem herarbeiten kenne ich. Kaum hat man sich einen Link angeschaut und will ihn teilen, schon ist er verschwunden.
          Von Köppel habe ich jetzt viele Videos zu seiner Afghanistan-Reise gefunden. Offensichtlich lebt es sich für die Angepassten dort gar nicht so schlecht. Also ich wollte dort ja nicht begraben sein, aber es scheint doch vielen Menschen gut zu gehen. Unsere Gäste mit ihrer überzeugten Kultur im Gepäck, können also ganz beruhigt wieder in die Heimat ziehen.

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  • Roger Köppel von der Weltwoche hat Afghanistan vor ein paar Monaten bereist und präsentierte dabei eine ganz andere Situation

  • Übrigens, wann landet der nächste Flieger aus Kabul; nach dem Pit-stop in Istanbul, Duty-Free shop?

    • Kommenden Dienstag.

  • Ich erinnere mich noch an die Petersberger Konferenz, Bonn, als der Karsei, die neue Flagge und die neue Verfassung mit Islambezug für das Land vorgestellt wurden.
    Und ich damals bereits sagte:
    Das gibt nix…

  • Zur Erinnerung: Deutschland: Vergewaltigung in der Ehe ist erst seit dem 15. Mai 1997 eine Straftat. ( Deutschlandfunk 15.02.2022)
    Das sollte doch jedem zu denken geben.
    Des Weiteren wird sich die derzeitige Migrationspolitik in Deutschland sicherlich nicht positiv auf die Gleichberechtigung Frauen auswirken.

    • Sie haben recht mit Vergewaltigung on der Ehe, Ehemänner die ihrer Ehefrau die Arbeitsstelle kündigen durften (mitte der 1970er), Frauenwahlrecht in der Schweiz (auch erst in den 70er).
      Trotzdem, wir entwickeln uns weiter und dort gehts zurück ins 6. Jahrhunder.

    • Korrektur: … auf die Gleichberechtigung der Frauen…

    • Es ist doch auch die Frage, welche Frauenverachtung in manchen Kreisen (Epstein, Harvey Weinstein und andere aus dem Epstein-Zirkel, die gerne Mädchen und Frauen für ihre „Zwecke“ herabsetzten) vorhanden sind und was „Me too“ wirklich sollte und gebracht hat, wenn man sich hier und heute nicht um die Frauenrechte der Frauen aus dem Islam kümmert (und unsere in Folge auch!) und ob es manche konservativen oder linken mit welchem Hintergrund auch immer sogar ganz gut passen würden, wenn die Emanzipation wieder abgeschafft würde?! Was ist das bitte für ein Denken, welche seit x-Jahren diese sehr strengen Religionsausübungen gutheisst und hierhin holt und weder auf liberale Muslime aus Nord-Afrika und Hamed Abdel-Samad, noch Andere hört, die das schon seit Jahren einfordern (ich anbei auch, was bei FB zensiert wurde? Welche psychischen Probleme haben Männer mit Frauen, die sich hier soetwas wünschen und gäbe es da nicht Etwas aufzuarbeiten? Frauen sollten nirgendwo mehr wie Sklavinnen gehalten werden dürfen! Nicht mehr im Jahre 2026 !

      • Frauen sollten nirgendwo mehr wie Sklavinnen gehalten werden dürfen, sagen Sie. Es gibt aber jede Menge Frauen, die diese Rolle sehr gern und lustvoll ausfüllen. Es gibt auch diverse Literatur von Frauen dazu. Ausserdem ist Frauen die Sicherheit viel lieber als die Freiheit. Diese haben ihnen erst die Sozialisten aufgeschwätzt, um dadurch die Familien zu zerstören.

    • Die „Vergewaltigung in der Ehe“ als Straftat zu behandeln, daran hatte maßgeblich die Grüne Petra Kelly gearbeitet, und musste sich dafür viel erniedrigendes Gelächter im Bundestag anhören. RIP – sie hat für die Frauen viel geleistet und sich wirklich aufgeopfert. Wenn sie wüsste, dass die grünen Frauen heute für das Kopftuch ihrer Schwestern kämpfen, ich glaube, sie würde zur AfD gehen.

  • Der „Witz“ an der ganzen Sache ist, wenn die Taliban weg sind, wird es nicht besser, weil dann der IS-Ableger ISPK ((Islamischer Staat – Provinz Khorasan) dort übernimmt. Aus deren Sicht sind die Taliban noch zu lasch und nicht islam(istisch) genug.

  • Die Afghanen wollten das doch so. Die Amerikaner haben der afghanischen Armee alles bereit gestellt, Waffen, Training und andere Ausrüstung.
    Als es darauf ankam, warfen sie die Waffen weg.
    Anscheinend gab es auch mehr britische Freiwillige, die auf Seiten der Taliban gekämpft haben als auf Seiten der britischen Armee.
    Das lässt Vermutungen zu, was wir uns hier in Europa ins Haus geholt haben.
    Eine Dummheit, die Folgen haben wird.

    • Garantiert!

  • Wieso schreibt man in Zusammenhang mit terroristisch islamistischen Staaten immer vom Mittelalter?!?! Das macht weder journalistisch noch historisch irgendeinen Sinn!

  • Die Kapitulation der afghanischen Armee und der blitzschnelle Durchmarsch der Taliban erweckt in mir den Eindruck, dass die Bevölkerung die Talibanherrschaft begrüßte, ja sogar herbeisehnte.
    Wie bestellt, so geliefert

    • die haben nicht auf die ‚Befreiung‘ durch ausländische Soldaten gewartet. Man kann sie nicht zwingen, so zu leben wie wir es wollen.

    • So sehe ich das auch. Das lässt sich nicht alles auf die Taliban schieben. Der UN-Sicherheitsrat schätzt ihre Truppenstärke auf 55 000 bis 85 000 Kämpfer.
      In Afghanistan leben aber ca 45Millionen Menschen.
      Da passt was nicht an der Geschichte von der Alleinverantwortlichkeit der Taliban.
      Das WILL eine Mehrheit in der Bevölkerung so haben oder ist nur deshalb zu kontrollieren weil sie glauben, daß Allah das so will.

  • Das ist echter, authentischer Islam. Die Verfassung Afghanistans schreibt vor, daß der Islam alles bestimmt. Man sollte schon auf die Ursache hinweisen, wenn man sich über die Verhältnisse dort echauffiert.

    • Das Problem ist nicht, dass diese Verhältnisse dort herrschen, sondern dass man sich diese Verhältnisse hierher holt!

  • 20 Jahre militärischer Einsatz und nichts hat sich geändert. Sofort die Gelder stoppen an dieses System. Die sollen ihren Weg gehen.

  • Was geht uns Afghanistan an? Wir haben in Deutschland genug eigene Probleme. Die Taliban haben übrigens ihre Bereitschaft erklärt, ihre im westlichen Ausland lebenden Staatsbürger, sogar Kriminelle wieder zurückzunehmen. Statt auf Konfrontationskurs zu gehen, sollte man lieber darüber mit ihnen verhandeln.

  • Merz und Klingbeil fragen nach…ist arabisch eine Alternative für deutsch?

  • Das ist die Staatsform, die die Afghanen wollten. Es ist mir nicht im Erinnerung, dass das afghanische Volk gemeinsam, tapfer gegen die Taliban gekämpft haben. Also müssen sie jetzt auch damit leben!

  • Offensichtlich hatten die Afghanen nicht das Bedürfnis anders zu leben und etwas zu verändern. Sonst hätten die Taliban vor der eigenen Bevölkerung mehr Angst haben müssen, als vor den ausländischen Soldaten. Ich habe einmal einen amerikanischen Soldaten gefragt, wieviel % der Afghanen (Paschtunen) die Taliban unterstützen. Antwort: 100 %. Da wird man dann zum Colonizer. Man kann die Menschen ja nicht zwingen anders zu leben.

  • Und das ist interessant weil?

  • Wenn man nix hat, nix ist und nix kann, dann bleiben Vaterland, Muttersprache und Religion.

  • Geniales Bild.😵‍💫🤢🤮
    Bald auch in Berlin, London, NY, Madrid, Paris…läuft!

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