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Atomausstieg

CSU-Generalsekretär widerspricht Merz und setzt sich für den Bau kleiner Reaktoren ein

CSU-Generalsekretär Martin Huber hat der Aussage des Bundeskanzlers, wonach der Atomausstieg „irreversibel“ sei, widersprochen. Ähnlich wie EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen fordert er den Bau von sogenannten SMRs.

CSU-Generalsekretär Martin Huber (IMAGO/Revierfoto)

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CSU-Generalsekretär Martin Huber hat sich für einen neuen Blick auf Kernenergie ausgesprochen und damit Bundeskanzler Friedrich Merz widersprochen. Anlass waren Äußerungen des Bundeskanzlers vom Dienstag, in denen er den Atomausstieg als „irreversibel“ bezeichnete (Apollo News berichtete). Huber sagte den Zeitungen der Mediengruppe Bayern, dass sich der Atomausstieg lediglich auf die klassischen großen Kernkraftwerke richte, nicht auf neue Technologien.

Mit Blick auf die durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz notwendige Errichtung neuer Rechenzentren sagte er: „Eine Lösung für dieses Problem sehen wir in sogenannten Small Modular Reactors – also kleinere, modular gebaute Kernreaktoren.“ Auch Kernfusion sei diesbezüglich eine mögliche Zukunftsoption.

Damit schloss er sich der Auffassung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, die sich Anfang der Woche ebenfalls für den Bau von Small Modular Reactors (SMRs) aussprach. „Wir wollen, dass diese neue Technologie in Europa bis Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit ist“, sagte von der Leyen bei einem internationalen Atomkraftgipfel in Paris. In diesem Zusammenhang bezeichnete sie die Abkehr von Atomkraft zudem als „strategischen Fehler“ (Apollo News berichtete).

Bei den sogenannten SMRs handelt es sich um kleinere, standardisiert gebaute Kernreaktoren, die günstiger und flexibler einsetzbar sein sollen. Befürworter sehen darin nicht nur eine mögliche Antwort auf den wachsenden Strombedarf, sondern auch eine Möglichkeit, im Zuge der politisch vorangetriebenen Energiewende verlässliche Grundlastkapazitäten bereitzustellen.

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Erst vor wenigen Wochen betonte in diesem Zusammenhang etwa die Vorsitzende des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, dass Kernenergie „in vielen Ländern im Aufschwung“ sei, und sprach sich für die Errichtung von SMRs auf der Halbinsel Värö südlich von Göteborg aus (Apollo News berichtete). Der deutsche Atomausstieg wurde ursprünglich 2002 von der rot-grünen Koalition beschlossen. Nachdem die Bundesregierung unter Angela Merkel 2010 die Laufzeiten der Kernkraftwerke zunächst verlängert hatte, leitete sie nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wieder eine Kehrtwende ein und beschloss den endgültigen Ausstieg. 

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31 Kommentare

  • Aber klatschend in Gundremmingen stehen wenn die Kühltürme gesprengt werden. Nie wieder CSU.

    • Die Bilder werden der CSU und vor allem Söder ihre Macht in Bayern kosten !
      Das einzig positive daran !!

      • Sie sind ja ein extremistischer Optimist…;-)

        • Was bleibt einem sonst über ?
          Am ende wir Söder an seinem übersteigertem Opportunismus und Geltungsbedürfnis scheitern . Nur die Zeche dafür zahlen eben die Bayern !

          2
    • Nie wieder Altparteien, – und schon mal gar nicht die Grünen !

  • CSU-Generalsekretär widerspricht Merz und setzt sich für den Bau kleiner Reaktoren ein ! Cleverer wäre erstmal zu retten was noch zu retten ist an den bestehenden Anlagen ! So einen Kühlturm kann man wieder Aufbauen . Vorzugsweis mit dem Parteivermögen der Grünen Habecks und Greachen ! Auch bei Söder und der CSU wäre bestimmt so einiges zu holen !

    Söder vorne weg beim Atomausstieg und dem Sprengen von Elementar wichtiger Infrastruktur des Volksvermögens während sein Generalsekretär versuch die Massen zu besänftigen und bei der Konservativen Stange zu halten .
    Wer Merz und seine Kumpanen aus dem Süden wählt bekommt am ende immer Rot Grünen Sozialismus und wirtschaftlichen Niedergang !
    Was ist unter Merkel nur aus der Union geworden ?

    • Für den Niedergang unter Merkel hat Söder Ihr auch noch den höchsten Bayrischen Orden verliehen.
      Merkel gehört auch zu den ersten Empfängern des neuen Europäischen Verdienstordens des Europaparlaments.
      Ursula von der Leyen ist seit 1990 Mitglied der CDU und Präsidentin der Europäischen Kommission.
      Jetzt war ich berühmt, war Kanzlerin im Glück,
      kam freudig erregt in die Heimat zurück,
      bekam einen Preis und wurde verwöhnt,
      doch nach einer Pleite war ich verpönt:
      von nun an ging’s bergab. (Hildegard Knef)

      • Söder verdankt ja auch Merkel seine Job ! Seehofer ist ja nicht unbedingt freiwillig gegangen worden !
        Aber auch Uschi und Steinmeier haben ihre Ämter bestimmt nicht wegen ihrer Qualifikation oder politischen Brillanz und Intelligenz erlangt !!
        Da kann man sich ja mal erkenntlich zeigen 🙂

  • Kernkraft ist anspruchsvoll und wer es hinbekommt, diese Energie wirtschaftlich zu kontrollieren, kann damit immer noch sehr großes Geld verdienen und viele Arbeitsplätze schaffen. Deutschland war führend und muss neu einsteigen.
    Die Alternative ist, dass die Lichter ausgehen.

  • Bin jetzt total verwirrt. Nachdem Merz die Rückkehr zur Atomkraft kategorisch ausgeschlossen hat, dachte ich eigentlich, dass mit diesem Kanzlerwort der Bau von neuen Reaktoren so gut wie beschlossen sei 😀

  • „Nachdem die Bundesregierung unter Angela Merkel 2010 die Laufzeiten der Kernkraftwerke zunächst verlängert hatte, leitete sie nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wieder eine Kehrtwende ein und beschloss den endgültigen Ausstieg.“

    Gerade dieses Ereignis hat doch gezeigt wie sicher Atomkraftwerke sind. Es hat Keinen atomaren Supergau gegeben und „nur“ ein Todesopfer wird damit in Verbindung gebracht. Die meisten Menschen starben durch die Flutwelle, aber laut Wikipedia Hunderte bis Tausende durch die „Evakuierungsmaßnahmen“….
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima

    „Laut dem UNSCEAR-Bericht von 2013 wurden bis zu diesem Zeitpunkt keine strahlungsbedingten Todesfälle oder akuten Erkrankungen beobachtet. Die von der Bevölkerung erhaltenen Strahlendosen waren generell gering bis sehr gering, und ein Anstieg von strahlenbedingten Erkrankungen sei nicht erwartbar.“

  • Mit Blick auf die durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz notwendige Errichtung neuer Rechenzentren sagte er: „Eine Lösung für dieses Problem sehen wir in sogenannten Small Modular Reactors – also kleinere, modular gebaute Kernreaktoren.“ Auch Kernfusion sei diesbezüglich eine mögliche Zukunftsoption. — Das gibt es tatsächlich noch: Einen Politiker, der mal eine Gehirnwindung weiter denkt! Nicht auszudenken, wenn dieses Land wieder ein Hort für Kreativität würde…

  • Wieso denn keine Kohlekraftwerke die haben wir ja. Trotz Umwelt aber nicht mehr erpresbar und wir haben die Kostenkette unter Kontrolle.

    • Ja, stimmt. Und Kohle haben wir auch. Und bei der Entschwefelung gewinnt man hochwertigen Gips

  • Eine Bunte Gruppe aus Babylon mit einem babylonischen Wunschzettel um Baron von Münchhausen auf der Reise ins Wunderland, verpasst jeden Zug, jeden Bus und jede Mitfahrgelegenheit zu ihrem Wunschziel, welches sie nicht kennen…

  • Und weil die CSU so Atomstrom-affin sein wil, hat sie bereits vorsorglich in 2023 bestehende, abgeschriebene und deshalb extrem günstige Stromlieferanten in Bayern abgerissen/ weggesprengt.

    Klar😆

  • Was interessiert den schon ein kleiner Kläffer aus Bayern.

  • In Russland gibt es bereits eine Serienproduktion.

  • „Reaktorkatastrophe von Fukushima“?
    Sorry, aber das geht ja formulierungstechnisch schon fast in die Fake-Berichterstattung der ÖRs. 😁
    Ja, der Reaktor wurde beschädigt. Aber eben durch den Tsunami.
    Und es gab KEINE Katastrophe, so wie es im Zusammenhang mit Tschernobyl immer kolpotiert wird. Kein einziger Mensch ist wegen des defekten Reaktors bzw. austretender Strahlung gestorben.
    Das Ganze wurde von unseren Oberen nur so verkauft.

    @AP: bitte ändert die Formulierung, denn ich bin mir GANZ sicher, dass Ihr das auch so nicht gemeint habt. 😉

  • Es exisitiert kein einziges kleines Atomkraftwerk. 30 -40 Jahre Entwiklung Ergebnis offen.

    • Vor allem was soll das an z.b mehr Sicherheit bringen ? 10 Große Anlagen sind bestimmt besser als 500 kleine zu überwachen und Kontrollieren .
      Das ist nur Ablenkung um noch mehr Zeit für definitive Fakte an den AKW zu schaffen !!
      Mit den Kartellparteien keine AKWs . Ohne AKW keine Wirtschaftsstandort Deutschland mehr . Ohne Wirtschaft gar kein Deutschland mehr !

    • „Weltweite Projekte: Es gibt über 80 aktive SMR-Designs. Die meisten befinden sich in der Entwicklung; im kommerziellen Betrieb sind bisher nur drei Reaktoren (einer in China, zwei in Russland). Ein weiterer ist in Argentinien im Bau.“

      • Design und Entwicklung: Hinter diesen Nebelwänden kann man alles behaupten.
        Was wissen wir technisch / betrieblich über die Reaktoren in China und Rußland?
        ‚im Prinzip serienreif‘ ist leider ein innerer Widerspruch. Und ’serienreif‘ ist weit weg von ‚bewährte Konstruktion‘.
        Des Ingenieurs Zauberwort gegenüber Verkäufern ist übrigens: ‚Vorführen‘!

    • Danke, lb. Skuder! Ich kenne auch kein Kleines Atomkraftwerk.
      (Außer denen, die in Flugzeugträger oder U-Boote oder Eisbrecher eingebaut werden.)
      Und schon werden dual flow Reaktoren von naiven und unwissenden Politikern wie Huber als erlösendes Heilmittel verkauft. Erstens müßte einmal so ein Ding nach vielen Jahren Entwicklung und Konstruktion und zweitens in originaler Größe in Betrieb sein und drittens müßten die Kinderkrankheiten beseitigt sein, BEVOR die in größerer Stückzahl verplant und bestellt werden.

    • Skuder, das stimmt nicht. In Russland ist diese Technik im Prinzip serienreif.
      Warum können wir technisch nicht was die Russen können?

      • Uhhhh . Ja Russische Kernkraft ??!! Sie meinen RBMK Reaktoren für den Hausgebrauch ?
        Da war doch mal was in der Ukraine ?? Und Sankt Petersburg z.b
        Da können sie sich auch ne alte russische Nuklearwaffe unters Kissen legen !
        Die RBMK ist Bauseits Brand gefährlich !

  • Da hat die 5-Prozent-Amigo-Partei von jenseits des Weißwurstäquators zwar ausnahmsweise – wenn auch nur populistisch – mal recht, aber wen kümmert das ?

    Nix als heiße Luft…ppppffffffffffffffffftttttttttt

    Wer AKWs in die Luft sprengt, dem glaubt man NICHT…

  • CSU-Generalsekretär kann widersprechen wie er möchte , der grüne Merz Kanzler ist in der falschen Partei und das wird er durchsetzen , obwohl ganz Europa einen anderen Weg geht .
    Wie dumm ist dieses Land geworden ?

  • Man sollte die zur Verantwortung ziehen die Vorschnell stillgelegte Atomkraftwerke zerstört haben,
    Denn das war nicht notwendig.
    Das war Mord an unserer Energiewirtschaft.
    Verrat am Volk für dumme Ideologie.
    Haftbar machen, Pensionen weg nehmen zu 80%.

  • ahja, dieser Schwätzer.
    Wer hat denn freundenstrahlend der Zerstörung der KKWs in Bayern zugestimmt?

    Dieser Typ erinnert mich ganz stark an den Kubicki

  • Das sind doch alles nur abgesprochene Scheingefechte innerhalb der CDU und der CSU.
    Wenn der Schwachsinn der Energiewende in sich zusammen bricht werden sie sagen wir waren doch immer für A-Kraftwerke.

    In erster Linie will den Anschein erwecken es gäbe politisch demokratische Prozesse innerhalb dieser Lügenparteien.

    WIR SIND IMMER WÄHLBAR und sie finden immer wieder viele Schlaf-Michel’s

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