Steffen Vogel
CSU-Bezirkschef gratuliert AfD für Wahlsieg – und erhält dafür erheblichen Widerspruch aus den eigenen Reihen
CSU-Bezirkschef Steffen Vogel gratuliert der AfD zum Wahlsieg in Sachsen-Anhalt und fordert Ulrich Siegmund als Ministerpräsidenten. Andernfalls wäre das für ihn eine „Umkehrung von Demokratie“. In der CSU sorgt das für Kritik.
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Der unterfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Steffen Vogel hat der AfD und ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratuliert. Zugleich erklärte er, Siegmund müsse nach dem Ergebnis Ministerpräsident werden. Innerhalb der CSU sorgt der Auftritt für deutliche Kritik.
„Glückwunsch Ulrich Siegmund, Glückwunsch an die AfD nach Sachsen-Anhalt zu diesem Wahlergebnis“, sagte Vogel in einem Video, das er auf Instagram und Facebook veröffentlichte. Diese sei „kein geschichtsträchtiger Unfall, sondern Demokratie“. Ein vergleichbares Ergebnis habe in den vergangenen Jahren keine Partei bei einer Bundes- oder Landtagswahl erzielt. Siegmund müsse „der nächste Ministerpräsident“ werden, sagte Vogel. „Ansonsten wäre das eine Umkehrung von Demokratie.“
Vogel ist nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern einer von zehn CSU-Bezirksvorsitzenden und Mitglied des Parteivorstands. Entsprechend deutlich fiel die Reaktion aus Teilen der CSU aus. Landesgruppenchef Alexander Hoffmann bezeichnete Vogels Auftritt gegenüber der Main-Post als „vollkommen verunglückt“. Das Wahlergebnis müsse respektiert werden. „Aber gratulieren sollte man dazu nicht“, sagte Hoffmann dem Bayerischen Rundfunk.
Vogel verteidigte das Video als „Weckruf an die Union“. CDU und CSU müssten sich nach dem Wahlergebnis selbstkritisch mit ihrem Kurs auseinandersetzen. „Wir haben offensichtlich was falsch gemacht. Ich rate zur kritischen Selbstreflexion“, sagte er den OVB Heimatzeitungen. Die Union müsse nicht nur ihre Kommunikation verändern, sondern „bessere Politik machen“. Vogel kritisierte unter anderem die Steuer-, Energie- und Schuldenpolitik.
Zugleich lehnt Vogel eine Zusammenarbeit von CDU und AfD in Sachsen-Anhalt ab. Sein Video sei gerade deshalb als Weckruf gemeint, „weil ich gerade nicht will, dass die AfD regiert“. Bezüglich des Umstands, dass 170.000 frühere Nichtwähler nun laut Infratest dimap zur AfD wechselten, äußerte Vogel ausdrücklich Bedauern. Diese hätten „leider“ AfD gewählt.
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Dem Gegner nicht zum Sieg zu gratulieren ist extrem unsportlich. Allerdings sind ja alle Altparteien bisher nicht wegen Fairness auffällig geworden.
Schon bemerkenswert : Die Bürger sorgen sich gerade um die Höhe der Benzinpreise, um nur ein Beispiel zu nennen. Und die CSU diskutiert darüber, ob man einem Wahlsieger gratulieren soll.
Tja, so ticken „unsere Demokraten“ eben: Wählen darf man, aber ändern soll sich dadurch bitte nichts.
„Das Wahlergebnis müsse respektiert werden.“
Selbst das kann die CDU/CSU ja nicht einmal.
Seien wir dieses Mal einfach froh, dass nicht wieder ein hochrangiger CDU-Apparatschik die Rückgängigmachung der Wahl fordert.
Vielleicht wäre es an der Zeit, das Unionsbündnis aufzukündigen. Kreuther Trennungsbeschluss, zweiter Versuch…
Ich mag diesen Mann
Anstand und Fairness gegenüber dem politischen Mitbewerber werden in der Union gerügt, weil sie diese Tugenden gegen Lügen und Diffamierung des politischen Bewerbers eingewechselt haben. Es führt nur nicht zum Erfolg, weil dem größten Teil der Bevölkerung Wahrheit und Anstand noch in die Wiege gelegt wurden und das ist auch gut so.
Mal ein bißchen Anstand.
Endlich zeigt mal ein CSU-Hinterbänkler wie Steffen Vogel ein bisschen sportlichen Anstand und gratuliert der AfD zum verdienten Wahlsieg in Sachsen-Anhalt. Aber wir wissen alle, wie das in seiner Partei läuft: Wer die Realität ausspricht, sägt an seinem eigenen Stuhl. Ich gebe Vogels politischer Karriere in der CSU nach diesem „Weckruf“ keine drei Wochen mehr. Die Parteispitze zittert doch schon vor dem Kontrollverlust. Herrlich, wie dort die Nerven blank liegen!
Steffen Vogel mit A… in der Hose.
Nicht einschüchtern lassen,Herr Vogel.
Hat die CDU schon jemanden ausgeguckt der dem (hoffentlich) zukünftigen Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts nach der Wahl den Blumenstrauß vor die Füße wirft, wie damals die komische Frau von den Linken im Thüringer Landtag dem Herrn Kemmerich?
„Unsere sogenannte Demokratie“ hat verloren ,daher wird jeder der gratuliert mit einer Kontaktschuld belegt.Man kann den CSU Mann nur feiern für seinen Mut.
Wie kann er nur der AFD gratulieren. Im Brandmauerkartell werden immer die Verlierer zum Wahlsieger erklärt.
Da hat doch der Steffen jetzt den Vogel abgeschossen!
Doch Herr Hoffmann, man gratuliert zum Sieg.Das gebietet der Anstand. Der ist aber nicht jedem gegeben. Hat Schulz nicht auch Trump die Gratulation verweigert?
Hihi wie sie ihre Windeln schon voll bis oben hin haben, einfach nur herrlich was hier geboten wird
Sofort ein Parteien Ausschlussverfahren
einläuten
das geht garnicht
alle rauswerfen
dann ist endlich Ruhe und der Friedrich ist allein zuhause.
Ich hoffe, der Kerl hat seinen Bademantel griffbereit. Er wird gewiss im Morgengrauen Richtung Gulag für diesen Frevel abgeholt…
Was die CDU/CSU meint, würde mich als AfD nicht jucken. Passt lieber auf , AfD, die würden die nächste Gelegenheit nutzen um euch abzuservieren. Und gebt euch nicht dafür her deren Bankrott geradebiegen zu wollen.
Sie haben halt keinen Anstand, woher auch?
Die Betonköpfe in CDU/CSU werden es nicht mehr verstehen. Das belegen ja die Reaktionen. Die Mitglieder werden mit komplett neuen Führungen einen Neustart wagen müssen.
Oh wow Zickenkrieg in der Union schnell EIL Meldung für die Klicker.
Politik ist Drama mit Hässlichen für die Dummen.
Ich bezeichne Landesgruppenchef Alexander Hoffmann als völlig verunglückt ! Er hat mit seiner Intervention bewiesen, das er in einem demokratisch gewählten Parlament gar nichts zu suchen hat !