Werbung:

Werbung:

Gläubigenvertretung

„Christen- und kirchenfeindliche Partei“: Bayerischer Katholikenverband kritisiert AfD

Der Bayerische Katholikenverband hat die AfD scharf kritisiert und als „christen- und kirchenfeindliche Partei“ bezeichnet. Die Gläubigenvertretung bezieht sich dabei vor allem auf das Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt.

Christian Gärtner, Vorsitzender des bayerischen Katholikenkomitees (IMAGO/epd)

Werbung

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat die AfD scharf kritisiert und vor einer politischen Vereinnahmung des Christentums gewarnt. Die Partei gebe sich zwar als Verteidigerin des „christlichen Abendlands“, vertrete nach Einschätzung der katholischen Laienvertretung aber zunehmend Positionen, die gegen Kirchen und das kirchliche Leben gerichtet seien. Der Vorsitzende Christian Gärtner sprach bei der Frühjahrsvollversammlung am Samstag in Augsburg von einer „christen- und kirchenfeindlichen Partei“.

Gärtner verwies dabei auf eine wachsende Spannung zwischen christlicher Sprache und politischem Programm. Die AfD nutze religiöse Begriffe, um kulturelle Zugehörigkeit zu markieren, stelle sich aber zugleich gegen zentrale Institutionen des kirchlichen Lebens. Besonders kritisch sieht das Landeskomitee Angriffe auf die Kirchensteuer, die kirchliche Flüchtlingshilfe („Kirchenasyl“) und die öffentliche Rolle der Kirchen in einer pluralen Gesellschaft.

Primär bezieht sich die Kritik auf das AfD-Regierungsprogramm in Sachsen-Anhalt. Darin werden die großen Kirchen als „Kirchensteuerkirchen“ bezeichnet und die bestehenden finanziellen Regelungen kritisiert. Das Programm bekennt sich zum Christentum als Teil der europäischen Kultur, verbindet dies jedoch zugleich mit scharfer Kritik am derzeitigen Kurs der Kirchen. Kirchenrechtler Hans Michael Heinig wertete die Haltung der AfD als deutlichen Bruch mit der bisherigen kirchenfreundlichen Tradition der Parteien.

Mit Sorge blickt das Präsidium daher auch auf die Wahlerfolge der AfD bei der jüngsten Kommunalwahl in Bayern. Als Reaktion kündigte Gärtner an, bestehende Anlaufstellen auszubauen und neue Formate zu entwickeln. Menschen sollten darin gestärkt werden, demokratische Haltungen zu vertreten und extremistischen Positionen zu widersprechen.

Der Konflikt spiegelt die generellen Spannungen zwischen der katholischen Kirche und rechten Parteien zumindest im Westen wider. Auch in den USA prallen religiöse Sprache und kirchliche Autorität zunehmend aufeinander. So kritisierte US-Präsident Donald Trump zuletzt Papst Leo XIV., nachdem dieser die Kriegs- und Migrationspolitik der US-Administration verurteilt hatte. Zuletzt kündigte der Papst jedoch an, den Streit beilegen zu wollen.

Werbung

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

118 Kommentare

  • Wer heut zu Tage ein massives Problem mit den Christen hat, sind die Kirchen selbst, ohne Frage.

    107
    • Wir sind aus dieser Sekte schon sehr lange Ausgetreten.
      Wir haben Tausende von Euro für sinnvolleres gespart!

      • Wir sind ausgetreten, um Lebensmittel zahlen zu können…

        • Das ist bitter und sagt viel über dieses korrupte Land.

          0
    • Wer AfD Mitglieder, deren Wähler, Funktionsträger, permanent aus der Kirche wegekelt und wie Menschen zweiter Klasse behandelt, der muss sich nicht wundern. Die Frage nach der Abschaffung von Privilegien für die Kirche ist ja durchaus legitim. Wenn weniger als 50% der Bevölkerung einen Nutzen von dem Geldsegen haben und der Rest ihn bezahlen muss, dann darf man mit jedem Recht der Welt, diesen Punkt diskutieren und ihn auch in das Parteiprogramm aufnehmen.

      • Die AFD wird immer stärker und die “ Kirchen“ sehen ihre Felle davon schwimmen! Ich schreibe Kirchen nur noch mit Anführungszeichen, da diese “ Kirchen“ nichts mehr mit Glauben und Gott zu tun haben!!

    • Zudem müsste es korrekt lauten:

      Die AfD ist Kirchenkritisch aber ein stärkerer Verteidiger des christlich-jüdischen Abendlandes als jede andere Partei, die momentan im Bundestag vertreten ist.

      Außerdem sollten wir doch mal über die offen ausgelebte Christenfeindlichkeit von Teilen der SPD, Teilen der Grünen und der Linken im Gesamten sprechen.

      Die Kirchen sind mir relativ egal. Abgesehen natürlich vom Erhalt der vielen wunderbaren Bauten. Um den Christ „als solchen“ geht es mir. Und letzterer erfährt doch mittlerweile in unserem Land eher weniger Schutz.

      Was wiederum alle etablierten Parteien, hier jetzt CDU/CSU und FDP inklusive, zu verantworten haben.

  • Kirche verhält sich zu Religion wie Politik zu Problemlösung.

    • Die Rote Hilfe unterstützt nicht nur „linke Aktivist*innen“, sondern auch mutmaßliche Straftäter.
      Nach Einschätzung des sächsischen Verfassungsschutzes nimmt dies dem Strafrecht die abschreckende Wirkung und untergräbt den Rechtsstaat.
      … Der Verein unterstütze Personen, „die sich wegen ihres politischen Engagements mit Ermittlungsverfahren, Prozessen und anderen Repressionsmaßnahmen konfrontiert sehen“.
      … Auch in Bayern unterhält die Rote Hilfe mehrere Ortsgruppen, unter anderem in Nürnberg.
      „Es geht darum, dass ich im Gerichtssaal nicht einknicken muss und sagen muss, oh, das tut mir alles total leid, sondern um die Verteidigung des eigenen Handelns“, so der Aktivist.
      aus https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/linksextremismus-rote-hilfe-auch-fuer-mutmassliche-straftaeter,VHh3aYm
      – Christenfreundlich…

  • Die haben Angst um Ihre Vorteile.

    • Klar denen geht es darum dass die Kirchensteuer weiter fließt. Hat sich ja ein evangelischer Würdenträger verhaspelt und das herausposaunt.

    • sie dürfen austreten, Keiner Zwingt Sie.
      Ein kleines Formular reicht.

      -23
      • Wittelsbacher Wie gnädig von Ihnen. Dumm nur, dass man auch als Atheist für die Deutschen Bischöfe zahlt. Denen ist egal, wie viele Kirchensteuerzahler es noch gibt. Sie werden nämlich von den 560 Mios bezahlt, die die Bundesländer jährlich als „Ausgleichszahlungen“ für 1806 enteignete Kirchengüter löhnen. Deren Abschaffung wurde schon vor hundert Jahren in der Weimarer Verfassung gefordert. Und steht auch in unserem Grundgesetz.

      • Jaja, nur ein kleines Formular, nur ein kleiner Pieks…
        Das stimmt nicht, man muss persönlich nicht etwas bei der Kirche, sondern auf dem Amt vorstellig werden und um von der freiwilligen Kirchensteuer zurückzutreten 30 Euro bezahlen. Wie wärs, wenn die Kirche das aus Dankbarkeit gegenüber dem Mietglied selbst bezahlt und sich um den administrativen Aufwand kümmern würde? Dann hätten sie auch wieder was zu tun, was realitätsnäher ist als Weihwasser zu weihen.

      • Deswegen fallen aber immer noch nicht die bizarren staatlichen Zahlungen für die Kirchen weg, die rein GAR NICHTS mit der Kirchensteuer zu tun haben.

        Sie tröten schon wieder Parolen in die Landschaft, ohne die geringste Ahnung zu haben.

      • „Ein kleines Formular reicht“. Er kennt sich aus. Bitte vorher informieren.

      • Ach, Tatsächlich? Wie schlau sie doch sind, Der unangefochtene Checker hier!

        • Der, der den guten Namen der Wittelsbacher missbraucht, ist nur ein ahnungsloses und ungebildetes Mietmaul für Linksaußen. Wahrscheinlich schlecht bezahlt.

          4
      • Deine Ahnungslosigkeit ist bezeichnend für das linke Pack.

  • Gerade in Kirchenkreisen wird immer wieder Toleranz eingefordert.
    Wirklich christlich ist, wenn man Toleranz auch lebt, auch dann, wenn es um andere Ansichten geht. Demokratie nennt man das auch.

    • Bitte nicht verwechseln mit „Unsere Demokratie“ 😉

  • Die Kirchensteuer ist im Zeitalter der zunehmenden Islamisierung ein veraltertes Konstrukt.

    • Oh, da unterliegen Sie einem IrrGlauben. Der Islam als „Kirche“ wird sich neben der jetzt schon reichlichen staatlichen Unterstützung, über die „Kirchensteuer“ noch viel mehr vom Steuerzahler holen, natürlich nur wegen der „Gleichbehandlung“, bzw. der Vermeidung von Diskriminierung.

      Glaube und Kirchen sollte Privatsache sein und dementsprechend auch privat finanziert werden. Ich jedenfalls möchte weder die Christen, noch die Moslems, Hindus, oder das Judentum mit meinen Steuern finanzieren.

  • Ah ja. Und das Erzbistum Berlin lädt zum muslimischen Fastenbrechen ein. Was muss man noch wissen?

    • Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Der gemeinsame Feind aller Religionen ist der Verstand.

  • „… Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ (Joh 8,7)

  • Als Christ habe ich Probleme mit der heutigen Politik der Kirchen. Sie fürchten sich vor dem Verlust von Mammon.

  • Die Kirche hat nicht die ‚plurale‘, also die multikulturelle Gesellschaft zu vertreten und zu verteidigen. Der Islam tut das auch nicht und erhält genau deshalb Zulauf. Der Kirche muss nur um eine christliche Kultur und Gesellschaft bemüht sein, und das erwartet man auch von ihr. Weil sie genau das aber nicht tut, verlassen die immer noch Gläubigen in Scharen die Kirchen. Artikel von heute:
    https://www.goldseiten.de/artikel/698052–Wer-Gott-nur-noch-sozialverwaltet.html

  • Ich bin leidenschaftlicher Christ, und für mich wird es in meinem Leben keine andere Partei mehr geben als die AfD

  • Wenn Vertreter des christlichen Abendlandes gegen die Amtskirchen, die gegen das christliche Abendland agieren, agieren, scheint mir das ganz sicher nicht christenfeindlich zu sein.

  • Ob der Katholikenverband noch etwas mit dem Christentum zu tun hat? Wenn Christen in Afrika von islamischen Terroristen hingemetzelt werden, ist vom Katholikenverband nicht viel zu hören. eine „Christliche“ Union hat mit dem Christentum auch nicht viel zu tun. Ein Christ kann man jedenfalls auch außerhalb eines Kirchenverbandes sein, wenn man gegen eine Links-grün sozialistische Brandmauer-Kirche ist

  • Pfundskerle, diese Katholiken. 1 Stern auf die Schulter.

  • Bei dem, was die großen Kirchen derzeit abliefern, kann man das „kirchenfeindlich“ durchaus als Lob verstehen!

  • Christenfeindlich? Nein. Kirchenfeindlich! Ja, was mich angeht.

  • Sieht die Kirche etwa ihre Gelder davon schwimmen und die Funktionäre schlagen Alarm? Den Obolus kann man sich sparen und lieber für was sinnvolles nutzen.

  • „…vertrete aber zunehmend Positionen, die gegen Kirchen und das kirchliche Leben gerichtet seien.“ Das muß die AfD gar nicht machen, das macht ihr doch schon selber. Pooldance im Gottesdienst, Queere Gottesdienste, letztens sah man, bei einem Gottesdienst, Artisten vor dem Altar rumturnen. Regenbogenfahnen allerorten und immer wieder die Aussage wie demokratisch man sei und daß man Felsenfest an der Seite „unserer Demokratie“ stehe.

  • Wieviel Bürger treten diesmal aus linken Kirchen aus ?

    • … das ist den Kirchen egal, die kassieren trotzdem weiter Steuergelder ab, und nicht gerade zu knapp.

  • die blutspuren des islam und des christentums lassen sich nicht entfernen.

    • Geschichte ist Bildung, und die ist aus Europa die letzten 60 Jahre kontinuierlich schlechter, bzw. miserabler, geworden. Wer weiss denn noch was Kreuzzüge waren?

    • Die einzige friedliche Religion ist die des fliegenden Spaghettimonsters.

      Pastafaris sind friedlich.

  • Die Rache für die, die aus der Kirche austreten und deren Umgang mit Kindern in der Vergangenheit verurteilt. Christliche Verfolgung wird daher nicht genannt.

  • Die Kirchen Steuer Kirchen haben sich vom christus- zentrierten Glauben verabschiedet und sind grün- links ausgerichtet

  • Ich bin Katholik und wundere mich in dieser Hinsicht sehr über meine Kirche. Hier ist die Frage berechtigt, wer denn mit dem Streit begonnen hat: Die katholischen Laien-Gremien (Pfarreiräte etc.) sind mancherorts fast zu Hundert Prozent links durchwachsen. Sie schlossen und schließen wohlwollende AfD-Mitglieder und -Sympathisanten aus ihren Reihen aus, diffamieren abweichende Positionen und wundern sich dann, dass die Partei nicht applaudiert. Abgesehen davon, dass dies kein christliches Verhalten ist, ist es borniert und engstirnig. Der scharfe Gegenwind zukünftiger AfD-Regierungen könnte aber heilsam sein und diese Menschen zurück zum Evangelium führen.

    • ich weiß seit jahrelang das die Deutsche Kath. Kirche zB die polnische Belächelt und weiß das polen die hier in Kirche gesagt haben sie gehören der Polnischen Kirche belächelt wurden und Sprüche kamen das die da“ nicht wirklich Katholiken sind“

      lustig ist das der Pfarrer da nicht mehr tätig und die Kirche zum verkauf steht.
      Tja das Problem haben “ die da“ wohl nicht nur die hier.

    • Folgende Aussage las ich vor einiger Zeit:“ Die Europäer sind zu Geiseln jener Ideologie geworden, gegen die ihre Vorfahren einst kämpften. Ohne einen einzigen Schuss. Die Kreuzzüge werden nicht zurückkommen. Doch ironischerweise finanzieren Christen mit ihrem eigenen Geld die Auslöschung ihrer Kultur.“ – Um auf der „richtigen Seite“ zu stehen, ist Herr Gärtner bereit, sein souveränes Denken über bestimmte Vorgänge in dieser Bundesrepublik in andere Hände zu legen. Bevor er sich weiter äußert, sollte er sich die Aussage des Rheticus aus der Narratio zu eigen machen:“ Wer verstehen will, muss einen freien Geist haben!“

  • Die „Konzilskirche“ ist nicht die KK. Die Institution ist seit 1958 unterwandert und es sind gezielt Leute eingesetzt wie bei den „Young Global Leaders“.

  • Wer hat denn angefangen AfD-Mitglieder auszugrenzen, zu entlassen, zu beschimpfen und zu verleumden? Selbstverständlich die Kirchen und dann wundern sie sich über den Bumerang.

Werbung