Antifa-Hammerbande
Berufungsverfahren beginnt: Maja T. wirft Ungarn „Willkür und Unterdrückung“ vor – und bemüht Hannah Arendt
Sieben Monate nach der Verurteilung von Maja T. zu acht Jahren Haft wird der Fall in Budapest neu verhandelt. Während die Anklage eine deutlich längere Haft verlangt, fordert die Verteidigung einen Freispruch. Maja T. warf der ungarischen Justiz zum Auftakt „Willkür und Unterdrückung“ vor und schreckte auch vor einer Instrumentalisierung von Hannah Arendt nicht zurück.
Sieben Monate nach der Verurteilung von Maja T. zu acht Jahren Haft in erster Instanz hat in Budapest das Berufungsverfahren gegen die aus Jena stammende Person begonnen. Maja T., die sich als nichtbinär versteht und der linksextremen Szene zugerechnet wird, war im Februar in erster Instanz wegen schwerer tätlicher Angriffe auf mutmaßliche Rechtsextremisten verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hält die verhängte Strafe für zu niedrig und verlangt nun mehr als 13 Jahre Haft. Die Verteidigung strebt dagegen einen Freispruch an. Mit dem rechtskräftigen Berufungsurteil wird am 30. September gerechnet.
Die Maja T. vorgeworfenen Taten stehen im Zusammenhang mit gewalttätigen Aktivitäten einer deutschen Antifa-Gruppierung in Budapest. Auch in Deutschland wurden inzwischen Mitglieder aus dem Umfeld der sogenannten „Hammerbande“ verurteilt.
Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht zunächst die Frage nach dem Strafmaß. Die Staatsanwaltschaft verlangt eine Erhöhung der achtjährigen Freiheitsstrafe auf mehr als 13 Jahre. Eine genaue Zahl nannte die Anklage gemäß der in Ungarn üblichen Praxis nicht. Für die angeklagten Taten reicht der Strafrahmen von mindestens zwei bis maximal 24 Jahren.
Darüber hinaus verlangt die Staatsanwaltschaft schärfere Haftbedingungen. T. solle die Strafe nicht in einem gewöhnlichen Gefängnis, sondern in einem sogenannten Zuchthaus verbüßen. Eine solche Unterbringung bedeutet in Ungarn weniger Bewegungsfreiheit innerhalb der Haftanstalt und erschwert eine vorzeitige Entlassung.
Der Staatsanwalt beanstandete außerdem, dass das erstinstanzliche Gericht nicht anerkannt habe, dass T. bei den vorgeworfenen Angriffen mögliche lebensgefährliche Verletzungen der Opfer billigend in Kauf genommen habe. Die Verteidigung greift dagegen bereits die Beweisführung an und argumentiert, dass die Identifizierung von Maja T. auf Straßenüberwachungsvideos von den Tatorten nicht eindeutig sei. Außerdem sei nicht nachgewiesen, dass der in Budapest aktive Antifa-Täterkreis eine kriminelle Vereinigung im strafrechtlichen Sinne gebildet habe.
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Eine Vorgeschichte hat auch die Auslieferung nach Ungarn. Maja T. war im Dezember 2023 in Berlin festgenommen und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert worden. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Auslieferung in dieser Form später für rechtswidrig. Das Berliner Kammergericht habe die Haftbedingungen in Ungarn für T. nicht ausreichend geprüft, befanden die Karlsruher Richter.
Zum Auftakt des Berufungsverfahrens ergriff Maja T. selbst ausführlich das Wort. In der Rede bekräftigte T. „antifaschistische“ und „antiautoritäre“ Überzeugungen und erhob schwere Vorwürfe gegen die ungarische Justiz und die dortigen Haftbedingungen. US-Präsident Donald Trump und Ungarns ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, die die Antifa zur Terrororganisation erklärt hatten, bezeichnete T. als „Despoten“.
In der längeren Ansprache schilderte T. zunächst einen Vorfall, der sich am 17. Juli im Gefängnis zugetragen haben soll. Dabei hätten fünf Beamte verlangt, ein Kleid abzulegen und alle „feminin anrüchigen Kleidungsstücke“ herauszugeben. T. habe dies verweigert. Kurz darauf habe T. „gefesselt und mit blutender Lippe auf dem Zellenboden“ gelegen.
T. behauptete, die Beamten hätten anschließend wahrheitswidrig angegeben, die Gewalt sei notwendig geworden, weil T. „gewütet“ habe. Das daraus entstandene Disziplinarverfahren sei nach einer Beschwerde eingestellt worden. „Eins bleibt jedoch: das Trauma, in diesem Moment der Gewalt schutzlos ausgeliefert zu sein“, sagte T.
Von dieser persönlichen Schilderung ging T. zu einer grundsätzlichen Kritik an Staat und Strafvollzug über. Die erlebte Ohnmacht sei die Erfahrung vieler Menschen, erklärte T. und vertrat die Auffassung, Gewalt gegen Menschen gehöre „ganz grundlegend zum Staat dazu, insbesondere im Gefängnis“. Der Staat wolle Menschen „seinen Willen aufzwingen“ und „ausbeuten“.
Anschließend schlug T. die Brücke zum eigentlichen Strafverfahren. Die während des erstinstanzlichen Prozesses vertretenen Positionen wolle T. weiterhin bekräftigen: „Auch wenn die Wortwahl heute eine andere wäre, ist es gegenwärtig nicht weniger dringend, für humanistische und antiautoritäre, antifaschistische Werte einzustehen.“
T. warf den Behörden in der Rede politische Einflussnahme und eine Vorverurteilung vor. Wörtlich sprach T. von „Druck und Zwang, um Geständnisse zu erpressen“ sowie von einem „unbedingten Willen, mich zu verurteilen und zu bestrafen“. Auch Ungarns damaliger Ministerpräsident Viktor Orbán und US-Präsident Donald Trump griff T. an. Beide hätten die Antifa insbesondere deshalb zur Terrororganisation erklärt, „um uns Angeklagte zu entmenschlichen und alle jene, die sich aufrichtig für unsere Werte eintreten, einzuschüchtern“. T. fügte hinzu: „Wir dagegen wissen, was der sogenannte Kampf gegen Terror von Despoten wie Trump in Wirklichkeit bedeutet.“
Die Staatsanwaltschaft beschuldigte T. ebenfalls. Diese wolle in T. „unbegreiflicherweise fanatischen Hass erkennen“. Die ungarischen Justizbehörden wiederum hätten T. in Isolationshaft gesperrt, „um mich psychisch und emotional auszuhungern“. Daran offenbare sich, „dass dieser Rechtsstaat seine eigenen Ansprüche verfehlt und zu einem Ort der Willkür und Unterdrückung wird“, lautet T.s Urteil über die ungarische Justiz.
In pathetischer Pose rekurrierte T. sodann auf Hannah Arendts Konzept der Banalität des Bösen, das die politische Theoretikerin jüdischer Herkunft Anfang der 60er-Jahre als Beobachterin des Prozesses gegen den Holocaust-Logistiker Adolf Eichmann in Jerusalem entwickelt hatte. Wörtlich führte T. in jener von Arendt seinerzeit bei Eichmann diagnostizierten Gedankenlosigkeit aus: „Außerdem möchte ich Sie und mich daran erinnern, dass die Banalität des Bösen weltweit noch viel grausamer sein kann und dies bereits tut, als ich es erlebt habe und schildern kann, und dass wir, damit konfrontiert, oft nur noch mit einem hilflosen Schulterzucken reagieren, manchmal auch ich. Da hilft es nur, mich meiner selbst und unserer Werte und Ideen zu vergewissern.“
T. kündigte an, weiter zu schreiben, „weiter Verantwortung übernehmen und handeln“ zu wollen und auch künftig trotz eines vermeintlichen Verbots andere Gefangene zu „umarmen“. Als gesellschaftliches Ziel formulierte T. eine Welt, „die weiß, auf Gefängnisse und Lager zu verzichten“.
Am Ende richtete T. den Blick auf zwei weitere Antifa-Aktivisten, die vor staatlicher Verfolgung nach Paris geflüchtet seien und denen eine Auslieferung nach Ungarn beziehungsweise Deutschland drohe. „Das darf sich nicht wiederholen“, forderte T. und rief zum Kampf für deren Freiheit und die „aller Antifaschist:innen“ auf.
Lob und Unterstützung für die Rede erhielt T. umgehend aus den Reihen der Linkspartei. Martin Schirdewan, von Juni 2022 bis Oktober 2024 Co-Vorsitzender der Linken und seit 2019 Co-Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Europäischen Parlament, schrieb auf Instagram: „Starke Worte von Maja T. an alle Antifaschist*innen!“ Schon das erstinstanzliche Urteil, dessen Strafmaß allen von linker Seite geäußerten Befürchtungen zum Trotz relativ mild ausfiel, bezeichnete Schirdewan als „Ergebnis eines politischen Schauprozesses“.
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Ich hoffe inständig, daß die Ungarn die Strafe deutlich verlängern!
Ab für mindestens 20 Jahre.
💩💩💩Pssst. Nichts gegen Schwerverbrecher schreiben💩💩💩AN ZENSUR
Bei Orban wäre das der Fall! Die neue EU Marionette wird sich brav den Wünschen der linksgrünen Woken fügen….
In Ungarn ist die Justiz unabhängig. Das ist zwar keine Garantie dafür, dass das erkennende Gericht sich nicht von dem Gewinsel beeindrucken lässt, aber Magyar Péter kann sich auf den Kopf stellen, er bekommt seine Wunschurteile so wenig, wie Orbán Viktor sie bekam.
das verfassungsgericht ist bereits nicht mehr voellig unabhaengig, nachdem 5 neue richter, links-woke, und einer von ihnen soros-aktivist, eingestellt wurden. ‚
in der uebrigen justiz mag es noch so sein.
dennoch, nachdem magyar nun auch adoptionen fuer gleichgeschlechtliche paare zulassen will, muss man generell mit einem wokeren stil rechnen, der bis in die justiz durchschlaegt.
aber warten wir ab, wie es letztendlich endet.
Vielleicht hielten sich die Richter bisher zurück, um Unabhängigkeit vorzutäuschen. Und Orban war rechts. Also bekam er von linken Richtern keine Wunschurteile. Nach außen hin unabhängig, aber eigentlich stramm links!
Herr Wanze (Magyar Péter) treibt den Regimewechsel mit Willkür und rechtswidrigen Kraftakten weiter.
Seit seinem Wahlsieg hat er keine Sekunde regiert. Er macht eine Facebook-Show und beschimpft alles und jeden der nicht kuscht. Er und seine zusammengewürfelte Räubertruppe führen nur die Anweisungen aus Brüssel aus. Zum Schaden Ungarns….
Er führt nur einen Rachefeldzug gegen alles, was bisher in Ungarn gut funktioniert hat.
@ Theresa ,das ist zu befürchten !!!
„Eins bleibt jedoch: das Trauma, in diesem Moment der Gewalt schutzlos ausgeliefert zu sein“, sagte T.
Genau dies trifft auf seine Opfer zu. Der Täter sollte sich dies vor Augen halten und auch seine Unterstützer aus der Politik.
Der ist halt so beknackt in der Birne, dass er sowas nicht verstehen kann. Hdl Simeon T.
Nun, ein Ex-Schüler der „reformpädagogisch“ orientierten „Jena-Plan-Schule“ in Jena – wie 4-5 weitere beim Antifa-Prozeß in Düsseldorf.
In der Welt von T. sind alle N8z!s deswegen sind die Gefühle seiner Opfer nicht legitim.
Nach wie vor mein Vorschlag für das Amt der nächsten bundespräsidierenden Person in Berlin. Nach den gestrigen Wahlergebnissen in Berlin doch ein Volltreffer!
Kommt die Göring-Eckardt von den Grünen eigentlich noch immer zu Besuch?
… ist die mit dem verwandt? Optisch gibt es da einige Ähnlichkeiten . . . .
Klar, die hat vllt. was mit Simeon T.
Stimmt, det is Balien.
Offenbar ist T. nicht einsichtig, was selbstverständlich eine deutlich höhere Strafe nach sich ziehen muss.
Und anders als bei uns dauert der Prozess ein paar Wochen und nicht ein paar Jahre. So geht ordentliche Rechtsprechung.
Bei mir würden drei Minuten reichen. Alles, was hier noch weiter erörtert wird, dient der Relativierung und der versuchten Reinwaschung eines Schwerstkriminellen, vor dem man die Gesellschaft nachhaltig schützen muss.
Vor allem nach dem was es da abgelssen hat. In Kurzform: „Wenn ich rauskomme, mache ich doppelt so schlimm weiter!“
Also mir fehlt er hier nicht.
Hannah Arendt war nicht mit dem Hammer unterwegs und hat anderen Leuten auf den Kopf geschlagen.
13 Jahre wären durchaus angemessen
Mit anschließender Sicherheitsverwahrung natürlich.
ich fände 24 Jahre toll, dann wüsste er am Ende endlich ob er Männchen Weibchen oder Elfe ist.
Hallo, Atlas!
Es ist typisch für politisch-ideologisch motivierte Gewalttäter, dass sie die Gewalttaten, welche sie selbst ausüben, als gerechtfertigt sehen, weil sie sich selbst für moralisch höher stehend als das Recht betrachten.
Ob ein Staat ein Rechtsstaat ist, lässt sich danach beurteilen, wie er mit solchen Gewalttätern verfährt.
Parteien, die sie laufen lassen oder ihre Freilassung lautstark einfordern, sind aus meiner Sicht nicht besser als die Täter selbst, denn der Zweck heiligt niemals die Mittel.
Ob die Gewaltvorwürfe gegen Vollzugsbeamte in Ungarn der Wahrheit entsprechen, kann ich nicht beurteilen.
Ich verabscheue und verurteile Gewalt, egal von wem sie verübt wird.
Wer aber selbst auf Menschen einprügelt, weil sie seine politische Überzeugung nicht teilen, der sollte darüber nachdenken, ob das Karma nicht manchmal zurückschlägt, denn was man anderen tut, fällt zuweilen auf einen selbst zurück.
So ist das Leben.
Ohne Hirn kann man nicht nachdenken.
Und Linke mit Hirn gibt es nicht, denn mit Hirn wären sie keine Linken mehr!
Ein politischer Schauprozess ist wohl eher die Haft von Prinz Reuß…
War Hannah Arendt bekannt für ihre Hammerkünste?
Knast ist nun mal Unterdrückung schlechthin. Wusste er das nicht?
Ein Foto meiner Traumfrau! Welch unfassbarer Liebreiz! Danke dafür!
Lass mal deine Augen untersuchen😂😂😂
Der Ärmste hatte eine blutige Lippe. Und seine Opfer, hatten keine Verletzungen?
Ich hoffe innständig, das das Gericht dem geforderten Strafmaß zustimmt.
plus anschliessender Sicherheitsverwahrung
er sieht jetzt weder eingeschüchtert noch einsichtig aus
Der Rechtsstaat in Ungarn funktioniert
Er bekommt einen fairen Prozeß. Und dann wird er vermählt mit Seilers Tochter. Öffentlich.
Ja und weiter!!??💙💙💙💙💙
Die Strafe ist wirklich Willkür … nur 13 Jahre, 25 währen gerecht gewesen und es ist wirklich eine Unterdrückung der restlichen Bevölkerung, das diese Person nach 13 Jahren raus kommt.
Ich muss immer wieder an die Verkäuferin denken, die einfach so im Geschäft von diesem Typ und weiteren Verbrechern brutalst zusammengeknüppelt wurde. Dieses Trauma wird diese Frau ihr Leben lang begleiten. Ich kann nur hoffen, dass die ungarische Justiz diesen Verbrecher hart verurteilt. Sie hat offensichtlich die Möglichkeit bis zu 24 Jahre Freiheitsentzug zu urteilen. In Deutschland wäre dieser Verbrecher längst frei.
Die Antifa hat sehr viele Grundsätze aus dem Koran übernommen ☝️
Wegsperren und Schlüssel wegschmeißen.
Diese Person schlägt andere halb tot, weil sie vermutet, dass die Opfer eine andere politische Einstellung wie sie selbst haben und beschwert sich dann, dass sie dafür zur Verantwortung gezogen wird. Für diese Unverschämtheit müssten noch ein paar Jahre draufgesetzt werden.
Hatten wir doch schon mal, 1933-45. Und die Ungarn hatten das noch viel länger. Die Österreicher waren nämlich auch nicht zimperlich.
Ein ganz schön langer Artikel für ganz gewöhnliche Verbrecher. Ich würde sagen, es handelt sich um mehrere Mordversuche, das kann man auch verharmlosen als „schwerer tätlicher Angriffe“. Je länger diese Kriminellen weggesperrt werden, um so sicherer ist der Bürger.
Ich hoffe der bekommt noch ein paar Jahre obendrauf