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Podcast-Eklat

Bei Melanie Amann geht es vor allem um Höcke – dann steht AfD-Vordenker Tillschneider plötzlich auf

In der aktuellen Ausgabe des Funke-Podcasts von Melanie Amann war Hans-Thomas Tillschneider zu Gast. Er führte das Gespräch jedoch nicht zu Ende, sondern stand nach knapp 50 Minuten entrüstet auf.

Hans-Thomas Tillschneider bei Melanie Amann. (Screenshot via Youtube/funkenews)

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AfD-Vordenker Hans-Thomas Tillschneider ist im Interview mit Melanie Amann im Podcast Amann Unframed vorzeitig aufgestanden, weil ihm die Fragen nicht passten. Der promovierte Islamwissenschaftler trägt als intellektuelle Instanz des Landesverbandes Sachsen-Anhalt maßgeblich Verantwortung für das derzeitige Wahlprogramm. In dem Bundesland ist er zudem stellvertretender Landesvorsitzender. Als Gast in Melanie Amanns Podcast „Amann Unframed“ zeigte er sich allerdings erstaunlich unpolitisch und unsouverän.

Nach 48 Minuten kam es zum Eklat. Tillschneider zeigte sich empört über Amanns Gesprächsführung und verließ das Studio. Er gab vorher zu Protokoll: „Ich bin unter anderen Voraussetzungen in diese Sendung gekommen. Ich habe gedacht, es geht hier um mein Buch. Ich habe gedacht, es geht um meine Person. Sie fragen mich zu Björn Höcke, zu sonst wem, und deshalb will ich das hier jetzt beenden. So muss ich mich nicht behandeln lassen.“

Natürlich können AfD-Politiker beklagen, dass sie ständig in Interviews nach ihren Parteikollegen, irgendwelchen Zitaten oder Geschichten von vorgestern befragt werden. Aber wer als Rechter zu Amann geht, muss zweifellos wissen, welche Fragen auf ihn zukommen. Ein stellvertretender Landesvorsitzender und maßgeblicher Autor des Wahlprogramms muss ertragen, dass er nicht ausschließlich als abstrakt daherschwebender Großdenker wahrgenommen wird. Selbstverständlich führt konkrete Mitarbeit in einer Partei zu konkreten Fragen über die Partei; alles andere wäre journalistisches Versagen.

Tillschneider hat freiwillig das Spielfeld von Amanns Podcast betreten – wohlgemerkt als Spielführer, nicht als unauffälliger Mitläufer. Er wurde von Amann nicht mit unverschämten Fragen oder Lügen konfrontiert. Niemand muss Melanie Amann mögen, um das einzusehen. Aus so einem völlig normalen Podcast-Gespräch zu fliehen, ist mimosenhaft und kann immer nur als Niederlage interpretiert werden.

Amanns Podcast ist als Hommage an Ben ungeskriptet zu verstehen, der mit langen Interviews kontroverse Persönlichkeiten nahbar macht. Amanns Ansatz ist kontroverser. Doch Ahmad Mansour, Harald Martenstein, Philipp Burger – sie alle haben bewiesen, dass es nicht die allergrößte Schwierigkeit dieser Welt ist, gegen Amann zu bestehen. Tillschneider hat das nicht geschafft, hat klein beigegeben. Eine intellektuelle Fehlleistung.

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59 Kommentare

  • Sehe ich anders wenn Sie was von Höcke wissen will soll sie ihn einladen . Gute Reaktion von Tillschneider

    • Höcke einladen dazu ist sie wohl zu feige. Da hat sie die Hosen voll.

      • Da ist ihr Hoserl übervoll. Intellektuell ist Höcke gegenüber Amann geradezu ein Gigant!

    • Man fragt sich, warum ein scheinbar linker AfD-Schlechtredner in diesem Medium zu Wort kommen darf.

      -18
      • Ich meine damit den Herrn Brechtken.
        Er hätte es so sehen können wie Sie, Herr Franke. Hat er aber nicht.

  • Was der hat dort bei dieser Person wahrlich 50 Minuten ausgehalten
    Ehrenmann. Respekt.

  • Gut, dass er gegangen ist!
    Es wäre eine intellektuelle Fehlleistung, sich auf die ausgelutschte „Höcke-Dämonisierung, die 1 Millionste“ einzulassen.

  • Ich kann jetzt nicht wirklich mitreden, weil ich weder die Dame noch ihre Sendung kenne – aber wenn mich jemand dort einlädt, dann schau ich mir das Hühnchen doch vorher an, zieh mir ein oder zwei Sendungen rein und entscheide dann, ob mein Nervenkostüm dem Ganzen gewachsen ist?

  • „Amann Unframed“ – das kann ja nur ein schlechter Witz sein, oder?

  • Warum fragt man immer über die Hintertür nach Höcke und was hat er verbrochen, das er immer im Mittelpunkt steht. Das ÖRF gehört abgeschafft und hoffentlich passiert das auch bald. Richtige Berichterstattung und zwar auch alles aus der Welt und auch korrekt, was aber nicht passiert. Tolle Einrichtung, so war DDR1 und DDR2 später auch. Sage nur Karl Eduard von Schnitzler, der alles widerlegen konnte und falsche Angaben gemacht hat, so wie jetzt. Bilder immer aus der Schublade, oder ganz falsch. Zum Glück gibt es jetzt auch andere Medien, die berichten!!!

  • Frau Amann nimmt sich immens wichtig und wähnt sich schon im Voraus erhabener als ihr Gast. Dort beginnt das Scheitern. So ist das bei Ben nicht, er geht hier übrigens einen anderen Weg, er kommt über Empathie, was sicher ein Garant für den Erfolg ist. Wieso soll man nicht aufstehen und gehen, wenn das Thema substanziell nicht mehr stimmt und ins Absurde abdriftet.

  • Nun ja, es ist das typische spiel das die Linken betreiben. Angefragt werden Interviews zum Thema XY und hinterher werden ausschließlich Fragen gestellt die mit dem angefragten Interbiew nichts zu tun haben. Auch Höcke hat schon einmal so ein Interview abgebrochen, nachdem der Journalist auch auf den Hinweis das er doch bitte die Fragen stellt zu dem Thema das er angefragt hatte, nicht reagierte.

    Das sollten AfD Politiker viel deutlicher rüber bringen. Kommen zwei Fragen zu einem Themnkomplex der nicht angefragt wurde geht man einfach.

  • Hab’s zwar nicht gehört. Aber wenn man vlt. von 50 Minuten schon 40 damit zubringen musste zu erklären, warum dieser oder jener AfDler dieses oder jenes gesagt hat, wie er das gemeint haben könnte und ob da evtl. nicht doch versteckter Rassismus oder NS-Vokabular zu entdecken ist, kann ich mir gut vorstellen, dass manchen dann irgendwann die Hutschnur platzt

  • Vielleicht war es ihm einfach zu blöd, diese ständige Fragerei nach Björn Höcke. Warum lädt sie den nicht ein und fragt ihn direkt? Ich hätte warscheinlich genau so reagiert, denn irgendwann ist es auch genug.

  • Wissen Sie unter welchen Voraussetzungen Herr Tillschneider eingeladen wurde ? Warum haben Sie Herrn Tillschneider nicht dazu befragt ?

  • Eine passende Antwort an Aman wäre gewesen “laden sie doch Höcke persönlich ein“ und gut ist, nicht aber einfach dünnhäutig reagieren und einfach weglaufen.
    Gefundenes Fressen für den Systemmedien.

  • Herr Tillschneider hat richtig gehandelt. Diese immergleichen plumpen Fragen, ohne den geringsten Informationswert, hängen einem zum Halse heraus.

  • Was soll das nur werden wenn die AfD regiert und dann Fragen gestellt werden die der Regierung nicht passen?

    -32
    • War denn ein möglicher AfD Regierungsvertreter bei dieser Amann. ? Aber als linksgrüner müssen sie natürlich Amann den Rücken stärken auch wenn es mit völligem Unsinn ist

    • Dankt dann das Kabinett ab?

      -20
      • Das,was du hier kommentierst ist einfach zu wenig. Da kommt überhaupt nichts substanzielles rum.
        Also noch ein bisschen üben bzw. etwas lernen. Aber nicht so viel ARD oder ZDF zu Rate ziehen .

  • Ich sehe dies ein wenig anders, als es im Artikel dargestellt wird.

    Wir sind alle Menschen und haben ein besonderes Verhältnis zu Kritik. Ein jeder prüfe sich selbst, wie kritikfähig er/sie selbst ist!

    Kritik besteht aus der Abarbeitung einer Liste von negativen und positiven Aspekten. Wenn ich zu einem Interview eingeladen werde, erwarte ich dementsprechend, dass mich der Fragen stellende Journalist mit Sachverhalten konfrontiert, die negativ sind, aber auch mit positiven Sachverhalten.

    Wenn der Journalist nur positive Dinge „zuspielt“, dann nennt man das „Lobhudelei“, wenn der Journalist nur negative Konfrontation sucht, nennt man das Tribunal.

    Sowohl das eine oder andere in Reinform sind journalistische Frechheiten, die sich niemand bieten lassen muss, der bereit zu einem Interview ist.

  • Komisch, alle Kommentatoren bei Youtube sehen das anders. Die sagen, er hätte nach 5 Minuten gehen sollen. Wie ich sehe die Kommentatoren hier auch. Amann? Seit wann darf Politik so sexy sein?

  • Chapeau für diese Engelsgeduld – ich wäre bereits nach der dritten Frage aufgestanden. Diese Frau ist einfach unerträglich ! Bereits der Titel ihres Podcasts führt in die irre. „Willkommen in Amanns linkem Sprechgulasch“ wäre ein ehrlicher Titel.

  • Niemand braucht solche Stellvertreter-Interviews. Die letztlich immer nur den gleichen drögen Inhalt bergen: Dem Interviewten Kontaktschuld unterstellen!

    Wenn dieser Dame Höcke inhaltlich so bedeutsam erscheint, das sie die Ganze AFD immer wieder nur auf Höcke reduziert , dann sollte sie auch den Mut haben ihn persönlich zu interviewen.

    Dem wäre sie aber mit ihre sinnfreien Fragen und implizierten Rückschlüssen nicht gewachsen. Höcke würde sie thematisch Inder Luft zerreißen!

  • Amann unshamed…

  • Ich bin etwas gespalten. Einerseits sollte er so viel Selbstvertrauen und Durchsetzung haben um Amann zu zeigen dass sie eigentlich politisch und journalistisch schwach ist, anderseits niemand muss sich diese Amann Art gefallen lassen. Und es ist gut dass man das auch Demonstrativ macht. Für mich auch eine Art zu zeigen du bist mir mein Zeit nicht wert.

  • Schreibt Ihr jetzt von der taz ab?

  • Ach, die gibt es auch noch? Hatte schon gedacht, ihr Kanal ist gestorben. Ich glaube, selbst wenn die etwas fürs Auge wäre, würde sich da keiner hin verlaufen.🤔

  • Amann ist gleich zu setzen mit Einmann. Einmann ist nicht gut, also kein Gutmensch. Die Gleichung geht auf 🤔🤔🤔🤔🤔

  • Herr Brechtken, ich sehe das etwas anders! Ich finde es einfach plump, wenn sog. Moderaratoren nichts besseres einfällt als immer mit der abgelutschten Leier „was halten Sie von Höcke“ oder „Beziehen Sie Stellung zu Höcke“ oder so ähnlich kommen. Dann soll Amann doch Höcke interviewen, oder traut sie sich nicht? Mich würde das auch stinken, wenn ich ständig danach gefragt werde, wie ich Herrn X oder Frau Y aus meiner Partei stehe!. Stellen Sie sich vor, Herr X von der Union würde ständig gefragt werden, wie er zu Spahn steht, der sich ein Kind bestellt hat oder durch den Maskendeal 3,5 Mrd € in den Sand setze und sich bis heute weigert, sich zu erklären und in wie weit er in dieser Sauerei verstrickt ist. Ich sag nur 4 Mio € Villa in bester Lage Berlins!

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