Autoindustrie vor dem Kahlschlag: Weitere 200.000 Jobs fallen weg – im günstigsten Szenario
Seit 2020 sind in der deutschen Autoindustrie bereits rund 80.000 Arbeitsplätze weggefallen. Selbst wenn die Politik nun die richtigen Maßnahmen in die Wege leitet, würde die Branche bis 2030 weitere 200.000 Jobs abbauen müssen.
Die deutsche Automobilindustrie steht vor gewaltigen Herausforderungen. Der von der EU erzwungene Umstieg auf die Elektromobilität und die hohen Standortkosten schlagen voll auf Umsatz und Gewinn der Hersteller durch – und auf die Beschäftigten. Seit Jahren sehen sich zahlreiche Hersteller dazu gezwungen, Stellen abzubauen oder ins Ausland zu verlagern.
Diese Dynamik droht sich in naher Zukunft sogar noch einmal deutlich zu verschärfen. Wie die Unternehmensberatung Roland Berger in ihrer am 6. Oktober veröffentlichten Studie „Germany’s Automotive Reset“ prognostiziert, könnten in der Branche bis 2030 mindestens 200.000 Arbeitsplätze wegfallen – selbst dann, wenn Unternehmen und Politik jetzt die richtigen Entscheidungen treffen würden.
Am Ende des Jahrzehnts könnten dann von den 692.000 Vollzeitstellen, die es 2025 noch gab, nur noch rund 490.000 übrig bleiben. Betroffen wären wohl etwa 90.000 Stellen in der direkten Fertigung, 95.000 in indirekten Positionen – darunter könnten Entwicklung, Einkauf und Verwaltung fallen – sowie 15.000 Managementposten.
Wie viele Stellen in der Branche in den vergangenen Jahren bereits verloren gegangen sind, haben die Experten ebenfalls in der Studie aufgeführt. Demnach sei die Belegschaft der Automobilhersteller und Zulieferer insgesamt von 771.000 Vollzeitäquivalenten (FTE) im Jahr 2020 auf 692.000 im Jahr 2025 geschrumpft – entsprechend einem Rückgang von 79.000.
Die zweite Kernerkenntnis der Studie ist ebenfalls unbequem: Deutschland hat zu viele Autofabriken, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Die Werke der deutschen Hersteller waren 2025 nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. Für einen profitablen Betrieb geht die Studie jedoch von einer Auslastung von mindestens 75 Prozent aus.
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Den Studienautoren zufolge bedeutet dies, dass es rechnerisch mindestens fünf Produktionswerke zu viel gibt. „Deshalb führe kein Weg an Kapazitätsanpassungen vorbei“, erklärte Roland-Berger-Partner Felix Mogge im Rahmen einer Stellungnahme. Bis 2035 soll die Zahl der Fahrzeugwerke von 20 auf unter 15 sinken.
Hinter den leeren Hallen steht das Kostenproblem des deutschen Standorts in Kombination mit der Fokussierung auf die Elektromobilität, die deutsche Autobauer in den vergangenen Jahren auf Druck der EU umgesetzt haben. Die EU-Flottengrenzwerte zwingen die heimischen Autobauer dazu, mehr und mehr E-Autos abzusetzen, während der Anteil der klassischen Verbrennerfahrzeuge am Produktportfolio gekürzt werden muss.
Besonders die Energie- und Lohnkosten, aber auch die Steuer- und Abgabenbelastung sind in Deutschland im Vergleich zu anderen großen Automobilnationen besonders hoch. Dies führt zu steigenden Betriebskosten, verminderter Wettbewerbsfähigkeit und damit zum Verlust von Marktanteilen auf dem Weltmarkt. Auch die übermäßige Bürokratie und der strenge Regulierungsrahmen am deutschen Standort tragen zu dieser Problematik bei.
Laut der Roland-Berger-Studie kostet es 3.500 bis 5.000 Euro, ein Fahrzeug in Deutschland zu fertigen. An europäischen „Best-Cost-Standorten“ wie Ungarn liegen die Kosten hingegen bei 2.000 bis 2.500 Euro, in China ist die Fertigung am günstigsten. Vor Ort produzieren Hersteller rund 30 Prozent günstiger als in Deutschland.
Ein weiterer Wettbewerbsnachteil im direkten Vergleich: das Tempo, in dem Innovationen und technologische Fortschritte umgesetzt werden. Deutsche Hersteller benötigen mit 48 bis 60 Monaten deutlich länger, um ein neues Modell zu entwickeln, während chinesische Autobauer dafür lediglich 24 bis 40 Monate brauchen.
Ein Blick auf die Entwicklung der Absatzzahlen in China verdeutlicht den zunehmenden Verlust der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen und Co.: Der Anteil deutscher Hersteller am chinesischen Pkw-Markt fiel von 24 bis 25 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 15 Prozent im Jahr 2025. Im vierten Quartal sank der kombinierte Marktanteil der drei großen Autobauer VW, BMW und Mercedes sogar auf 14,8 Prozent, entsprechend dem niedrigsten Wert seit 2011.
Währenddessen weiten chinesische Autobauer ihre Exporte in die Bundesrepublik aus. Allein von Januar bis Juli 2026 kamen laut Statistischem Bundesamt 175.000 neue Pkw aus China nach Deutschland. Das waren 120,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor dem Hintergrund dieser Marktverschiebungen in der Automobilindustrie könnte das deutsche Handelsdefizit mit China im Gesamtjahr 2026 erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro überschreiten (mehr dazu hier).
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Nur noch die AfD kann dieses Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen.
Das klingt Blöd, aber wir sehen doch das die anderen Parteien gar nichts ändern wollen. Alle wollen „weiter so“ und brauchen dafür Geld, Steuern und noch mehr Steuern.
Es gibt Hoffnung. In Berlin starten wir mit einer sozial gerechten Politik.
Enteignung vor kapitalistischem Eigennutz!!!
der ist fake
Geliefert, wie bestellt.
Das Wahlvolk will es so!
Leichen pflastern den Weg der grünen Energiewende.
Haben die deutschen Autobauer lautstark protestiert, bevor Habecks Wahnsinn umgesetzt wurde? Nö.
Nun hamse den Salat.
@Olaf Breitner: Aus Sicht der rotgrünen Klimaspinner kein Wahnsinn, sondern „mission accomplished“. Die wollen die Wirtschaftskraft und Finanzen der BRD zerstören. Berlin stellt dabei ein weiteres Kapitel dieses Vorhabens auf Länderebene dar.
Solange man es sich erlauben kann demokratischen Institutionen den Kauf von Automobilen zu verweigern kann es wohl nicht allzu schlimm sein.
„Selbst wenn die Politik nun die richtigen Maßnahmen..“ das Thema ist durch, es gibt für diese Arbeitsplätze keine „richtigen“ Maßnahmen mehr.
Eigentlich müsste es jetzt darum gehen, nicht noch mehr Geld sinnlos zu verschwenden.
Anfang der 90er wurden in Bremen bei der Hafa Elektrofahrzeuge (Renault Clio, Citroën Saxo) für den Shuttle-Service eingesetzt. Die Kosten für den Umbau waren überschaubar, die Technik mehr oder weniger öffentlich zugänglich, die Innovation offensichtlich. Fast 40 Jahre später steht die deutsche Automobilindustrie vor ihrem Ende. Was haben die verantwortlichen deutschen Autobauer denn in der Zwischenzeit so beruflich gemacht?
Die Vorstände der Automobilkonzerne wie Herbert Diess (VW), Dieter Zetsche (Mercedes-Benz) waren maßgeblich an diesem Niedergang beteiligt. Kein einziges Wort der Kritik oder auch nur des Zweifels hat man von diesen Männern gehört. „Jawoll, Frau Kanzlerin, wir machen das!“ – ob die Käufer überhaupt ein E-Auto WOLLTEN, also ihr sauer erspartes Geld für ein erheblich teureres Fahrzeug zu investieren mit einer minimalen Ladeinfrastruktur zur Damligen Zeit, hat niemanden interessiert. „DA habt Ihr, kauft gefälligst, was anderes gibt es bald nicht mehr“. So sah das aus. Mittlerweile verkaufen sich E-Autos besser; nicht zuletzt wegen der massiven Subventionen die wir alle auf den Tisch legen müssen. Aber für Klima und Rettung der Welt ist uns ja bekanntlich nix zu teuer …
Die soziale Auseinandersetzung um Rahmenbedingungen, die „passen“, wie Daniela Cavallo als Vorsitzende des Konzern- und Gesamtbetriebsrates von Volkswagen erst vor kurzem formuliert hat (IG Metall-Meldung vom 16. Oktober 2026), reicht in der jüngeren Geschichte mehr als vier Jahrzehnte zurück. Damals beantragte die Videocolor GmbH am 19. November 1981 als die laut Zeitzeugenberichten damals beste und modernste Fabrik vor Gericht ihre Liquidation. Allein schon daran ist erkennbar, dass hierzulande schon seit längerem gesellschaftlich äußerst pervertierte Verhältnisse vorherrschen. Vor allem das Leistungsprinzip ist damit ad absurdum geführt. Nicht das am wenigsten profitabelste Werk muss schließen, sondern die zukunftsträchtigsten Betriebe stehen vor der Auflösung. Während des Strategiedialogs Automobilwirtschaft, an dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz teilnahm, war denn auch am 26. November 2025 von einer „Schicksalsaufgabe“ die Rede, endlich humane Normalität obwalten zu lassen
Immer schön nachplappern ‚Schuld ist die AfD, mit ihren in den letzten 15 Jahren auf dem Weg gebrachten Gesetzte und Verordnungen‘.
Das reicht nicht! Es werden ~430.000 Stellen werden, samt Zulieferer und co sind wir bei knapp einer Million (und sei es nur die Putzkraft die im Werk die Klos schrubbt oder der Kantinenbetreiber oder die LKW-Fahrer die anliefern und bei den Spediteuren angestellt sind…). Hinzu kommen die Belastungen durch Ausländer (egal WELCHE und WOHER) + mehr Belastung durch Rente oder Pflege wobei KV durch die scheiss Ausländer getrieben wird (aber hey wir zahlen auch Ukrainern Rente…):
GOOOOOOOOOD MOOOOOORNING Germany sag ich da nur. 🙂
Funfact: Leute mit goldenem Handschlag oder Frührente tauchen in den Arbeitslosenstatistiken nicht auf… belasten aber natürlich ebenfalls die Sozialsysteme.
Ich habe nichts mit Autos zu tun, aber auch meinen Kunden fehlt das Geld und dadurch wird es bei mir immer weniger. Da helfen auch die neue Zuckersteuer und Plastiksteuer nichts.
Sie schaffen uns!
AB!
Habeck der Weise.
„Wenn Sie 2025 kein E-Mobil für unter 20.000 Euro anbieten, dann werden Sie – so fürchte ich – im Markt scheitern“, sagte Habeck dem VW-Vorstandschef Herbert Diess in einem Interview im Jahr 2019. Fünf Jahre später scheint er recht zu behalten.
Was haben denn die 200.000 Jobler so gewählt?? Grüne Energie? Herr Wind und Frau Sonne schicken keine Rechnung aber der Betreiber schon?? So bescheuert ist der Wähler. Von mir gibts kein Mitleid!!
Meiner Meinung nach sind die beiden wesentlichen Gründe bzgl. dem Niedergang der Automobilindustrie inkl. den Zulieferern:
1) Die Politik lässt den Bürgern aufgrund deren fehlenden Kaufkraft wegen hoher Steuern und Abgaben sowie Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt keine Möglichkeit mehr sich ein Auto zu leisten.
2) Die Fahrzeughersteller produzieren an den Kundenwünschen vorbei. Mag sein, dass es eine Käuferschicht gibt, welche für jeden ELEKTRONIKSCHEISS bereit sind Geld auszugeben und mehr als 2 Tonnen Leergewicht zur Fortbewegung benötigen. Mir reicht ein Kleinwagen mit Elektronik im Motor- und Abgasmanagement mit einem Leergewicht < 1000 kg und einem Verbrauch unter 4,5 l/100km ohne jegliche Überwachungsfunktionen und Assistenzsysteme!!!
Grüne, Linke, SPD oder Pinoccio wählen, dann geht es mit der Wirtschaft Bergauf!
Ideologie Kommunisten haben das Land kaputt gemacht.
Die ÖRR Zuschauer denken immer noch das Erneuerbare Energie „Kostenlos“ ist.
In Berlin übernimmt jetzt die Antisemitische Linke das Rathaus und dann geht es los mit Enteignungen, der strikte Schritt in den Sozialismus.
Ohne Geld scheitert diese Politik, alles ist auf Sonderschulden und unbegrenztem Geld aufgebaut. Am besten den Länderfinanzausgleich aussetzen, dann bekommt der Berliner auch was er verdient.
…was sin Gewerkschaften noch wert ? ….waren diese noch nie …geliefert wie bestellt
die AFD kümmert sich schon. Wir werden alle zu chinesischen Bediengungen schaffen. Gewerkschaften weg , Mindestlohn weg, AZ weg.
Fr Weidel ist ja fasziniert auf Chinas Wirtschaft.
Deswegen wählen ja die Arbeiter die AFD 🙂
Keiner will mehr E- auto in der EU. nur noch Wachstum im e- auto sequment. auch in China.
Deutsche Verbrenner werden im Ausland Produziert. USA Südamerka, Indien.
Jeder hat dort seine Werke.
Was richtig ist. Mit den Batterien 1/3 Wert des Autos. hat man verschlafen . Wertschöpfung in China.
So schlimm kann es nicht sein denn BMW braucht keine Verträge und kann es sich erlauben diese abzulehnen!
Da gibt es einen Vollidioten hier, der nennt sich „AfDbleibtohneBMW“ das sagt alles über den geistigen Zustand Deutschlands aus!