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Videomaterial

Attentat von Mannheim: Staatsanwaltschaft prüft sechs Anzeigen gegen Polizisten

Nach dem islamistischen Messerattentat auf dem Mannheimer Marktplatz vor drei Wochen prüft die Staatsanwaltschaft Mannheim nun Anzeigen gegen Polizisten, die an dem Einsatz beteiligt waren.

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Trauerfeier in Mannheim am 14.06.2024: Zwei Wochen nach dem tödlichen Messerangriff auf den Polizeibeamten Rouven Laur

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Im Zusammenhang mit dem islamistischen Angriff von Mannheim wird jetzt gegen beteiligte Polizisten ermittelt. Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim der dpa bestätigt, wurden sechs Anzeigen gegen Polizeibeamte eingereicht, die an dem Einsatz im Zuge des islamistischen Messerattentats in Mannheim beteiligt waren. Diese Anzeigen, die von unbeteiligten Personen gestellt wurden, basieren offenbar auf Videomaterial des Angriffs, das im Internet kursiert. Konkrete Vorwürfe gegen die Beamten wurden allerdings nicht genannt.

In den sozialen Netzwerken war den Polizisten nach der Veröffentlichung der Videos unter anderem zögerliches Verhalten und planloses Vorgehen während des Angriffs vorgeworfen worden. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt derweil bereits gegen einen weiteren Polizisten im Zusammenhang mit dem Einsatz. Gegen den Beamten, der den Angreifer niedergeschossen hatte, wird ebenfalls strafrechtlich ermittelt. Dies ist laut der Staatsanwaltschaft Karlsruhe in Fällen von Schusswaffengebrauch üblich.

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Der Messerangriff am 31. Mai 2024 hatte für große Bestürzung gesorgt. Ein 31-jähriger Afghane stach während einer Kundgebung des Islamkritikers Michael Stürzenberger auf einen Polizisten ein. Der 29-jährige Oberkommissar Rouven Laur verstarb zwei Tage später an seinen Verletzungen. Fünf weitere Menschen wurden schwer verletzt, darunter auch Stürzenberger selbst.

Der afghanische Angreifer, der seit 2013 in Deutschland lebte, befindet sich nach der Operation weiterhin im Koma und konnte noch nicht vernommen werden, wie Polizeikreise am Mittwoch wie Mannheim24 mitteilten.

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