Werbung

Amerikas Antisemitismus-Problem kommt von links

Neue Umfragen zeigen: In den USA stehen ca. Dreiviertel der Republikaner an der Seite Israels, während es im linken Lager nicht mal ein Drittel ist. Mit den Ereignissen an den Elite-Unis zeigt sich: Der Antisemitismus kommt plötzlich in erster Linie aus dem linken Spektrum.

Joe Biden hat ein Problem. Ein Antisemitismus-Problem in seiner Partei. Denn entgegen dem, was stets behauptet wird, kommt der Antisemitismus und Israelhass in Amerika vor allem von links. Neuste Umfragen untermauern das: Demnach unterstützen nur noch 27 Prozent der Demokraten Israels Kampf gegen die Terrororganisation Hamas. Bei den Republikanern sind es dagegen ganze 73 Prozent.

Das ist die Realität. Trotz all der absurden Faschismus-Vorwürfe gegen Republikaner, mit denen sie medial seit den Trump-Jahren attackiert werden, sind es eben gerade die Konservativen, die unerschütterlich an der Seite des jüdischen Staates stehen, während das im linken Lager Amerikas nicht mal ein Drittel tut.

Werbung

Klar gibt es auch am ganz, ganz rechten Rand Judenhasser, aber nicht nur Umfragen, sondern auch die Taten der letzten Wochen und Monate machen deutlich: Die Mehrheit des Judenhasses kommt entweder aus einem arabisch-muslimischen oder eben dem progressiv-linken Spektrum. Der rechtsextreme Rand ist dagegen verschwindend winzig.

Trotzdem nutzte den die Medien und Demokraten nur zu gerne, um Trump und seine Anhänger zu Proto-Nazis zu erklären. Unvergessen etwa bleibt Charlottesville, die Stadt im Südstaaten-Bundesstaat Virginia, wo 2017 ein von Rechtsradikalen dominierter Protestmarsch gegen den Abriss der Statue des Südstaaten-Generals Robert E. Lee zum Symbol der Trump-Präsidentschaft erklärt wurde. Damals starb eine 35-jährige Gegendemonstrantin als sie von einem Rechtsextremen überfahren wurde und bei einem Fackelmarsch wurde „Jews will not replace us“ (zu dt. „Juden werden uns nicht ersetzen“) skandiert.

Trumps zuerst nur halbherzige Distanzierung von „fine people on both sides“ (zu dt. „anständige Leute auf beiden Seiten [der Demo]“) – weil er den Denkmal-Abriss skeptisch sah – brachte ihm heftige Kritik von allen Seiten ein. Später distanzierte er sich deutlicher vom rechtsextremen Aufmarsch, aber der Schaden war schon angerichtet.

Werbung

Jeden Tag ein Charlottesville – von links

Auch wenn die dort erscheinende Gruppe Rechtsextremer, die aus dem ganzen Land kamen – immerhin hieß der Protestmarsch „Unite The Right“ (zu dt. „Vereint die Rechte“) – gerade mal um die 500 Leute umfasste, beim Nachfolge-Event 2018 waren es nur noch gut 20, wurde Charlottesville so als Symbol eines neu erstarkenden Neonazismus unter Trump geframt.

Heute passiert jeden Tag ein Charlottesville – von links. Und ohne sich zu vermummen, wie Rechtsextremen damals. Auf offener Straße und auf Uni-Campus nach Uni-Campus zeigt sich der Judenhass. Nicht nur in Form antisemitischer Aussagen auf Demonstrationen, sondern direktem Antisemitismus gegen einzelne Juden und deren Geschäfte.

Erst vor wenigen Tagen zog eine Menge antisemitischer Demonstranten in Philadelphia vor dem jüdischen Restaurant Goldie Falafel auf und skandierte: „Goldie, Goldie, du kannst dich nicht verstecken, wir klagen dich des Genozids an!“ Derweil sind Bilder von jüdischen Studenten, die sich in Bibliotheken oder Wohnheimen einschließen, weil draußen ein israelfeindlicher Mob umherzieht, keine Seltenheit mehr.

Werbung

Uni-Präsidenten: Aufrufe zum „Genozid an Juden“ im „Kontext“ sehen

Trotzdem fehlt die große Distanzierungswelle. Klar, das Weiße Haus um Joe Biden lehnt sowas deutlich ab, aber wenn es um die Wurzeln der aktivistischen Linken, die Universitäten geht, wo sonst jede noch so kleine „Mikroaggression“ gegen Minderheiten aufs Schärfste verurteilt und verfolgt wird, herrscht Schweigen.

Auch interessant:

Anhörung im Repräsentantenhaus

„Genozid an Juden“ kein Problem: Die woken Abgründe der US-Eliteunis

16

Auch interessant:

Die gefährlichste Ideologie unserer Zeit

21

Erst kürzlich zeigte sich in einer Kongress-Anhörung, dass auf selbst mehrfache Nachfrage die linken Uni-Präsidenten der Eliteschulen Harvard, MIT und Penn nicht sagen konnten, dass selbst ein Aufruf zum „Genozid an Juden“ ein Verstoß gegen ihre Verhaltenskodizes wäre. Alles müsse man „im Kontext“ sehen, hieß es da.

Antisemitismus und Israelhass sind eben längst Kernbestandteil woker postkolonialer Ideologie, die zwar noch nicht vollends linke Entscheidungsträger wie Biden beherrscht, aber doch die Aktivisten bereits fest im Griff hat. Und bis der Rest der Partei umschwenkt, ist es nur eine Frage der Zeit, wenn sie sich dem nicht kämpferisch und entschieden entgegenstellt.

Werbung