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Kronen-Torjubel

„Religion darf niemals ein Freifahrtschein für Diskriminierung sein“: BVB-Fanabteilung attackiert Nmecha

Nach seinem Kronen-Torjubel ist Nationalspieler Felix Nmecha erneut in die Kritik geraten. Die Fanabteilung des BVB spricht in einer Stellungnahme von ausgrenzenden Positionen im Umfeld des christlichen Netzwerks „Ballers in God“ und warnt vor „Missionierung“ und „Diskriminierung“.

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Setzte sich im Spiel gegen die SV Elversberg eine imaginäre Krone auf: Nationalspieler Felix Nmecha (IMAGO/osnapix)

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Der deutsche Nationalspieler Felix Nmecha sieht sich wegen der Verwendung christlicher Symbolik erneut heftigen Angriffen ausgesetzt. Nach seinem Doppelpack beim 2:1 gegen die SV Elversberg am Samstag legte der BVB-Profi nach beiden Treffern eine imaginäre Krone vor sich auf den Rasen. Einen Tag später veröffentlichte die einflussreiche Fan- und Förderabteilung des Fußball-Bundesligisten eine ausführliche Stellungnahme, in der sie Nmechas Unterstützung für das religiöse Netzwerk „Ballers in God“ scharf kritisierte.

Die Krone ist das Symbol der Kampagne „The King’s Return“, hinter der nach Recherchen der ARD-Formate Monitor und Sportschau das evangelikale Netzwerk „Ballers in God“ steht. Vor diesem Hintergrund heißt es in der Stellungnahme, religiöse Netzwerke wie „Ballers in God“ propagierten „unter dem Deckmantel des Glaubens ein Weltbild, in dem Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer Lebensweise oder ihrer persönlichen Entscheidungen abgewertet oder ausgegrenzt werden“.

Die ARD-Recherchen hätten unter anderem Aussagen aus dem Umfeld von Missionierungsangeboten dokumentiert, in denen Homosexualität als „Sünde“ und Abtreibung als „Satans Plan“ bezeichnet worden seien. „Fußballer sind Vorbilder für Millionen Menschen, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Wenn diese Reichweite gezielt für Missionierung eingesetzt wird und gleichzeitig Inhalte transportiert werden, die bestimmte Gruppen der Gesellschaft ausgrenzen, dürfen wir das nicht als bloß private Religionsausübung abtun“, heißt es in dem Statement der BVB-Fanabteilung weiter.

Denn: „Wo religiöse Überzeugungen dazu benutzt werden, Menschen ihre Würde oder Gleichwertigkeit abzusprechen, endet für uns die Toleranz gegenüber Intoleranz.“ Ihre Reichweite dürfe nicht für Missionierung eingesetzt werden, wenn damit ausgrenzende Inhalte verbreitet würden. „Religion darf niemals ein Freifahrtschein für Diskriminierung sein.“

An die queeren Mitglieder und Anhänger des Vereins richtete die Abteilung eine ausdrückliche Solidaritätsbekundung: „Eure Zugehörigkeit zu Borussia Dortmund steht nicht zur Debatte. Wir stehen an eurer Seite.“ Ihr Vorsitzender Tobias Westerfellhaus hatte bereits bei der Mitgliederversammlung im Herbst 2025 erklärt: „Glaube rechtfertigt keine Ausgrenzung. Glaube rechtfertigt keine Spaltung!“

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Die Auseinandersetzung um Nmechas Glaubensbekundungen reicht bis zu seinem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2023 zurück. Damals hatte er einen Beitrag in sozialen Medien geteilt, in dem „Pride“ mit dem Teufel in Verbindung gebracht wurde.

Auch während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026 sorgte Nmecha für Diskussionen: Nach dem 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao betete er gemeinsam mit seinem Mitspieler Jonathan Tah und Spielern des gegnerischen Teams auf dem Platz. „Wir sind im Spiel Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder“, sagte Nmecha anschließend im ARD-Interview. Während er dafür international vor allem Anerkennung erhielt, warnte der Deutschlandfunk Kultur noch kurz vor der Partie in einem ausführlichen Beitrag vor Christen im Fußball und nannte dabei Nmecha als Beispiel (Apollo News berichtete).

Auch sein Kronen-Jubel bei der WM wurde diskutiert. Die ARD hatte sich in einem Beitrag mit dem Netzwerk „Ballers in God“ und dessen religiösem Umfeld beschäftigt. Darin wurde das öffentliche Gebet als „Marketingstrategie“ bezeichnet und Nmecha in die Nähe des „christlichen Fundamentalismus“ gerückt, der eine abschreckende Wirkung auf „queere Spieler“ habe (mehr dazu hier).

Nach Informationen des Kicker hatte es zuletzt wiederholt Gespräche zwischen Fanvertretern und der Vereinsführung gegeben. Der BVB soll zudem Bilder aus seinen sozialen Netzwerken entfernt haben, auf denen Nmecha die Symbolik der Kampagne verwendete.

mmx

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10 Kommentare

  • Was ist mit den islamistischen Ballern ?

  • Aber zum Ramadan eine Trinkpause ist OK, oder?
    Wenn Nmecha seinem Schöpfer dankt, dann ist das schlimm?
    ER stört damit nicht den Ablauf eine Spieles! ER missioniert auch nicht auf dem Platz!
    Eine Pause zu Ramadan stört allerdings den Ablauf eines Spieles und zeigt die Macht des Islam!

    Mir gefällt das Verhalten von Nmecha wesentlich besser!

  • Bei christlicher Symbolik werden die ach so toleranten Linksgrünen plötzlich intolerant.

  • Wenns kein linksgrüner Scheiss ist, wird angeprangert.
    Der ganze Islamkram geht, ist ja klar. Wie es da zur Homosexualität steht
    und um das Bild der Frau, ist ja bekannt.
    Ich bi da für eine freie Meinung!

  • Komisch, bei muslimischen Glaubensbekenntnissen die Homosexualität ablehnen hört man von dieser Fanabteilung nie was.

  • „Glaube rechtfertigt keine Ausgrenzung, Glaube rechtfertigt keine Spaltung“…sagt das mal den Islams…

  • Kein Problem mit dem IS Finger, wenn sich gläubige Muslime (Spieler) sich weigern mit weibliche Reporter zu sprechen oder diesen die Hand zu geben.
    Aber bei einem Christen, da können diese hosenscheisser zum maulen.

  • Wenn Intolerante Toleranz einfordern. Eine offenbar ideologisch endverblödete Fanszene. Jetzt reicht es nicht mehr, dass der eigenen Verein gewinnt. Jetzt muss man sich auch gegenüber eigenen Spielern ideologisch-moralisch erhöhen. Hätte er den tauhid-Finger gezeigt, hätten ihn diese Heuchler verteidigt. Da war es mir fast lieber, wenn sich die Fans am Spieltag gegenseitig die Schnauze poliert haben, solange sie unter sich blieben und es damit keinen Falschen getroffen hat… aber wenn eine Fan-Abteilung sich ans „Denken“ heranwagt, ist sie schon gescheitert!

  • Schon schlimm, wenn im christlich geprägten Mitteleuropa christliche Ansichten immermehr angegriffen werden und Pride, Queere Minderheiten durch zb Blödtv in den Vordergrund gespielt werden.
    Gerade wenn um Kinder und Jugendliche geht , sind doch aufgetakelte männliche gelesene Lebensformen in Latex oder Figuren mit Gummihundemasken oder Hobbyhorsing nicht unbedingt das was Kinder und Jugendliche als Normal ansehen sollten .
    Diese Verblödung der normalen Menschen durch die Mainstreammedien nimmt immer schlimmere Auswüchse an und hat im Sport nichts zu suchen .
    Nur allein die Aktion die jetzt im Eishockey abläuft gegen Russland zeigt wie kaputt das politische Kastenwesen in Europa ist ,wie vergiftet die Welt durch linksrotgrünen woken Schwachsinn geworden ist.

  • Wenn aber Spieler die einer anderen bekannten Religion angehören, beim Torjubel fast noch den Gebetsteppich auslegen und schier zu ihrem Gott in den Himmel fahren wollen, ist das natürlich in Ordnung…..
    Die Sch…. Doppelmoral der Kritiker

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