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Großbritannien

„Wir haben ihn im Stich gelassen“: Polizei gesteht Versagen im Fall Henry Nowak

Als der niedergestochene Henry Nowak um Hilfe flehte, legten Polizisten ihm Handschellen an. Seine Familie wirft der Polizei nun Manipulation vor. Inzwischen räumt der Polizeichef von Hampshire & Isle of Wight Constabulary Versagen ein.

Der Tod von Henry Nowak sorgte für erhebliche Proteste in Großbritannien (IMAGO/SOPA Images)

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Der Fall des 18-jährigen Henry Nowak aus Southampton beschäftigt Großbritannien weiterhin. Für Aufregung sorgt nicht nur die Brutalität der Tat, sondern auch der Umgang der Polizei mit dem Opfer sowie mit der Familie des Opfers.

Henry Nowak war am 3. Dezember 2025 auf dem Heimweg, als Vickrum Digwa ihn in Southampton mit einem großen Dolch attackierte. Der Student war allein und unbewaffnet. Nach der Attacke behauptete der Täter, Henry habe ihn rassistisch beleidigt. Diese Darstellung erwies sich später als unwahr.

Die Beamten vor Ort glaubten dem Angreifer dennoch zunächst. Henry sagte mehrfach, er sei niedergestochen worden und bekomme keine Luft. Trotzdem legten sie ihm Handschellen an. Erst nach etwa einer Minute begann ein Polizist mit der Wiederbelebung. Digwa wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit einer Mindesthaftdauer von 21 Jahren verurteilt.

Der Telegraph sprach nun mit Henrys Eltern. Stiefmutter Katie erinnert sich, wie sie am Abend einen Polizeiwagen vor dem Haus sah und gewusst habe, dass etwas Schreckliches passiert war. Vater Mark sei zusammengebrochen, als er vom Tod seines Sohnes erfuhr.

Doch die Trauer wurde bald von Misstrauen überlagert. Zunächst hieß es, die Beamten hätten Henrys ernsten Zustand erkannt und sofort Erste Hilfe geleistet. Erst später erfuhren die Angehörigen von der Festnahme und den Handschellen. Mark Nowak beschreibt, dass sich die Darstellung der Polizei mit jedem Gespräch veränderte:

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Mark Nowak führt in dem Gespräch mit dem Telegraph gar aus, dass er auf der Heimfahrt nach der Identifizierung des Leichnams von der Polizei angerufen wurde. Man bat ihn, einen Entwurf für eine Pressemitteilung freizugeben – darin sollte sein Sohn erneut als Aggressor bezeichnet werden.

Katie Nowak ist sich mittlerweile sicher, dass man sie „in unseren dunkelsten Stunden manipuliert“ habe. Als ebenfalls empörend habe man Fragen zur politischen Einstellung von Henry und der Familie empfunden.

Gewissheit habe man schließlich erst nach Sichtung der Bodycam-Aufnahmen gehabt. Vater und Stiefmutter sahen sie nach eigenen Angaben erst am ersten Tag des Mordprozesses. Zuvor hatte die Polizeiaufsicht IOPC der Familie mitgeteilt, es gebe keine Bedenken hinsichtlich des Verhaltens der Beamten.

Dann sahen sie, wie Henry um Hilfe flehte, während er festgenommen wurde. Katie Nowak vermutet, dass manche Entscheidungen eher dem Ruf der Polizei als der Familie gedient hätten. Die Staatsanwaltschaft erklärt dazu, sensible Beweise hätten erst weitergegeben werden können, als der Fall für den Prozess vorbereitet war. Das Verfahren habe so geschützt werden müssen.

Der Polizeichef der Hampshire & Isle of Wight Constabulary, Alexis Boon, räumt inzwischen ein Versagen ein: „In seinen letzten Momenten, als er uns am dringendsten brauchte, haben wir ihn im Stich gelassen“, erklärte er gegenüber dem Telegraph. Er kündigte Veränderungen an. Gegen zwei Beamte wird wegen möglichen schweren dienstlichen Fehlverhaltens ermittelt. Dabei wird auch geprüft, ob Herkunft oder Religion ihre Entscheidungen beeinflusst haben könnten. Eine Untersuchungskommission soll nun über das Verhalten der Polizei aufklären.

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16 Kommentare

  • Sie haben ihm nicht nur im Stich gelassen, sie fanden es wohl als völlig legitim, dass jemand einen absticht, weil er ihn angeblich rassistisch beleidigt hatte, selbst wenn er ihn rassistisch beleidigt hätte, wäre dies noch keine Legitimation für so eine Tat. Wie wäre es andersherum??

  • Ein schrecklicher Fall, der hier in Deutschland genau so auch passieren könnte.

    Bei der Untersuchung wird nichts rauskommen, vermute ich. Wer soll solch einer Polizei noch trauen?

  • Diese Polizisten schauen bei den grooming Gangs noch heute weg!

    • Auf Anweisung.

  • Die Briten mögen es halt besonders bunt.

  • Und die Leute die darauf hingewiesen haben, hat die Polizei verhaftet!
    Geschieht heute noch!

  • Die Polizei in Großbritannien ist hart aufgetreten rund um diesen Mord, hat insgesamt 1648 Personen festgenommen und verurteilen lassen. Einen wegen Mord, seine Mutter wegen falscher Zeugenaussage und 1646 Personen wegen strafbaren Aussagen in den sozialen Netzwerken, z. B. das Nennen der Herkunft des Täters und seines Dolches. Toll!

  • Die Grundursache ist die politsch vorgegebene Indoktrination der Polizei und sämtlicher Behörden hinsichtlich des angeblichen Rassismus – und die Bedrohung jedes einzelnen Mitarbeiters, wenn er dieser Indoktrination nicht folgt.

  • Polizei: Warum liegt da einer auf dem Gehweg…
    Diggwa: ich habe ihn abgestochen, er hatte mich aber zuvor rassistisch beleidigt…
    Polizei: achso, dann hat ja alles seine Richtigkeit, legt dem Typ auf dem Gehweg mal besser Handschellen an…
    Darf man sich das so oder so ähnlich vorstellen???

    • Ja. Aber ergänzend hat der Wüstenbewohner noch die Staatsbürgerschaft bekommen…

  • Monate nach der Tat Fehler einzugestehen ist erbärmlich. Nachdem Demonstranten in Haft genommen wurden, weil sie gegen das Vorgehen der Polizei protestiert hatten. Und die Rassismus-Keule wird die Polizei zu weiteren solchen Skandalfällen zwingen. Zu erst müssen einige Rücktritte erfolgen, um bei der Polizei etwas Vertrauen zurück zu gewinnen.

  • Im Berlin haben mindestens 35% der Polizisten Migrationshintergrund. Ich könnte mir vorstellen, dass in GB die Zahl der Migranten unter der Polizei nicht weniger groß ist. Ich hätte ein schlechtes Gefühl von einer rein migrantischen Streife kontrolliert zu werden.

    • Ein Blick Richtung Birmingham reicht.
      GB ist islamisiert!

  • Ich hätte den richtigen verhaftet!!!!

  • Das steht symptomatisch für eine falsch verstandene und praktizierte Idiotical Correctnes

  • „…Dabei wird auch geprüft, ob Herkunft oder Religion ihre Entscheidungen beeinflusst haben könnten…“
    Wird auch Ideologisch ins Hirn geschissen geprüft????

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