Während Audi in die USA flieht, verheddert sich Europa beim Verbrenner-Verbot
Groß und heuchlerisch war die Empörung in Deutschland nach dem Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner in den USA. Doch anstatt daraus zu lernen, hält die Politik die Betriebe mit Scheinlösungen hin. Jüngstes Beispiel: die vermeintliche Abkehr vom Verbrenner-Aus.
Deutschland wurschtelt sich durch die Dauerrezession. Und die Politik hangelt sich von Halbwahrheit zu Unwahrheit: So kündigte die Bundesregierung in der vergangenen Woche an, dass die Abkehr vom Verbrenner-Aus angeblich unmittelbar bevorstehe. Es ist eine jener bewusst verschachtelten Darstellungen, auf die man stets zurückfällt, wenn es darum geht, die Klimapolitik und den angeschlossenen Umverteilungsapparat zu verteidigen.
Was war geschehen? Die Bundesregierung verkündete gemeinsam mit ihren französischen Kollegen einen angeblichen Durchbruch: eine Änderung der Klimadoktrin, die die industrielle Basis und vor allem die Autobauer in der EU stärken sollte.
Friedrich Merz und Emmanuel Macron präsentierten einen gemeinsamen Vorschlag, der vorsah, das CO2-Reduktionsziel für Neuwagen ab 2035 von 100 auf 90 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2021 abzusenken. Entscheidend dabei: Die so verbliebenen zehn Prozent sollen nach dem deutsch-französischen Strategiepapier nicht mehr zwingend über separate Kompensationen – etwa die Hinzufügung von E-Fuels oder die Produktion CO2-armen Stahls – kompensiert werden müssen. War dies die Revolution, die Abkehr vom Klima-Sozialismus, wie die beiden Regierungschefs zu insinuieren versuchten? Merz erklärte dazu großspurig, das Verbrenner-Aus sei damit endgültig Geschichte.
Doch dies trifft natürlich keineswegs zu. Ein Flottenziel von 90 Prozent bedeutet nicht automatisch, dass künftig jeder zehnte Neuwagen wieder ein Verbrenner sein darf. Entscheidend ist vielmehr der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der gesamten Neuwagenflotte. Nach Berechnungen der EU-Kommission liegt das rechnerische Referenzziel für 2021 bei 110,1 Gramm CO₂ je Kilometer.
Eine Reduktion um 90 Prozent ließe 2035 rechnerisch nur noch rund 11,0 Gramm CO₂ je Kilometer zu. Rechnen wir es vereinfacht nach: Auf 1.000 Neuwagen könnten so rund 100 Verbrenner mit jeweils etwa 110 Gramm CO₂ je Kilometer kommen. Dies gilt allerdings nur, wenn die übrigen 900 Fahrzeuge am Auspuff exakt null Gramm CO₂ emittieren. Da auch Hybride in der Zukunft eine Rolle spielen sollen, dürfte der Verbrenner-Anteil noch sehr viel geringer ausfallen.
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Audi will für vier Milliarden Dollar sein erstes eigenes Werk in den USA errichten. Vonseiten der Betriebsräte, Gewerkschaften, Politik und Wirtschaft hagelt es Kritik an den US-Plänen. Dabei liegt die politische Verantwortung für die hohen Standortkosten vor allem in Berlin, nicht in Ingolstadt.Mit anderen Worten: Für jeden verkauften Benziner oder Diesel müssten rechnerisch rund neun reine Elektroautos verkauft werden. Der Verbrennungsmotor wird also nicht von seiner klimapolitischen Umklammerung befreit. Er bleibt ein quantitativ begrenzter Restposten innerhalb eines ansonsten unverändert elektrozentrierten Flottenzwangs – Brüssel hält die Linie, ganz gleich, wie scharf die Kritik am ideologischen Pfad auch ausfallen mag.
Es scheint im Übrigen niemanden in Brüssel, Berlin und Paris zu stören, wenn Firmenbosse wie Audi-Chef Gernot Döllner sich in Amerika vor einem MAGA-Publikum für Milliardeninvestitionen in den USA feiern lassen. Kalkulieren sie in Brüssel tatsächlich, dass ihr Klima-Business eines Tages die Wertschöpfungstiefe deutscher Automobilbauer, der chemischen Industrie und all der unverzichtbaren Industrieeinheiten, die damit verbunden sind, ersetzen wird?
Der mediale Aufreger der Woche war kein Zufall: Audi kündigt in Georgia ein Werk für rund vier Milliarden US-Dollar an, etwa 4.500 neue Jobs und eine Kapazität von bis zu 200.000 SUVs pro Jahr. Die Ankündigung erfolgt ausgerechnet auf einer Wahlkampfbühne von US-Präsident Donald Trump. Für einen deutschen Automobilkonzern ist das mehr als eine Standortentscheidung. Audi sendet ein Signal: Kapital, Produktion und Forschung folgen dem Renditesignal.
Hohe Energiepreise, hohe Arbeitskosten, bürokratische Unsicherheit und eine Klimapolitik, die industrielle Planung erschwert, machen den Standort Bundesrepublik für die Autoindustrie teurer und riskanter. Audi hatte zudem bereits einen Abbau von bis zu 7.500 Stellen in Deutschland bis 2029 vereinbart. Exzellenz wandert ab – und sie wandert nicht zufällig dorthin, wo Energie- und Arbeitskosten in einem normalen Produktivitätsverhältnis stehen und wo die Politik mit Deregulierung und niedrigen Abgaben Investitionen zu schätzen weiß.
Im Europaparlament liegt derweil eine Kompromisslösung von EVP, Sozialdemokraten und Liberalen vor: Sie sieht 95 Prozent weniger CO2 bis 2035 vor, zusätzlich bis zu 7,5 Prozentpunkte durch klimaschonend produzierten europäischen Stahl. Rechnerisch kann so die effektive Anforderung auf 87,5 Prozent abgesenkt werden.
Soll dies eine Wende sein, um Automobilfirmen und energieintensive Industrien wieder auf die Beine zu stellen? Der Klimazwang bleibt, der Verbrennungsmotor erhält ein mediales Pflaster – eine Scheinlösung –, und die Industrie soll den Preis über teure Vorgaben, über grünen Stahl, E-Fuels und andere seltsame politische Maßnahmen wie die Abscheidung von CO2 mit anschließender Einlagerung im Meeresboden bezahlen.
Im Gegenzug will Berlin strengere europäische Herkunftsvorgaben durchsetzen: Kaufprämien und öffentliche Aufträge sollen künftig bevorzugt an Fahrzeuge mit europäischer Produktion gehen, während Frankreich darauf drängt, den Binnenmarkt zusätzlich gegen chinesische Konkurrenz abzuschotten.
In der EU spielen sie auf Zeit, um ihr Klimageschäft abzusichern. Dabei verschwindet Zug um Zug die Automobilindustrie. Denn es ist nicht nur Audi, das in diesen Tagen Milliardeninvestitionen andernorts plant. Überall in Osteuropa schießen Fabrikhallen deutscher Provenienz wie Pilze aus dem Boden.
Turmhohe Energiepreise und viel zu hohe Arbeitskosten in Deutschland lassen eine wettbewerbsfähige Industrieproduktion nicht mehr zu. Die Staatsökonomie, die an die Stelle der alten Industrie tritt, garantiert zwar kurzfristig vielen Teilnehmern Subventionen, Gehälter und Vorteile – aber sie zerstört eben auch die ökonomische Basis, aus der sie sich bislang speiste.
Und genau darum ging es schließlich die ganze Zeit: Das Klima ist lediglich ein vorgeschobenes Argument zur politischen Geschäftemacherei. Die Wahrheit liest sich anders: Beim Streit um den Verbrennermotor geht es um politische Macht. Die Klientelwirtschaft, die rund um den Klimakomplex entstanden ist, verteidigt sich gegen die alteingesessene Konkurrenz. Und wer ernsthaft glaubt, Friedrich Merz habe das Verbrennerverbot gekippt, der sollte besser noch einmal nachrechnen: Die minimale Flexibilisierung der bestehenden Todesregel ändert nichts am Befund. Der Verbrenner bleibt tot.
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dieses mal wird das mit der planwirtschaft ganz bestimmt funktionieren.
oder nächstes mal. oder übernächstes.
Frei nach dem großen grünen Philosophen R. Habeck: Die Jobs sind doch nicht weg, sie sind nur in den USA.
Die Probleme unserer Zeit sind auf dem Foto hervorragend dokumentiert.
Die beiden verkörpern den Niedergang Deutschlands und Europa.
Dir EU – das größte Übel in der jetzigen Ausprägung – bitte schnellstmöglich zurückführen auf eine reine Wirtschaftsunion – evtl. mit dem €…
Das Verbrennerverbot ist isoliert nicht mehr rückgängig zu machen: Neun Jahre sind für die Industrie ein viel zu kurzer Zeitraum, um wieder umzuplanen. Dazu bräuchte es das Signal einer nachhaltigen Kursänderung, die man unternehmerisch über 2035 hinaus umsetzen könnte.
Das gibt es nicht, auch weil das Verbrennerverbot von Anfang an nur ein kleiner Baustein im übergeordneten Dirigismus war. 2035 lauert die angestrebte „CO2-Neutralität“ schon um die Ecke, die für Verbrenner nur mit synthetischen Kraftstoffen oder Ausgleichsgeschäften erreichbar ist. Das sind derzeit Hirngespinste, ein Markt dafür ist nicht erkennbar. Jedenfalls aber wären unter dem Gesichstspunkt CO2-Neutralität auch die bestehenden Fahrzeugbestände auf einen solchen Markt angewiesen. Dadurch sind neue Verbrenner zwangsläufig unwirtschaftlich.
Solche staatlichen Steuerungseingriffe haben nun einmal eine Hysterese: Den Impuls in der einen Richtung rückgängig zu machen, bräuchte einen viel stärkeren in der anderen.
🎯
perfekt erklaert.
das verbrennerverbot soll im grunde gar nicht rueckgaengig gemacht werden, weil das dahinterliegende ziel langfristig die abschaffung der individualmobilitaet ist.
zunaechst mal vertroestet man die klimaglaeubigen menschen mit e-autos, was gerade in zeiten teuerer kraftstoffe gut von der hand geht.
dazu kommen ungeheure schikanen im zusammenhang mit dem gebrauch von verbrennern.
ein austausch aller verbrenner gegen e-autos ist aber genauso illusorisch wie das fahren mit synthetischen kraftstoffen.
es werden zukuenftig also die meisten menschen auf oeffentliche verkehrsmittel gedraengt werden.
gleichzeitig arbeitet man an smartcities, die das autofahren der bewohner aufgrund der naehe von wohnen und arbeit oder einkauf ueberfluessig machen sollen.
Die Beiden auf dem Bild gehören hinter Gitter!
Die CO2 Bepreisung ist ein Finanzierungsmodell. Die Abgaben sind für den Staat, und EU, unverzichtbar. Dazu wird betrogen, dass sich die Balken biegen. E-Autos, z.B. sind nicht CO neutral. Windkraft, PV, sind nicht CO neutral. Keines dieser Götzen könnte ohne CO2 Aufwand gewonnen, hergestellt, transportiert, installiert, instand gehalten werden. Problem ist, das System hält gegen diesen Betrug dicht. Genau so, wie es das beim Impfbetrug tat. Man ging buchstäblich über Leichen. Genau wie beim CO2 Betrug.
Während Audi in die USA flieht !
Das ist gelebter Gläubiger und Aktionärsschutz !
Solche CEOs Verdienen einen Orden .
Aber dann von einem richtigen Bundespräsidenten !
Ich möchte nicht wissen wie viel Kleinaktionäre bei der Nummer alleine wieder ihr erspartes oder ihre private Altersversorgung verlieren !
Wenn jetzt die Raute des Grauens mit oben auf dem Bild wäre, wäre das Team Zerstörer Deutschlands komplett.
Die zügige Abwicklung des derzeitigen EU-Monsters kann Europa noch retten. Wenn dann auch noch die Hauptverantwortlichen (z.B Bild) zu hohen Haftstrafen verurteilt werden, ist zumindest ein deutliches Zeichen gegen Nachahmer gesetzt.
Also ich habe das noch so auf dem Schirm:
..das letztjährige, großartig mit Riesenlettern in der BILD dieser verkehrten SPIEGELBILDRegierungsWELT vom Abkanzler proklamierte „Aus vom Verbrenner Aus“ sah ein CO2-Reduktionsziel von 100 auf 90 Prozent im Kleingedruckten vor.
..und das diesjährige, großartig mit Riesenlettern in der BILD dieser verkehrten SPIEGELBILDRegierungsWELT vom Abkanzler proklamierte „Aus vom Verbrenner Aus“ sieht eine Änderung von 90 auf 85 Prozent im Kleingedruckten vor.
..ich schau mal in die Glaskugel…und…erkenne:
Das nächstjährige, großartig mit Riesenlettern in der BILD dieser verkehrten SPIEGELBILDRegierungsWELT vom Abkanzler proklamierte „Aus vom Verbrenner Aus“ sieht eine Änderung von 85 auf 83,5 Prozent im Kleingedruckten vor.
..wenn, ja wenn nicht gar nächstjährig großartig mit Riesenlettern in der BILD dieser verkehrten SPIEGELBILDRegierungsWELT das „AUS VOM ABKANZLER“ proklamiert wird.
..oh, und dieses Jahr kein Herbst der Reformen!!
Mal auf mal werden die EU-Bürger betrogen. Das ist ein sich selbstversorgender Beamten Apparat! Das genau ist der „Green Deal“: Vetternwirtschaft von A bis Z. Die AfD wird niemals regieren; sie wird eher verboten um ein eindringen in die politischen Machtstrukturen zu verhindern. Man mag nicht mehr teilen!
Audi flieht nicht sondern macht nur das, was BMW schon seit 1994 macht, eine Produktion in den USA haben. Alles andere ist nur billige Polemik und Geschwurbel.
Richtig erkannt.
Der markt geht dorthin wo der Verbraucher ist.
E-auto EU
Verbrenner USA und Lateinamerika.
Da sprudelt das Öl. Leider bei uns die Hitze oder das Wasser von Oben.
Frau von der Leyen hat schon vor langem das Niveau ihrer maximalen Inkompetenz bewiesen. Von der Leyen muss endlich gehen!
Und Sie meinen, danach ändert sich was? Nie im Leben!
Tanke gerade nur die Hälfte der Kosten, eines Vergleichbaren Verbrenner.
in mein E – Auto.
Sogar an der Tanke beim Aldi ,während ich einkaufe für die Woche.
Wer kauft noch Verbrenner in der EU. Vor allen weil wir wenig Ölfelder haben .
Wer PV hat sogar kostenlos.
Summ Summ statt Brum Brumm
Ursache ist das die Batterieherstellung auserhalb der EU stattfindet. weniger Wertschöpfung.
Und E- autos kaum Ersatzteile bracht.
Mein Nachbar 180 000 km nur Reifen und Bremsen und Gelenke .
Tesla 12 000 beschäftigte.
Was Audi macht, ist nichts anderes als klassische Marktwirtschaft. Mercedes und Bmw betreiben schon seit Jahren Produktionsanlagen in den USA.
Wenn Europa den Markt nicht haben will, geht er eben woanders hin. Nur leider verstehen die verwirrten Kindsköpfe in Brüssel das nicht.
Um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, zeigt man mit besudelten Fingern auf Audi…….genauso wie in der Causa AfD.
Immer sind Andere Schuld…..dumpfbackig und hirnlos .
Wer die Reduktionszielverkleinerung von 90% auf 87% damit begründet, daß für die 3% dann grüner Wasserstoffstahl benutzt werden muss weiß, daß die Verantwortlichen entweder überhaupt keine Ahnung haben oder die Bürger verar…. wollen. Oder beides.