Versprechen gebrochen: Bundesregierung kann Stromanschlüsse für Unternehmen nicht garantieren
Die Bundesregierung hat Unternehmen eine Garantie für Stromanschlüsse versprochen. Doch nun bleibt die Zusage auf der Strecke. Investitionen werden ausgebremst, Planungssicherheit fehlt. Die Folgen der Energiewende nehmen groteske Züge an.
Wie ernst die energiepolitische Lage ist, zeigt ein Schreiben eines niedersächsischen Aktionsbündnisses an die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Gitta Connemann. Unternehmen aus Energiewirtschaft und Industrie sowie Landkreise warnen darin vor den Folgen fehlender Planungssicherheit und Netzanschlüsse. „Wo ein zeitnaher Netzanschluss nicht verfügbar ist, werden Investitionen verschoben, reduziert oder ganz aufgegeben“, heißt es in dem Schreiben, aus dem das Handelsblatt zitiert.
Das große Ärgernis: Noch im Juli hatte die schwarz-rote Koalition der Industrie eine Anschlussgarantie versprochen. Betriebe sollten eine klare Frist erhalten, bis wann sie mit der benötigten Leistung ans Stromnetz angeschlossen werden. Nun folgt die Ernüchterung im parlamentarischen Verfahren: Das Netzanschlusspaket enthält zwar Regeln zur Vergabe knapper Anschlüsse, aber keine Garantie für einen Anschluss innerhalb eines zumutbaren Zeitfensters.
Die bislang vorgesehenen Verfahren seien langwierig, teilweise freiwillig und zwischen zahlreichen Netzbetreibern kaum standardisierbar, kritisiert das Aktionsbündnis. Für investitionsbereite Unternehmen entstehe damit keine hinreichend schnelle und belastbare Perspektive. Die Politik hat eine Frist versprochen, kann aber weder die benötigte Kapazität noch einen Termin dafür verbindlich liefern.
Man möchte verzweifeln: Zu den Kernkompetenzen des Staates zählt es offenbar, künstliche Knappheit zu schaffen. Steuerung, Abgaben und Überregulierung sorgen dafür, dass Anbieter sich zurückziehen und Knappheit entsteht. Kunden und Verbraucher müssen um das verknappte Angebot kämpfen. Schwarzmärkte entstehen, Korruption gedeiht – und der Staat reagiert mit weiteren Eingriffen, Kontrollen und Sanktionen. Ein Teufelskreis.
Auf dem Strommarkt ist dem deutschen Gesetzgeber tatsächlich eine bemerkenswerte Kombination gelungen: Die Klimapolitik beschränkt das Angebot an Strom aus fossilen Quellen. Steuern, Umlagen und regulatorisch bedingte Systemkosten belasten Verbraucher und schmälern die Margen der Unternehmen. Zugleich beschränkt ein zentral geplantes Netzdesign die verfügbaren Anschlusskapazitäten. Die Folge: Es fehlen vor allem Netz- und Anschlusskapazitäten, um die von der Politik angestrebte Elektrifizierung der Wirtschaft umzusetzen.
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Der Ausbau von Offshore-Windparks in Deutschland stockt. Seit mehr als einem Jahr hat die Bundesnetzagentur keine neue Fläche für Windparks in der Nordsee vergeben. Eine neue Studie zeigt nun, welche Folgen ein dauerhaft schwacher Ausbau bis 2045 haben könnte.Auch in Deutschland entstehen energiehungrige Rechenzentren, während die politisch vorangetriebene Elektrifizierung neue Anschlussleistung für Industrie und andere Verbraucher verlangt. Der Stromverbrauch ist deswegen nicht bereits sprunghaft gestiegen. Doch wer eine Anlage erweitern oder einen Produktionsprozess elektrifizieren will, benötigt eine verlässlich verfügbare Leistung am konkreten Standort. Genau daran fehlt es vielerorts.
Der Staat verwaltet die selbst geschaffene Knappheit
Klagen wie die der Niedersachsen hört man landauf, landab. Die deutsche Energiewende wird zur Nervenprobe. Hinter den politischen Versprechen stehen handfeste Infrastrukturprobleme. In Hamburg beispielsweise führen die Hamburger Energienetze für neue Anschlüsse mit einem Leistungsbedarf von mehr als 1,5 Megavoltampere ein sogenanntes Repartierungsverfahren ein.
Das bisherige Windhundprinzip, bei dem Anträge nach ihrer Eingangsreihenfolge berücksichtigt wurden, wird abgelöst. Übersteigen die Anfragen die verfügbare Leistung, wird die Kapazität unter den Antragstellern aufgeteilt. Bewirtschaftung statt freier Markt. War es das, was die Politik tatsächlich wollte?
Wir sehen das Ergebnis politischer Dauerintervention und des Glaubens daran, man könne komplexe ökonomische Strukturen wie die Energiewirtschaft vom grünen Tisch aus steuern. Hamburg ist dabei keineswegs ein Einzelfall. Erzeugungsanlagen, Batteriespeicher und neue Großverbraucher konkurrieren bundesweit um begrenzte Netzressourcen. Die Politik verspricht den Unternehmen Planungssicherheit, während die Infrastruktur mit den eigenen Transformationszielen nicht Schritt hält.
Wind- und Solaranlagen speisen wetterabhängig ein; gleichzeitig sollen Verbraucher ihre Prozesse elektrifizieren. Das stellt neue Anforderungen an Transport, Steuerung und Speicher. Doch ein Netzanschluss für eine Fabrik entsteht nicht schon dadurch, dass die Politik mehr erneuerbaren Strom bestellt. Physik lässt sich nicht mit oberlehrerhafter Attitüde austricksen – die Realität ist nun einmal kein Grünen-Parteitag.
Zehntausende Projekte warten auf Netzanschlüsse
Wie viele Industriebetriebe bundesweit auf einen neuen oder leistungsfähigeren Netzanschluss warten, lässt sich anhand der verfügbaren Daten nicht verlässlich beziffern. Das Beratungsunternehmen AFRY schätzte die Zahl der auf einen Verteilnetzanschluss wartenden Projekte in Deutschland in einer im Juni 2026 vorgestellten Studie auf etwa 40.000. Die Zahl umfasst allerdings ausschließlich Projekte mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt. Zudem werden Vorhaben erfasst, die bereits eine Anschlusszusage haben, aber noch nicht in Betrieb sind.
Ende September 2025 lagen bei den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern 717 Anschlussanträge über insgesamt rund 270 Gigawatt vor. Den größten Anteil hatten Großbatteriespeicher: Auf sie entfielen 211 Gigawatt, also gut drei Viertel der angefragten Leistung. Hinzu kamen nach einer Schätzung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft knapp 600 Gigawatt an Speicheranträgen bei Verteilnetzbetreibern. Allerdings handelt es sich dabei um Anfragen, nicht um bereits gebaute Anlagen. Auch lässt sich daraus nicht ableiten, wie viel Anschlussleistung tatsächlich fehlt.
Die jüngste bundesweite Auswertung der Bundesnetzagentur zeigt den Andrang für das Gesamtjahr 2025 genauer: Für Batteriespeicher gingen mehr als 18.000 Anschlussanfragen über insgesamt 573,5 Gigawatt ein. Für diese neu eingegangenen Anfragen wurden bis zum Jahresende Zusagen über zusammen 33,9 Gigawatt erteilt. Einschließlich älterer Anfragen erreichten die Zusagen insgesamt 54,2 Gigawatt.
Die Bundesnetzagentur weist allerdings darauf hin, dass Projektentwickler dasselbe Vorhaben häufig an mehreren möglichen Standorten anmelden, um irgendwo den Zuschlag zu erhalten. Mehrfachanfragen blähen deshalb die Warteschlangen auf und erschweren die Einschätzung des tatsächlichen Bedarfs. Die Zahlen zeigen dennoch, wie stark die Anschlussverfahren beansprucht werden. Für die Industrie bleibt vor allem eine Frage entscheidend: Wann erhält ein konkreter Betrieb die benötigte Leistung?
Marktwirtschaftlich wäre die Lösung einfach: Anschlussrechte wären handelbar, Anfragen müssten mit Kautionen oder verbindlichen Realisierungsverpflichtungen verbunden sein und Netzbetreiber dürften Preise bilden, die Knappheit sichtbar machen. Stattdessen wird die Verteilung politisiert. Ein Reifegradverfahren ersetzt zwar das Windhundprinzip, doch auch ein besser sortiertes Verfahren baut keinen zusätzlichen Transformator. Für standortgebundene Industriebetriebe schafft es weder einen verlässlichen Vorrang noch einen Anschluss zu einem politisch versprochenen Termin.
Die eigentliche Antwort wäre: weniger Zentralplanung. Deutschland müsste die Rückkehr zu verlässlicher Grundlast, insbesondere zur Kernkraft, sowie einen beschleunigten und entbürokratisierten Netzausbau auf der Basis echter privater Investitionen wagen. Marktwirtschaftliche Dezentralität schlägt Zentralplanung.
Doch Deutschland entschied sich für einen anderen Weg und vertraute auf die Zentralplanungskompetenzen seiner Funktionäre und Parteiideologen. Wie zu erwarten, ist der Ärger nun groß. Investitionsbereiten Unternehmen fehlen verlässliche Netzanschlüsse und die notwendige Planungssicherheit für ihre Infrastrukturinvestitionen. Das hätte man vorher wissen können. Aber wer lernt schon gerne aus der eigenen Geschichte?
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Dieses Land hat sich kontinuierlich selbst verstümmelt. Bei Arme und Beine sind schon ab und dieses Land behauptet es habe nur eine Fleischwunde.
Dieses Land wurde von einer Marionetten Regierung zerstört und es ist noch nicht das Ziel erreicht nämlich die Ausplünderung der Bevölkerung und der Krieg.
und warum weil wir es zulassen und lieber auf der Couch sitzen oder mit 7 Millionen Menschen das Oktoberfest besuchen statt mal nach Berlin zu fahren und da mal Druck zu machen.
ich bin über 70 Jahre und ich sage euch es wird noch schlimmer kommen wenn wir nicht schleunigst handeln.
Nein. Dieses Land wurde von den Wählern zerstört.
Ich kann es einfach nicht mehr hören, dass immer so getan wird als wären „die da oben“ einfach vom Himmel gefallen und uns ungefragt vorgesetzt worden.
Diese „Marionetten“ wurden mehrheitlich gewählt. Es spielt zwar ein Teil „Auszählen“ eine Rolle, aber der ist auf die Gesamtheit gesehen so gering, dass er nicht Schuld daran ist, dass die Westeuropäer ihren eigenen Untergang stolz und stur immer wiederwählen.
Der „schwarze Ritter“ Merz wird sagen, einigen wir uns auf Unentschieden.
Ich bin der braune Ritter und ziehe eine Tropfspur hinter mir her
… und bin geistig nur „teilmöbliert“.
Schade, dass der tolle Investitionsgipfel des Kanzlers schon vorüber ist. Aber das Geld hat schon genug Gründe, Deutschland großräumig zu umgehen.
Es ist ja nicht weg, bloß woanders…
Merz ist wie Karl Valentin ohne Humor.
Zum Beispiel meinen Furzgeruch
Selbst gemachte Probleme
Ja, aber seit Jahren sind die Strommnetze schon überlastet und es werden immer mehr E-Rutschen und Wärmepumpen angeschlossen, dafür waren die Netze nie ausgelegt. Der Flatterstrom tut dann sein übriges, schaut mal dazu das Video.
https://www.youtube.com/watch?v=ltrZ9tTNuo8
Und die wollen auch noch den Individualverkehr elektrifizieren und möglichst gestern alle Verbrenner verbieten……..es läuft in Deutschland…….bergab und voll gegen die Wand!
Kein Problem für mich. Ich habe mir eben eine Packung Akkus vom Ikea geholt. Die lad ich nachher noch auf, dann reicht das über den Winter. Glaubt zumindest der Robert und seine Freunde in der taz. Vielleicht muss ich aber auch meine 13.000 Tiefkühlhühnchen etwas antauen. Bis zum Frühling sind die dann zwar hin, aber wen interessieren schon Kollateralschäden wenn man auf der moralisch guten Seite steht.
Mit dieser Regierung wird das nichts mehr. Leider haben das 70% noch nicht gespannt.
„Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“
Lenin 1920
Selbst das hat damals besser funktioniert.
Auf ein Versprechen mehr oder weniger kommt es doch eh nicht mehr an!
Tja, dann rennen die Unternehmen gegen Energiewände.
Man erkennt leicht das „Professionelle“ in den „Tätigkeiten“ der „Staats- und Wirtschaftslenker“ der BRD.
Die Ergebnisse dürfen alle auskosten.
Jeder sollte sich genau überlegen, welcher Ideologie man blind nachrennt und an welche Gestalten man sich auf Gedeih und Verderb bindet.
Das gilt insbesondere auch für Wahlen.
Die Nachbarländer machen nicht mehr mit. Politik mit fremden AKW Strom …. Deutschland feiert seine Unabhängigkeit über die Industrie. Bravo.
Bgler und Verwaltungsbeamte bekommen Strom ✨
Der feuchte Traum der „Grünen“ wird nun Realität.
Dieser Sozialismus nimmt erschreckende Wahrheiten an. Von Realismus fehlt jede Spur.
Vielleicht sollte man dazu übergehen, über die gehaltenen Versprechen zu berichten. Die Zusage nach Kinderehen und Mehrfachehen, die Importe weiterer Clans, die Versorgung von völlig Fremden bis zu gar nicht Existierenden, sind doch gemäß der Regierungsziele gelungen. War zwar alles gegen Deutschland, aber was war das nicht in den vergangenen 15 Jahren.
Saboteure hatte man in der Vergangenheit der gerechten Strafe zugeführt, heute muss man jene ungerechterweise alimentieren.
Eine Gesellschaft auch das Unternehmertum ohne Parteien ist frei UND erfolgreich.
JEDOCH mit dem Parteienadel gefangen und ausgeliefert.
Parlamente können unbesetzt sein und das Leben geht weiter und das Land gedeiht, aber wenn das Volk seine Jobs unbesetzt lässt, dann geht nichts mehr.
Ergo auf was kann man verzichten?
Welcher vernünftige Mensch würde auf Garantieansprüche gegenüber Hütchenspielern vertrauen?
Ja, es ist zum verzweifeln.
Dieses Land hat sich auf fast allen Ebenen von Realität und gesundem Menschenverstand verabschiedet/abgekoppelt und komplett die Kontrolle verloren.
Und das Einzige was noch funktioniert, sind Invasoren statt Investoren.
Die Unternehmer werden genauso von dieser Regierung belogen wie das Volk selber. Vielleicht sollten alle Unternehmen mal für 1MONAT die Produktion einstellen bis diese Unfähigen zu getreten sind.
Hier ist ein logischer Bruch in dem Artikel: der Großteil der angefragten Leistung entfällt laut Artikel auf Großbatteriespeicher, die sind aber nur in einem Netz mit regenerativer Energie notwendig.
Ein Stromnetz, das auf Kernkraft, Kohle und Gas basiert, bräuchte keine Batteriespeicher dementsprechend gäbe es das Problem gar nicht.
Mindestens Teile der Energiewende sind wohl unumkehrbar, selbst unter Präsident Trump findet in den USA ein großer Ausbau der regenerativen Energien statt.
Ich hoffe auch, das die AfD, wenn sie die Regierungsverantwortung übernimmt, sich nicht in vergeblichen Versuchen aufreibt, in die Zeit zurückzureisen, sondern in die Zukunft blickt.
Demokratie heißt auch, mindestens einige Entscheidungen der ebenfalls gewählten Vorgängerregierungen akzeptieren zu müssen, auch wenn man die Entscheidungen selbst für falsch hält.
Eine Regierung, die auch nur versucht, in den kurzen vier Jahren Legislaturperiode, alle Fehlentscheidungen der Vorgänger aufzurollen und alles nach eigenen Vorstellungen „richtig“ und „perfekt“ zu machen, muss scheitern.
Ich weiß, das will hier keiner hören, stimmt aber trotzdem.
Oh, der kleine Phili hat Minusdäumchen bekommen und muss sich jetzt rechtfertigen. Oh, so süß, der Kleine.
Zu Verdanken haben wir das dem dummen Wahlmichel.