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Clankriminalität als vermeintlicher Rassismus: Die jahrelange Realitätsverweigerung der Linkspartei

Die Linke versucht mit aller Macht, den Clan-Vorwurf anderen Parteien anzuhängen. Gleichzeitig erklärt sie Clankriminalität zum rassistischen Kampfbegriff und will Polizeieinsätze zurückfahren. Diese Strategie hat in der Partei eine lange Tradition.

Immer wieder kommt es zu Einsätzen gegen Shisha-Bars. (Symbolbild) (imago images/Reichwein)

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Die Verharmlosung von Clan-Kriminalität und die Brandmarkung des Begriffs als rassistisch haben bei der Linkspartei Tradition – nicht erst seit Ferat Koçak. Während der Berliner Landesverband seine Ablehnung am lautesten kundtut, fallen damit auch immer wieder Bundestagsabgeordnete und andere Landesverbände wie Niedersachsen oder Hessen auf.

So hat die nordrhein-westfälische Linken-Politikerin Cansin Köktürk die „Stiftung Familienunternehmen und Politik“ als „Clan“ bezeichnet – in Anspielung auf Friedrich Merz‘ Kritik, dass die Linken „Verbindungen in die Clan-Kriminalität“ haben. Köktürk bezeichnete in dem TikTok-Video, das sie am Sonntag veröffentlichte, die Stiftung als eine der „einflussreichsten Lobbyorganisationen Deutschlands“. Dass die Liste der 600 Unternehmen, die die Stiftung fördern, nicht vollständig öffentlich sei, sei ein Problem. Denn vielleicht würden auch Rüstungsunternehmen zu dem Netzwerk gehören.

Seitdem im Nachgang der Landtagswahl in Berlin am 20. September bekannt wurde, dass der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak den Clan-Chef Issa Remmo kennt, versuchen Linken-Politiker vermehrt, anderen Parteien eine Nähe zu kriminellen Clans zu unterstellen und zugleich den Begriff „Clankriminalität“ als rassistisch zu brandmarken. Letzteres hat eine jahrelange Tradition.

In Berlin kommt die Kritik am Begriff besonders stark aus dem Bezirksverband Neukölln. Einige der Vertreter gehören zu den prominentesten Befürwortern einer „Defund the Police“-Politik und lehnen ebenso stark Razzien an Orten wie Shishabars ab. Da ist zum Beispiel Jorinde Schulz, Mitglied im Vorstand der Landespartei und Sprecherin des Bezirksverbands Neukölln.

Zu dem 2023 erschienenen Sammelband „Generalverdacht: Wie mit dem Mythos Clankriminalität Politik gemacht wird“ steuerte sie einen Aufsatz bei. Darin kritisiert sie, dass die polizeilichen Maßnahmen gegen „Clans“ nicht nur für die Betroffenen „weitreichende Folgen“ hätten, sondern auch für ganze Stadtteile wie Neukölln.

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Bei Razzien in Shishabars, Barbershops und ähnlichen Orten sollten die Betroffenen durch die Polizei gedemütigt und zur Schau gestellt werden. Durch die Razzien würde „die Vertreibung rassifizierter Menschen aus öffentlichen Räumen normalisiert“ werden, was dazu führen würde, dass ihre wirtschaftliche Grundlage zerstört und sie angeblich aus Stadtteilen wie Neukölln vertrieben würden. Der Staat wolle eine „weiße Ordnung“ wiederherstellen.

In der Einleitung des Buches ist vom „Schreckgespenst aus dem Boulevard“ die Rede. Der Begriff Clan wird im ganzen Buch nur in Anführungszeichen verwendet, weil er nur eine rassistische Bezugsgröße sei. Die Definition davon, was kriminell sei, sei allzu oft von der Realität entkoppelt. „Nicht jedes als kriminell verfolgte Verhalten erzeugt Leid“, heißt es.

Jorinde Schulz hat mit ihrem Bezirksverband Neukölln auf dem Landesparteitag im April mehrere Anträge zum Wahlprogramm eingebracht, die eine Einschränkung der Polizei fordern. So heißt es in einem Antrag von ihr: „Weiterhin wollen wir zusätzliche Polizeieinheiten, wie etwa die Brennpunkt- und Präsenzeinheit, an diesen Orten abbauen, kostspielige und symbolpolitische Verbundeinsätze abschaffen und freiwerdende Mittel in die soziale Infrastruktur investieren.“ Eine ähnliche Formulierung findet sich auch im endgültigen Wahlprogramm wieder.

Außerdem forderte sie in einem Antrag, das Wahlprogramm dahingehend zu ändern, dass der Personalbestand der Polizei gesenkt werden soll, indem keine neuen Polizisten mehr eingestellt werden. Die frei werdenden Mittel sollten für Straßensozialarbeit verwendet werden. Auch diese Forderung taucht, leicht abgewandelt, im Wahlprogramm auf.

Die Fraktion der Berliner Linken im Abgeordnetenhaus forderte 2022 eine Neuregelung der Gewerbeüberwachung, um diese „effektiv, breitenwirksam und diskriminierungsfrei“ zu gestalten. Dazu sollte die Überprüfung aus der Zuständigkeit der Polizei ausgegliedert und von der Senatsverwaltung für Wirtschaft übernommen werden.

Auch der Neuköllner Linken-Politiker Ahmed Abed kritisierte den Begriff Clankriminalität als rassistisch. Er könnte bald Bezirksbürgermeister von Neukölln werden. In dem Buch „Generalverdacht: Wie mit dem Mythos Clankriminalität Politik gemacht wird“ schrieb er in einem Aufsatz, dass die Zahlen der Berliner Polizei zur Clankriminalität „aufgebauscht“ seien.

Denn Straftaten und Ordnungswidrigkeiten würden zusammen erfasst. Clankriminalität sei dabei nur ein Konzept von vielen, das dazu diene, „die muslimische und arabische Bevölkerung zu beobachten, zu maßregeln und zu kriminalisieren“. Durch dieses Konzept würde der „Rassismus, der Islam- und Araberhass“, der in weiten Teilen der Mehrheitsgesellschaft vorhanden sei, weiter gestärkt werden.

Doch auch andere Linken-Politiker außerhalb Berlins treten ähnlich auf. So bezeichnete die nordrhein-westfälische Linken-Politikerin Ulla Jelpke den Begriff 2019 in einer Bundestagsdebatte als „irreführend und diskriminierend“, weil er weder wissenschaftlich noch kriminologisch definiert sei. „Die Linke wehrt sich dagegen, Menschen in Mithaftung zu nehmen, nur weil sie denselben Namen tragen wie straffällig gewordene Verwandte“, so Jelpke 2019. Vielmehr seien die Ursachen sogenannter Hauskriminalität „hausgemacht“ und auf eine fehlende Sozialpolitik zurückzuführen.

Im Juni 2023 verurteilte der Landesverband Niedersachsen den Begriff „Clankriminalität“ als „ein gefährliches, rechtspopulistisches Narrativ, das seit ein paar Jahren verstärkt durch mediale Berichterstattung und die Aufmerksamkeit der Politik für reißerische Stimmungsmache gegen Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte inszeniert“ wird.

Der hessische Landesverband veröffentlichte im Februar 2025 eine Mitteilung zum Jahrestag des Anschlags von Hanau: „Es ist trauriges Verdienst der letzten Bundesregierungen, Shisha-Bars zu symbolträchtigen Orten vermeintlicher Clankriminalität gemacht zu haben. Auch diese Politik hat zum Anschlag von Hanau geführt.“

Die Linke lehnt den Begriff Clankriminalität als vermeintlich rassistischen Begriff ab. Die teilweise damit verbundene Forderung nach einem Abbau der Polizei könnte gerade in Berlin zu einer veränderten Situation führen, von der die Clans profitieren könnten.

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30 Kommentare

  • Die kriminellen Clans in Berlin sind durch die Brandmauer-Parteien in Berlin groß geworden. Um diese Clans zu bekämpfen, ist ein harter Kurs notwendig. Und dazu sind die Brandmauerparteien nicht in der Lage.

    • Spannend, was genau hat ein Unterstützter des Abou-Chaker Clans auf der Wahlveranstaltung der AfD zu suchen?

    • Du wirst niemals jemals denjenigen loben, der wirklich die organisierte Kriminalität in Berlin zerschlagen hat.
      „Brandmauerparteien“, was für ein blöder Begriff.

      -11
      • Würde es keine Brandmauer geben, gäbe es auch Brandmauerparteien!

      • Lob du ihn doch, kleiner Feigling!

  • Clankriminalität und Linke passen prima zusammen. Noch nie hat die Linke das so offen zugegeben, aber nun sind alle Masken gefallen.

    • Ich würde mir mal langsam Gedanken darüber machen das Pistorius den Zugang zu Waffen und Munition ohne ende hat und die Linke zu Massenhaft potentielle Kämpfern !
      Und der provozierte und orchestrierte vermeintlich Kampf gegen Rechts bildet die Ideologische Grundlage eines Staatsstreiches von oben nach unten !
      Mir scheint wir kommen dem Endkampf der Übernahme der BRD durch die SED jeden Tag näher ! Sie wissen das ihre Zeit durch die Erfolge der AFD abläuft . Danach werden sie nie wieder die Chance haben die Macht in Deutschland zu übernehmen !

      • Ich hoffe die AfD wird siegen und das linke Gesocks entmachtet.

        • Glauben sie wirklich das der Linksextreme Block das mit den Mitteln die sie über Jahre dank Merkel und freundlicher Unterstützung der Resteunion weiter jeden Tag ausbauen und dem Ideologisch Kleptokratischen Mindset jemals die AFD(Alias die Konservative Mehrheit ) an die Macht lassen ?
          Da habe ich wenig Hoffnung .
          Die SPD von heute ist die 5 Kolonne der neuen SED 2.0 in unserem Staatsapparat !

          2
  • Alle Linkswähler*innen freuen sich über diese Machtübernahme, aber leider können sie nicht in die Zukunft blicken.
    Was geschieht mit ihnen? Natürlich das, was sie immer gewollt hatten: Kopftuch tragen, zwangsverheiratet zu werden und ohne ihren Besitzer – früherer Sprachgebrauch Ehemann – nicht mehr die Wohnung verlassen zu dürfen.

    Viel Spaß und meine Glückwünsche für Euch…

    • Tja, sie spielen mit dem Feuer … ich würde sagen: machen lassen!

      „Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
      erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste;
      zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste;
      und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.“

      Natürlich empfinde ich Mitleid für die Leidtragenden in Berlin.
      Die müssen das halt jetzt aushandeln.
      Vielleicht sollten sie sich an Merkel wenden, die weiß bestimmt, wie man das macht.

  • Zitat vom damaligen Grünen Minister Ströbele: Die wollen doch nur spielen!

  • Das ist keine Realitätsverweigerung.

    Die stecken mit den Clans unter einer Decke.

    Beweise gefällig? Kocaks und Schraders Anfragen im BT zu Clanermittlungen:

    • Einsatzdaten: Wo, wann und um wie viel Uhr genau fanden Anti-Clan-Razzien statt?

    • Strukturen: Welche spezifischen Einheiten waren an den Einsätzen beteiligt?

    • Bewaffnung: Welche Waffen führten die Polizisten mit und kamen sie zum Einsatz?

    • Spezialwaffen: Bei welchen Einsätzen wurden Maschinenpistolen offen getragen?

    • Gefahrenprognose: Welche interne Bewertung rechtfertigte das Mitführen dieser Waffen?

    • Kräfte: Wie viele Kräftestunden wurden exakt geleistet?

    Das ist offene Spionage für die Clans!

    • Spannend, wie siehst Du dann die über 7000 sicherheitsrelevanten Anfragen der AfD in Bezug auf Deutschland und Russlands Krieg in der Ukraine an? Warum braucht die AfD detailierte Informationen über die Routen von Militärtransporten in die Ukraine?
      Das ist offene Spionage für Russland.

      • Ich will doch mal hoffen, dass solche Staatssicherheits-relevante Fragen nicht beantwortet werden. Und natürlich ergibt sich da ein großes Problem, wenn die AfD in Regierungsverantwortung ist und solche Informationen einfach selbst recherchieren kann. Das kann’s nicht sein, da brauchen wir dringend einen Mechanismus.

        Bei den Clans fängt das Problem schon damit an, dass die ihre Informanten im Polizeidienst haben. In einer Reportage wurde das mal ausgiebig erörtert. Vor einer Razzia, werden die Pläne dazu geheim gehalten und sind höchstens zwei bis drei hohen Kommissaren bekannt. Faktisch wie beim Militär, werden die Rekruten/Polizeibeamte erst beim Auszug über den Einsatzort informiert, damit die Zeitspanne für Vorwarnungen so kurz wie möglich bleibt. Soweit sind wir hier schon.

  • Die Mauer könnte man wieder aufbauen. Steine und Zement sind vorhanden…

  • Wenn organisierte Kriminalität mit einer politischen Partei zusammen arbeitet, dann wird diese Partei selbst kriminell!

  • Es ist zwar zu hoffen dass es zu einer radikal linken Regierung in Berlin kommen wird als Beispiel der Abschreckung. Aber die Linken wollen das ja für ganz Deutschland. Die Chancen dafür stehen gut weil die jungen Menschen immer noch glauben dass die Linken ihnen etwas Gutes tun will.

  • Das ist keine Realitätsverweigerung sondern Grundüberzeugung, Ideologie. Eigentum ist Unrecht da es durch Unterdrückung erzeugt wird. Das Eigentum und dessen Schutz durch das System macht die Clans zu Opfer. Die Clans, die Unterdrückten wehren sich. Kein Eigentum, keine Kriminalität. Polizei erzeugt Gewalt gegen Opfer weil sie das Eigentum schützt. Das rassitische System ist schuld und muss überwunden werden.

  • Nein. Es ist umgekehrt. Sich der Realität nähern, hat sich noch nicht entwickelt.

    Vernunft entwickelt sich erst, wenn eigenständig (ohne Aufforderung Dritter) die eigenen Überzeugungen überprüft werden, ob es Illusionen sind.
    Das ist eine Fähigkeit, die sich durch Übung entwickelt – implizites Wissen.
    Die Illusion wird nicht bewusst, weil jemand darüber nachdenkt. Denn der Verstand versucht im Gegenteil die Illusion zu rationalisieren – sich schön reden.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann Illusionen (z.B. diese) nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • Nun, ich befürworte eine Kultur und staatliche Ordnung, in der Mädchen nicht zwangsverheiratet, Frauen gleichberechtigt behandelt, Minderheiten nicht unterdrückt oder mit dem Tode bedroht, Menschenrechte, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit garantiert und Straftaten von jedermann gleichermaßen verfolgt wie verurteilt werden.

    Und eine solche Kultur und staatliche Ordnung und diejenigen, die sie vertreten halte ich für kulturell, gesellschaftlich und geistig höherstehend als jene, die solches fordern.

    Auch wenn die kulturell-geistigen Atavisten das für Rassissmus halten mögen – dann ist das halt so.

  • Gilt denn für die Clans überhaupt unser Gesetz? Ich dachte BGB, StGB usw gelten nur für uns Kuffar!

  • Egal was Linke fordern.
    Begriffe gehören jetzt uns.
    Mehr Razzien und den Sumpf trockenlegen.
    Debanking auch für Linke.

  • Als die linke Selbstverwaltungskommune/Freistadt Christiania in Kopenhagen/Dänemark mit ihrem Pädagogen-Latein am Ende war und ihre Hauptstrasse einer Drogenmeile glich, entfernten sie erst die Bürgersteige (hoffnungslos bekloppt) und baten dann die Polizei um Hilfe.
    Ich hätte natürlich keinen einzigen Beamten hingeschickt. Solche Experimente dürfen von außen durch nichts gestört werden. Amtshilfe entfällt.

  • Die Realität ist Rassismus !
    Bald werden die Linken Fördergelder für Clans ganz offen fordern !
    Bei der kriminellen Antifa ist das ja längst der Fall !

  • Die Linken haben auch nie verleugnet, dass es sogenannte „Clankriminalität“ gibt, doch sie haben immer darauf bestanden, dass das Phänomen künstlich ausgeweitet wird um mehr Leute zu kriminalisieren, während es deutsche Clankriminalität ignoriert.
    Wer berichtet seit Jahrzehnten über „Clankriminalität“? Der Spiegel. Die liberale Presse, die damit gerne Rentner erschreckt, aber nichts dagegen mobilisieren kann. Das Thema zeugt nur von eurer eigenen Schwäche und Hilflosigkeit gegen selbst solche geradezu jämmerlichen Kriminellen.

  • Remigration ist Menschenwürdig
    Flüchtlinge erschießen und Menschen mit anderem Glauben in KZ zu vernichten wie die Linken ist Sozialismus pur

  • „Clankriminalität als vermeintlicher Rassismus“

    Warum nur absolviert ihr Schülerblogger nicht endlich mal die 9. Klasse, oder lernt auf andere Art korrektes Deutsch.
    Was für ein Marzahn-Satz soll das sein.

    • Bei deinem letzten Satz fehlt das Fragezeichen. Es ist doch eine Frage oder?
      Man sollte nicht so überheblich sein, wenn man selbst noch in der 8. Klasse sitzt. 😉

    • Ja, das stimmt. Der Satz ist von bemerkenswerter Deutsch-Vergessenheit.
      Man hätte den Begriff „Clankriminalität“ zumindest in Füßchen setzen müssen.

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