IT-Dienstleister Dataport
90 Millionen Verlust: Staatliche Microsoft-Alternative wird zum Steuergeld-Desaster
Der öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister Dataport wollte mit „Phoenix“ eine Alternative zu Microsoft für Behörden schaffen. Bis Mitte 2024 waren rund 140 Millionen Euro in das Projekt geflossen, am Ende blieb ein wirtschaftlicher Verlust von etwa 90 Millionen Euro.
140 Millionen Euro Aufwand, rund 90 Millionen Euro Verlust: Der öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister Dataport hat mit seiner geplanten Microsoft-Alternative „Phoenix“ einen erheblichen finanziellen Schaden verursacht. Der Bund der Steuerzahler führt das Projekt deshalb in seinem neuen Schwarzbuch zur Steuergeldverschwendung auf.
Dataport gehört sechs Bundesländern – Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern – sowie den schleswig-holsteinischen Kommunen. Mit „Phoenix“ wollte der staatliche IT-Dienstleister einen eigenen digitalen Arbeitsplatz für Behörden entwickeln und die Verwaltung unabhängiger vom us-amerikanischem Microsoft machen.
Das Projekt verschlang jedoch immer mehr Geld. Bis zur entscheidenden Sitzung des Verwaltungsrats im Juni 2024 waren laut Hamburger Rechnungshof bereits rund 140 Millionen Euro an finanziellem Aufwand aufgelaufen. Wenige Wochen zuvor hatte der Vorstand dem Verwaltungsrat noch versichert, der sogenannte Business Case sei wirtschaftlich tragfähig.
Für eine Fortsetzung von Phoenix wären nach damaliger Schätzung noch einmal rund 100 Millionen Euro zusätzlich nötig gewesen. Selbst der anschließende Rückzug aus dem Projekt sollte mindestens weitere 32 Millionen Euro kosten. Der Rechnungshof kommt zu dem Schluss, dass Dataport die finanziellen Risiken zuvor „gravierend unterschätzt“ hatte.
Auch bei der Projektsteuerung stellten die Prüfer erhebliche Mängel fest. Ein internes und ein externes Review kamen zu dem Ergebnis, dass Phoenix wirtschaftliche und finanzielle Risiken aufwies und als Produkt noch nicht wettbewerbsfähig war. Der Rechnungshof nennt „zahlreiche gravierende Mängel“. Hinzu kamen eine mangelhafte Dokumentation und ein unzureichendes Risikomanagement.
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Am Ende stellte Dataport die eigene Weiterentwicklung ein. Der IT-Dienstleister selbst beziffert den wirtschaftlichen Verlust auf rund 90 Millionen Euro. Allein 2024 mussten Investitionen in Phoenix in Höhe von 36,5 Millionen Euro abgeschrieben werden. Dataport schloss das Jahr mit einem Fehlbetrag von 28,9 Millionen Euro ab. Nach Angaben des Hamburger Rechnungshofs verlor das Unternehmen dadurch fast ein Drittel seines Eigenkapitals.
Dataport räumt inzwischen selbst Fehler ein. Der Verlust sei zwar auch Folge einer strategischen Neuausrichtung des Bundes, aber ebenso Folge „eigener Fehler in der Durchführung des Projektes“. Eine unmittelbare Nachschusspflicht der beteiligten Länder und Kommunen besteht nach Angaben des Unternehmens nicht.
Teile von Phoenix wurden an das vom Bund gegründete Zentrum für Digitale Souveränität übergeben. Dort wird die Lösung unter dem Namen „openDesk“ weiterentwickelt. Nach Angaben von Dataport nutzen inzwischen rund 160.000 Menschen openDesk; gut die Hälfte davon sind frühere Dataport-Nutzer.
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👌 — Wat soll man sagen —
:
👉 Der Vorstand:
Johann Bizer (* 1960 in Bonn) ist ein deutscher promovierter Rechtswissenschaftler und Unternehmensvorstand.
👉 Die Mitarbeiter:
Das Personal wurde überwiegend aus den bisherigen Eigenbetrieben und Landesämtern, wie etwa der Informations- und Datentechnik Bremen (ID Bremen), an der im Zuge der Privatisierung zeitweise auch die Debis Systemhaus beteiligt war, rekrutiert.[14] Demzufolge gehören außer Arbeitnehmern auch Beamte der beteiligten Länder zu den Mitarbeitern.
👉 Zum Projekt:
Im Dataport-Staatsvertrag wird die Anstalt auf die Einhaltung der Gender-Prinzipien verpflichtet.
💬 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dataport
Systemfuzzi – kann man gut abgreifen.Fragt keiner richtig nach.Schildbürgersoftware.
Filmszene (verkürzt dargestellt):
„Das ist kein Staatsprojekt“ – „Warum nicht?“ – „Weil es funktioniert!“
Ausgerechnet deutsche Sparkassen setzen künftig bei der Kommunikation mit ihren Kundinnen und Kunden auf chinesische Technik.
Der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen, Finanz Informatik (FI), plant, dass Teile der Kundenkommunikation über Huawei-Software laufen sollen, wie das Handelsblatt von mehreren Insidern erfahren hat.
Dabei gehe es um die Steuerung von Anrufen.
Huawei ist in Deutschland höchst umstritten. Die Bundesregierung will Huawei-Komponenten aus Teilen der Mobilfunknetze ausschließen. Mobilfunkanbieter in Deutschland haben sich bereits dazu verpflichtet, Komponenten des Konzerns aus zentralen Teilen ihrer Netze herauszuhalten.
Die IT-Zentrale der Sparkassen treibt allerdings eine ganz andere Sorge um – mit China hat sie wenig zu tun.
Linux. LiMux. OpenOffice. LibreOffice.
In München lief es – bis Ude von Reiter abgelöst wurde und es der ohnehin M$-ge“sponsor“ten CSU gelang, das Projekt abzuwürgen.
Dataport ist rein staatlich. Das wird ALSO nichts (siehe BER, S21 u.v.m.).
Du denkt man an den alten DDR-Witz: Ein Japaner wird gefragt, was ihn an der DDR am meisten beeindruckt habe. „Ihre Museen“ – Pergamon, Pentacon, Robotron …
Das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer.
Der Niedergang geht weiter.
n-tv.de: Folge schwacher Autoindustrie: Bosch streicht Hälfte der Stellen in Nürnberg.
Tja. Ein Betriebssystem ist eben doch mehr als bunte symbole und nervige warntöne.
Diese staatliche Überheblichkeit in diesem Land ist wirklich unglaublich.
Man muss sich das mal vorstellen. Irgendein Staatsbediensteter saß da und sagte sich: „Ach, Microsoft, ja. Nettes Unternehmen. Hat jahrzehntelang mit den besten Software-Ingenieuren der Welt an seinem Produkt gefeilt. Aber wir können das besser.“
Und dann hat irgendein Polit-Apparatschik, der seine E-Mails mit den Zeigefingern tippt, über 100 Millionen dafür freigegeben.
Vielleicht brauchen wir in der Politik sowas wie Schöfen oder Geschworene vor Gericht. Sowas wie ein Parallelparlament, das am allerbesten aus per Los gewählten Bürgern besteht, die drei Monate lang dort Dienst tun und dann wieder ausgewechselt werden. Ich garantiere, irgendjemand wäre da aufgestanden und hätte gesagt „Auf gar keinen Fall! AUF GAR KEINEN FALL!!!“.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
Unzureichende Dokumentation – leider normal.
Das größte Problem werden die hohen Anforderungen vom Staat (Sicherheit) gewesen sein.
Wenn ich mir opendesk so anschaue, frage ich mich nur, was daran 90mio gekostet haben soll. Man hat ja das Rad nicht neu erfunden sondern quasi ein open source softwarepaket zusammen gestellt – aber gut, vielleicht mussten die beteiligten erst noch programmieren lernen 🫣
Mit RWX und LDAP kommen sie da nicht weiter, sie benötigen einen adäquaten Ersatz für MS Active Directory, sowie eine hoch performante alternative zu US Datenbank Systemen wie MS SQL Server oder Oracle.
Der Staat kann es nicht. Es sollte Gesetze geben, die solche sozialistische Experimente verbietet.
Wir faffan daf.
Nein, leider werden die meisten Kräfte nur noch im Destruktiven entfaltet. Die kriegen doch nix mehr hin.
Da habt ihr euern Traum.
Die BWI (bundeseigenes IT-Systemhaus, das für die Bundeswehr hervorragende Arbeit leistet) betreibt eines der größten und sichersten Firmennetzwerke Deutschlands, steuert rund 200.000 Arbeitsplätze der Streitkräfte und gilt in Sachen Cybersecurity und Resilienz als absolute Benchmark.
Die BWI steigt jetzt von Microsoft auf OpenDesk um, was für die Landesbehörden dazu führen wird, dass sie zukünftig dieselbe souveräne Basis, nur eben betrieben in ihren jeweils eigenen, getrennten Rechenzentren, nutzen kann und wird.
Diese Landesbehörden – HH, SH, BR, NS, MV, SA – investieren hunderte Millionen Steuergelder in Dataport, um sich aus der Abhängigkeit von US-Konzernen zu befreien, stehen im Alltag aber vor einem Scherbenhaufen aus IT-Ausfällen und akuten Sicherheitsrisiken. Diese Länder versuchen, den zweiten Schritt (digitale Souveränität) vor dem ersten Schritt (eine stabil laufende, krisenfeste IT-Infrastruktur) zu machen. Ein Beamtenapparat führt immer zur Katastrophe.
90 Millionen Verlust?
Da kann der frischgebackene „Vater der Masken“ nuhr lachen….
Eine weitere “ Erfolgsgeschichte “ unserer ÖRR Aktivisten !
Microsoft-Produkte sind inzwischen nicht mehr nutzbar, da die US-Regierung mit dem CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) US-Softwarehersteller per Gesetz aus dem Geschäft gedrängt hat. Diese werden unter anderem gezwungen, Spionage-Hintertüren in ihre Software einzubauen.
Frankreich hat bereits erfolgreich alle staatlichen Computer auf eigene Betriebssysteme und Anwendungen umgestellt. In den Niederlanden läuft der Prozess ebenfalls, während er in Deutschland von unfähigen Politikern komplett vermasselt wird.
Die Länder verfügen nicht über genügend IT-Fachkräfte, um ein solches Vorhaben umzusetzen. Die einzige Möglichkeit, es zu realisieren, besteht im Einsatz externer Dienstleister mit entsprechendem Personal. Mit 140 Mio. wird man da auch bei weitem nicht auskommen, das ist ein wirklich riesiges aber notwendiges Projekt.
Eigene Taschen vollmachen – Steuergeld vernichten – Neue Steuern einführen – Neustart
War nennt ihr die Initiatoren nicht namentlich ? Daniel Günther zB (diesmal als MP) ?
Was dieser Staat anfasst, wird umgehend zu Scheisse!!
So schaut’s aus wenn großkotzige, von sich selbst besoffene, verantwortungslose ARSCHLÖCHER Geschäfte auf Kosten wehrloser Dritter machen… .