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Marzahn-Hellersdorf

CDU gesprächsbereit: AfD will Bezirksbürgermeister in Berlin stellen

Die AfD ist bei der Bezirksverordnetenwahl im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf stärkste Kraft geworden und würde gerne den Bezirksbürgermeister stellen. Auch der CDU-Bezirksvorsitzende und frühere Bundes-Generalsekretär Mario Czaja sieht den „Gestaltungsauftrag“ bei der AfD – und ist gesprächsbereit.

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Der CDU-Bezirksvorsitzende Mario Czaja (IMAGO/Andreas Gora)

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Die AfD hat bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung in Marzahn-Hellersdorf am Sonntag die meisten Stimmen erhalten und beansprucht mit 20 Verordneten als stärkste Fraktion das Amt des Bezirksbürgermeisters. Nun hat sich der CDU-Bezirksvorsitzende Mario Czaja gesprächsbereit gezeigt. „Der Gestaltungsauftrag liegt bei den extrem Rechten und weit dahinter bei der Linkspartei“, sagte er am Donnerstag dem Tagesspiegel.

Zugleich schränkte Czaja ein: „Wir haben klare inhaltliche Vorstellungen und unsere Werte sind für uns nicht verhandelbar.“ Als wichtige Themen für mögliche Gespräche nannte er die Tangentialverbindung Ost, ein geplantes Straßenbauprojekt im Osten Berlins, und die ärztliche Versorgung im Bezirk. Ob die CDU allerdings auch die Wahl eines AfD-Kandidaten zum Bezirksbürgermeister mittragen würde, blieb offen. Laut Tagesspiegel habe sich Czaja hierzu nicht klar geäußert.

In der Bezirksverordnetenversammlung sitzen insgesamt 55 Verordnete. Hinter der AfD folgen die Linken mit zwölf und die CDU mit elf Sitzen. SPD und BSW kommen jeweils auf vier Mandate, die Grünen auf drei und die Tierschutzpartei auf eines. Eine Zählgemeinschaft, um die AfD zu überholen, wäre in mehreren Konstellationen möglich. So könnte sich die Linke etwa mit CDU, SPD und Grünen zusammenschließen. Rechnerisch würde auch ein Bündnis aus Linken, CDU, SPD und Tierschutzpartei ausreichen.

Obwohl die Linke deutlich hinter der AfD liegt, kündigte sie nach der Wahl an, den Bezirksbürgermeister stellen zu wollen. „Die Linke ist bereit, Verantwortung für Marzahn-Hellersdorf zu übernehmen“, erklärte der Bezirksverband. Deshalb wolle man nun „mit den demokratischen Parteien Gespräche über die Bildung einer Zählgemeinschaft aufnehmen“.

Die örtliche CDU zeigt sich über ihr desolates Wahlergebnis tief enttäuscht. Bundeskanzler Merz und der Regierende Bürgermeister Wegner hätten dem Kreisverband „wie Bleiklumpen an den Füßen“ gehängt und den Wahlkampf enorm erschwert, heißt es in einer Stellungnahme vom Mittwoch. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Czaja warf Merz vor, bereits ganz am Anfang das Vertrauen verspielt zu haben und für den Posten ungeeignet zu sein (Apollo News berichtete).

ahz

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18 Kommentare

  • Ich erwarte als Bürger ganz einfach, dass die CDU sich hier regelkonform und sachbezogen verhält. Was denn sonst???

  • Da hüpft wohl einer über die Brandmauer? Das darf ja überhaupt nicht sein

  • Ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer ???

    • CDU ok, aber Evers???

  • Ob das Parteiausschlussverfahren schon läuft? Wäre gut — für die AfD, nämlich die nächste Marketingmaßnahme für die AfD.
    Philipp Amthor: sprich zu uns! Bitte, erfreue mich!

  • 20 von 55 Sitzen sind keine gute Grundlage.

    31 von 55 Sitzen wären besser, wenn man einander vertrauen könnte.

    Das kann ich nicht beurteilen – es ist nicht unmöglich, daß die CDU versucht, ihre rechte Konkurrenz in den Fleischwolf zu werfen.

  • Klar, warum auch nicht? Grüne und SPD flirten ja auch mit der Linken. Da ist es doch nur recht und billig, wenn sich die CDU ebenfalls anderweitig umschaut.

  • Czaja … gestern gegen Merz, heute für die AfD (bzw. schlicht nach den bisherigen demokratischen Gepflogenheiten statt „Unseredemokratie“). Ich sehe schon da den Übergangskanzler mit Vize Dr. Weidel bis 2029 ….

  • Ein AfD-Bezirksbürgermeister in Berlin würde doch von der linken Landesregierung fertig gemacht. Dieses Kriegsfeld würde ich an der Stelle der AfD mal schön der CDU überlassen.

  • Es ist noch zu früh, dass ich inhaltlich mit meiner Kodderschnauze einen Kommentar dazu abgebe. In der CDU geht eine ansteckende Fallsucht um.

  • „Der Gestaltungsauftrag liegt bei den extrem Rechten …“

    Das Wording „extrem“ darf bei einem Vertreter der braven Altparteien über die AfD natürlich niemals fehlen. Vermutlich gibt es da Schulungen, Broschüren und Anleitungen für. Für Leseschwache in diesen Parteien garantiert noch mal in einfacher Sprache und in Bildern.

    • Wahrscheinlich sehen sich manche CDUler noch als Konservativ/Rechts. Dann ist deren Schlussfolgerung, das die AfD Extrem Rechts sein muß. Den Linksdrall seit Merkel haben die nicht bemerkt.

  • Der Merkelianer?
    Hüte dich vor den Danaern,auch wenn sie Geschenke bringen.
    Hat die Alte nicht was von Brückenbauen
    erzählt.
    Taktik : Gegner umarmen.
    Bis zum Tod.

  • Kleiner Tip an die Anfänger vom Schülerblog:
    was jemand „will“ oder einer „fordert“ ist keine Meldung!

    -13
    • Ja stimmt, darum kommen solche Meldungen ja auch in selbsternannten „seriösen“ Medien nie vor…
      Oh Mann.

      • Woher soll er das wissen?

    • Gerdolfo möchte gerne entscheiden, was eine Meldung ist und was nicht🤣

    • @Problemponyzureiter
      Zu oft gegen die Bande geknallt ?
      Ohne Helm ?

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