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Batuhan Temiz

Nachdem er im Wahlkampf auf Türkisch warb: FDP-Kandidat tritt kurz nach der Wahl aus der Partei aus

Der Berliner FDP-Kandidat Batuhan Temiz, der im Wahlkampf auf Türkisch warb, verlässt die Partei und macht dafür Vorwürfe der „Verfassungsfeindlichkeit“ und „Illoyalität“ verantwortlich. Sein Austritt folgt auf einen erfolglosen Wahlkampf: Die FDP scheiterte mit 1,6 Prozent an der Rückkehr ins Abgeordnetenhaus.

Batuhan Temiz stand auf Listenplatz 7 der FDP für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin. (IMAGO/Stefan Zeitz)

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Der Berliner FDP-Landeskandidat Batuhan Temiz hat seinen Austritt aus der Freien Demokratischen Partei bekannt gegeben. Der 30-jährige Sanitätsoffizier und Arzt, der bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 im Wahlkreis Lichtenberg 4 angetreten war, teilte seinen Entschluss kurz nach der Wahl mit.

Temiz begründete seinen Schritt mit einem längeren Entfremdungsprozess innerhalb der Partei. „Nach über 6 Jahren Parteimitgliedschaft habe ich mich schweren Herzens entschieden, die FDP zu verlassen“, heißt es in seinem Statement. Der Austritt werde mit der Übergabe des Bezirksvorsitzes der FDP Lichtenberg vollzogen.

Der Kandidat, der seit über einem Jahrzehnt als Offizier der Bundeswehr dient, zeigte sich von innerparteilichen Vorwürfen getroffen. „Auch Vorwürfe wie Verfassungsfeindlichkeit, Unterwanderung oder Illoyalität gegenüber unserem Land haben mich dabei getroffen, mehr als ich lange zugeben wollte“, schrieb Temiz.

Bekannt geworden war Temiz im Wahlkampf vor allem dadurch, dass er Wahlkampf auf Türkisch machte. Sein Plakat mit der Aufschrift „Berlin Temiz olsun“ – ein Wortspiel mit seinem Nachnamen, der auf Türkisch „sauber“ bedeutet – sorgte mitunter für erhebliche Empörung.

Bereits im Juli hatte der Kandidat mit einer ähnlichen Aktion Aufsehen erregt, als seine Wahlwerbung an der bulgarisch-türkischen Grenze auftauchte. Temiz verwies damals darauf, dass es bei der Berlin-Wahl über 200.000 wahlberechtigte Deutsch-Türken gebe.

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Zum Abschluss seines Statements richtete Temiz einen Appell an seine ehemalige Partei: „Der FDP und allen verbliebenen, vernünftigen Mitgliedern wünsche ich von ganzem Herzen alles Gute beim Wiederaufbau einer echten liberalen Partei. Deutschland braucht eine starke liberale Stimme dringender denn je.“

Bei der Wahl selbst verfehlte die FDP in Berlin den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus deutlich. Temiz hatte auf Listenplatz 7 der FDP-Landesliste kandidiert und stand als Direktkandidat in Lichtenberg 4 zur Wahl. Dort votierten aber nur 1,6 Prozent der Bürger für Temiz.

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28 Kommentare

  • Ankara hat Platz!

  • FDP-Mitglied sein ist kein Garant mehr für schnelle Karriere…

  • … auf dem Weg zur Linken … ?

    • Grün.

  • Wahlwerbung mit türkischen Wortspielereien? Verstehe ich nicht. Mein Türkisch ist so schlecht, daß ich nicht „Guten Morgen“ oder „Wie geht es dir“ kann. Mir reichen meine Kenntnisse in Latein, Englisch, Niederländisch und Oberbayrisch…

  • Amtssprache und Sprache im öffentlichen Raum in Deutschland muss verbindlich und als „deutsch“ festgelegt werden. Die Verwendung andere Sprachen muss unzulässig und unter Strafe gestellt werden. Wir haben die babylonische Sprachverwirrung. Ich lese im Alten Testament, dass dies als „Strafe Gottes“ gedacht war. Auch wenn Gott in Deutschland damit vermutlich nichts zu tun hat, spüre ich doch sehr deutlich, wohin diese Sprachverwirrung führt: Ins Chaos, in den Vielvölkerstaat, in die Unregierbarkeit, in die Unsicherheit, in den Niedergang.

  • „Früher Drei Prozent“ 🧐

  • Es gibt keine Islamische Unterwanderung von Europa, glaubt das bloß nicht. Zwincker!

  • „Deutsch-Türken“.
    Diese unsäglichen doppelten Staatsbürgerschaften gehören abgeschafft!
    Und wer in Deutschland Wahlkampf macht, hat diesen gefälligst in Deutsch abzuhalten.
    Sage ich, im Ausland geboren, mit Migrationshintergrund und Bekenntnis zur deutschen und einzigen, Staatsangehörigkeit!

    • Und recht haben Sie!

    • Schon…aber die doppelte Staatsbürgerschaft hat den Vorteil, daß man die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen kann ohne dabei einen nicht abschiebefähigen Staatenlosen zu erzeugen.
      Wobei ich das jetzt allgemein meine und nicht diesen Arzt abschieben möchte.

  • „Deutsch-Türke“ ist ein Oxymoron 🥸

    • Sagte der alte Knabe 😎

    • Aber auch ein gutes Lied von Guru Guru!

  • Das übliche Taqyia geschwätz. Wenn sie ertappt wurden machen sie auf Opfer. Die Bundeswehr sollte sich mal mit diesem feinen herrn beschäftigen

  • Und wieder geht ein „wichtiger“ Migrant „wech“. Wo taucht er wieder auf? Bei den Grünen oder Linken? Ich tippe auf Grün.

  • Ja, und?

  • was ist das „ein FDP“ ???

  • Die (Karrieristen-) Ratten verlassen das sinkende Schiff….

  • Jetzt muss er es mit ehrlicher Arbeit versuchen.

  • Wer will das wissen?

  • Ich weise nur auf § 23 Abs. 1 VwVfg hin. Gilt zwar nicht unmittelbar für die 1. Gewalt – sollte es aber! Wahlplakate richten sich schließlich an deutsche Wähler und die sollten deutsch können, da eine der Anforderungen für die Einbürgerung deutsche Sprachkenntnisse mindestens auf dem Niveau B1 sind. Und das reicht sicherlich aus, um die simplen Aussagen von Wahlplakaten zu verstehen.

  • fdp war wählbar als sie noch den rest eines rückgrat hatte – also vor der ampel. auch wenn ich persönlich sie nie gewählt habe.

  • Der „Kubicki-Effekt“? War wohl nichts. Die Marie-Agnes wir es freuen. Wie wurde die FDP über 5 % hochgelobt.

    • Was ist ein Kubicki ???

  • Die FDP ist tot, lang lebe die FDP.

    • Die verbrauchen nur noch ihr Parteienkapital; danach ist Schluss.

  • Dieser Deutsch-Türke hat alles aus beiden Kulturen: Deutsche Dummheit und türkisches Beleidigtseintum.

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