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Berlin

Kurz vor der Wahl: Hausdurchsuchung bei Mitarbeiter von AfD-Kandidatin Brinker

Wenige Tage vor der Berlin-Wahl durchsuchte die Polizei das Haus eines Mitarbeiters der AfD-Kandidatin Kristin Brinker. Die Beamten suchten nach illegalen Waffen, fanden jedoch laut Polizei Nazi-Devotionalien und Betäubungsmittel.

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Kristin Brinker will Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden. (IMAGO/Bernd Elmenthaler)

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Die Polizei hat im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegalen Waffenbesitz diese Woche das Wohnhaus eines Mitarbeiters der Berliner AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker in Lichterfelde durchsucht. Waffen wurden dabei nicht gefunden. Die Polizeibeamten fanden Betäubungsmittel, mutmaßliche NS-Devotionalien sowie Parteimaterial der AfD. Der Durchsuchung lag ein richterlicher Beschluss zugrunde.

Der Betroffene, Jürgen Sch., arbeitet im Wahlkreisbüro Brinkers in Reinickendorf. Die Berliner Staatsanwaltschaft äußerte sich zu den Funden zunächst zurückhaltend. Sprecher Alan Bauer teilte gegenüber Bild mit, die Zufallsfunde müssten kriminaltechnisch untersucht werden. Die strafrechtliche Relevanz lasse sich erst danach feststellen.

Aus dem Umfeld des Mitarbeiters hieß es, die Gegenstände stammten von einem Flohmarkt, auf dem der Mitarbeiter regelmäßig einkaufe. Die Drogen habe er nach eigener Darstellung in einer dort erworbenen Schallplattenhülle entdeckt. Auch die AfD-Spitzenkandidatin für Berlin, Kristin Brinker, erklärte auf Nachfrage der Bild, es habe im Vorfeld keine Hinweise auf eine entsprechende politische Gesinnung ihres Mitarbeiters gegeben. Sie bezeichnete ihn als Sammler.

Die Razzia fand damit nur wenige Tage vor der anstehenden Abgeordnetenhauswahl in Berlin am Sonntag statt. Die AfD liegt mit 18 Prozent in der letzten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF auf dem dritten Platz hinter der CDU mit 20 Prozent und den Linken mit 22 Prozent. Anders als in Sachsen-Anhalt ist die Partei damit von einer möglichen Machtoption weit entfernt und dürfte auch bei der Wahl des Regierenden Bürgermeisters keine Rolle spielen.

Schon eine Woche zuvor hatte es im Rahmen von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover bei dem SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach eine Wohnungsdurchsuchung gegeben. Dabei ging es um die Vergabe eines Klinikgeländes während seiner früheren Tätigkeit als Regionspräsident in Niedersachsen (mehr dazu hier).

jw

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63 Kommentare

  • Es drängt sich der Verdacht auf, dass Hausdurchsuchungen mittlerweile weniger zu Ermittlungszwecken, sondern zur Einschüchterung eingesetzt werden.

    • Wieviel Waffen könnte man in Berlin finden, wenn man an den richtigen Stellen suchen würde und wollte.

    • grosserbaer, wieso Verdacht mir jedenfalls kommt immer öfter der Verdacht die DDR war viel demokratischer als der jetzige Staat.

      • Das habe ich doch immer schon gesagt: Honecker und seine Kumpane, die schon schlimm genug waren, sind Chorknaben dagegen.

    • Hat der etwa falsch herum in der Nase gebohrt?💙💙💙💙💙

    • War das Betäubungsmittel Baldriantee?

    • Man nennt das „Rechtsstaat“! Wußte ich bisher auch nicht, man lernt immer dazu.

      • Nene – das nennt sich „UnsereDemokratie“.

  • Ich habe hier den ersten Düsenjäger der Welt als Modell im Regal stehen, die Me 262. Streng genommen ist das auch „Nazi-Zeug“, denn der Jet wurde im dritten Reich entwickelt. Es gibt sogar Soldaten, die wegen solcher Modelle aus der Bundeswehr geflogen sind. Darunter kann also alles fallen. Ich habe hier Sach-Bücher über die Luftfahrt, da sind natürlich auch Flugzeuge aus dieser Zeit drin – fallen die dann auch unter „Nazi-Zeug“? Das ist mal wieder ein Winkelzug, um die AfD vor Wahlen mies zu machen.

    • Oh Gott, da erinnern Sie mich doch glatt daran, dass mein Vater als junger Mann, seine Ausbildung in den Fieseler-Werken gemacht hat.
      Muss gleich mal nachschauen, ob unsere Familie überhaupt jemals entnazifiziert wurde?

    • Bitte schon mal den Bademantel bereit legen…

    • Korrekt kann alles sein, ich hab hier eine Olympische Glocke zur Olympiade 1936 und Münzen aus Kaiser Zeit und auch aus der Zeit… Ergo bekommt man alles wieder aber Hauptsache Nachricht raus hauen und in den köpfen festsetzten. Ist einfach politisches Werkzeug und die Polizei/Staatsanwaltschafts der verlängerte Arm.

      Interessant ist das wenn ich mich richtig erinnere, wenn die A suchen und dabei B finden dann ist das Rechtlich immer nicht so 100%ig, müsste aber ein Anwadt was dazu sagen

    • „Mutmaßlich“, dh es muss noch geprüft werden ! Vielleicht altes Wehrmachtszeug, wie es heute noch
      als „Militaria“ in etlichen Kleinanzeigen von Sammlern gesucht wird.

      • Wenn allerdings das „Asow-Bataillon“ in der Ukraine damit behängt und beringt ist, interessiert das niemanden.
        Da sagt der „Spiegelreporter“ höchsten, wenn er noch ein paar Bildaufnahmen machen möchte, dass man „das alles doch für die Photos bitte mal kurz abnehmen solle“.

  • Frau Brinker, nicht defensiv verteidigen. Sondern offensiv, dass ist ganz klar eine politische Kampagne, für die Polizei und Staatsanwaltschaft missbraucht werden!

  • Es ist nicht verboten, historische Artefakte zum Zwecke der Nachforschung daheim aufzubewahren 💡

  • Hier wurde bei einem Mitarbeiter durchsucht, beim SPD war der Bürgermeisterkandidat direkt betroffen. Interessant ist die unterschiedliche mediale Darstellung in den großen populären Zeitungen.

    • Das ist nicht interessant, sondern bezeichnend.
      Alle der von Altpartei-Mitgiedern durchdrungenen Behörden arbeiten zusammen – natürlich geht’s nur gegen rächts.

  • Der nächste Schritt wird sein, daß Oppositionelle vor Wahlen inhaftiert werden. Siehe Frankreich, Russland…

    • Nichr zur sog. „Wahlen“ zugelassen, werden sie ja bereits!

    • „Immer mehr einstige Unterstützer von Selenskyj werden zu verfolgten Dissidenten“

      „Seine ehemalige Pressesprecherin war eingeladen worden, vor dem EU-Parlament zu sprechen, die Verwaltung hatte ihr aber den Zutritt verweigert. Ihr Auftritt wurde daher über Videokonferenz übertragen. Die Aussagen zerstörten die Narrative der EU-Kommission über „Ukraine muss gewinnen“

      https://tkp.at/2026/09/19/immer-mehr-einstige-unterstuetzer-von-selenskyj-werden-zu-verfolgten-dissidenten/

  • Kommunikationsgeräte (Smartphones, PCs) ermöglichten den Zugang zu rechten Portalen.

  • Geschichtsbücher aus den 80ern enthalten glaube ich auch verbotene Symbole oder?
    Und was ist mit Opas oder Uropas Klamottenkiste auf dem Dachboden?

    • Auch alte Briefmarken aus dieser Zeit enthalten das „Kreuz mit den Haken“.
      Wird dann das Briefmarken-Sammeln verboten?
      In meinem persönlichen Umfeld musste vor ein paar Jahren ein Briefmarkenblock aus dieser Zeit, der zum Verkauf bei eBay eingestellt wurde, schwarz gebalkt werden, um diese gewissen Symbole zu verdecken.
      Dieses alberne Verhalten läuft also schon eine ganze Weile.
      Wovor haben die Angst?
      Denken die, wir könnten aus deren politischem Verhalten Parallelen ziehen zu der damaligen Zeit? Das können wir auch so, dafür brauchen wir diese Symbole nicht.
      Wie soll auf der Geschichte gelernt werden, wenn man die Geschichte verwässern will? Oder DARF aus der Geschichte nichts gelernt werden?
      Warum? Wem nützt das?

  • Wenn bei ihr tatsächlich NS-Devotionalien gefunden wurden, sehe ich das mehr als kritisch.

    Dennoch kann ich Folgendes schreiben: seit der Gründung der AfD kommt wirklich immer, absolut immer irgendetwas ganz kurz vor jeder Wahl an (vermeintlichem) Dreck, mit dem man die AfD bewerfen will. Ob das nun irgendwelche angeblichen „investigativen Enthüllungen“ sind, die etwas ganz „Schlimmes“ aufdecken, aber bei näherer Betrachtung oft einfach nur wilde Behauptungen, Missdeutungen, Falschinterpretationen oder haltlose Unterstellungen sind, oder ob spektakulär Leute, von denen man noch nie etwas gehört hat, medienwirksam aus der AfD austreten und verkünden, dass die AfD ja ganz „böse“ sei, ohne dass auch hier wirklich handfeste Beweise geliefert werden. (Oft stellt sich dann auch heraus, dass diese Leute schlichtweg wegen persönlicher Antipathie, Ränkespielen und Frustration, bei irgendwelchen Posten nicht berücksichtigt worden zu sein, ausgetreten sind und unreif aus Rache nachtreten.)

  • Wurden die Nazidevotionalien von den Hausdurchsuchern mitgebracht und passend für Fotos drappiert?

  • Unsere Demokraten sind wieder aktiv?

  • „die Zufallsfunde müssten kriminaltechnisch untersucht werden. Die strafrechtliche Relevanz lasse sich erst danach feststellen.“

    Übersetzt heisst das: Erstmal Kompromat sammeln.

    Gerade deswegen war die Hausdurchsuchung schon damals, trotz richterlichen Vorbehalts, umstritten. Vorangegangen war wohl ein Verdacht auf illegalen Waffenbesitz, ein Richter hat der Durchsuchung grünes Licht gegeben (man fragt sich, ob jemals ein Richter mal nein sagt?) und dann sammelt man Beifang ?

  • Ein bewaffneter Staatsstreich stand kurz bevor, aber zum Glück hat unsere hellseherische Justiz genau vor der Wahl zugeschlagen! Keine Waffen? Egal, AfD-Flyer im Haus eines AfD-Mitarbeiters sind ja ohnehin der wahre Verfassungsfeind. Und die Drogen und Flohmarkt-Sammlerstücke wurden kriminaltechnisch bestimmt direkt aus Hitlers Privatschrank geliefert. Ein Schelm, wer bei dem Timing Absicht wittert. Sarkasmus off…

  • Was waren das denn für NS-Devotionalien? Laßt mich mal raten! Eine Deutschlandfahne schwarz-rot-gold? Ein paar Wanderstiefel? Ein repräsentativer Bierkrug?

    • Sicher haben Sie ein paar Ausgaben des Grungesetzes mit Deutschlandlied hinten drauf gefunden. Das ist bekanntlich verfassungsfeindlich.

      • Gott! Nicht zu fassen! Das Grundgesetz! Vielleicht eine antiquarische Ausgabe von 1948 in so ’ner komischen Schriftart…

  • Die AfD hat mitunter ein Personalproblem. Dafür kann sie mitunter nur bedingt etwas, wird sie doch seit Jahren diskriminiert. Andererseits: Alle dort – vom Politiker bis Sekretärin/Sekretär – gehen bis heute durch ein mediales und „N“GO-finanziertes Stahlbad. Dieses bewirkt, dass es ihnen ziemlich egal ist, was über sie berichtet oder gesagt wird. Sie sind die politische Kraft, die – unfreiwillig/freiwillig – wohl am abgehärtesten ist. Jammrige Sätze wie dieser kommen ihnen wohl kaum über die Lippen: Keiner vor mir hat so etwas ertragen müssen. (Merz)

  • „Nazi-Devotionalien und Betäubungsmittel“…

    Kamillentee und eine Gesamtausgabe von Tolkiens „Herr der Ringe“?

    „…sowie Parteimaterial der AfD“

    Bei der Mitarbeiterin einer AfD-Kandidatin? KREISCH! Das ist ja unglaublich!!

    Fast so schlimm wie der entsetzliche Drohnenvorfall am Flughafen Gleiwitz…

    • Nicht dass da wieder diese Tassen der russischen Armee aufgetaucht sind.

  • Seit dem Fall der Rollatorputschisten wissen wir, daß „unsere Demokratie“ schon mit einem Luftgewehr beseitigt werden kann…
    Daher ist die Panik der Regimevertreter schon verständlich.

  • Alte Sammlerstücke und etwas Gras, nichts davon ist in Privaträumen eine Straftat. Daher ist die Staatsanwaltschaft auch „zurückhaltend“. Man wollte wohl eine Schlagzeile kurz vor den Wahlen.

  • Pünktlich kurz vor den Wahlen. Zufall? Man muss nur mit Dreck werfen. Es bleibt immer was hängen.

  • Es ist immer das gleiche Muster, kurz vor oder nach einer Wahl werden die Weisung gebunden in Marsch gesetzt, um was Belastendes zu finden.

  • Das wühlen in unappetitlichem Dreck zeigt doch klar auf welchem Level diese Altparteien mittlerweile gelandet sind. Und wieder eine Schlammschlacht ohne handfeste Beweise rein zufällig vor einem Wahltermin. Wie immer gilt: Nichts hat mit Nichts zu tun

  • Nein, nein geht ja gar nicht.
    „Die Polizeibeamten fanden Betäubungsmittel, mutmaßliche NS-Devotionalien sowie Parteimaterial der AfD.“

    Ich phantasier mal bischen.
    „Betäubungsmittel“ – Ibuprofen im Arzeneischrank
    „NS-Devotionalien“ – Eine Porzellanfigur, ein Adler = NS
    „Parteimaterial der AfD“ – Bei einem AfD- Parteimiglied, das geht nur wirklich gar nicht, Merkel legt schließlich auch die DE-Fahne weg.

  • Manche Kommentare sind so großartig, besser als der ganze Artikel!
    Ich wünsche Frau Brinker in meiner Heimatstadt am Sonntag viele, viele, viele Kreuzchen, aber es leben hier einfach zu viele Schwachmaten, die gar keine Berliner sind…

  • „…….mutmaßliche NS-Devotionalien.“
    Es muss also erst festgestellt werden, ob dies NS-Devotionalien sind?

    Währenddessen sind die ganzen sehr offensichtlichen linksextremen Online-Plattformen, wie „Indymedia“, etc., auf denen regelmäßig Bekennerschreiben von Anschlägen veröffentlicht werden, immer noch online.
    (ohne Impressum)

  • Na klar, „vermutliche Nazi Devotalien“, wahrscheinlich auch noch ein handsigniertes Exemplar von Putins Bericht: „so habe ich Nord Stream gesprengt“, ein handgezeichneter Plan für einen Sturm des Reichstagsgebäudes und eine mehrseitige Denkschrift, wie man die Rollatorgang befreien könnte…..letztes Mal wars das „Geheimtreffen in Potsdam“. Nur eine öffentloich zur Schau getragene Sympathie der Linkspartei für islamistische Terroristen, die schlägt keine Wellen…

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