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Nach Landtagswahlen

Nach Machtkampf mit Merz: CDU-Vizegeneralsekretärin Stumpp tritt nun doch zurück

Erst widersetzte sich Christina Stumpp offenbar zweimal Friedrich Merz, dann dementierte sie öffentlich ihren Rückzug. Nun gibt die stellvertretende CDU-Generalsekretärin ihren Posten doch ab

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Christina Stumpp gibt ihren Posten als stellvertretende CDU-Generalsekretärin nun doch auf. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp gibt ihren Posten nun doch auf. Noch am Mittwoch hatte sie Berichte über ihren bevorstehenden Rückzug öffentlich als „unzutreffend“ zurückgewiesen. Zuvor soll Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz sie in zwei Gesprächen vergeblich zum Rücktritt aufgefordert haben.

Stumpp werde ihr Amt am 21. September niederlegen, teilte die CDU am Freitagabend mit. Merz will den Thüringer Bundestagsabgeordneten Michael Hose anschließend als kommissarischen Nachfolger vorschlagen. Nach Darstellung der Parteizentrale hätten Merz und Stumpp „in persönlichen Gesprächen gemeinsam entschieden“, dass die 38-Jährige ihren Posten abgibt.

Damit endet ein tagelanger Machtkampf in der CDU-Führung. Zuerst hatte Table.Briefings am Mittwoch berichtet, dass Stumpp ihren Posten aufgeben solle. Die CDU-Politikerin widersprach noch am selben Tag öffentlich. „Das ist unzutreffend. Ich bin weiterhin stv. Generalsekretärin der CDU Deutschlands“, schrieb sie auf X.

Kurz darauf berichtete der Journalist Robin Alexander im Podcast Machtwechsel über die Hintergründe. Demnach hatte Merz Stumpp bereits in zwei persönlichen Gesprächen aufgefordert, ihren Posten abzugeben. Stumpp habe sich geweigert und darauf verwiesen, dass sie vom CDU-Parteitag gewählt worden sei und deshalb nicht einfach vom Parteivorsitzenden abgesetzt werden könne.

Merz hatte den Posten der stellvertretenden Generalsekretärin einst eigens geschaffen hatte. Stumpp wurde 2022 gewählt und sollte sich vor allem um die Verbindung zwischen der Parteizentrale und den Kreisverbänden sowie die Kommunalpolitik kümmern. Erst im Februar dieses Jahres bestätigte der CDU-Parteitag sie für weitere zwei Jahre im Amt.

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Der Konflikt verschärfte sich nach dem Umbau der CDU-Spitze im Sommer. Nachdem Carsten Linnemann als Generalsekretär ins Bundeskabinett gewechselt war, machte Merz Franziska Hoppermann zur neuen Generalsekretärin. Stumpp soll sich zuvor gegen Hoppermann als Nachfolgerin ausgesprochen haben. Auch zwischen Hoppermann und Stumpp galt das Verhältnis als belastet.

Noch am Donnerstag wurde parteiintern nach einer Lösung für Stumpp gesucht. Nach Informationen von Nius war unter anderem im Gespräch, sie zur agrarpolitischen Sprecherin der Unionsfraktion zu machen. Bei einem Treffen der Landesgruppenvorsitzenden konnte zunächst jedoch keine Einigung erzielt werden.

Am Freitagabend folgte nun der Rückzug. Merz dankte Stumpp öffentlich für das „vertrauensvolle Miteinander“ und erklärte, sie habe in den vergangenen vier Jahren „sehr gute Arbeit geleistet“. Stumpp wiederum sprach von einer „großen Ehre und Freude“, sich für die kommunalen Vertreter der CDU eingesetzt zu haben. Von dem zuvor öffentlich ausgetragenen Streit ist in der offiziellen Erklärung nichts mehr zu lesen.

Merz begründete die Neubesetzung mit dem Wunsch nach einer stärkeren Vertretung Ostdeutschlands in der Parteiführung. Es sei ihm wichtig, „dass wir als Partei der Deutschen Einheit West- und Ostdeutschland noch stärker personell abbilden“. Der 41-jährige Michael Hose aus Erfurt sei Bundestagsabgeordneter, Lehrer und ehemaliger Schulleiter und bringe damit wichtige Perspektiven für das CDU-Präsidium mit. Stumpp bleibt Bundestagsabgeordnete. Ihr Rücktritt erfolgt am 21. September – einen Tag nach den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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25 Kommentare

  • Das Hemd ist einem näher als die Hose.

    Einfach mal so zur Diskussion gestellt.

    14
    • Da gibt es nichts zu diskutieren. Ich hätte auch gepokert und mich dann vom Acker gemacht.
      Ach, Mensch, wenn mein Chef mich doch mal so zum Kündigen auffordern würde…

      8
      • Mit der Weigerung nochmal dem Merzchen einen mitgegeben und dann Abgang.
        Finde ich gut 👍

        3
  • Es bleibt alles unfassbar. Die Hälfte ist schon in den Booten umd auf der Brücke streitet man sich, wer „SOS“ funken darf.

    9
  • Nun denn, da hattse halt gut gepokert. Neuer Posten + gute „Beururteilung“ vom Merzel bekommen.
    Und weiter gehts mit dem „Merzelismus“.
    Mal schaun, wie lange noch….

    11
    • Die Beurteilung von Merzel ist wertlos.

      9
      • „Die Beurteilung von Merzel ist wertlos.“
        Das sehe ich genau so, deshalb war das Wort ja auch in „“ gesetzt. 😉
        Bisserl ähnlich, wie Merkels „Der/die hat mein vollstes Vertrauen“.

        3
  • Die Rochade des Belanglosen bei der CDU geht in die nächste Runde.
    Abschliessend noch sehr warme Worte übrig, was war der Preis Frau Stumpp ?
    Jeder erkennt, dass der „König“ der Systemfehler ist, da kann er Vorschlagen wen er will, ändern wird sich nichts.

    „Es ist ein allgemeines Gesetz: Ein Herrscher, der selbst keine Weisheit besitzt, wird auch bei seinen Ratgebern keine finden.“
    N. Machiavelli

    12
    • Vor allem:
      Er vergrößert die Zahl seiner parteiinternen Feinde immer weiter und kapiert es nicht.

      Es ist nun nicht nur diese bedeutungslose Stumpp mit Anhang, die nun auch im Team „Anti Merz“ sind, sondern viel bedeutender viele weitere Außenstehende in der Partei, die sehen, wie Merz mit den ganzen Leuten umgeht und sich gegen ihn positionieren, damit diese Willkür endlich aufhört.

      Mal schauen, ob er es noch bis Weihnachten schafft. Merkel und Scholz sitzen jedenfalls gemeinsam vor dem Kaminfeuer und fallen vor Lachen fast aus dem Sessel.

      7
      • Stirnpuschel erinnert auf jeden Fall an die ganzen historischen Herrscher, die wild um sich schlugen, als ihre Macht bröckelte und die ebenfalls dachten, sie könnten sich retten, wenn sie die letzten wohlgesonnenen Leute um sich herum absetzen.

        Ich finde Nero könnte gut zu ihm passen. Nur dass es hier die CDU statt Rom ist.

        8
        • Wenn Neros Leben noch einmal verfilmt wird, ist Merzelchen die Idealbesetzung.

          5
  • „Noch am Mittwoch hatte sie Berichte über ihren bevorstehenden Rückzug öffentlich als „unzutreffend“ zurückgewiesen.“
    War wohl nur ein lustiger „Bürofehler“.

    5
  • Vollkommen unerheblich. Sie war Teil dieses irrsinnigen Systems zur Abwicklung Deutschlands.

    13
  • Ob sie vom sogenannten “ Teppichhändler“-Trupp verbal so lange bearbeitet wurde, dass sie nun zurücktritt?
    Was bekommt sie dafür ?
    Egal– sie sollte sich zurücklehnen und genüsslich die Erfolgskurve von Merz beobachten .
    Ob er wohl bald so happy sein wird wie der treue Linnemann, der fast den Tränen nahe schien, als er zum Gesundheitsminister vereidigt wurde ?
    Ob die CDU wohl anfängt zu überlegen , wie es sich anfühlen könnte an die magischen 5% zu kommen ?

    9
    • Ich warte ja noch auf den Absturz vom Amthor, im Volksmund „Fipsi, Merzels Aktentaschenträger“ genannt.
      Aus meiner Sicht ein ziemlicher Schleimer, der wird wohl erst stürzen, wenn Merzel auch stürzt.
      Letzeres ist zwar momentan nicht gleich zu erwarten.
      Aber: Wenn es denn mal passiert, dann gibt es „Ramba-Zamba“, auch bei so Pöstchen 😉

      6
  • Von Trump lernen, heißt siegen. Hat Trump weiblichen Angestellten nicht vor kurzem 45.000 USD in bar geschenkt?

    2
  • Die CDU ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.

    9
    • Das lustige ist doch, daß heute derjenige machtvoll jemanden rausgeschmissen hat, der in 10 Tagen selber den Schwanz einziehen und gehen müssen wird. Cojones, Pinocchio, Cojones!

      2
  • One man, one vote.
    Merz is Da Man.
    He has Da Vote.
    In Form des Schlüssels zu den legendären schwarzen Kassen, deren Geklingel über „up or out“ entscheidet.
    Von diesem Posten kann man nicht entfernt werden.

    2
  • Wozu einen Nachfolger? Quotenjob neu geschaffen, und nun als Parteisoldatenposten beibehalten? Wird ja immer bunter …

    6
  • Komisch, dass sich Irre immer durchsetzen …

    4
    • Weil sie gefährlich sind?

      1
  • Mal wieder typisch für Merz:
    Statt einem Alibi-Weibchen hat er sich eine Piratin mit Daumenring ins Umfeld geholt und geglaubt, das sei die Lösung.
    Und genau diese Neigung zu billigen Konzepten lässt ihn bis heute nicht daran zweifeln, dass es sich nicht um einen Mangel an Intelligenz handeln könne, wenn seine Kanzlerschaft wankt.

    6
  • „CDU-Vizegeneralsekretärin Stumpp tritt nun doch zurück“ hatt mich auch alles gewundert, Merz meinte doch man müsse nur mit den Schlüsseln zum Dienstwagen winken und schon würden die Politdarsteller alles machen was er will…

    2
  • Das ist nun auch nicht mehr wesentlich.
    Die CDU ist hoffnungslos vermerkelt

    1

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