In Kairo beginnt in wenigen Tagen, was lange politisch undenkbar war: Am 1. September steigen die sogenannten Altmieten erstmals regulär um 15 Prozent, wie die ägyptische Zeitung Al-Watan am 20. August berichtet. Die Erhöhung ist ein weiterer Schritt zur vollständigen Auflösung eines Systems, das Mieten über Jahrzehnte festschrieb und Mietverhältnisse faktisch über Generationen verlängerte. In New York tritt nur einen Monat später die entgegengesetzte Regel in Kraft. Dort hat das Rent Guidelines Board die reguläre Mieterhöhung für neue oder verlängerte Ein- und Zweijahresverträge in rund einer Million mietstabilisierten Wohnungen auf null Prozent festgesetzt.
Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi löst die Preisbindung. New Yorks sozialistischer Bürgermeister Zohran Mamdani feiert sie. In Berlin zieht die Linke mit dem Versprechen eines neuen Mietendeckels in die Wahl am 20. September. Und in Austin, Texas, fallen die Mieten, ohne dass Politiker einen Preis festgesetzt hätten. Dort wurden so viele Wohnungen gebaut, dass Vermieter inzwischen um Mieter werben müssen. Vier Städte, drei wohnungspolitische Wege und eine gemeinsame Frage: Hilft man Mietern nachhaltiger, indem man einen Preis festsetzt, oder indem man Bedingungen schafft, unter denen Vermieter miteinander konkurrieren?
Kairo: Eigentum steht nur noch auf dem Papier
Nora Soliman und ihre Schwester erbten ein Mietshaus in einer der teuersten Lagen Kairos, zwischen dem Nil und dem exklusiven Gezira Sporting Club. Für Wohnungen im selben Haus, deren Verträge nach 1996 geschlossen wurden, zahlen Mieter bis zu 3.000 Dollar im Monat. Für eine Wohnung mit einem vererbten Altvertrag bekommt Soliman dagegen 17 ägyptische Pfund: nicht einmal 30 Eurocent. Der Mieter hat den Vertrag von seinem Großvater übernommen und lebt nach Angaben der Zeitung nicht einmal in Ägypten. „Wir sind Eigentümer, ohne wirklich Eigentümer zu sein“, sagte Soliman der französischen Zeitung Le Monde.
Diese Absurdität ist historisch gewachsen. BBC Arabic zeichnet nach, wie Ägypten zunächst in einer „sozialen Notlage“ nach dem Ersten Weltkrieg Mietobergrenzen einführte und Kündigungen erschwerte. Unter Gamal Abdel Nasser wurden die Mieten weiter abgesenkt und eingefroren. Ende der siebziger Jahre verfestigte sich das System: Verträge liefen nicht einfach aus, sondern konnten unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb einer Familie weitergegeben werden. So blieben viele Wohnungen über Generationen an denselben Vertrag gebunden.
Seit Mitte der neunziger Jahre dürfen Vermieter und Mieter bei neuen Verträgen Preis und Laufzeit wieder frei vereinbaren. Die alten Verträge blieben jedoch unberührt. So entstanden zwei Märkte nebeneinander: ein freierer Markt mit realistischeren Preisen für neue Verträge und ein erstarrter Altmarkt, in dem die Inflation Mieten wie jene von Soliman auf symbolische Beträge zusammenschrumpfen ließ. Nach Angaben von Le Monde betrifft das bis heute Millionen Wohnungen und Geschäftsräume.
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Tarek Mohammed ist einer dieser Vermieter. Auf dem Papier besitzt er zwei Wohnungen und ein Geschäft. Man könnte ihn für einen wohlhabenden Mann halten. Tatsächlich brachten ihm die beiden Wohnungen jeweils sechs ägyptische Pfund (10 Eurocent) im Monat ein, das Geschäft zwei. „Auch Vermieter sind Witwen, Geschiedene und Rentner“, sagte Mohammed in einer Reuters-Reportage. Der Staat friert nicht nur die Mieten der Bewohner ein, sondern auch die Altersvorsorge der Eigentümer. Was als Altersvorsorge für einige Vermieter gedacht war, reichte kaum für eine Kleinigkeit des täglichen Lebens, geschweige denn für ein neues Dach oder eine bröckelnde Fassade.
Und dann ist da Mohamed Fotouh, ein pensionierter Klempner, der ein Haus als Absicherung fürs Alter gekauft hatte. Als Egypt Independent ihn 2012 besuchte, blätterte die Farbe ab, die Treppen waren beschädigt, das Gebäude verfiel. Fotouh stritt mit seinen Mietern darüber, wer die Reparaturen bezahlen müsse. Seine Einnahmen deckten nicht einmal einen kleinen Teil der Arbeiten. „Der Müllmann bekommt mehr als ich an Miete“, sagte er. Am Ende blieb ihm, wie er es schilderte, nur zuzusehen, wie sein Haus immer weiter verfiel.
Das sind nicht bloß Anekdoten verärgerter Eigentümer. Selbst offizielle Institutionen bringen die alten Mietverträge mit dem baulichen Verfall in Verbindung. Und auch die Weltbank beschreibt, wie die Mietbindung Einnahmen und Anreize zur Instandhaltung schwächte. Das ägyptische Wohnungsministerium nennt die schlechte Wartung von Altmiethäusern als eine Ursache für einsturzgefährdete Gebäude, wie das offizielle Portal des Gouvernements Kairo berichtet.
Ägypten zieht nun die Notbremse. Nachdem das ägyptische Verfassungsgericht die starre Festsetzung der alten Wohnungsmieten für verfassungswidrig erklärt hatte, musste das Parlament handeln, wie Le Monde berichtet. Im Sommer vergangenen Jahres unterzeichnete Präsident al-Sisi die Reform. Sie setzt Übergangsfristen für die alten Verträge, hebt die symbolischen Mieten je nach Wohnlage auf Mindestbeträge an und lässt sie danach jedes Jahr steigen. Am 1. September steht die erste reguläre Erhöhung um 15 Prozent an, berichtet die ägyptische Zeitung Al-Watan. Ägypten beginnt damit, den erstarrten Parallelmarkt schrittweise aufzulösen.
Eine Warnung nach New York
Während Ägypten seine eingefrorenen Mieten mühsam auftaut, feiert New York deren Wiederkehr. Bürgermeister Zohran Mamdani hatte einen Mietstopp bei den Kaltmieten versprochen. Im Februar 2026 berief er sechs neue Mitglieder in das neunköpfige Rent Guidelines Board, das die Erhöhungen im mietstabilisierten Bestand festlegt. Die Größenordnung ist gewaltig: Nach Angaben des New Yorker Bürgermeisteramts entscheidet das Gremium über ungefähr eine Million Wohnungen, in denen rund zwei Millionen Menschen leben. Für Mietverträge, die zwischen Oktober 2026 und September 2027 beginnen, beträgt die zulässige Erhöhung null Prozent: sowohl bei einer Laufzeit von einem als auch von zwei Jahren.
Michelle de la Uz leitet das Fifth Avenue Committee, eine gemeinnützige Organisation, die bezahlbare Wohnungen baut, erhält und verwaltet. Sämtliche Wohnungen ihres Bestands sind reguliert und zusätzlich durch Vereinbarungen mit der Stadt oder dem Bundesstaat preisgebunden. Ihre Mieter haben niedrige oder mittlere Einkommen. Sie sagte im Politikmagazin Vital City, die Versicherungskosten ihrer Häuser seien je nach Objekt um 25 bis mehr als 200 Prozent gestiegen. Wasser und Abwasser seien ebenfalls teurer geworden. Die Finanzierungsmodelle der gemeinnützigen Projekte gingen gewöhnlich von zwei Prozent mehr Einnahmen und drei Prozent mehr Ausgaben pro Jahr aus. Nun bleiben die Mieten nominal stehen, während die Kosten deutlich schneller steigen. Einige ihrer Häuser hätten bereits Schwierigkeiten, ihre Hypotheken zu bedienen. Ihre schlichte Formel lautet: Mieter brauchen bezahlbare Wohnungen, Eigentümer brauchen Mieteinnahmen, um diese Wohnungen zu erhalten.
Dass ein knapperer Geldfluss die Bausubstanz treffen kann, ist in New York nicht bloß eine Lehrbuchannahme. Eine 2024 überarbeitete Studie der Federal Reserve Bank of New York untersuchte eine frühere Gesetzesänderung, die die refinanzierbaren Kosten von Modernisierungen in einem Teil des regulierten Bestands senkte. In den betroffenen, finanziell stärker eingeschränkten Häusern nahmen die Verstöße gegen Bau- und Wohnvorschriften anschließend zu.
Mamdani als Vorbild für Berlin
Der New Yorker Mietstopp ist längst im Berliner Wahlkampf angekommen. Am 20. September wählt die Hauptstadt ein neues Abgeordnetenhaus. Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken, nennt Mamdanis Erfolg ausdrücklich ein Vorbild. „Wenn in New York ein Linker gewinnen kann, warum sollte das in der deutschen Hauptstadt nicht gelingen?“, sagte sie der taz. Als gemeinsames Thema nannte sie an erster Stelle das Einfrieren der Mieten. Nach Angaben von Radioeins tauschte sie sich sogar mit Mamdanis Team über politische Strategien aus.
Eralp weiß, dass Berlin einen allgemeinen Mietendeckel für private Wohnungen nicht im Alleingang beschließen kann. Ihr unmittelbares Versprechen gilt deshalb den knapp 400.000 landeseigenen Wohnungen: ein Jahr lang keine Erhöhung, danach höchstens ein Prozent mehr pro Jahr. Doch dabei bleibt es nicht. Das Berliner Wahlprogramm der Linken will größere private Vermieter verpflichten, einen Teil frei werdender Wohnungen zu gedeckelten Sozialmieten anzubieten. Die Bestände von Wohnungskonzernen mit mehr als 3.000 Einheiten sollen vergesellschaftet und künftig ohne private Gewinnorientierung verwaltet werden.
Heidi Reichinnek liefert dazu die bundespolitische Zuspitzung. „Wohnen muss wieder in öffentliche Hand. Und es darf keine Rendite mit der Miete geben“, erklärte die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. Nur wenige Wochen vor der Berlin-Wahl brachte ihre Fraktion einen Antrag für einen bundesweiten Mietendeckel ein. In angespannten Wohnungsmärkten sollen Mieterhöhungen in laufenden Verträgen zunächst gestoppt werden. Später sollen kommunale Obergrenzen gelten und Mieten oberhalb der errechneten Durchschnittsmiete abgesenkt werden können. Neubauten und wirtschaftliche Härtefälle sieht das Konzept als Ausnahmen vor. Die Linke setzt außerdem auf kommunalen Neubau. Ihre Antwort auf die Knappheit lautet jedoch nicht mehr privater Wettbewerb, sondern mehr öffentliche Verfügung über Wohnungen und Preise.
Der geplante Mietenstopp betrifft zunächst Wohnungen, die der Stadt selbst gehören. Es gibt weder vererbbare Centmieten noch ein auf Generationen angelegtes Vertragsrecht. Aber die Richtung beschreibt die Berliner Linke selbst offen: Vergesellschaftung verlange einen „bewussten Bruch mit Markt und privater Verwertungslogik“. Kairo zeigt, welches Risiko entsteht, wenn der politische Kampf gegen Rendite dazu führt, dass Eigentümer auf Dauer weder über ihr Eigentum verfügen noch aus dessen Erträgen seinen Erhalt bezahlen können.
In Austin kämpfen Vermieter um Mieter
Wie eine Stadt Knappheit tatsächlich lindern kann, zeigt Austin. Noch in den 2010er Jahren war die texanische Hauptstadt ein Opfer ihres eigenen Erfolgs: Tech-Unternehmen, Arbeitsplätze und neue Bewohner trafen auf zu wenige Wohnungen. Nach einer Auswertung der Pew Charitable Trusts stiegen die Mieten von 2010 bis 2019 um fast 93 Prozent: mehr als in jeder anderen großen amerikanischen Stadt.
Dann baute Austin. Beeindruckender als einzelne Monatswerte sind die längerfristigen Zahlen. Nach der im März 2026 veröffentlichten Pew-Auswertung wuchs der Wohnungsbestand zwischen 2015 und 2024 um 120.000 Einheiten oder 30 Prozent. Und der Rückgang erreichte nicht nur luxuriöse Neubauten: In älteren, günstigeren Häusern der sogenannten Class C sanken die Mieten von 2023 bis 2024 um 11,4 Prozent.
Auf einmal müssen Vermieter um Kunden kämpfen. Die Maklerin Yasmine Acebo beschrieb dem Magazin Reason den Markt so: „Wir haben viel Bestand und nicht genug Bevölkerung, um ihn zu füllen.“ Eigentümer böten deshalb mehrere mietfreie Wochen, Geschenkkarten, Bargeldprämien, kostenloses WLAN oder übernommene Nebenkosten an. Axios Austin berichtete ebenfalls von erlassenen Bewerbungs- und Haustiergebühren, Gratisparkplätzen, Rabatten auf Nebenkosten und Geschenkkarten von bis zu 1.000 Dollar. Anfang 2026 wurden laut RealPage bei ungefähr einem Drittel der erfassten Wohnungen in etablierten Appartementanlagen der Stadt Austin Nachlässe angeboten: Der durchschnittliche Rabatt lag bei 14,8 Prozent.
Eigentum und freier Markt – die Fundamente des freien Westens
Mietstopps sind politisch verführerisch, weil sie die Wohnungsfrage auf ein Feindbild reduzieren: den Vermieter. Er verlangt mehr, der Staat verbietet es, der Mieter zahlt weniger. Im ersten Moment scheint die Rechnung aufzugehen. Was sie ausblendet, sind die Reparatur, die sich nicht mehr finanzieren lässt, die Wohnung, die gar nicht erst gebaut wird, und die Verletzung der Eigentumsrechte des Vermieters und damit seiner eigenen Freiheit.
Kairo zeigt die Langzeitgefahr eines Systems, das die sichtbaren Kosten des Wohnens deckelt und die unsichtbaren Kosten der Erhaltung verdrängt. New York zeigt, wie leicht sich eine solche Politik als Sieg verkaufen lässt, obwohl selbst eine gemeinnützige Vermieterin vor der Finanzierungslücke warnt. Berlin zeigt, wie schnell diese Idee politisch weiterreist: Eralp beruft sich auf Mamdani, Reichinnek fordert den bundesweiten Deckel. Austin zeigt schließlich, was geschieht, wenn Mieter zwischen genügend Wohnungen wählen können: Vermieter senken Preise, übernehmen Gebühren und legen Geschenkkarten und Gratis-WLAN obendrauf.
Der freie Markt ist nicht die Herrschaft des Vermieters. Wo echter Wettbewerb herrscht, begrenzt ein Vermieter den anderen. Dann gewinnt der Mieter seine Macht nicht durch eine staatlich festgesetzte Zahl, sondern durch die glaubwürdige Möglichkeit, in die bessere oder günstigere Wohnung nebenan zu ziehen. Austin zeigt, dass mehr Markt deshalb nicht weniger Mieterschutz bedeutet. Konkurrenz kann der wirksamste Mieterschutz sein.
Eigentumsrechte sind Menschenrechte. Es ist moralisch fragwürdig, wenn die Politik Menschen vorschreibt, zu welchem Preis sie ihre eigene Wohnung überlassen müssen, und ihnen zugleich die Rechnung für deren Erhalt präsentiert. Wer über das Eigentum anderer verfügt, verfügt immer auch über einen Teil ihrer Arbeit, ihrer Kreativität, ihrer Ersparnisse und ihrer Lebensplanung.
Geschützte Eigentumsrechte gehören neben Rechtsstaat und individueller Freiheit zu den Fundamenten des freien Westens. Ein wesentlicher Teil seines Erfolgs beruht darauf, dass Menschen investieren, bauen und Verantwortung übernehmen können, ohne ihr Eigentum bloß auf Widerruf der politischen Mehrheit zu besitzen. Mamdani wählt ausdrücklich eine andere Sprache. In seiner Antrittsrede versprach er, die „Kälte des rauen Individualismus“ durch die „Wärme des Kollektivismus“ zu ersetzen.
Auf dem Wohnungsmarkt wird aus dieser Formel konkrete Politik: Nicht Eigentümer und Mieter handeln einen Preis aus, sondern ein politisch besetztes Gremium setzt die zulässige Erhöhung auf null. Damit verlässt Mamdani ein Grundprinzip des freien Westens. Die ägyptische Hauptstadt ist die steinerne Warnung davor, wohin diese Logik führen kann, wenn sie lange genug herrscht: Erst verliert das Eigentum seinen Inhalt, dann verliert das Haus seine Substanz, und am Ende kann eine Stadt zerfallen.
Wer Mieter dauerhaft stärken will, sollte deshalb mehr freien Markt wagen: mehr bauen, Bauhürden senken, Eigentumsrechte verlässlich schützen. Der Preis lässt sich einfrieren. Die Knappheit verschwindet dadurch nicht. Eine freie Stadt wird nicht sozialer, indem sie Eigentum aushöhlt, sondern indem sie freiwillige Kooperation und freien Wettbewerb zulässt.
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Sobald der Iss-Lamm erst das sagen hat, iss-Schluss mit Schoko auf der Banane.
Im Sozialismus gab es nicht mal Bananen.
Nach dem Fall der Mauer konnte doch jeder in den Altbauquartieren Ostberlins sehen, wohin die staatliche Regulierung des Wohnungsmarktes führt: symbolische Mieten von 40 Ostmarkt und verfallene Häuser, mit Einschusslöcher und Bombenschäden aus dem 2. Weltkrieg an den Fassaden und drinnen Wohnungen mit Kohleöfen und Aussenklo wie im 19. Jahrhundert. Wem das nicht reicht, der kann gerne mal in Kuba die Altstadt von Havanna besichtigen.
So ist es!
Ich kann nur sagen:
„Die Definition von Wahnsinn: Das Gleiche immer und immer wieder tun und ein anderes Ergebnis erwarten.“ – Unbekannt
komischerweise ist das die gleiche Beschreibung für weltweit durchgeführten “ Sozialismus/Kommunismus “ hmm
Man sagt: Einstein
Wirtschaftswissenschaftlich und historisch betrachtet gibt es kein einziges Land, in dem eine klassische Mietpreisbremse zu einer Erhöhung des privaten Wohnraumangebots geführt hat. Die ökonomische Forschung zeigt weltweit das Gegenteil: Reine Mietpreisbremsen senken die Rendite für Investoren, weshalb privates Kapital abwandert, weniger neu gebaut wird und Vermieter ihre Objekte eher als Eigentumswohnungen verkaufen oder vom Markt nehmen. Hiervon ausgenommen ist das Wiener Modell … viel steuerfinanzierter Wohnraum wurde geschaffen. Man fühlt sich allerdings wieder in die DDR oder in eingige andere Stadtgebiete Westdeutschlands – der Sanierungsstau lässt die Wohngegenden regelrecht verwahrlosen, die alltäglichen Reparaturarbeiten stauen sich über Jahre auf.
Die Mietpreisbremse ist zwar nicht Sozialismus pur, hat aber die gleichen Auswirkungen. Staatsinterventionismus ist immer sozialistisch konnotiert – es ist halt die schleichende Einteignung.
Und ein Blick nach Argentinien zeigt, was passiert, wenn die Mietpreisbremse abgeschafft wird (wobei man beachten muss, dass Javier Milei auch ein Rundumprogramm für einen kommenden Wohlstand gestartet hat).
Für die Menschen, die jahrzehntelang im System der staatlichen Abhängigkeit (Verhausschweinung) feststeckten, ist die Deregulierung des Arbeits- und Wohnungsmarktes keine Krise, sondern eine lang ersehnte Ausstiegschance. Sie können ihre Elendshütten verlassen, weil der Markt ihnen wieder echte Arbeit und bezahlbaren Wohnraum bietet – ein Erfolg, den keine staatliche Beschäftigungsmaßnahme der letzten 50 Jahre erzielen konnte.
Und noch etwas: Die Kriminalitätsraten in Argentinien und insbesondere in den ehemals berüchtigten Elendsvierteln (Villas) haben sich im Zuge der radikalen Neuausrichtung unter der Regierung von Javier Milei drastisch verringert. Die Elendsviertel sind heute merklich friedlicher und weniger tödlich als noch vor wenigen Jahren.
Ja, das hat alles nicht geklappt – aber nur, weil das nicht wahrer Sozialismus war. Die Linke will wirklichen Sozialismus und daher wird das jetzt anders.
Nach sechsundsechzig Jahren Revolution sinkt Kuba immer tiefer ins Elend. Das Einzige, was funktioniert, ist die staatliche Repression
Für Millionen von Menschen stand Kubas Revolution 1959 für den Traum von einer gerechteren Welt. Er platzte bald. Fidel Castro verwandelte sein Land in eine totalitäre Diktatur, die bis heute besteht.
nzz 07.09.2025, von Oscar Alba, freier Journalist. Er lebt und arbeitet in Havanna.
https://www.nzz.ch/feuilleton/kuba-nach-66-jahren-revolution-elend-repression-und-keine-freiheit-ld.1900518
Immer das Gleiche bei den Menscheitsbeglückern. Da wo die an die Macht kamen wurde die Gesellschaft gespalten. Es gab und gibt die Nomenklatura und das Volk. Die einen leben in „Luxus“ die anderen werden geknechtet. Und da war und ist es egal, ob rechts oder links. Und die wie hier sichtbar, halten die sich für Gleicher.
Ich wünschte mir, dass Berlin und Bremen ihre Geldverschwendungen selbst ausbaden und sich nicht an den Tropf der Bundesländer hängen.
Die Berliner sollen spüren, was sie da gewählt haben.
Wen es mit dem Sozialismus so weiter geht passt sich Absurdistan trotzdem am Niveau von Kairo an.
Ein Linker wird nie begreifen, dass er auf dem Holzweg ist. Ideologie verbohrt. Von daher: sinnlos. Überzeugungsarbeit läuft ins Leere.
In Texas fallen die Mieten weil Trump sein Wahlversprechen gehalten hat und die Grenze zu Mexiko gesichert hat.
Weniger Nachfrage gleich sinkende Preise.
Das würde auch in Deutschland funktionieren, wenn denn mal jemand konsequentes gewählt werden würde.
Die Berliner wollen Wohnungen wie im Westen zu den Mieten im ehemaligen Osten, Am besten, wenn sie dafür dicht arbeiten müssen und vom Amt noch ihr Cannabis bezahlt bekommen.
Ich freue mich für die New Yorker und ihren sozialistischen Bürgermeister. Geliefert wie gewählt wird den Bürgern aber auch eine Lehre sein. Dieses Experiment wird allerdings schneller zu Ende gehen als in Deutschland. – Leider !
Interessanter Artikel, danke.
Im September wird sowohl in Sachsen Anhalt als auch Berlin gewählt, wenn es in Berlin auf rot grün rot hinausläuft und in Sachsen Anhalt die AfD an der Regierung beteiligt wird, kann man ganz genau sehen welches Bundesland sich vorteilhaft entwickelt und welches Rückschritte macht.
An alle die, die nach „Grundrecht auf Wohnen“ blöken:
Normalerweise müsste jeder selbst ein Haus bauen oder in eine Wohnung investieren, um darin wohnen zu können.
Ein Mietverhältnis ist dagegen eine einfache Abkürzung, das Umgehen der ersten Regel. Man kann es auch outsourcing nennen. Es hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Aber dann darf man sich auch nicht wegen steigernder Mieten meckern, denn die Inflation ist beispielsweise nicht eingepreist.
Wer also wie Reichinek gegen Eigentum hetzt, der ist scheinheilig und wie den anderen Teil des Deals (im Mietverhältnis) nicht einhalten.
So nach dem Motto: Die letzte Lohnerhöhung (dank Inflation) nehme ich mit, aber bei der Miete akzeptiere ich sie nicht.
Linke lernen doch nicht aus Linken Fehlern, das war halt keine Richtige Mietpreisbremse, analog zu “ das war kein richtiger Sozialismus“.
Die wissen halt immer alles besser.
Texas hat allerdings auch die Vorteile, dass man da Sozialmigranten rücksichtslos rausschmeißt, Familien fördert und ganz enorm die Wirtschaft vorantreibt. Alles Dinge, die bei uns Lichtjahre überfällig sind.
Austin? Kairo?
Neinneinnein der Sozialismus siegt weil er richtig ist!!!
Warum wollt Ihr das nicht begreifen!
Heidi Hüber wirds Euch schon einbleuen im Berlin und bald der ganzen Welt…
Der freie Markt war immer schon das beste Regulativ. Nur das verstehen Sozialisten nicht Sie sind die Rattenfänger der Dummen.
Der deutsche Staat verzerrt den Mietmarkt, indem er ganz massiv als Mieter auftritt. Eierseits über Wohngeld und andereseits als Mieter von Wohnungen für ..Rakenetwissenschaftler. Damit werden Leute angelockt, die sich niemals hier befinden würden, wenn sie die Miete selbst bezahlen müssten. Das gefällt den Linken: sie lieben das Elend. Sie geben vor es zu mindern und vergößern es, weil sie sich dann wichtig und ǵebraucht fühlen. Mit wirtschaftlicher Vernunft hat das alles nichts zu tun.
Konkurrenz und Vertragsautonomie halte ich für das Beste. Gerade auch im Zusammenhang mit Hauseigentümern, die nicht unbedingt auf Miete angewiesen sind. Da zählen auch Kriterien, die in Geld nicht umrechenbar sind. Entsprechend wird möglicher Wohnraum dem Markt entzogen.
Islamismus und linksgrüner dummer Abschaum
u n d Berlin, die Kloake
passt alles zusammen.
Das einzig Gute an Zohran Mamdani ist dass er der New Yorker Zionistenmafia die Stirn bietet!
Dieser Artikel ist ein einziges, antisemitisches Klischee.
Let’s collect some rent!
Dein Kommentar ist ein klischeebehafteter Kommentar eines einfältigen Linken, der nicht in der Lage ist, eins und ein zusammenzuzählen.
Ich hoffe Links gewinnt und zerstört endlich Berlin. Diese Germanenkloake samt ihrer Bewohner kann weg.
Berlin hat 25% offiziellen Ausländeranteil und weitere 60% haben einen Migrationshintergrund. Wirklich germanisch-berlinerisch sind da also nur noch – je nach Lesart der Ahnenforschung – nur noch 15% bis 20%. 😉 . . . Dort, wo heute noch ein hoher „Germanenanteil“ herrscht, das sind die Gegenden die relativ sicher, sauber und stabil sind. Übrigens hatten die alten Germanen damals schon ein ganz gut Demokratie-ähnlich funkionierendes System. Nannte sich Thing.