Dieser Artikel ist kostenlos für alle – dank  Apollo A Icon Freunden von Apollo News »

Apollo A Icon
Dieser Artikel ist kostenlos für alle – dank Freunden von Apollo News »

Werbung:

Mögliche Mangellage

Deutsche Gasspeicherstände auf historischem Tiefstand – Reiches Wirtschaftsministerium wiegelt ab

Die deutschen Gasspeicher haben den niedrigsten Füllstand zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. Branchenvertreter halten eine ausreichende Befüllung bis zum Winter für „physikalisch nicht mehr möglich“. Das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche sieht dennoch keinen Grund zur Sorge.

Von

Gasspeicher in Haidach (IMAGO/Sven Simon)

Werbung

Deutschland droht in diesem Winter ein massiver Gasmangel. Nach Angaben des Branchenverbands Initiative Energien Speichern (Ines) haben die Füllstände den tiefsten Punkt zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011 erreicht. Der Geschäftsführer von Ines spricht von einem „historischen Tiefstand“.

„Der aktuelle Gasspeicherfüllstand ist mit Abstand der tiefste Füllstand zu dieser Zeit, der seit Aufzeichnung der Speicherfüllstände in Deutschland aufgetreten ist“, sagte Ines-Chef Sebastian Heinermann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Für die Bundesregierung ist das offenbar kein Grund zur Sorge. Noch am Donnerstag hatte das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) Entwarnung gegeben und erklärt, eine Gasmangellage im kommenden Winter sei nach aktuellem Erkenntnisstand nicht zu erwarten.

Man nehme es zwar zur Kenntnis, dass die deutschen Gasspeicher zu diesem Zeitpunkt deutlich geringer gefüllt seien als in den vergangenen Jahren. Die Versorgungssicherheit hänge dem Ministerium zufolge jedoch nicht allein vom Füllstand der deutschen Gasspeicher ab. Ein Großteil des benötigten Gases werde über Pipelines aus Norwegen sowie über LNG-Terminals und europäische Nachbarstaaten bezogen.

Heinermann blickt auf den derzeitigen Stand weitaus besorgter. Denn der Füllstand liegt aktuell bei lediglich 49 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozentpunkte zurückgegangen – damals waren es nämlich 67 Prozent. Bereits 2025 sorgten sich Experten um mögliche Engpässe, sollte es zu sehr kalten Wintern kommen. In diesem Jahr könnte die Lage noch einmal deutlich dramatischer ausfallen.

Lesen Sie auch:

Leere Gasspeicher im Winter? Jetzt drohen Versorgungslücken

97

Selbst bei einer vollständigen Befüllung der derzeit gebuchten Speicherkapazitäten bis zum Winter wäre die Gasmenge demnach nicht ausreichend – der Buchungsstand liegt aktuell bei 78 Prozent –, um die Versorgung bei extrem niedrigen Temperaturen vollständig abzusichern. Gleichzeitig liegen die aktuellen Beschaffungskosten für Gas häufig über den für den Winter erwarteten Verkaufspreisen, wodurch der wirtschaftliche Anreiz zur weiteren Einspeicherung gering bleibt.

Besorgnis ist auch aus Energiekreisen zu vernehmen. Rein realistisch sei eine Befüllung auf 70 Prozent bis Anfang November kaum noch zu erreichen. „Das ist irgendwann physikalisch nicht mehr möglich“, erklärte die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Stromlobbyverbands BDEW, Kerstin Andreae, dem Deutschlandfunk. Gas wird vor allem im Winter massiv zur Stromerzeugung eingesetzt – es drohen Stromrationierungen, für die die Bundesnetzagentur bereits Vorkehrungen trifft, wie Apollo News exklusiv berichtet hat.

Reiches Wirtschaftsministerium hingegen wiegelt ab. Für die Wintervorsorge sieht das Ministerium vor allem Gasunternehmen und Händler in der Verantwortung. Einen staatlichen Eingriff hält die Bundesregierung wegen möglicher Risiken zunächst für nicht angezeigt, bereitet nach eigenen Angaben aber zugleich Maßnahmen für den Fall einer Verschlechterung der Lage vor.

rs

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

13 Kommentare

  • ich las gerade Reichswirtschaftsministerium, oh weh!

  • Es wird keine Gasmangellage geben. Eher schaltet man die Industrie, Stromgeneratoren und Heizungen ab!

    • @ Wuehlmaus
      Ruumms- Der war Gut ! 😂🤣😂

    • Aber das ist doch eine Gasmangellage, sonst müsste man ja nichts abschalten.

      • Wenn man vorher abschaltet wird es keine offizielle Gasmangellage geben. Humor…

  • Frieren werden nur die Kartoffeln.
    Die Einmänner mit und ohne Familien lachen sich bei Frost mit Fenster auf Kipp einen Ast über die Dummmichels…

  • Ziel ist der Zusammenbruch der Energieversorgung Deutschlands. Nachdem der ganze Grüne Schwachsinn mit CO2 Steuern, Zertifikaten, Kernenergie weg, Kohle weg, Böser Putin Import weg, von Analphabeten politisch durchgesetzte Windrädchen mit Strömchen, für das Land noch nicht ausreichend war, wird nun noch die Gasversorgung abgedreht, damit Industrie und Bürger in warme Decke gehüllt durch den Winter frieren. Nicht vergessen: Gaskraftwerke erzeugen Strom. Wenn der abgeschaltet wird, sieht es in Deutschland so aus wie in Berlin letzten Winter. Auch die Tennisplätze haben dann kein Licht und keine Heizung mehr.

  • Die können gar nichts.
    Auch wenn das private Gashändler sind, kann man denen Vorgaben machen. bis Juli 50%, August 70% bis Ende September voll!
    Ist das so schwer.
    Neuwahlen sofort!

    • Die Vorgaben gab es doch. 90% bis November.

  • Wollte Reiche nicht eine staatliche Gasreserve anlegen (lassen)?
    Vermutlich leidet sie aber auch an der CDU- weiten Vergesseritis Merzimus.

  • . „Das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche sieht dennoch keinen Grund zur Sorge.“ Die „Sorge“ ist ja auch nicht berechtigt, weil ja dadurch das Ziel Vielbuntland zu deindustrialisieren schneller erreicht und das Klima angeblich gerettet wird. Und ich sage Euch ,Ich freu ich drauf, Einen schönen Gruss aus Südspanien. Sammelt mal schon fleissig im Wald, Kienäppel mussten wir früher auch…🤣🤢😂

  • Est Zwiebeln und prodduziert euer eigenes Gas so wie ich

Werbung