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Bundesnetzagentur

Mehr Verbrauch, schwache Erzeugung: Netzbetreiber warnen vor Strommangel im Winter 2030

Alle vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber warnen vor möglichen Engpässen bei der Stromversorgung im Winter 2030/31. In einem Schreiben an die Bundesnetzagentur rechnen sie mit „Leistungsmangelsituationen“.

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Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber warnen vor möglichen Engpässen. (IMAGO/Panama Pictures)

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Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber warnen vor Engpässen bei der Stromversorgung im Winter 2030/31. In einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesnetzagentur rechnen 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW mit „Leistungsmangelsituationen“. Auch einzelne Lastabschaltungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Das berichtet NIUS, das einen Ausschnitt des Schreibens veröffentlicht hat.

Das Schreiben vom 5. August trägt den Titel „Versorgungssicherheit: mögliche Knappheitssituationen insbesondere im Winter 2030/2031“. Die Netzbetreiber begründen ihre Warnung unter anderem mit dem fortschreitenden Kohleausstieg, dem Auslaufen der Kapazitätsreserve und einem erwarteten Anstieg des Stromverbrauchs.

Für den Winter 2030/31 haben die vier Unternehmen eigene Berechnungen zur Versorgungssicherheit vorgenommen. Das Ergebnis: „Unsere Analysen zeigen, dass aus Marktsicht Leistungsmangelsituationen für den Winter 2030/2031 zu erwarten sind“, heißt es in dem Schreiben.

Der Zeitraum sei jener mit der „voraussichtlich geringsten Kapazität an gesicherter Erzeugungsleistung in der Übergangszeit“. Auch der für die Versorgungssicherheit festgelegte Zuverlässigkeitsstandard werde in den untersuchten Szenarien verfehlt. „In den durch die ÜNB untersuchten Szenarien wird der Zuverlässigkeitsstandard von 2,77 h/a marktlich im Erwartungswert deutlich verfehlt“, schreiben die Netzbetreiber. Das Risiko einzelner Lastabschaltungen könne „nicht ausgeschlossen werden“.

Der Wert von 2,77 Stunden bezeichnet dabei nicht die zulässige Dauer tatsächlicher Stromausfälle, sondern die erwartete Zahl von Stunden, in denen die Nachfrage rechnerisch nicht vollständig gedeckt werden kann.

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Die derzeitige Kapazitätsreserve läuft nach geltender Rechtslage am 30. September 2030 aus. Die im neuen Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz vorgesehenen Kapazitäten müssen dagegen für den entsprechenden Erbringungszeitraum erst ab dem 1. November 2031 bereitstehen.

Das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz war erst am 22. Juli in Kraft getreten – zwei Wochen vor dem Schreiben der vier Netzbetreiber. Die Bundesregierung will damit zusätzliche steuerbare Kraftwerkskapazitäten schaffen und die Stromversorgung nach dem Kohleausstieg absichern.

Noch 2026 sollen dafür zwei Ausschreibungen über jeweils 4,5 Gigawatt stattfinden. Im Mai 2027 sollen weitere zwei Gigawatt ausgeschrieben werden. Zusätzliche Ausschreibungen sind für die kommenden Jahre vorgesehen. Die nach dem StromVKG beschafften Kapazitäten sollen ab November 2031 zur Verfügung stehen.

Die Bundesnetzagentur kam in ihrem Versorgungssicherheitsmonitoring 2025 zu dem Ergebnis, dass bis 2035 im Zielszenario bis zu 22,4 Gigawatt zusätzliche steuerbare Kapazitäten benötigt werden. Bei einer verzögerten Energiewende steigt der Bedarf auf bis zu 35,5 Gigawatt.

Die Behörde warnte damals bereits, Verzögerungen beim Aufbau neuer Kraftwerkskapazitäten könnten dazu führen, „dass der Strommarkt die Nachfrage nicht vollständig decken kann“. In einem solchen Fall müssten zusätzliche Reserven außerhalb des Strommarktes eingesetzt werden.

Der Aufbau neuer Kraftwerke benötigt mehrere Jahre. Bei einer Anhörung des Bundestages zum neuen Kraftwerksgesetz hatte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae erklärt, für den Bau eines Gaskraftwerks müsse mit mindestens fünf Jahren gerechnet werden. Sie drängte deshalb darauf, die ersten Ausschreibungen noch 2026 zu starten.

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41 Kommentare

  • Angesichts der niedrigen Füllstände der Gasspeicher, sollte der kommende Winter nicht schon die volle Aufmerksamkeit bekommen?

    • Das habe ich mich auch gefragt. Es dürfte doch schon im Februar 2027 soweit sein und nicht erst in 2030.

    • Ja, ist nur noch lächerlich… Winter 2030/31, lol, wir sind aber erst 2026 und haben schon genug Probleme, wo soll der Strom Winter 2026/27 herkommen?

  • Gerade wird sich in Sachsen-Anhalt hinsichtlich der bevorstehenden Landtagswahlen fürchterlich darüber aufgeregt, dass die Politik der AfD, käme sie tatsächlich in die Regierungsverantwortung, rückschrittlich wäre.
    Was aber die rot-grüne Regierung da gerade hinsichtlich der Energieversorgung und der wirtschaftlichen Zukunft veranstaltet, führt uns in Zustände, die sogar im 19. Jahrhundert besser waren.
    Hoffentlich ist der Auftrag der Young Global Leaders bald erfüllt und es kann ein Neuanfang beginnen.

  • Das bedeutet aus linksgrüner Sicht: mit der Deindustrialisierung geht es nicht schnell genug voran! Ich bin mir Sicher, daß das Kartell noch einen Turbo zünden wird. Auch zahlreiche Radiologien sind ja kurz vor der Aufgabe. Das bedeutet deutlich weniger Engergiebedarf. Wir schaffen das!
    Achtung Zynismus!

    • „Achtung Zynismus!“
      Ach. Wer hätte das gedacht …

  • Winter 2030, also noch kein Handlungsbedarf. Vielleicht wird es auch gar nicht so schlimm. Und der nächste Sommer kommt bestimmt.

    Es sind immer die gleichen Floskeln und die gleiche Handlung unserer Politiker. Wir haben es gerade wieder mit den Wasserpegeln der Flüsse gesehen. Seit mehreren Wochen sieht man einen Rückgang des Wassers, aber diese Woche macht man erst einen Krisengipfel.

    Das Schlimme daran ist, dass man schon nichts mehr erwartet. Man hofft nur noch.

  • 2030 kommt der Waschlappen ganz groß raus!

  • kein Strom, kein Gas – wie in der Steinzeit: vorm Lagerfeuer hocken, um uns zu wärmen, während drüber die Suppe köchelt und die, die das verzapft haben in ihem Wolkenkuckuckusheim sitzen in warmen Luxusappartments.

    • Klassenkampf!!!

      • Seit wann ist Apollo eigentlich so links geworden?

        Was für Neider, die lieber ihre ganze Energie darauf verschwenden, gegen vermeintliche Ungerechtigkeiten zu kämpfen, indem sie Wutkommentare im Internet schreiben (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen), anstatt ihr eigenes Leben in den Griff zu kriegen und Gas zu geben, um irgendwann auch im Luxusapartment zu landen oder sonst wo, was man eben als erstrebenswert hält.

        Nein, lieber rumheulen. So sind sie, die Linken. Und Apollo ist durchsetzt davon.

        • Kampf gegen Ungerechtigkeiten ist alles andere als Links. Im Gegenteil. Links steht eben genau für Mangelwirtschaft und dadurch entstehen zwangsläufig Ungleichheiten.
          Mitte-Politik ( heute auch Rechts genannt) sorgt für wirtschaftlichen Aufschwung. Auch hier gibt es Ungleichheiten, aber selbst in den unteren Scgixkten gibt es wenig Mangel.

          2
        • Den Kommentar versteht nur der Autor.

          0
        • Dann gib doch mal Gas wenn du im Treibsand hockst. Und sich über Missstände beschweren ist links? Links erzeugt in DE seit Jahrzehnten selbige Missstände.
          Egal Bro, hab dich nicht sofort erkannt, gibt ja keinen Geruch am Bildschirm sonst hätte ich sofort gemerkt woher… lass mal bei Penny auf ein Öttinger treffen, danach zu Muhammad Stein holen und dann ab auf Platte.

          0
    • Der irrsinnige Traum von Ulrike Herrmann wird wahr. Solche Leute werden noch immer im ÖRR hofiert. Kein Wunder, daß diese Ideologie offenbar den Verstand vieler klimareligiöser Menschen verdrängt hat

      • Dieselbe Ulrike Herrmann welche gerade erst davon gesprochen hatte dass es sich beim Überfall der 60.000 Migranten in Ceuta nur um „Tagesausflügler“ gehandelt hatte.

    • Ja….alles,damit die Gäste aus den Steinzeitregionen sich ganz wie Zuhause fühlen….
      Dafür müssen wir halt Opfer bringen….

      .

  • „….und einem erwarteten Anstieg des Stromverbrauchs.“
    Wenn alles elektrifiziert werden und eine Künstliche Intelligenz forciert werden muß, weil die Natürliche nicht mehr reicht, steigt natürlich der Stromverbrauch und mit ihm auch der Wasserverbrauch, ins Unermessliche. Und hier liegt der Widerspruch, die ganze Verlogenheit, denn eigentlich müßte das Ziel ja sein künftig weniger statt immer mehr Energie zu verbrauchen, wenn man es ernst meinen würde, mit dem Umweltschutz und der „Rettung des Klimas“!

    • Wasser wird nicht verbraucht

      • Naja. Es wird durchaus abgezogen und zur Kühlung verwendet. Und dabei verdampft das Wasser. Aus meiner Sicht ganz klar ein Verbrauch.

      • KI-Rechenzentren brauchen! gigantische Mengen an Wasser zum Kühlen. An anderer Stelle dann wird den Leuten verboten ihre Gärten zu wässern, siehe das grüne München.

      • Dann können Sie ja unser Toilettenwasser noch verwenden, klasse.

  • Wie wäre es denn, die verbliebenen Kernkraftwerke wieder betriebsbereit zu machen?
    Es wird Zeit, dass die Politik endlich ins Handeln kommt. Jetzt! Sofort!

  • Jo mei, warum bauen die denn nicht mehr Steckdosen, wenn es zu wenig Strom gibt?
    [Satire]

  • Sie sagen immer das Ausland beneide die Deutschen um ihre Energiewende und schaue neidisch auf Absurdistan 🙂

    Im Winter wird es heissen mit der Ukraine solidarisch frieren!

    • Jeder der die Fakten der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung analysiert, wird uns nur bis zu Merkels Machtübernahme beneiden. Seitdem geht es immer schneller bergab. Zahlen lügen nicht (BIP, Kostenexplosion im Sozialbereich, Re-dispatch-Kosten, Abwanderung der Industrie, Insovenzen, Kriminalität, Steuern und Abgaben…)

      • @Truth Hurts IM Erika ist die Mutter aller Probleme im heutigen Deutschland!!!

        Die BRD wurde mit dem Mief der Stasi übernommen!

    • Solidarität des internationalen Proletariats, das kennen die geldgeilen Schweizer nicht.
      Nieder mit den Nationalstaaten!
      Möge Bern noch grüner werden als es eh schon ist!

      -10
      • Lol „Solidarität des internationalen Proletariats“. Selten so gut gelacht. Wo war das „internationale“ Proletariat jemals solidarisch?

      • Wie vielen Millionen Menschen hat Ihr scheiß Kommunismus schon das Leben gekostet?

  • Völker hört die Signale… (Die Internationale)

  • Energiemangel?
    Und funktionierende Kraftwerke werden mutwillig zerstört ?
    Das ist Vernichtung von Volksvermögen resp. Sabotage !

  • Lese schon seit Jahren, nächstes Jahr Dunkelflaute, Windflaute, Blackout hier Blackout da und nie ist etwas passiert.
    Was jedoch eingetroffen ist und wovor seit 30 Jahren massiv gewarnt wird und nichts getan wird, sind die massiven Klimaveränderungen. Wir sind seit 3 Generationen Viehhalter, müssen jetzt zum dritten mal in den letzten 7 Jahren in den Sommermonaten dem Vieh zufüttern, weil die Weiden vertrocknet sind. Dies war in den Jahrzehnten vorher nie nötig obwohl da die Viehbestände größer waren. Auch müssen wir die Rinder tränken, weil die Quelle zum ersten mal versiegt ist. Und nein es gibt keine baulichen Veränderungen im Umkreis der Quelle.

    • Bei aller Liebe, das Klima hat sich immer gewandelt. Das Stromnetz ist komplex, Sie bekommen auch nicht gleich Lungenkrebs nach einer Zigarette.

    • Was wollen Sie denn tun gegen die „massiven Klimaveränderungen“? Mit der Sonne, dem Hauptplayer, den kosmischen Kräften, der Erdrotation etc. verhandeln?
      Die Erde und mit ihr das Klima gibt es seit 4,5 Milliarden!!! Jahren ohne das irgendwer sich bemächtigt fühlte das regeln zu können. Zu Zeiten der Dinosaurier war der CO2-Gehalt in der Atmosphäre um ein vielfaches höher!!! als heut, die Giganten brauchten nämlich auch gigantische Mengen an Pflanzen mit entsprechendem Wachstum.
      WER hat bloß gestern Abend den Mond vor die Sonne geschoben?

    • 32.000 Windkrafträder in Deutschland und wer weiss schon, wie viele in Europa, sorgen zunehmend für Trockenheit und Dürre. Nun schießen auch noch Solarparks aus den Böden und sorgen für zusätzliche Dürre und Hitze im Land. Mit dieser Wahrheit traut sich aber niemand an die Öffentlichkeit.

      • @Problempony

        Ich war bisher der Meinung, daß die Klimajünger nicht alle Latten am Zaun haben. Aber sie sind echt die Krönung.

        Genau die Deutschen Windräder und Solaranlagen sind Schuld an der Trockenheit in Deutschland und nicht zu vergessen auch an der massiven Trockenheit in Frankreich, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Österreich und Slowakei wo ebenfalls 10000de Solarparks und Windräder stehen. Richtig?

        Schauen sie mal wer hinter die Behauptung mit der Trockenheit und Windräder steht. Gesponsert von der Öl-Lobby und den Saudis.

        Ja, die Deutschen Windräder sind Schuld daran, daß sich die Hochs/Tiefs welche sich über dem Atlantik bilden, ihre Zugbahnen verändert haben

        Die Deutschen Windräder sind schuld, daß der El-Ninio welcher im äquatorialen Pazifiks entsteht dieses Jahr so massiv ist und so wie es aussieht massiven Einfluss auf das Wetter in Europa hat.

        Herr lass Hirn vom Himmel regnen.

  • Zuerst bitte den Politikern von „unserer Demokratie“,sowie deren Wählern den Strom abstellen!
    #ihr schafft das
    #ich freu mich drauf

  • Wegen des Materialverbrauchs, dem Betonsockel, der Zufahrtswege und der langen Anschlussleitungen sind Windräder leider nicht umweltfreundlicher als ein Kohlekraftwerk,
    klingt komisch, ist aber so 🌄

  • Verbrecher und Minderbemittelte bei “ der Arbeit “ für
    “ Unsere Demokratie “ !
    Das ganze unter dem Jubel der ÖRR und Mainstream Propaganda !
    Nicht zu vergessen unsere “ unabhängige Justiz “ und “ Die Wissenschaft “ !

  • Diese Regierung ist eine Gefahr für Leib und Leben ihrer Bürger.
    Alleiniges Absetzten dieser Gurken-Politker reicht nicht mehr aus!
    Sofortige Anklagen wegen schwerem Amtsmissbrauch, wegen Meineid am Volk und somit Verrat am Volk!

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