Kabinettsumbildung
Güntzler lehnte nach Zusage den Verkehrsministerposten ab: Jetzt erklärt sich der Finanzpolitiker
Fritz Güntzler hätte Verkehrsminister werden können und sagte erst zu und kurz darauf wieder ab. In einem Interview schildert der Finanzpolitiker jetzt, wie die Angelegenheit aus seiner Sicht abgelaufen ist.
Von
Fritz Güntzler sollte nach Merz’ Vorstellungen neuer Verkehrsminister werden. Doch der niedersächsische Finanzpolitiker, der seit 2013 im Bundestag sitzt, sagte erst zu und wenig später wieder ab. Merz, der bereits zuvor seinem Verkehrsminister Patrick Schneider die Entlassung mitgeteilt hatte, stand vor einem Dilemma, denn Schneider hatte sich bereits per SMS von seinen Mitarbeitern verabschiedet. Güntzler sprach jetzt ausführlich über den gesamten Ablauf mit dem RND.
Alles begann am Donnerstag, den 23. Juli. Carsten Linnemann, damals noch CDU-Generalsekretär, rief um die Mittagszeit bei Güntzler an, der zu dem Zeitpunkt im Ostseeurlaub auf Zingst war. Linnemann deutete in dem Gespräch an, dass Merz ihm den Posten des Verkehrsministers anbieten würde. Güntzler wiederum schilderte in dem Gespräch mit Linnemann, das wegen des schlechten Funknetzes mehrfach abbrach, seine Bedenken. Er sieht sich als Finanzpolitiker, der sich mit Verkehrsthemen nicht auskenne.
Werbung
In der CDU gab es jedoch den Wunsch, den Verkehrsministerposten mit einem Niedersachsen zu besetzen, daher die Idee Güntzler den Posten anzubieten. „Am Ende fragte mich Linnemann, ob der Kanzler mich trotz meiner Bedenken in der nächsten Stunde anrufen kann.“ Merz rief Güntzler dann gegen 17 Uhr an. Das Gespräch ging nach Güntzlers Angaben 10 bis 15 Minuten. „Es war ein sehr wertschätzendes Gespräch, sodass ich gar nicht auf die Idee kam, Nein zu sagen. Ich fand das Angebot in dem Moment sehr spannend“, so Güntzler, der in dem Gespräch das Angebot, Verkehrsminister zu werden, annahm. „Ich hätte um Bedenkzeit bitten müssen. Das war ein großer Fehler“, reflektiert Güntzler die damalige Situation.
Um 21 Uhr kam dann der Fahrdienst der Bundesregierung, um Güntzler aus dem Urlaub abzuholen und nach Berlin zu bringen, wo er gegen Mitternacht in seiner Wohnung ankam. Dort angekommen, konnte Güntzler nicht einschlafen, da er sich fragte, ob er für den Posten geeignet sei. Um 4:42 Uhr schrieb er dann Merz eine SMS. „Ich habe ihm meine Bedenken sehr deutlich geschildert und erklärt, dass ich ihm und der Fraktion als finanzpolitischer Sprecher mehr helfen kann“, sagte Güntzler über die SMS. Außerdem fragte er, ob er noch zurückziehen könne und mit ihm telefonieren könne.
Um 6 Uhr rief Merz dann bei Güntzler an. „Er hat sehr fair und sehr menschlich reagiert. Wir haben offen gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich kein gutes Gefühl habe und dass ich der falsche Mann wäre“, sagte Güntzler über das Telefonat mit Merz. Merz überließ die Entscheidung, ob Güntzler Minister werden will, vollkommen ihm.
Lesen Sie auch:
„Kunst braucht Freiheit“
Auf CDU-Wahlkampfbühne: Hallervorden nennt Merz und Pistorius „Kriegsminister“
Dieter Hallervorden rechnet ausgerechnet auf einer CDU-Wahlkampfbühne mit der Bundesregierung ab. Während der Schauspieler den „Kriegsminister“ anspricht, erscheint Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Leinwand. Wenig später wird auch der Schriftzug „Völkermord in Gaza“ eingeblendet.Ein ehrenhafter Rücktritt – der alles über die CDU sagt
Die JU-Chefin in Brandenburg schmeißt hin, weil sie sich für die CDU schämt – die nämlich verrät die junge Generation und konservative Inhalte. Laura Strohschneider fasst das ganze Elend der Merz-Union in einem Rücktritt zusammen.Am Rande der letzten Unionsfraktionssitzung sprachen Merz und Güntzler noch einmal über die turbulente erst Zu- und dann Absage. „Ich habe dem Kanzler da noch mal gesagt, wie leid es mir tut. Und er hat vorgeschlagen, dass wir uns mal auf ein Bier treffen. Ich war unheimlich erleichtert.“ Steffen Bilger, der statt Güntzler Verkehrsminister wurde, ist für Güntzler „der richtige Mann für das Verkehrsministerium“. Für Güntzler endete der chaotische Freitag mit einer Bahnfahrt nach Zingst, um dort seinen Urlaub fortzuführen.
Freund werden

Freund von Apollo News werden
„Er kenne sich nicht mit Verkehrsthemen aus und sehe sich als Finanzminister (Güntzler)“ Das sind doch genau die Kriterien eines Minister, die Merz in seiner Regierung sucht. Sein Finanzminister Klingbeil kennt sich dafür nicht beim Thema Finanzen aus.
Klingbeil kennt sich wahrscheinlich gut mit Terrorismus aus. Dafür gibt es aber (noch) keinen Minister…. oder es heißt halt anders.
Mein Eindruck: Güntzler will hier den Kanzler schmeicheln, um seine Absage wieder gutzumachen. Wann hätte Merz jemals wertschätzend, fair und menschlich mit andern gesprochen? Wer`s glaubt.
Mit DEM Kanzler ein Bier trinken?
Nein Danke.
Interview abgesprochen.
Um Merzels „Gesicht zu wahren“.
RND keine seriöse Quelle.
Das Video mit dem KI Merz „keiner mag mich“ macht mehr und mehr Sinn.
18000 p.M. für Bundesminister und keiner will …
Der Haken: Ist Merz weg, treten AUTOMATISCH alle Bundesminister zurück.
Obwohl G. ja weiter MdB wäre und seine Diäten nach dem 3-Monats-?-Intermezzo weiterlaufen … muß ein fürchterlicher Job sein. Armer Bilger !1!
‚In der CDU gab es jedoch den Wunsch, den Verkehrsministerposten mit einem Niedersachsen zu besetzen, daher die Idee Güntzler den Posten anzubieten.‘
Irrsinnig, diese Union!
Schwachsinn. Wenn einer Verkehrsminister werden soll, weil er aus Niedersachsen kommt. Hochgradiger Schwachsinn. Die Herkunft entscheidet, nicht die Qualifikation. Derartig dumme Auswahlkriterien kann nur einer anwenden, der selber im höchsten Maße inkompetent ist. Und ein Inkompetenter an der Spitze genügt, um die gesamte Belegschaft und den Betreib zu ruinieren.
DAS war mir auch aufgefallen! Das kann doch keine Begründung sein, den Schnieder rauszuwerfen und stattdessen den Güntzler dahin zu setzen!
Wer auf solche Ideen kommt, ist hochgradig unseriös.
Auch wenn ich Güntzlers Aussagen in dem Interview für teilweise Schönfärberei halte, also getan um den Merzel nicht noch weiter zu beschädigen:
Güntzler hat immerhin was gerafft – und nachträglich doch abgesagt.
Vielleicht hat er mal das „Peter-Prinzip“ gelesen und sich in dieser Nacht dran erinnert.
Darin gings ja nicht nur darum, daß in solchen Hirarchien jedermann irgendwann auf seinen Level der Unfähigkeit befördert werden wird.
Sondern auch darum, wie man persönlich verhindern kann, dahin „befördert“ zu werden 😉
Und wenn er es nicht kannte, dann hat er es immerhin selbst erkannt – und sich nach der quasi Überrumpelung doch getraut NEIN zu sagen.
Bleibt mir die Frage: WARUM wollte der Merzel den Schnieder da weg haben – und einen offensichtlich Unerfahrenen auf dessen Posten setzen??
In Unserer Demokratie geht es eben auch um Quoten. Da ist Kompetenz nicht sooo wichtig. Was ich von der Arbeit der Quotenfrauen halte schreibe ich lieber nicht.
Dieser Meldung glaube ich kein Wort. Der Güntzler ist durch und durch Pazifist, er verabscheut jede Art von Gewalt. Er ist einer der wenigen im linken Block, die Kriegspläne gegen Russland nicht unterstützen. Das ist auch der Grund für den Verzicht aufs Amt. Merz und vdL planen mit GB u. FR konkrete Taktikvarianten für einen Blitzkrieg gegen Moskau. Das weiß Güntzler, das verabscheut Güntzler.
Herrn Fritz Güntzler kenne ich fast 40 Jahre, sehr gern habe ich für ihn gearbeitet.
Immer war er freundlich, zuvorkommend, ehrlich und berechenbar. Ich will sehr gern noch einmal unterstreichen, dass Herr Güntzler jede Form von Unwahrheit und Gewalt gegen politische Gegner ablehnt. Das hat er zu seinem Beruf gemacht. Den ihm nun angebotenen Ministerposten im Kabinett Merz lehnte Herr Güntzler ab, weil er nicht bereit war Infrastruktur-Projekte aus Sondervermögen unter der Prämisse einer militärisch vorrangigen Nutzung in Auftrag zu geben / …. hier als Auftragnehmer für Nato-Osterweiterung und Kriegsplanungen / schnelle Bewegungen in russisches Tiefland. Seine Sichtweise und seine Position zum Minister in Ablehnung hat Herr Güntzler dem Herrn Merz erklärt. Auch eine freundliche Bitte des Herrn Pistorius hat Herr Güntzler nicht entsprochen.
Sie sind also Insider. Erzählen Sie mehr.
Immerhin in der Sache ehrlich, das sucht man bei dem CDU Haufen sonst vergeblich
Naja,irgendwann wird jemand die Geschichte mal ohne : Es war einmal …. ausplaudern.
Mir kommen die Tränen.
Mit Verkehr hat der alte Mann wohl nichts mehr am Hut.
„ Güntzler lehnte nach Zusage den Verkehrsministerposten ab: Jetzt erklärt sich der Finanzpolitiker.“
Das ist nicht nötig, wer will sich schon in so einem Looser-Kabinett verheizen. Unter Merz Gerät die Karriere zwangsläufig zum Rohrkrepierer. Merz ist nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Geschichte. Nein nicht mal Geschichte, vergessen!
Ich denke so schnell werden wir ihn nicht vergessen. Wenn der mal nicht in die Geschichte eingeht. Aber nicht ruhmreich.
Nun, man darf doch nicht nur immer an allem herumkritisieren – man muß auch das Positive würdigen:
Immerhin scheint der ex-vorgesehene Verkehrsminister in spe mit der Deutschen Bahn erfolgreich zurück an seinen Urlaubsort gekommen zu sein – wenn es kein Regierungs-Sonderzug oder Führer-Salonwagen war. Wenigstens das sollte doch einer positiven Würdigung wert sein …
Carsten Schneider ist übrigens Umweltminister, der Verkehrsminister heisst Patrick Schnieder.
Sollte ein guter Journalist eigentlich wissen.
Wen interessiert die 3. Reihe aus einer toten Partei?…
Anders als bei linksgrünen Studienabbrechernden (m/w/d/x/y) wird Güntzler keine finanziellen Probläme bekommen, weil er nebenei noch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ist.
Also würde er bei Neuwahlen, bei denen die CDU in Richtung Projekt 18 geht, zumindest weich fallen.
Was wird aber Philip Amthor machen? Wird er eine CNC-Fräse bedienen können?
Von diese Ablaufschilderung kauf ich Apollo keine 10 % ab.
AN zitiert hier RND.
Das ist auch relativ weit oben in diesem Artikel ersichtlich.
Dahin, also Richtung RND, sollten Sie Ihre Kritik richten…
Schn i e der heißt er ist Bademeister im Schwimmbad an der Ecke.