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Die Toten Hosen

„Wir schaffen das“ als „Sternstunde deutscher Politik“: Campino wünscht sich Angela Merkel zurück

Der Frontmann der Toten Hosen, Campino, hat sich überschwänglich über die Kanzlerschaft Angela Merkels geäußert. Ihr Ausspruch „Wir schaffen das“ sei eine „Sternstunde der deutschen Politik“ gewesen, ihre Art wünscht er sich „herzlichst“ zurück.

Von

Der Frontmann der Toten Hosen, Campino (IMAGO/Panama Pictures)

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Der Frontmann der Punkband „Die Toten Hosen“, Campino, hat sich im Interview mit der taz lobend über die Kanzlerschaft Angela Merkels geäußert. Die im Zuge der Flüchtlingskrise von Merkel getätigte Aussage „Wir schaffen das“ sei für ihn „eine Sternstunde der deutschen Politik“ gewesen. Es sei „einfach genial“, dass Merkel den Mut gehabt habe, „diesen humanistischen Gedanken so auszusprechen“.

Insbesondere, dass Merkel sich bei ihm entschuldigt habe, weil bei der CDU-Wahlparty zur Bundestagswahl 2013 öffentlichkeitswirksam das Lied „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen gespielt wurde, habe ihn nachhaltig beeindruckt. Ihre Entschuldigung sei eine „einwandfreie Aktion“ gewesen, „denn sie hat dieses Telefonat nie erwähnt oder medial ausgeschlachtet“, würdigte Campino.

Merkel nahm damals auf der Wahlparty, während das Lied lief, dem damaligen CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe eine Deutschlandfahne weg und schüttelte den Kopf. Zwar sei Merkel „keine Visionärin“ gewesen, aber ihren „Umgang mit diesen testosterongesteuerten Trotteln“ in der Politik würde er sich „herzlichst zurückwünschen“.

Zwar werde seine Band in Zukunft „Stück für Stück“ die musikalischen Aktivitäten herunterfahren. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen und den Zugewinn der AfD kündigte Campino jedoch an, sich weiterhin explizit politisch in der Öffentlichkeit zu äußern. „Wenn das jetzt hier richtig anfängt zu scheppern im Land, Stichwort nächste Wahlen, dann werden wir uns nicht raushalten“, sagte Campino.

Als er gefragt wurde, ob die Toten Hosen wegen ihrer ideologischen Nähe zu den Regierungsparteien „staatstragend“ geworden seien, verneinte Campino dies. „Verantwortung ja, aber staatstragend?“ Die Band würde sich nach wie vor bemühen, sich von Politikern fernzuhalten. Allerdings schätze er es, dass er etwa beim Düsseldorfer Oberbürgermeister oder beim Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, stets auf ein offenes Ohr für die eigenen Belange stoßen würde.

ahz

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140 Kommentare

  • „Wenn man etwas besonders Dummes hören will, dann muss man einen Künstler nur nach seiner politischen Meinung fragen.“
    (Marcel Reich-Ranicki)

    170
    • Dasselbe gilt für Sportler, insbesondere Fußballer, auch: deren Funktionäre

      • Ich schaue mir afrikanischen und ararabischen Fußball in Deutschland schon lange nicht mehr an.

    • Wie bei Fußballern wie Phlipp Lahm, der immer brav vor dem Anpfiff für den Bevölkerungsaustausch getrommelt hat.

  • Achtung Warnhinweis:
    Haarfärbemittel können unter Umständen toxische Reaktionen hervorrufen!

    120
    • Tote Hose scheint hier ganz woanders zu sein !

      • Hohe Dosen ist der neue Name der Band

        • er kann sich ja für mutti umbringen. dann brauchen wir auch keinen verlust verbuchen.

          17
      • darauf einen eisgekühlten bommerlunder

    • Auch Andreas Joachim Wolfgang Konrad zu heißen kann toxische Spuren hinterlassen .

    • Genau.
      Gehirnbrand ist eine häufig vorkommende Nebenwirkung.
      Sie führt dazu, dass der Rübeninhalt auf Erbsengröße.

      • …schrumpft.
        Sorry.

    • Schwachkopf Professional?

    • Stimmt, die Haare sehen lächerlich aus – so sieht man aus, wenn man mit dem Älterwerden überhaupt nicht klarkommt! Die Farbe würde bei exzessivem Gebrauch ins Hirn sickern – hab ich gehört!

  • Wieviele Geflüchtete hat er bisher aufgenommen?

    103
    • Weniger als Till Schweiger!

    • Gratismut und „Haltung“ zeigen ist billiger.

    • Nicht einen einzigen!

    • Bestimmt mehr als A̶l̶f̶r̶e̶d̶ ̶E̶.̶ ̶N̶e̶u̶m̶a̶n̶n̶ Verzeihung Eckart Von Hirschhausen!

  • Das ist keine Punkband, die haben nicht einen richtigen Punksong herausgebracht. Es ist eine deutsche Schlagerkapelle.

    • …..die sich besser in „Heisse Luft, Tote Gehirne oder System Marionetten“ umbenennen sollte.

  • Ich wünsche mir Realpolitik der 1980’er Jahre zurück. Die liebe zur Heimat und ihren Menschen, die liebe zur Freiheit, Wahrheit, Wirklichkeit und Achtung vor jedem Menschenleben.

    • Genau dagegen haben die Toten Hosen seit ihrer Gründung ja angesungen.

  • Nennt sie nicht Punk Band!

    • Punk ist immer gegen das Establishment.
      „I never thought I’d live to see the day when the right wing would become the cool ones giving the middle finger to the establishment, and the left wing becoming the sniveling self-righteous twatty ones going around shaming everyone.“
      (Johnny Rotten, Sex Pistols)

      • Das war einmal und ist lange her. Mittlerweile sind sie die Steigbügelhalter der Hochfinanz. Das merken diese Dödel nur nicht.

    • Band?
      Sie meinen wohl Krachmacher.
      Musik geht anders.

  • Sorry, aber es gibt Entscheidenderes als ein Campino-Interview in der taz.

  • „Punkband“

    • Da sind eher die Wildecker Herzbuben eine Punkband

  • Wer sich noch wundert: Theorie der feinen Leute von Thorstein Veblen (1899)

  • Du meine Güte.

    🤦‍♂️🤦‍♂️

  • Solche Ratschläge aus Bankerkreisen ignoriere ich im allgemeinen…

  • Wer hätte gedacht, dass aus dem Rebell einmal Muttis Liebling wird?!

    • Muttis Liebling ist Herr Günther aus Kiel.

    • Bitte nicht das liebevolle Wort „Mutti“ für diese Person verwenden.

  • Fachkräfte? Tote Hose.

  • Ja, da hört sich der Spass auf!

  • Korn, Bier, Schnaps und Wein …

    • ….machen nach jahrelangem Mißbrauch eine Wernicke-Enzephalopathie oder nen Korsakow.

  • Kannst du dir nicht ausdenken

  • Da sieht man was Alkohol und Drogen anrichten!

  • Ein Punker, der für die CDU Werbung macht. Früher hätten sie ihn ausgelacht.

  • Bin ich der Einzige den sein Grinsen an Jack Nickolsens Joker erinnert?

    • Ich hab eher an „The Shining“ gedacht.

  • Tote Hose, ist und bleibt tote Hose eben!

  • der ist soviel Punker wie die etablierten Alt-Parteien Demokraten sind

  • Dieses Gehopse mit der Merkeln zusammen:
    Das junge Glück… 🙂

  • Die Sonne fordert ihre ersten Opfer 🤦‍♂️

  • Hat doch die Kanzlerin der Eitelkeit des Künstlers geschmeichelt…
    Jetzt schwärmt er von ihr. Oder für sie? Egal, man sollte politische Aussagen von Künstlern nicht allzu ernstnehmen. Ob der Frontmann der „Toten Hosen“ lebendige Popmusik macht, müssen Leute entscheiden, die mit dieser Art Musik etwas anfangen können. Von Politik aber versteht er nichts. Das weiß ich gewiß.

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