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DGB-Bundeskongress

Keine „Politik der sozialen Abrissbirne“: DGB-Chefin Fahimi schlägt scharfe Töne gegen die Bundesregierung an

Zum Auftakt des DGB-Bundeskongresses stimmt Gastgeberin Yasmin Fahimi die Teilnehmer auf vier turbulente Tage ein. Den Kurs der Bundesregierung bei den Sozialreformen kritisiert die DGB-Chefin scharf. Eine „Politik der Abrissbirne“ werde es mit den Gewerkschaften nicht geben.

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DGB-Chefin Yasmin Fahimi bei der Eröffnungsrede des Bundeskongresses am Sonntag (IMAGO/Chris Emil Janßen)

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Die Präsidentin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat wie erwartet bei der Eröffnung des viertägigen Kongresses scharfe Kritik an der aktuellen Reformdebatte geübt. Sie warnte unter anderem vor Angriffen auf Arbeitsrechte und den Sozialstaat. „Wir sehen, wie versucht wird, den Acht-Stunden-Tag infrage zu stellen oder soziale Sicherungssysteme auszuhöhlen“, rügte Fahimi zum Auftakt des Kongresses in Berlin. Die DGB-Chefin will sich am Montag zur Wiederwahl als Vorsitzende stellen.

Der DGB werde eine „klare rote Linie“ gegen weitere Eingriffe in das Arbeitszeitgesetz ziehen. Auch einer Abschaffung des Rechts auf Teilzeit wird der Verband eine klare Absage erteilen. Auch mögliche Rentenkürzungen würde der DGB nicht hinnehmen, wie Fahimi am Sonntag klar betonte. Die ehemalige SPD-Generalsekretärin warnte überdies erneut davor, „den Sozialstaat schlechtzureden und die Beschäftigten zur Ursache der Krisen zu erklären“. Eine „Politik der sozialen Abrissbirne“ würde es mit den Gewerkschaften nicht geben, so Fahimi. 

Für die Gewerkschaften sei es entscheidend, den Menschen in unsicheren Zeiten Sicherheit zu geben und für soziale Sicherheit zu kämpfen, erklärte Fahimi. Deshalb wolle man sich in den kommenden vier Jahren auf „mehr Tarifbindung, mehr Mitbestimmung und mehr Investitionen in die Zukunft“ konzentrieren. 

Beim DGB-Kongress hielt außerdem der regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), eine Rede. Er sprach sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel aus und warnte vor einer Streitdebatte in der Rentenfrage.

Auf dem Kongress werden bis zu 400 Vertreter der acht großen Einzelgewerkschaften erwartet. Bis Mittwoch will man sich unter dem Motto „Stärker mit uns“ auf gewerkschaftspolitische Positionen für die insgesamt 5,4 Millionen Mitglieder festlegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Dienstag erwartet. 

rs

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20 Kommentare

  • Der DGB hat sich im Jahrhundert geirrt und fördert die AfD nach Kräften.

    • Jede Unterstützung hilft die Kartellparteien vom hohem Ross zu stürzen….😉

  • Erst schicken sie die Leute mit Klima-Wahnsinn und Massenmigration in die Arbeitslosigkeit und dann jammern sie über die Folgen. Wen vertritt diese Gewerkschaft eigentlich? Die Arbeitnehmer sind es nicht.

    • Und in die Obdachlosigkeit!

    • Sich selbst? Die gucken auch nur, wie sie sich möglichst schnell und unauffällig die Taschen füllen können.

    • Als mit dem Euro unser Einkommen und unser Erspartes auf einmal nur noch die Hälfte wert waren, weil alle Preise auf das Doppelte und mehr stiegen, hat keine Gewerkschaft zum Generalstreik aufgerufen. Im Gegenteil. Es war kein einziges Wörtchen von ihnen zu hören.

  • Wenn die Regierung nicht mehr zahlt, gibt’s diese NGOs nicht mehr.

  • Der Great Reset läuft und läuft und läuft.

  • Fahimi=SPD. Immer die gleichen Wiederholungen, egal wer da spricht.

  • Keine „Politik der sozialen Abrissbirne“: DGB-Chefin Fahimi schlägt scharfe Töne gegen die Bundesregierung an

    Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass der DGB, der am lautesten trommelte für illegale Migration in unsere sozialsysteme, für Luftsteuer und den Kampf gegen den Klimawandel, der unser gesamtes Volksvermögen verschleudert hat und jetzt , wo nichts mehr da ist, den Tapferen Vorkämpfer für die Beschäftigten spielt, den er vorher mit seinem vertretenen Irrsinn erst dahin gebracht hat.

  • Die linksextreme und verfassungsfeindliche SPD ist das Problem.

  • Nein,
    Fahimi und DGB greifen NICHT die Regierung an, in dem sie die „soziale Abrissbirne“ verurteilen.
    Sie greifen UNS an, weil SIE ein gewaltiger Teil der Abrissbirne Deutschlands sind.
    Nicht nur der sozialen Abrissbirne.
    Sie sind ein Problem. Niemals die Lösung.
    Sie haben seit 2015 nicht nur „ihre“ Arbeiter verraten und verkauft.
    Sondern ganz Deutschland.

  • Fahimi besuchte im August 2024 die bald durch die Energiepolitik arbeitslosen Beschäftigten im Lausitzer Braunkohletagebau und sagte: „Kritisch sein heißt nicht, die AfD zu wählen“

  • Nun, es war einmal …

    Da waren Gewerkschafter lohnabhängige Arbeitnehmer, die von herzlosen Kapitalisten unterdrückt und ausgebeutet wurden; und die Gewerkschaften kämpften für:
    # gerechte Löhne,
    # humane Arbeitsbedingungen und Freizeitregeln,
    # Arbeitsschutzmaßnahmen,
    # Kündigungsschutz,
    # Lohnanpassung an die Produktivitätssteigerung,
    # Solidarität der Werktätigen,
    # Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen-, Rentenversicherung,
    etc.

    Heute gefallen sich die Gewerkschaften indes in der Rolle von Politakteuren, Gesellschaftsmineuren, Unternehmensstrangulateuren, Fortschrittssaboteuren, Mehrheitsmarodeuren und Sozialismuspropagandeuren. Kurz und gut – obwohl es auch – und gerade – immer noch nötig wäre, für die eigentlichen Gewerkschaftsziele einzutreten, haben die DGB-Gewerkschaften beschlossen, an dem Ats zu sägen, auf dem sie eigentlich sitzen. Da ihnen das kaum auszureden sein dürfte, wäre es ein Akt der Nächstenliebe, ihnen wenigstens die „goldene Säge“ anzureichen.

  • „Beim DGB-Kongress hielt außerdem der regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), eine Rede. “

    Da waren ja die richtigen beisammen….

  • Wie kann man nur als SPD Hase der afd so in die Karten spielen.

  • Dampfplauderer aller Länder vereinigt euch!

  • Dieses Land hat sicher keinen Mangel an Sozialleistungen, eher zu viele. Und dafür zu wenig Eigenverantwortung.
    Vor allem aber hat dieses Land viel zu viele Leistungsempfänger, von denen die allermeisten gar nicht hier sein dürften!

  • „Eine „Politik der Abrissbirne“ werde es MIT den Gewerkschaften nicht geben.“

    Das stimmt. Wenn sie damit fertig sind, die Arbeitgeber in die Knie zu zwingen, sind sie plötzlich alle weg.

  • Dieser komische Gewerkschaftsbund hat doch für die einfache Bevölkerung nix übrig… Alle Austreten! , die braucht kein Mensch. Sollen die Arbeiten gehen in ihren Heimatländer’n Deutschland geht es schlecht wir haben unsere Zukunft an die KI Roboter verloren… Die sind billiger als wir die brauchen nicht’s zu Essen… und deshalb müssen die Gastarbeiter leider wieder gehen…

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