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Großbritannien

Nach Niederlage bei Kommunalwahlen: Druck auf Starmer wächst – immer mehr Rücktrittsforderungen

Nach der verlorenen Kommunalwahl steht Premierminister und Labour-Vorsitzender Keir Starmer unter Druck. Innerparteilich bringen sich seine Gegner in Stellung und planen die Ablösung des unpopulären Politikers.

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Keir Starmer und seine Frau beim betreten des Wahllokals am vergangenen Donnerstag. Die Wahl könnte sein politisches Ende eingeläutet haben. (IMAGO/ZUMA Press)

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Für die Labour Party von Premierminister Keir Starmer waren die Kommunalwahlen eine Katastrophe. Insgesamt verlor die Partei 1.496 Sitze, was mehr als einer Halbierung entspricht. Aufgrund dieses Schockergebnisses, bei dem die Partei hauptsächlich an die rechte Reform UK um Nigel Farage verlor, aber auch an die erstarkenden Grünen etliche Sitze abgeben musste, steht Keir Starmer innerparteilich zur Disposition. Mehrere Konkurrenten bringen sich in Position.

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Die Abgeordnete Catherine West hat bereits angekündigt, innerparteilich gegen Starmer zu mobilisieren und gegen ihn kandidieren zu wollen, sollte das Kabinett sich nicht gegen Starmer stellen. Sie gibt Starmer aber noch eine Chance für seine am Montag angekündigte Rede. Sollte West danach beschließen, Starmer herausfordern zu wollen, müssen 20 Prozent der Labour-Abgeordneten ihre Kandidatur für den Parteivorsitz unterstützen. Dies entspricht 81 Abgeordneten.

Ein weiterer potenzieller Herausforderer für Starmer ist seit Längerem der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham. Burnham wollte bereits bei einer Nachwahl in Manchester ins britische Unterhaus gewählt werden. Seine Partei verhinderte aber eine Kandidatur, obwohl Burnham die besten Chancen für einen Sieg vorhergesagt wurden. Am Ende gewannen den Wahlkreis die Grünen.

Druck kommt auch von über 100 ehemaligen Kommunalabgeordneten beziehungsweise Kommunalkandidaten, die zusammen in einem Brief Starmer zum Rücktritt aufrufen. Dabei loben sie zwar die Politik von Starmer, sehen aber aufgrund der historischen Niederlage bei den Kommunalwahlen keine andere Möglichkeit als den Rücktritt. Sie befürchten, dass Untätigkeit lediglich Reform UK nützen würde.

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Am Samstag äußerte sich Starmer im Observer zu seiner Zukunft. Dabei gab er sich zuversichtlich und kündigte an, auch bei der nächsten Wahl seine Partei wieder anführen zu wollen. Starmer sieht den Grund für das schlechte Abschneiden seiner Partei bei den Kommunalwahlen in der Kommunikation seiner Regierung: „In den ersten zwei Regierungsjahren war es richtig, die Öffentlichkeit offen über die Herausforderungen zu informieren, vor denen wir als Land standen, über das Erbe, das wir angetreten hatten, und über die internationale Lage. Wir haben es aber versäumt, sie von der Zukunft und den Verbesserungsmöglichkeiten zu überzeugen“, sagte er. „Das müssen wir jetzt tun und ganz klar sagen, dass wir nicht zum Status quo zurückkehren werden.“

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Die Grünen und Reform UK, die Labour etliche Mandate abgenommen haben, sieht er hingegen nicht als Problem. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es nicht viele Menschen gibt, die Zack Polanski oder Nigel Farage als Premierminister sehen wollen. Ich denke, die breite Mehrheit möchte wissen, dass wir als Regierung progressive Antworten auf die Herausforderungen haben, denen sie täglich begegnen, und wir müssen klar und überzeugend darlegen, dass wir diese progressiven Antworten tatsächlich haben.“

In der aktuellsten landesweiten Umfrage liegt Reform UK mit 25 Prozent in Führung vor den konservativen Tories und den Grünen, die beide jeweils auf 20 Prozent kommen. Labour bekäme laut dieser Umfrage lediglich 16 Prozent.

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18 Kommentare

  • Das wäre der erste Regierungschef den Elon Musk zu Fall bringt.
    Es lebe die demokratische Medienlandschaft, wo alle Produzenten und Konsumenten sind.
    Fans der Feudalautokratie kann man bereits daran erkennen, daß sie den Erhalt alter Medienmonopole fordern, wo die Masse auf die Rolle der Konsumenten, auf Passivität, reduziert ist.
    Es lebe die neue Zeit!

    • Ein Megareicher der Leuten Chips in den Kopf setzen will und seine dummen Fans mit Crypto betrügt während er in der US Regierung alles zerstört ist die „demokratische Medienlandschaft“.
      Alter, DU bist die „Masse der Konsumenten“.

      -28
  • Starmer und Merz, ich sehe keinen Unterschied in irgend einer Weise!

    • Dort wie hier: sie machen zwar alles richtig, sie haben es dem Pöbel nur noch nicht ausreichend erklären können.

  • Leider gilt aber auch:
    LAB+LIB+GREEN = 2500 gegen REFORM+CONS = 2250
    Neuwahlen erst 2029, in UK wird 3 Jahre lang GAR NICHTS besser werden

  • Pinocchio, Macron, Starmer. Allesamt Ablösekandidaten, danach ein Fall für die jeweilige Justiz……..

    • und die Entzugsklinik!

      • Am besten in die Klappse!

  • Starmer wird der erste Politiker sein den die große Öffentlichkeit in den Knast bringt.

  • Der klammert wie Pinocchio.
    Beides Verlierer und Lügner.

    • Das hat die Holzpuppe aber nicht verdient 😬

  • Was ein aermlicher Kasperl…
    Kein Charakter , keine Ehre, nichts!!!!

  • für ne Nase Schnee mit seinen Kumpels im Zug sollte das Geld auch nach dem Rücktritt reichen, oder?

  • „Merz, Macron, Starmer: drei wandelnde Tote führen Europa“ bringt es die Weltwoche auf den Punkt.

  • Strammer ist ein bösartiger Rassist, der England sich zur Beute gemacht hat. Die Engländer haben nach den Brexit angefangen immer linker zu wählen, dass war von der BBC so manipuliert und sollte billige Arbeitskräfte anlocken, also genau das Gegenteil was der Brexit erreicht wollte. Pro Jahr eine Millionen Einwanderer in einem Land, das eh schon hohe Arbeitslosigkeit hatte.
    Die Linken, Konservativen und Liberalen sind heute ein Haufen von Berufspolitikern ohne Skrupel. Es ist leider so, in der Krise muss man Parteien wählen, die ihre Versprechen halten.

  • Um mit den Worten von Catherine Tate zu sprechen: „What a fucking liberty!“

  • Neuwahlen sind wirklich das Cinematische Universe für Boomer was Marvel für Kinder ist. Merkel? Weg. Scholz? Weg. Merz? Wenn der weg ist, dann wird sich genau so wenig verbessern für die Versager und Unterschicht-Gosse, wie der Brexit etwas für die Briten verbessert hat. Die meisten von euch haben einfach kein Leben. Im wahrsten Sinne.

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