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Heizöl +7300 Prozent

Über 13 Prozent Jahresinflation im März – Haupttreiber sind Energie und Kraftstoffe

Der Preisanstieg hat sich im März enorm beschleunigt. Die Preise stiegen im Vergleich zum Februar um 1,1 Prozent – das ergibt aufs Jahr gerechnet über 13 Prozent. Besonders betroffen ist Heizöl.

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Wer aktuell seinen Heizöltank füllen möchte, muss 43 Prozent mehr zahlen als im Februar. (IMAGO/Herrmann Agenturfotografie)

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Der Preisanstieg hat sich im März deutlich beschleunigt. Vor dem Hintergrund des Krieges im Iran stiegen die Preise im Vergleich zum Vormonat Februar um 1,1 Prozent, nach der EU-Berechnungsmethode sogar um 1,2 Prozent. Damit liegt die Geschwindigkeit des Preisanstiegs annualisiert – also aufs Jahr gerechnet – bei deutlich über 13 Prozent.

Haupttreiber sind die Energie- und Kraftstoffpreise. Sie legten im Vergleich zum Februar um 7,7 Prozent zu. Damit sind die Energiepreise erstmals seit Dezember 2023 wieder angestiegen. Kraftstoffe verteuerten sich im Schnitt um 15,6 Prozent, Heizöl um 43,2 Prozent. Würde sich diese Entwicklung in den kommenden 12 Monaten fortsetzen, läge der Jahreszuwachs für Heizöl bei über 7.300 Prozent.

Der unterschiedliche Zuwachs bei Heizöl und Diesel – die chemisch eigentlich identisch sind – erklärt sich aus der differenzierten Besteuerung der Energieträger je nach Einsatzort. Wegen der horrenden Steuern auf Benzin und Diesel war das Ausgangsniveau an den Tankstellen deutlich höher. Entsprechend ist der rechnerische Anstieg prozentual geringer ausgefallen als beim Befüllen eines Heizöltanks.

Auch wenn die Energiepreise selbst wieder sinken, werden die höheren Kosten indirekt über andere Produkte an die Verbraucher weitergegeben werden. Praktisch alle Industrieerzeugnisse brauchen Energie, die in Deutschland immer noch hauptsächlich aus Öl und Gas gewonnen wird. Auch Dienstleistungen sind von den Energiepreisen abhängig, da die Beschäftigten zu ihren Arbeitsstätten kommen müssen.

Auch Nahrungsmittel dürften bald betroffen sein. Bislang verteuerten sie sich jedoch unterdurchschnittlich. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise im März nur um 0,1 Prozent. Insbesondere Speisefette haben sich nach einem Preishoch im vergangenen Jahr deutlich verbilligt – Butter ist jetzt 29 Prozent günstiger als im März 2025.

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Im Vergleich zum März des Vorjahres betrug der Anstieg der Verbraucherpreise insgesamt 2,7 Prozent. Eine Hyperinflation hat sich damit noch nicht realisiert und sollte bei einem Ende der Sperrung der Straße von Hormus auch vermeidbar sein. Im Februar lag der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat jedoch nur bei 1,9 Prozent. Die Energiepreise lagen im März um 7,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat März 2025. Bei Kraftstoffen lag der Zuwachs bei 20,0 Prozent, bei leichtem Heizöl bei 44,4 Prozent.

mb

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20 Kommentare

  • Die Deutschen wollen es mehrheitlich so, 74% wählen genau das.

    • und das ist gut so – oder wollt Ihr russische Verhältnisse hier?

      -24
  • Wer hat Russland noch den Wirtschaftskrieg erklärt? AN und VdL.
    Lebt damit.

  • 13 % Inflation Haupttreiber Merz ……

    • Merz ist noch einer der wenigen der Klartext redet

      -11
      • Nimm weniger Drogen und klau nicht immer fremde Nicks.

        • Öffi, kommentiere doch wieder unter Wortleser – das ist ehrlicher

          6
  • Im März lagen die Verbraucherpreise um 2,7 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Laut Stat. Bundesamt ist das der stärkste Anstieg seit mehr als zwei Jahren.
    Die EU-Kommission hat den Vorstoß, für Düngemittel eine Ausnahme zu schaffen, abgelehnt. Das bringt heimische Bauern weiter unter Druck.
    … Durch den sogenannten CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) werden CO2-Abgaben für importierte Güter wie Stahl, Aluminium, Zement und auch Düngemittel fällig…
    https://report24.news/eu-kommission-verweigert-ausnahme-fuer-duenger-co2-zoll-ist-naechster-schlag-gegen-bauern/?feed_id=57619
    – die sichere Rechnung für Bauern u. Bürger.
    Der ukrainische hat eine volle Wiederherstellung der US-Sanktionen gegen Russlands Ölsektor gefordert,
    Jegliche Lockerung würde nur Moskaus Kriegsführung gegen sein Land erleichtern, warnte Selenskyj in Gesprächen m.Journalisten.
    Der Ukrainische Agrarrat warnt vor steigenden Düngemittelpreisen u. deren Folgen für Ernte, Exporte u. Devisenverlust

  • Also 13 % die Diäten kurzen?

  • Wir haben Öl und wir haben Gas im eigenen Land. Dann muss man eben handeln und sich nicht in die Opferrolle hinein begeben. Und eine Industrie wird niemals mit Flatterstrom erfolgreich betrieben werden können. Also, spielt weiter die Moralapostel, folgt blind der EU und geht halt kaputt daran. Dummheit und Arroganz wird halt über kurz oder lang bestraft, so ist das Leben.

  • Der Sprit muss 3 – 4 mal soviel kosten, damit der Schlafmichel den Hintern von der Chouch hoch bekommt …

    • Couch …. Tippfehler

    • Auf den Punkt gebracht! Danke 👍💐

  • „Heizöl [verteuerte sich im Schnitt] um 43,2 Prozent. Würde sich diese Entwicklung in den kommenden 12 Monaten fortsetzen, läge der Jahreszuwachs für Heizöl bei über 7.300 Prozent.“

    Liebes AN-Team, Ihre berechneter Jahreszuwachs ist mathematisch korrekt. Aber mal ehrlich, für wie realistisch Sie denn diese Annahme? Für mich riecht die Überschrift nach Clickbait.

    • ABER SOWASVON!…

  • Warum hat Deutschland plötzlich die höchsten Spritpreise Europas?!?
    Warum hat Deutschland die höchsten Energiekosten auf Planet Erde?!?
    Warum ist Deutschland das einzige Land in Europa, dass seit 5 Jahren kein Wirtschaftswachstum verzeichnen kann?!?
    Fragen über Fragen, die unsere woken Grünlinge nicht einfach pauschal mit Putin, Trump, der AfD oder dem Wetter beantworten können….

  • Nein. Haupttreiber ist der „Staat“ sprich Absocker aus dem rotgrünen Milieu die sich einen Scheißdreck kümmern um das Wohl der Bürger und ihn behandeln wie eine leibeigene Ressource, die Erträge liefern muß.

    • Interessanter Schreibfehler, der mir untergekommen ist : Absocker als Überlagerung von abzocken und ’suck‘, was die Natur der Sozen angeht Volltreffer

  • Danke AN, manchmal kommt ja auch was Brauchbares von euch.

    Also wenn die Hauptpreistreiber und Gewinnler derzeit die Mineralölkonzerne und Raffinerien sind, dann liegt der hier viel gescholtene L. Klingbeil mit seiner „Übergewinnsteuer“ gar nicht so verkehrt.

    Und so die enormen Preissteigerungen der Kraftstoffe unmittelbare Auswirkungen auf Konsumgüter des tgl. Bedarfs hat, muss auch darüber nachgedacht werden, die Bürger zu entlasten – und zwar alle.

    -12
    • Jammern auf hohem Niveau hier

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