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Industriekonzern

Seit November 2024: Schaeffler hat in Schweinfurt 677 Stellen abgebaut – weitere sollen folgen

Bei Schaeffler ist der angekündigte Stellenabbau am Standort Schweinfurt immer noch nicht zu Ende: Seit November 2024 wurden laut Betriebsrat 677 Arbeitsplätze abgebaut. Mindestens eine dreistellige Zahl steht noch aus.

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IMAGO/isslerimages

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Beim Industriekonzern Schaeffler ist der angekündigte Stellenabbau am Standort Schweinfurt größtenteils umgesetzt worden. Nach Angaben des Betriebsrats gegenüber der Mainpost wurden seit der entsprechenden Ankündigung im November 2024 insgesamt 677 Arbeitsplätze abgebaut. Damit ist ein Großteil der Maßnahmen abgeschlossen

In einzelnen Bereichen sind allerdings noch weitere Reduktionen geplant. Derzeit betrifft dies noch rund 100 Stellen in der Produktion von Wankstabilisatoren. Diese Fertigung läuft am Standort aus, wodurch weitere Arbeitsplätze entfallen. Parallel dazu wird die Gleitlagerproduktion aus dem nordrhein-westfälischen Werk Steinhagen nach Schweinfurt verlagert. Der damit verbundene Abbau von etwa 100 Stellen in Steinhagen kann durch zusätzliche Aufträge – insbesondere im Bereich Fluglager – teilweise kompensiert werden.

Trotz der vergleichsweise moderaten Entwicklung sieht der Konzernbetriebsratsvorsitzende Ulrich Schöpplein keinen Anlass zur Entwarnung. Zwar habe die Verrentung geburtenstarker Jahrgänge aktuell zur Entlastung beigetragen, doch sei dieser Effekt begrenzt.

Unsicherheiten bestehen aus Sicht der Arbeitnehmervertretung weiterhin in zentralen Zukunftsfeldern. So gilt die Elektromobilität zwar als langfristig gesetzt, wirtschaftlich bleibt sie jedoch bislang herausfordernd. Schöpplein betont: „Man darf nicht nur auf die Gewinnzahlen eines Jahres schauen, sondern muss einen längeren Atem haben“.

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Auch im Verteidigungs- und Rüstungsbereich zeichnet sich zwar eine Belebung ab, die tatsächliche Entwicklung bleibt jedoch schwer kalkulierbar. Positiv bewertet der Betriebsrat hier stabile Produktionsbedingungen ohne Verlagerung in Niedrigkostenländer.

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Neue Perspektiven sieht Schöpplein zudem im Bereich humanoider Robotik, wenngleich unklar ist, wo entsprechende Produktionskapazitäten entstehen werden. Im internationalen Vergleich verweist er auf unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen: „Dort herrscht ein anderes Verständnis darüber, wie ein Markt hochfahren muss.“

Für den Standort Schweinfurt steht nach Einschätzung des Betriebsrats nun die Stabilisierung im Vordergrund. Neben Kostensenkungen gehe es insbesondere darum, bestehende Kompetenzen zu sichern. Ein entscheidender Vorteil liege in der vor Ort gebündelten technologischen Expertise, etwa im Bereich der Industrielager. Diese sei schwer ersetzbar – und damit ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Entsprechend deutlich fällt die Einschätzung aus: „Dieses Know-how aufzugeben, wäre fatal.“

ha

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18 Kommentare

  • Man blickt immer nur auf die großen Unternehmen. Viel schlimmer ist der Stellenabbau im Kleingewerbe. Auch bei uns hier vermehrt verrammelte Geschäfte und kaum noch Dienstleister wie Elektriker, Klempner und Schlossereien. Das neue Stadtbild.

  • Es würde wohl mehr Sinn machen Unternehmen zu suchen, die nicht abbauen !
    Da wäre man mit der Aufzählung auch wesentlich schneller fertig !

    • Hate Aid.

    • Jo der Staat stellt noch ein! Fertig!
      – Beamte
      – Angestellte
      – NGO´s Schmarotzer

  • Die Bundesregierung macht auf Twitch Werbung für sich selbst, wie sie die deutsche Wirtschaft rettet.
    Es scheint wirklich nicht gut zu stehen.

    • AP mit der Bitte um Recherche
      Energiekrise & Iran-Konflikt: Was das für Deutschland bedeutet
      https://www.youtube.com/watch?v=SzQoODBCYrM Min. 5:00
      – Verlierer EU (Doppelschlitzexperiment Wort UND Tat) Deutschland
      … Uvd. Leyen sieht die Abkehr von Atomkraft in Europa als strategischen Fehler und kündigt Investitionsförderungen für neue Kerntechnologien an.

  • Die Deutschen wollen es ja nicht besser.
    Sie wählten die CDU und bekamen die SPD.

  • ich erinnere- die Bundesregierung will pro Jahr 400 000 Fachkräfte nachholen. Nicht wissend, wohin mit den entlassenen Opfern der abgewanderten Wirtschaftsunternehmen. Ich bezweifele indes sehr stark, dass die Regierung Buch über die freigestellten und freizustellenden Arbeiter führt, bzw. ob sie sich überhaupt dafür interessiert. Wenn ich solche Schlagzeilen wie die hier unten lese, ist wohl letzteres der Fall.
    https://apollo-news.net/bundesregierung-will-400-000-fachkrfte-pro-jahr-aus-dem-ausland-whrend-deutschlands-industrie-verschwindet/

  • Ist aber nicht viel. Reicht das? Und was ist mit Verlagerung der Produktion ins Ausland?

  • Schlecht gewirtschaftet!

  • Schaeffler wäre nicht das erste Unternehmen, das für fremde Zwecke gleichsam über die Klinge zu springen hätte. Der dortige Betriebsrat sollte deshalb nicht naiv sein. Bereits unter der Kanzlerschaft von Helmut Kohl ist es schon früh im Herbst 1982 zu einem strikten Tabu erklärt worden, jemals Aufschluss darüber zu gewinnen, was der Grund dafür gewesen ist, die seinerzeit laut Zeitzeugenberichten vor allem „beste und modernste Fabrik“ zu liquidieren. Kennt insofern die Politik längst kein Halten davor, zuvörderst ein wissenschaftlich und technisch überaus hoch stehendes Unternehmen preiszugeben, lässt sich daran mehr als augenfällig erkennen, wie völlig leer das Gerede auch der gegenwärtigen Bundesregierung ist, sich für den Standort stark zu machen.

  • Man sieht wie im Zeitlupe, dass Deutschland durch zerstörerische Politik der Linken Ampel + Linke CDU/CSU + SPD im Abgrund zerschellt und langsam die Bruchstücke auseinander fliegen und zu Boden fallen.

    Übrig wird nur ein Trümmerhaufen bleiben!

    Das hab ich schon bei dem Bosch-Artikel geschrieben.

    Ein weiteres Trümmerteil!

  • Dafür gibts Barbershops…und Kindergeld. Unpackbar. Remigration jetzt!

    • Und es gibt Ramadan für alle deutschen Kinder, man kann nur noch kotzen.

  • Im Schaeffler Werk Hirschaid haben sich in der 3.Runde weit über 300 Beschäftigte bereit erklärt das Werk zu verlassen. Nach 2 vorangegangenen Runden mit Auflösungsvertragen und deren Verrentung.

  • Das ist gut: Arbeiter Roboten herstellen , welche sie dan ersetzen…

  • Die Bundesregierung schadet Deutschland massiv, wie die Zahlen zeigen. Insbesondere die grüne Sekte und die linksextreme SPD sowie SED/Linke werden Deutschlands Industrien zerstören.

  • Im besten Dtld aller Zeiten!
    Danke Merkel, Scholz, Merz/SantifaKlingbeil. 😵‍💫🤢🤮

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