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Nach Steinmeier

„Zusammenführen statt spalten“: AfD will eigenen Kandidaten bei Bundespräsidenten-Wahl aufstellen

Für die Wahl des Bundespräsidenten möchte die AfD einen eigenen Kandidaten aufstellen. Das kündigte Alice Weidel an und äußerte indirekt Kritik an Frank-Walter Steinmeier. In der Bundesversammlung könnte die AfD erstmals zweitstärkste Kraft werden.

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In der Bundesversammlung wird die AfD voraussichtlich über 20 Prozent der Sitze ausmachen(Imago / Revierfoto).

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Im Januar 2027 soll ein neuer Bundespräsident gewählt werden, und viele politische Vertreter sind sich einig: Das höchste deutsche Amt soll von einer Frau besetzt werden. Die AfD möchte diesen Konsens aber nicht einfach mittragen. Gegenüber dem Tagesspiegel bestätigte Alice Weidel, dass die Partei einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken möchte. Ob es sich explizit um eine männliche Personalie handelt, ging aus den Worten der AfD-Vorsitzenden nicht klar hervor.

Weidel machte deutlich, dass die Partei einen geeigneten Kandidaten vorstellen möchte, der „das Land zusammenführen kann, statt es zu spalten“. Es müsse sich um eine unabhängige „Respektsperson“ handeln, die nicht das „höchste Staatsamt missbraucht“, um „weiterhin Parteipolitik zu betreiben“. Damit kritisierte sie indirekt den amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der zuletzt mit einer scharfen Rhetorik gegen die AfD aufgefallen war.

„Der Versuch, Extremisten zu zähmen, indem man ihnen Macht gewährt, ist nicht nur in der Weimarer Republik gescheitert“, sagte Steinmeier im Interview mit der Zeit. In der Frage nach einem AfD-Verbotsverfahren hielt sich der Politiker wegen seiner aufgrund seines Amtes pausierten SPD-Zugehörigkeit zurück: „Ich bin dafür, dass die demokratischen Institutionen sich nicht wegducken und einfach abwarten, bis der Sturm vorbeizieht“, ließ er aber immerhin durchscheinen (mehr dazu hier).

Seitens der AfD sorgten diese Äußerungen mit Blick auf das Neutralitätsgebot für Aufsehen. Weidel brachte gegenüber dem Tagesspiegel jetzt außerdem zum Ausdruck, dass das Staatsoberhaupt nach Ansicht der Partei vom Volk gewählt werden sollte. Weil eine Mehrheit für diese Grundgesetzänderung aber gerade nicht absehbar sei, würde die AfD eben einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, „der das Land zusammenführen kann, statt es zu spalten“.

Delivered by AMA

Die Wahl findet am 30. Januar 2027 statt. Dafür tritt die Bundesversammlung zusammen. Diese besteht aus den 630 Bundestagsabgeordneten sowie 630 Delegierten aus den Landesparlamenten, die verhältnismäßig eingeteilt werden. Unter Berufung auf Wahlrecht.de berichtet der Tagesspiegel, dass die AfD momentan mit 258 der 1260 Sitze in der Bundesversammlung planen könnte, also mit mehr als 20 Prozent.

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Außerdem kommt die SPD voraussichtlich auf 252 oder 253 Sitze – die AfD wäre also erstmals zweitstärkste Kraft in der Bundesversammlung hinter der Union mit 435 Sitzen. Die Grünen liegen bei 193, die Linke bei 78 Sitzen.

wl

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73 Kommentare

  • Harald Martenstein wäre ein herausragender Kandidat.
    Und großartiger Bundespräsident.
    Ein ECHTER DEMOKRAT

    Hier seine fulminante Rede aus dem Thalia Therater Hamburg
    (Dank an das tolle Team von NIUS)

    Vom Thalia-Theater gelöscht! Hier sehen Sie die gesamte historische Martenstein-Rede | NIUS.de https://share.google/OmzvTjI4kLS0e6Xb2

    • Absolut genial die Idee!

      • Antje Hermenau wäre auch eine gute Kandidatin.
        Die Frage ist nur, ab beide bereit wären, für die AfD ins Rennen zu gehen.

        • Der Kandidat geht nicht für die AfD ins Rennen, die AfD schlägt den Kandidaten nur vor. Das war bei Max Otte soweit ich mich erinnere auch der Fall.
          Die parteipolitische Zugehörigkeit wird dann nur im Mainstream erzählt, um den Kandidaten in der Öffentlichkeit herabzuwürdigen.

          12
    • Sehr guter Vorschlag. Mein Lieblingskandidat wäre allerdings Peter Hahne!

      • Den würde ich mir auch wünschen.

    • Vom Thalia-Theater gelöscht?
      Der beauftragte Exorzist wurde augenscheinlich sowohl auf physischer als auch auf digitaler Ebene tätig….na hoffentlich können „UnsereDemokraten“ sich nun langsam wieder beruhigen und ohne weiteren Nervenzusammenbrüche in das Etablissement zurückkehren…

  • Die anderen Parteien (oder Delegierten der Parteien) werden einen von der AfD aufgestellten Kandidaten schon aus Prinzip nicht wählen. Das könnte die AfD sonstwen aufstellen.
    Dennoch ist es richtig einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

  • Gloria von Thurn und Taxis. Man (und Frau) darf noch träumen!

    • Sorry, aber nein. Gloria von Thurn und Taxis ist einfach nur der parteipolitische Gegenentwurf zu Frank Walter Steinmeier. Keinesfalls politisch neutral und ungefähr genauso wirr im Kopf. Jedes Interview bei Nius mit ihr wirkt als rede Reichelt mit einem aufgeschrecktem Huhn.

      -33
      • Sollte man eine völlig unpolitische Pornodarstellerin
        nominieren?
        Das hätte doch was oder?

        • Wenn man sich mal von „Hauptsache Frau“ löst, dann macht Harald Martenstein einen guten Eindruck. In der Position will man eigentlich jemand haben, der sich kritisch gegenüber allen Parteien äußert.

          6
        • Dann doch lieber Dieter Hallervorden. Wäre ideal als BP.

          4
    • Klar doch! Die liegt auf einem Intelligenz-Level mit Trump. Die hat schon so viel wirres Zeug erzählt und wäre eine Blamage für Deutschland.

      -62
      • Hauptsache, man bringt Trump ins Spiel, obwohl er nichts mit dem Thema zu tun hat. Troll!

      • Null,null

      • @Grenzenlos: Legt man den Intelligenz-Level, ausgehend von der richtigen Seite, als Maßstab an, kommt man logischerweise an Grenzenlos nicht vorbei.

  • Ich halte das für aussichtslos, aber: klug gemacht.
    Wichtiger freilich: Frau Weidel als Bundeskanzlerin.

    • Warum Weidel und nicht Brandtner, von Storch, u.v.a.m.?

    • Träume weiter, denn die Alternative ist noch nicht
      so weit !

      -14
  • Die AfD wird hier zweifelsohne einen Kandidaten präsentieren, der dem vom Weidel selbst absolut zutreffend beschriebenen Anforderungsprofil für dieses Amt – im Gegensatz zu Steinmeier – gerecht wird.

    Wie wir alle wissen, wird das die Mehrheit hinter der Brandmauer natürlich nicht kratzen.

    • Und die Bundesversammlung, die die Wahl des BP
      mitbestimmt wird wieder z.B. Künstler einsetzen, die dem schmutzigen System genehm sind und natürlich System genau ihre Stimmen abgeben !

  • Vera Lengsfeld wäre eine Möglichkeit, wenn sie denn wollte.

    • Harald Schmidt, kein anderer…

      • Auch gut, das wäre ein anderer. 🙂

    • Diese Person hat 2017 zusammen mit einem gewissen Michael Stürzenberger 500.000 Flugblätter GEGEN Höcke verteilt. Unterirdisch!
      Wer hat das überhaupt bezahlt? „cdu“?

    • Bloß nicht, die Dame war in Wirklichkeit mehr SED-nah statt Systemkritikerin.
      Wendehälsin wenn man so will.

      • An den Downvotes erkennt man, wieviele Leser hier über diese Person offensichtlich nicht ausreichend im Bilde sind, sich aber dennoch anmaßen, es zu sein.

  • Ich halte derzeit Amt und Amtsträger für entbehrlich.

    • Die einzige richtige Antwort. Kosten und Sicherheitsaufwendungen würden dem Steuerzahler entlasten gegenüber dem marginalen Nutzwert.

  • Sehr gut, auch die Aussage, dass der Bundespräsident vom Volk direkt gewählt werden soll! Dann hätten wir warscheinlich all die Jahre keinen Herrn Steinmeier durchschleppen müssen! Ich bin sehr gespannt auf den Vorschlag von der AfD!

  • Um Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden sollte die AfD Frau Merkel vorschlagen. Damit sie sicher NICHT gewählt wird

  • Dieter Bohlen sollte es machen !

    • Jo, der Dieter ist in Ordnung….

    • Helge Schneider! Bzw. Helge Schneider ist der Meinung, dass Gerald Asamoah oder Jerome Boateng geeignete Kandidaten sind und Deutschland wie es derzeit ist am Besten abbilden.

  • Schwierig. Welche Person von hoher Integrität und Intellekt wäre bereit, mit der hohen Wahrscheinlichkeit des Scheiterns anzutreten? So absurd es vielleicht klingen mag, neben Stefan Homburg mit seiner ruhigen und bedachten Art ( der aber für die Aufdeckung und Aufarbeitung noch dringend gebraucht wird) sehe ich Harald Schmidt als einen wesentlichen Kandidaten, mal ganz abgesehen von einer gewissen Namenstradition und Größe an der deutschen Staatsspitze. Er hat es verstanden, mit hohem Intellekt den Deutschen den notwendigen Spiegel vor das Gesicht zu halten. Bisher hat sich auch kaum jemand getraut zu widersprechen. Schmidt lag ja fast immer richtig. Und er trifft den Nerv dieses Volkes.

    • Genau… Harald Schmidt, das wär’s…

  • Die Idee ist gut, das Ergebnis ist aber leider vorhersehbar. Die Altparteien haben sich den Staat zur Beute gemacht. Sie werden auch das Amt des Bundespräsidenten für sich vereinnahmen. Erst, wenn sie auf die Stimmen der AfD angewiesen sein werden, wird sich daran etwas ändern. Allerdings ist die Gefahr, dass die AfD bis dahin Teil der Beutegemeinschaft sein wird.

  • Der Bundespräsident sollte vom Volk gewählt werden und nicht von der Bundestagversammlung .

    Machen wir doch einmal die Demokratie die uns die Politik täglich erklären will aber selber nicht möchte .

  • Alles im Leben ist ein haschen nach Wind.
    -Kohelet – Prediger Salomon

    Das letzte Hemd hat keine Taschen mehr !

    „Kümmere Dich nur um Dinge, die Du auch wirklich kontrollieren kannst
    Gib dir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die du nicht ändern kannst, den Mut, Dinge zu ändern, die du ändern kannst, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

    Mit dem „Frustposten“ änderst Du weder hier noch anderweitig etwas !
    Denn es ist und bleibt verschwendete Zeit, die Du besser nutzen kannst !
    Die Zeit ist nicht dehnbar wie ein Kaugummi !

    Kurz vor dem abpfeifen des Herrn deiner Person, werden die Gedanken kommen, was Du alles an Zeit für banale Dinge vergeudet hast und wie sie besser für anderes eingesetzt hätte sollen !!!

  • ….Roberto Blanco ? … … ein bisschen Spaß muss sein … Satire…( aber hätte was )

    • … oder Serge Menga 😀

  • Wolfgang Kubicki (FDP) wäre vielleicht ein Kandidat, mit dem alle leben könnten.

    • Dieser Wendehals? Heute so reden, morgen das Gegenteil abstimmen?

    • Der Rechtsblinker und Linksabbieger?

  • Ich wäre ja für Joana Cotar. Aber das würde von der AfD echte Größe verlangen …

  • Eher geht der Hund an der Wurst vorbei als dass die AFD den Bundespräsidenten stellt -leider.

  • Also, ich bin sehr dafür, dass ein „Abweichler'“ der Macht Bundespräsident / in wird.
    Von Peter Hahne kam der Vorschlag „nehmt Fürstin Gloria“. Das wäre machbar. Sie hat gezeigt, dass sie bei Verstand ist und auch bei der Sanierung des Familienunternehmens Thurn und Taxis verlässlich gearbeitet hat.

    Steinmeier grenzt ein Drittel der Bürger aus. Gauck und Wulff sind keinen Deut besser.
    Solche Vögel dürfen nie wieder nach Bellevue.

    Aus der Herrenriege wäre einer wie Uwe Tellkamp erste Sahne.
    Einer für das ganze Volk.

    Aber auch ein geläuterter Linker wie Martenstein würde Deutschland gut zu Gesicht stehen.

    Falls eine wie Merkel, von der Leyen, Kramp-Karrenbauer oder Bärbel Bas dort landet, wäre es endgültig vergurkt. Deutschland ist schon widerlich genug mit Steinmeier. Mehr widerlich braucht es hier nicht.

  • Bin froh, wenn Walterspalter weg ist

  • Links ist vorbei !
    Das trifft auch auf den jetzigen “ Grüßaugust “ zu !
    Der ist eher Linksradikal zuzuordnen !

    Gloria von Thurn und Taxis wäre genau die Richtige !

  • Für die SED Kartell Parteien ist es schon ausgemacht, das es Merkel wird! Denn es darf absolut Keiner ran, der auch nur ein Funken für die Deutschen über hat!

  • Kümmert Euch besser um die Zahlungsunfreiheit, sprich das dreckige Geldwäschegesetz oder sollte man besser sagen, Bürgerüberwachung, Volkszüchtigung, Unfreiheit im Geldverkehr, Eingeschränkter Kauf von Edelmetallen, etc.
    Schläft die AfD wieder?

  • Die AfD kommt auf ca. 25 %
    Durch Spaltung von Steinmeier wird sich kein Wähler von der AFD distanzieren. Demokratie heißt miteinander klar zu kommen und einen gemeinsamen Weg zu finden. Das führt zwar oft zu faulen Kompromissen aber so ist die Demokratie.
    Eine Brandmauer ist undemokratisch und Steinmeier ist als Präsident eine ganz schlechte Person, denn er jetzt und versucht zu spalten.

  • Die AfD kann Gott vorschlagen,der wird nicht akzeptiert weil ihn die AfD vorgeschlagen hat.
    Liebe AfD, spart euch die Mühe.

    -39
    • Nun ja: Gott würde wohl nicht für die AfD antreten, Jesus sowieso nicht…

      -42
      • Weiter in der Reihe nach unten durch: vielleicht den Papst vorschlagen? 😉

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