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DITIB-Moschee

In Göttingen ertönt erstmals der Muezzinruf – SPD-Bürgermeisterin spricht von „bewegendem Augenblick“

Erstmals ist in Göttingen während des islamischen Fastenmonats Ramadan der Muezzinruf öffentlich zu hören gewesen. Während sich die Stadt auf Religionsfreiheit beruft, üben Junge Union und AfD scharfe Kritik an der Entscheidung.

Die DITIB-Moschee in Göttingen (IMAGO/imagebroker)

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In Göttingen ist am Dienstagabend erstmals öffentlich der Ruf des Muezzins zu hören gewesen. Um 19.30 Uhr erschallte der Gebetsruf von der lokalen DITIB-Moschee – Anlass war ein interreligiöses Fastenbrechen während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der am 19. Februar begonnen hat.

Nach Angaben der südniedersächsischen Universitätsstadt war der Muezzinruf zuvor bei einem runden Tisch mit Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften und der Stadtverwaltung abgestimmt worden. Die Aktion dauerte rund drei Minuten und war nach Berichten vor Ort nur in unmittelbarer Nähe der Moschee wahrnehmbar. Die Lautstärke sei bewusst gering gehalten worden, unter anderem auch, weil eine viel befahrene Straße in direkter Nähe liegt.

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Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) war selbst vor Ort und sprach von einem historischen Moment für die Stadt. Gegenüber der Frankfurter Rundschau sagte sie: „Das war ein bewegender Augenblick und für Göttingen ein besonderer Moment.“

Bereits im Vorfeld hatte sie die Entscheidung rechtlich begründet: „Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Verfassung. Sie gilt für alle Glaubensgemeinschaften gleichermaßen“, erklärte die SPD-Politikerin in einer Mitteilung der Stadt. Die Stadt stehe zu Artikel 4 des Grundgesetzes, der nicht nur die innere Überzeugung, sondern auch die sicht- und hörbare Religionsausübung schütze. Broistedt betonte zudem: „Das ist kein politisches Symbol, sondern gelebter Rechtsstaat. Gerade in polarisierten Zeiten setzen wir bewusst auf Dialog, Respekt und den Schutz unserer gemeinsamen Freiheit.“

Kritische Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien bislang nur in nicht nennenswertem Umfang eingegangen, heißt es aus dem Rathaus. Für die DITIB-Gemeinde ordnete Ali Serkan Şahbaz den Ruf derweil als rein religiöse Praxis ein: „Für viele Musliminnen und Muslime ist der Muezzinruf eine liturgische Einladung zum Gebet. Nicht mehr und nicht weniger. Er ist keine politische Erklärung und keine Missionierung, sondern Teil religiöser Praxis, wie sie durch Artikel 4 des Grundgesetzes geschützt ist.“

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Die Gemeinde wolle den Ruf „transparent, rücksichtsvoll und klar geregelt“ gestalten. „Wir gehen auf die Nachbarschaft zu und stehen für Fragen und Gespräche bereit, weil Vertrauen nur im Dialog entsteht. Unser Anliegen ist Zugehörigkeit im gemeinsamen Alltag dieser Stadt: respektvoll, verantwortungsbewusst und im Rahmen der gleichen Regeln für alle“, zitiert die Stadt Şahbaz in ihrer Mitteilung.

Die DITIB, 1984 in Köln gegründet, ist der größte sunnitisch-islamische Verband in Deutschland und vertritt nach eigenen Angaben rund 880 Moscheegemeinden. Sie steht unter dauerhafter Leitung und Kontrolle der Diyanet, dem staatlichen Präsidium für religiöse Angelegenheiten der Türkei, das früher dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert war, heute dem Präsidenten direkt unterstellt ist und für die Ausbildung und Entsendung der Imame verantwortlich ist.

Immer wieder fallen Verbandsfunktionäre durch ihre Nähe zum türkischen Präsidenten Erdoğan und den Grauen Wölfen auf. Auch radikale Imame dürfen in DITIB-Moscheen allzu oft predigen. Trotzdem kooperieren Bund und Länder in vielen Fällen mit dem Verband.

Bei dem Muezzinruf in Göttingen handelte es sich um einen einmaligen Testlauf. Künftig soll nach einer Diskussionsphase geprüft werden, ob der Muezzin einmal im Monat an einem Freitag zum Mittagsgebet rufen darf. Dafür will die Gemeinde ein Lärmschutzgutachten einholen, um die geltenden Grenzwerte einzuhalten. Gemessen wird die Lautstärke am nächstgelegenen geöffneten Fenster umliegender Häuser.

Deutliche Kritik kommt von der Jungen Union Göttingen. Die Vorsitzende des Stadtverbandes, Maja Bohn, erklärte: „Ein dreiminütiger Gebetsruf, der den gesamten Stadtteil erreicht, ist ein erheblicher Eingriff in die negative Religionsfreiheit der Mitbürger.“ Weiter sagte sie der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen: „Religionsfreiheit gilt in Deutschland, anders als oft suggeriert, nicht schrankenlos.“

Zudem übte die JU grundsätzliche Kritik am aus der Türkei kontrollierten DITIB-Verband. Recherchen und Berichte belegten aus ihrer Sicht, dass der Verband zwar nach außen liberal auftrete, intern jedoch antisemitische Tendenzen zeige. Erst kürzlich sei ein ehemaliger DITIB-Vorsitzender wegen Volksverhetzung rechtskräftig verurteilt worden.

Auch die AfD-Kreistagsfraktion positionierte sich klar gegen den öffentlichen Gebetsruf. In einer Mitteilung heißt es: „Der öffentliche Gebetsruf ist keine bloße Ausübung der Religionsfreiheit, sondern eine akustische Markierung des öffentlichen Raums, die weite Teile der nicht-muslimischen Nachbarschaft belästigt und ausschließt. Wir sehen darin eine ideologische Grenzverschiebung, die nicht zu unserem Verständnis eines säkularen und toleranten Miteinanders passt“, erklärte der AfD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Philipp Göthel gegenüber der HNA.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Göttingen, Jaqueline Jürgenliemk, rief hingegen zur Debatte auf und betonte: „Religionsfreiheit ist ein Grundrecht, Teil unseres Grundgesetzes und damit Teil der Regeln unseres Zusammenlebens. Ihre Ausübung verdient Respekt.“ Zugleich verwies sie auf die Notwendigkeit eines öffentlich geführten interreligiösen Diskurses, um Vorurteile abzubauen.

Der evangelische Superintendent Dr. Frank Uhlhorn erklärte: „Der öffentliche Raum ist ein gemeinsamer Raum. Dazu gehört in einer pluralen Stadt auch öffentlich ausgelebte religiöse Praxis, solange sie in einem geregelten Rahmen stattfindet. Entscheidend ist, dass wir die Maßstäbe an Regeln orientieren und nicht an Vorurteilen.“

Auch Dechant Wigbert Schwarze von der katholischen Kirche unterstrich gegenüber der HNA die Bedeutung des Dialogs: „Vielfalt ist kein Störfaktor, sondern Alltag. Sie wird umso leichter, je mehr Menschen einander kennen. Darum setzen wir auf Gespräche statt auf Polarisierung. Wer Respekt einfordert, muss ihn auch gewähren.“

In den kommenden Wochen sind mehrere Veranstaltungen geplant. Am 17. März lädt die DITIB-Gemeinde zu einem offenen Gespräch ein. Am 26. März folgt ein Tag der offenen Moschee am Königsstieg. Am 30. März veranstalten Superintendent Uhlhorn und Professor Wolfgang Reinbold von der Georg-August-Universität eine Podiumsdiskussion in der Volkshochschule Göttingen Osterode. Ob der Muezzinruf künftig regelmäßig in Göttingen zu hören sein wird, hängt auch vom Verlauf dieser Gespräche ab.

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86 Kommentare

  • „Der Islam ist solange für Toleranz wie seine Anhänger in der Minderheit in einem Land sind“ (Dieter Nuhr, Kabarettist).

    114
    • „Austausch findet ja nicht statt“, da man einbürgert und sich proportional um ca, 50% mehr vermehrt.

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1464984/umfrage/fertilitaetsrate-in-deutschland-nach-staatsangehoerigkeit-der-mutter/

      https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/Tabellen/lebendgeborene-staatsangehoerigkeit-laender.html

      Die Geburtenrate von Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Deutschland liegt mit ca. 1,84 Kindern pro Frau (2024/2025) deutlich über der von deutschen Frauen (ca. 1,23–1,26).

      Also nur eine Frage von noch 2-3 Generationen max. dann kann man es mit der o. g. Toleranz nicht mehr so genau nehmen (Augenzwinker).

      Als Sarrazin dies vor fast 20 Jahren gedanklich zu Papier brachte (nach gründlicher faktenbasierter Recherche) und kurze Zeit per Buch veröffentlichte, war „Mutti“ die erste die zum Sturm blies.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_schafft_sich_ab

      Seine Neuauflage kommentiert er oft „er habe sich geirrt – es kam noch schlimmer“
      https://www.youtube.com/watch?v=oJOBNd-_PQc

    • Ich verstehe auch nicht, wie man den Islam so bejubeln kann.
      58 Länder mit muslimischer Regierung bzw. Bevölkerung sprechen dagegen.

      Von wegen queer und so, solche Leute haben es dort sehr schwer. Frauenrechte? Meinungsfreiheit, Relgionsfreiheit? Vergiß es

      Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    • Jetzt ist es also so weit. Ein Muezzinruf. Und zack, fühlt man sich im eigenen Land komplett fremd. Das hat selbstverständlich nichts mit der eigenen Entfremdung von seinen Wurzeln zu tun. Und natürlich auch nichts mit selektiver Empörung oder romantischer „Früher-war-alles-besser“-Verklärung. Nein, schuld sind ausschließlich „die bösen Politiker“. Die stehen morgens auf und überlegen, wie sie uns heute das Heimatgefühl ruinieren können.

      Und zum Glück gibt es ja immer andere gute Politiker, die versprechen, alles wieder zurückzudrehen, Ordnung zu schaffen und die gute alte Zeit im praktischen Taschenformat mitzubringen. Dann wird ganz bestimmt alles wieder wie früher. Nur diesmal wirklich! Und das Allerbeste: Man muss praktisch nichts dafür tun, außer auf dem Wahlzettel die richtige Partei zu wählen. Aber dafür muss man schon richtig dolle klug sein, um zu erfahren, welche Partei das ist …

      Aber ich gebe einen Tipp:

      Sei schlau, wähl blau …

      • Ein Muhezzinruf ?
        In Köln ist er schon Standart, sowie in Düren und jetzt Göttingen .
        Übliche Salamitaktik .
        Früher “ nur nen kleinen Raum im Hinterhof zum Beten “ . . . . . . . . .
        Heute 2500 Moscheen in Deutschland !!!!

        • Gib den kleine Finger und das Elend schreitet voran. Islam nix gut.

          33
      • Irgendwann wirst auch du erwachen.
        Dann ist es zu spät.
        Aber vielleicht freust du dich ja aufs Kalifat.🤮

        • Genau. Islam stoppen. Mit Kommentaren auf Apollo-Niveau und einem IQ unter dem eines Haushuhns.

          -1
      • @Atlas: Mal im Ernst: Sich fremdfühlen ist ein legitimes subjektives Gefühl, das bei Ihnen evtl. anders funktioniert als bei anderen Mitbürgern, kann ja sein. Ich frage mich allerdings schon, ob die ein oder andere in lange Gewänder gekleidete Frau die sommerliche City als Ort der Identität und Geborgenheit empfindet? Warum gibt es so viele Migrantenvereine, die ihre Identität und Merkmale pflegen. Vielleicht weil sie sich sonst in der Gesamt-Gesellschaft auch fremdfühlen würden?

  • Gibt es auch Kirchenglocken in muslimischen Ländern?

    • Toleranz darf keine Einbahnstraße sein.

    • Nein – denn komischerweise haben Christen in vielen der 58 islamischen Länder nichts zu sagen und kämpfen oft um ihr Überleben.

      Auch die Bürgermeisterin, die sich ach so sehr über den Islam erfreut, wird in einem islamischen Land nichts zu sagen haben.
      Das wäre für mich als Mann das einzigste positive am Islam. Frauen haben weniger Rechte

      Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    • Da werden doch viele Kirchen demoliert und abgefackelt.

  • Erschütternd.

    • #SPDVerbot

    • Die Links-Grünen wollen die Muslime als neue Kernwählerschaft. Deshalb bürgern sie die Migranten im Rekordtempo ein.
      Nur, der Schuss wird nach hinten losgehen. Die Muslime gründen ihre eigenen Parteien in Deutschland. Und wenn diese erfolgreich sind, werden die nützlichen links-grünen Idioten dann einfach abserviert.
      Man muss nicht Politikwissenschaften studiert haben, um das vorher zu sehen.

  • Die neuen Weidegründe der SPD.

    • Allerdings bringt dieses masochistische Anschleimen an den Islam den Betroffen nicht die erwartete Sympathie ein, sondern abgrundtiefe Verachtung seitens der Moslems.

    • Das wird nicht klappen, denn es wird nichtmehr lange dauern, dann gibt es hier eine islamische Partei.

    • die grauen Wölfe weiden gerne bei der SPD

  • Den wirklich „bewegenden Moment“ wird dereinst die Enkelin von Petra Broistedt erfahren: Wenn sie Kopftuch tragen muss.

    • Müssen?
      Solche Leute fühlen sich als „Avantgarde“, wenn sie sich freiwillig als erste unterwerfen.

      • Wunderbar, die bunte Vielfalt und dolle Tolleranz. Die Avantgarde vorbildlich auch rücksichtsvoll misst sogar die Lautstärke. Ich bin sehr bewegt.

  • Mich bewegt das auch! Es bewegt mich zu Ablehnung und Widerstand.

    • Genau! Und mich zu Übelkeit und Erbrechen.

  • Für Frau Broistedt wird es sicher auch ein historischer Moment und bewegender Augenblick sein, wenn sie irgendwann ein Kopftuch aufsetzen darf. Ob die Religionsfreiheit dann noch gilt und der Rechtsstaat noch existiert, wollen wir mal dahingestellt sein lassen.

  • Jetzt fehlt nur noch eine Grußbotschaft von katholischen Bischöfen (Bischöfe Bätzing, Feige, Koch…)

    • Unsere Kirchenleute sind doch Versager und Sprüchekolpfer.
      Was erhoffen die sich davon, sich an den Islam zu kuscheln?

  • „Respekt gewähren oder zeigen? richtige Formulierung?
    Beides ist möglich, aber mit unterschiedlicher Bedeutung:
    „Respekt zeigen“ → üblichste und natürlichste Formulierung
    = aktiv deutlich machen, dass man jemanden achtet
    Beispiel: Man sollte älteren Menschen Respekt zeigen.
    „Respekt gewähren“ → formeller, distanzierter
    klingt nach Hierarchie oder Pflicht, fast wie ein Recht einräumen
    Beispiel: Der Staat muss religiösen Gruppen Respekt gewähren.
    👉 In Alltagssprache fast immer „Respekt zeigen“ verwenden.“ (Chat GPT)

  • Ob man das als gesichert rechtsextrem einstuft oder nicht. Ich bin entschieden gegen die Vereinnahmung unseres Landes durch den Islam. Das ganze zeigt wie recht Rubio mit seinen Worten in München hatte. Deutschland muss eine abendländische Gesellschaft bleiben. Hätte die Väter des GG diese Entwicklung kommen sehen, ich bin sicher, sie hätten unsere Kultur explizit geschützt.

  • Kommt irgendwann der Wendepunkt, hat Deutschland viel zu tun!

  • Divers, bunt und Gleichstellung ist hier bei der Beschaffung neuer Wähler auf einmal nicht mehr so wichtig.

  • Wenn die Bürgermeisterin den Muezinruf so toll findet, warum geht sie selbst dann nicht in ein Land, wo täglich fünf mal der Muezin ruft? Warum will sie die ortsansässige Mehrheitsgesellschaft „zwangsbeglücken“, die das mit Sicherheit ablehnt?

    • Man hätte die Bürger in Göttingen entscheiden lassen sollen, ob sie das möchten oder eben nicht. Das Ergebnis hätte mich interessiert.

  • „In Göttingen ertönt erstmals der Muezzinruf – SPD-Bürgermeisterin spricht von „bewegendem Augenblick“

    Ja, mein Frühstück bewegt sich auch gerade…….

    Ich erinnere mich an eine Talkshow mit Herr Bosbach, neben dem ein Imam saß.
    Herr Bosbach fragte diesen, wie sich wohl die islamischen Gemeinden den Christen gegenüber verhalten würden, wenn diese hier irgendwann mal in der Mehrheit seien.
    Das Grinsen des Imams war Antwort genug….

    • Dieses entlarvende Grinsen erinnere ich auch noch.

  • In Göttingen ist jetzt erstmals der Ruf des Muezzins zu hören gewesen. Man stelle sich vor, in Mekka würde plötzlich die Kirchenglocke läuten – das Chaos wäre groß!

  • Ja liebe SPD Frauen, jetzt ist vorbei mit Gleichberechtigung.

    • Über den Topfrand der eigenen Wunschvorstellungen reicht das ‚Denken‘ nicht hinaus.

  • Ein bewegender Moment?
    Wohl eher ein ruhestörender Moment, Frau OB

  • Wann endlich treten Pfarrer, Priester usw. auf ihre Kirchtürme und zitieren Sprüche aus der Bibel. Lautsprecher und Verstärker nicht vergessen! Bitte aber kein kirchlicher Jammergesang, sondern klar und verständlich.

  • Mal sehen wann dann Göttingen umbenannt wird, weil da eine Göttin im Namen steckt. So etwas gibt es schließlich im Islam nicht.

    • Untermkaftandasdingen?

  • Gegenseitiger Respekt wäre auch, uns auf unseren Weihnachtsmärkten nicht zu überfahren… Oder anderswie nach dem Leben zu trachten …

  • Wer nicht hier ist, weil er hier auch gar nicht in großer Anzahl hingehört, der kann auch keine Religion öffentlich ausüben. Nur unter diesem Aspekt des Betens im stillen Kämmerlein hat man die Religionsausübung freigestellt.
    (Auch dieser Beitrag musste gekürzt werden, weil er nicht den freiheitlichen Zensurrichtlinien entsprach.)

  • „Kritische Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien bislang nur in nicht nennenswertem Umfang eingegangen, heißt es aus dem Rathaus.“

    Ist ja auch Göttingen. Vielleicht, so scheint es, halten mittlerweile viele lieber das Kläppchen. Oder es ist denen sowieso egal. Stellen den Fernseher lauter.

    • Fand ich eher komisch, weil viele bei Facebook/Instagram negativ darauf geantwortet haben, ausser Muslime – sprich 99% negativ, 1% positiv. Allerdings werden diese Menschen natürlich nicht alle in Göttingen leben. Von daher wäre eine Entscheidung durch die Bürger in Göttingen viel wichtiger gewesen.

  • Herr Shabaz von der Moscheegemeinde sagt, der Ruf sei nur eine Gebetseinladung. Nicht mehr….keine Missionierung.
    Das stimmt so nicht.
    Die Glocken der Kirchen sind tatsächlich eine Gebetseinladung ohne Worte.
    Der Gebetsruf dagegen zitiert das muslimische Glaubensbekenntnis: Es gibt keinen Gott ausser Allah und Mohammed ist sein Prophet. Das ist mehr als eine Gebetseinladung, das ist ein Statement.
    Man stelle sich vor die Kirchen würden ihr Glaubensbekenntnis von den Kirchtürmen rufen.

    • Das wäre mittlerweile Musik in unseren Ohren. Würde den Menschen endlich wieder ihre eigenen kulturellen Wurzeln aufzeigen.

  • Bereits im Vorfeld hatte sie die Entscheidung rechtlich begründet: „Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Verfassung. Sie gilt für alle Glaubensgemeinschaften gleichermaßen“, erklärte die SPD-Politikerin in einer Mitteilung der Stadt. Die Religionsfreiheit ist mit Verlaub ein Gummiparagraf, interpretationsfähig. Art. 4 GG: (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. Hier stellt sich die pragmatische und juristische Frage, ob man seine Religion nur leben kann, wenn sie auf den Straßen bzw. durch Lautstärke öffentlich gemacht wird. Beten in einer Moschee und familiäre Feiern würden die Religionsfreiheit auch umsetzen.

  • Am Ende wird es wie in Köln ablaufen, einmal wöchentlich (Freitag) für 5 Minuten.

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