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Schaffner gestorben

Professor von Polizeiakademie macht im NDR Bahnmitarbeiter für Gewalt verantwortlich

In einer NDR-Dokumentation hat Polizeiausbilder und Rechtsextremismusforscher Joachim Häfele ÖPNV-Mitarbeiter für Gewalt in der Bahn verantwortlich gemacht. Just am Abend der Zweitausstrahlung wurde ein Schaffner zu Tode geprügelt.

Joachim Häfele in der NDR-Reportage. (Screenshot via ARD)

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Nach dem brutalen Überfall auf einen Zugbegleiter mit tödlichem Ausgang in Rheinland-Pfalz macht ein Ausschnitt aus einer NDR-Reportage im Internet die Runde. In der NDR Story aus dem letzten Jahr wird Professor Joachim Häfele von der Polizeiakademie Oldenburg als Experte befragt. Er macht das Verhalten der Schaffner als einen Grund für Gewalt aus.

„Doch dazu gehören zwei Seiten“, leitet der Sprechertext die Passage der 45-minütigen Dokumentation ein. Zuvor ist ein Braunschweiger Busfahrer zu sehen, der die Hoffnung äußert, dass man infolge einer Werbekampagne seiner BSVG „respektvoller miteinander umgeht“. Trotz Sprachbarriere müsse es einen „rücksichtsvollen Umgang“ geben. Laut der Doku seien auch „die Verkehrsunternehmen gefordert“.

Die Angestellten müssten „mit einer Vielfalt von Menschen klarkommen, ihnen gerecht werden“, sagt die Sprecherin. Daraufhin kommt Professor Häfele zu Wort. Er beklagt eine mangelnde Vorbereitung und Schulung des Personals. Wenn es an „interkultureller Kompetenz“, „sozialen Kompetenzen“, „Empathie“ oder „Kommunikationsfähigkeiten“ fehle, sei die Wahrscheinlichkeit „gewalthafter Eskalationen“ hoch.

„Auch eine bestimmte Körperhaltung“ kann laut dem Soziologen bei der Ticketkontrolle „Auslöser“ sein. „Wenn ich als Kontrolleurin oder Kontrolleur vielleicht relativ aggressiv/autoritär auftrete, dann kann das von meinem Gegenüber eben auch als eine Diskriminierung wahrgenommen werden“, erläutert der Polizeiausbilder.

„Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Konflikten kommt – und vielleicht auch zu Gewalt“, so Häfele. Dagegen helfen laut NDR Deeskalationstrainings, die die Bahnmitarbeiter besuchen sollen. Es gebe allerdings keine Gesellschaft ohne Gewalt. „Statistisch“ sei sie „ein normaler Bestandteil einer Gesellschaft“, erläutert Häfele, der auch empirische Polizeiforschung betreibt.

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Es bestehe keine übermäßige Bedrohung durch Gewalt in der Gesellschaft oder im öffentlichen Verkehr. „Wirklich schwere Gewaltfälle“ seien „sehr, sehr selten. Sie werden aber unverhältnismäßig oft thematisiert“, behauptet der Experte. „Gerade auch Kriminalitätsängste“ ließen sich „sehr gut kapitalisieren“. Das werde in Wahlerfolgen und Auflagenzahlen genauso sichtbar wie in einer „extrem expandierenden Sicherheitsindustrie“.

Daher wäre es gut, mit der „Thematisierung von schweren Gewalttaten“ zurückhaltender zu werden – „da sind sicher auch die Medien gefragt“, so Häfele. Auch Statistiken zu dem Thema seien nicht unproblematisch, da „Tatverdächtigenzahlen eigentlich noch nichts aussagen über die Kriminalitätswirklichkeit“, schließt der Wissenschaftler.

Joachim Häfele ist Professor an der Polizeiakademie in Oldenburg – und damit nicht geläufigeren Universitätsprofessoren gleichgestellt. Er studierte Soziologie, Psychologie, Rechtswissenschaften sowie Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Wuppertal und Hamburg, wo er 2011 promovierte.

Als Forschungsschwerpunkte gibt er unter anderem „Kriminalitätsfurcht“, „Intoleranzen im urbanen Kontext“, „Hasskriminalität und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, „Rechtsextremismusforschung“ sowie „Rechtszynismus“ an. Eines seiner aktuellen Projekte befasst sich mit „transdisziplinären Perspektiven auf gruppenbezogene Aggression und Intoleranz“. Als Ziel-„Gruppe“ der Gewalt scheint er jedoch nicht die Bahnmitarbeiter, sondern die Migranten identifiziert zu haben.

Die NDR Story „Bus und Bahn: Die Angst fährt mit“ wurde erstmals am 17. Mai 2025 in der ARD Mediathek veröffentlicht und am Montag darauf im NDR ausgestrahlt. Am 2. Februar 2026 wurde sie erstmals und am selben Sendeplatz wie bei der Erstausstrahlung wiederholt – nur wenige Stunden nach der letztlich tödlichen Prügelattacke auf Serkan C. In den nächsten drei Wochen sind sechs weitere Sendetermine auf phoenix und tagesschau24 geplant.

Der Zugbegleiter Serkan C. war am Montag in seinem Regionalzug von einem Griechen brutal zusammengeschlagen worden und am Mittwoch im Krankenhaus seinen Kopfverletzungen erlegen (Apollo News berichtete). Sein Vater erlitt laut Bild, nachdem er die Nachricht von der Attacke gehört hatte, einen Herzinfarkt, konnte jedoch durch einen Bypass gerettet werden. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Der WDR brachte die Tat bereits mit Donald Trump in Verbindung (mehr dazu hier). Gewalt gegen Bahnmitarbeiter ist zum Alltag in Deutschland geworden. Über 3.000 Fälle wurden 2025 erfasst, einschließlich verbaler Attacken. Am Dienstag etwa musste ein Bahner nach einer Prügelattacke in Hamburg ins Krankenhaus. Der Täter wurde zunächst nicht in Untersuchungshaft genommen (Apollo News berichtete).

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122 Kommentare

  • Ich habe meinen Beruf als Lokführerin nach 18 Jahren aufgegeben. Wenn ich so etwas lese, fühle ich mich bestätigt.

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    • bahnmitarbeiter und lehrer sollten einfach mal in einen wochenlangen streik deshalb treten bis endlich was passiert in berlin.
      ich setze mich seit zwei jahren nur noch in sichtweite der notbremse in den zug. und ich bin nur passagier, kein schaffner, der sein leben bei einer fahrkartenkontrolle riskieren muss. im zug nuernberg – saalfeld sind fast keine deutschen passagiere mehr. alles auslaender aus dritte welt laendern. – und der zug ist voll. in erlangen steigen dann meist noch ein paar gruene biodeutsche von der universitaet zu. bei dubios aussehenden maennern kontrollieren manche schaffner die fahrkarten schon garnicht mehr. diese maenner wissen das auch inzwischen ganz genau. kann man genau beobachten. schrecklich. – viele deutsche haben doch gar keine ahnung, was in den zuegen los ist, weil sie immer auto fahren.

      • Ruhrgebiet und Rheinland exakt so. Das geht schon Jahre so.
        Ich mache den Schaffnern keine Vorwurf. Es ist Organisationsverschulden.

        • ich war dreimal im ruhrgebiet auf industrie-kultur exkursion. super museen, einmalig. aber wenn man zwischen den staedten hin- und herreist in der bahn – es faelllt schon auf – nie ein schaffner. duisburg, oberhausen, essen, gelsenkirchen, sogar wuppertal und bonn (!). – keine schaffner mehr. und vom bahnhofsvorplatz und wie es da aussieht wollen wir mal garnicht erst sprechen. in bonn pruegeln sich „junge maenner“ jeden abend am bahnhof und alle sehen zu.

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        • Es liegt daran, das heute Politiker, Polizei und Justiz nur noch nach Ausreden suchen, um die Täter nicht bestrafen zu müssen.
          Das Beste sind immer dann die Ferndiagnosen, welche eigentlich Psychiater überflüssig machen. Denn Politiker und Justiz faseln gern dann von „Psychischen Störungen“!

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      • „…..viele deutsche haben doch gar keine ahnung, was in den zuegen los ist, weil sie immer auto fahren….“

        Na warum wohl fahren die „vielen Deutschen“ Auto?

        • Ich habe Angst im Zug und auf den Bahnhöfen.
          Es ist überall unheimlich und fremd.
          Das ist nicht das Deutschland, indem ich aufgewachsen bin.
          Deshalb nehme ich das Auto.

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        • Weil es ein Status Symbol ist.

          -14
        • Ich setze mich doch nicht mit den Asyltouris in eine Regionalbahn ohne Not! Warum Asylbewerber auf Staatskosten quer durch Deutschland touren dürfen, habe ich ohnehin noch nie verstanden! Früher gab es zu den noch normalen Zeiten eine Residenzpflicht am Wohnort. Heute produziert der Staat willentliche Unsicherheit und fragt noch, wie man solche Gewalttaten in den Öffis verhindern kann. Intelligentes Handeln scheint es nicht mehr zu geben, weil Links nicht vorbei ist.

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      • Kenne die Strecke aus Vor-Corona-Zeiten, ätzend. Nürnberg sowieso, vollkommen runtergekommen.
        Nach mehreren Vorfällen, ohne Polizeipräsenz, fahre ich nur noch mit dem Auto.

    • Lokführer sitzen sicher im Führerstand, oder?

      • Depends. Es gibt ja auch Triebwagen, wo die „Lok“ Teil des Passagieraufkommens ist. Da sagt man dann Triebfahrzeugführer. Tut man bei ’ner echten Lok aber auch.
        Auf Nebenstrecken gibt es tlw. (d.h. meist bis immer) weder Schaffner, noch Zugführer. Da pfeift die Lokführerin sich die Abfahrt selbst zu.

    • Im Cockpit sind Sie doch unerreichbar? Also weswegen die Kündigung nach 18 Dienstjahren?

    • Ich habe damit gar nicht erst angefangen hahaha

  • Ich bin D-Ticketbenutzer der ersten Stunde, und wirklich viel mit der Bahn unterwegs und habe noch nie, nie, nie einen unfreundlichen Schaffner, oder, wie man heute sagt, Zugbegleiter, erlebt.

    • zu Covid 19 Zeiten waren sehr viele Schaffner sehr unfreundlich , wollten wissen , ob die Fahrgäste zwangsgeimpft sind . Ungeimpfte durften offiziell nicht mit der Bahn fahren , nur mit einem Corona 24 Stunden gültigen Nasenschnelltest …

      • Die haben nur Befehle ausgeführt.

        • Das haben die vielen kleinen Mitläuferlein in der Zeit des Nationalsozialismus auch gemacht. „Wir haben nur unsere Pflicht getan.“

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  • Wenn die Kluft zwischen der geleugneten Realität und der tatsächlichen Welt zu groß wird, helfen meist nur noch professionelle Ansätze. Unbehandelt könnte es im Zweifelsfall chronisch werden.

    • Wenn heute ein Kontrolleur einen Migranten nach dem Fahrschein fragt, ist er für manche Kreise schon des Rechtsextremismus verdächtig.

    • Deshalb pfeife ich auf die Waffenverbotszonen.
      Ich schütze mich selber

  • Ich bin Seitenschlöfer und habe keine Nackenschmerzen.

    • Ich bin Siebenschläfer und lasse beim Aufwachen einen los.

  • Selbstverständlich gibt es nicht nur unverschämte Kunden, sondern auch unverschämtes Personal, ob nun im Zug oder an der Supermarktkasse. Haben wir alle schon erlebt. Zivilisation zeigt sich jedoch darin, daß jeder sich so unter Kontrolle hat, daß er nicht gewalttätig auf den anderen einprügelt.

  • Es gibt da ein Sprichwort: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“
    Wenn der Schaffner einen anspricht und die Fahrkarte kontrollieren möchte, dann deshalb, weil es sein Job ist. Deshalb einfach kurz abgeben. Wenn man dann aber den Lauten macht und auch sonst irgendwie ausfallend wird, weil man keine Karte hat, darf man sich nicht wundern, wenn auch der Schaffner etwas robuster wird oder schlimmstenfalls einen aus dem Zug schmeißt.

  • Wie will dieser Professor seinen Studenten beibringen, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt?

  • Probieren geht über Studieren. Daher sollte er eine Weile seine eigene Haut zu Markte tragen. Den Realitätsflash kann man sich vorstellen.

  • Wenn ich mir Manuel Ostermann anhöre könnte der Eindruck entstehen, dass die Professoren an dieser Akademie irgendwie am Leben vorbeilaufen. Theorie und Praxis halt. Das muss sicher auch der Grund sein, warum die Polizei über eine immer weiter schwindende Hemmschwelle zur Gewalt berichtet. Weil sie alle die falsche Körpersprache und kulturelle Verständnisprobleme haben. Man könnte fast meinen, dass die Polizisten auf solchen Akademien nicht mal ansatzweise auf den realen Berufsalltag vorbereitet werden.

  • Ja, nee, is klar.
    Weiß ich doch.
    Und Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei und Unwissenheit ist Stärke. Find‘ ich doppelplusgut!

  • Ich glaube der Herr Professor sollte einfach mal ein 2 wöchiges Praktikum bei der Bahn machen, in einem Ballungsraum. Danach sprechen wir uns wieder.

  • Ich schenke im ein Monatsabo. Verpflichtung 16 Stunden am Tag in ganz Deutschland
    und besonders in Großstädten die Öffis alleine mit Handy und Rucksack nutzen.

    Der Bericht darüber ist verpflichtend zu veröffentlichen.

  • Es ist auf keinen Fall so, dass Migranten denken in D gibt es alles für lau und dann kommt ein Schaffner um die Ecke und fragt nach einer Fahrkarte…

    • Stimmt, unverschämt vom Schaffner.
      Schließlich sind sie unsere Gäste.

    • Es ist andersherum.
      Wie kann ein Schaffner es wagen, das Bild eines Migranten von einem Deutschland, in dem es alles für lau gibt, mit der geradezu impertinenten Aufforderung den Fahrschein sehen zu wollen, zu zerstören?

  • Die Lösung ist einfach: Ethnologen als Fahrkartenkontrolleure einsetzen. Bis zum Personalwechsel muss die Bahn halt ohne Kontrolleure auskommen. Das kostet Sie nichts, das bezahlt der Staat.

  • … auf diese Weise wird vom Gewalttäter ausgehende Gewalt also als eine Art „Selbstverteidigung“ gerechtfertigt …

  • Gute Nacht Deutschland! Da wird das Opfer zum Täter gemacht! 😡

  • Soweit kommt es noch, dass ich mich an andere anpasse!

  • Was stimmt mit solchen Unmenschen nicht? Den sollte man für ein paar Wochen in einer Flüchtlingsunterkunft einquartieren, aber zu den gleichen Bedingungen wie die anderen Glücksritter!

    • Von einem IT-Blogger (3. Freigabe-Versuch):

      – Wäre der Mann nicht auf political correctness gebügelt, wäre er nicht Professor an einer Polizeiakademie.
      – Wäre der Mann nicht auf political correctness gebügelt, käme er beim NDR nicht zu Wort.“

    • Einfach mal, Zugfahren lassen… Das bewirkt Wunder.

    • Das ist nicht am Leben vorbei, das ist das staatsfinanzierte Leben in der linken Blase. Hat man so einen Job, dann ist gut vollmundig schwurbeln.
      Man darf dann aber auch nicht anders.

    • Professor Bahkdi wies darauf hin, das die Spritze ins Hirn geht und das logische Denkvermögen ausschaltet… Man kann es deutlich bei den Mitmenschen erkennen, die mehrfach geimpft und geboostert sind.

    • ——————————-

  • Täter-Opfer-Umkehr?

    Ich schreib jetzt nicht, wer sie alles schon angewendet hat.

  • Da wäre doch mal zu erforschen, ob der Herr Mitglied einer linken NGO ist oder ob er glühender Verehrer linker ideologischer Parteien ist ?
    Viele Gewaltopfer könnten sich durch seine Aussagen verhöhnt fühlen– doch manche können nicht mehr sprechen.

  • Kommunikationsprobleme liegen in deutschen Öffis nicht bei deutschem Personal vor – das Gegenüber muss sich anpassen

  • Heisst das, dass auch jeder Polizeibeamte mitverantwortlich für eskalierende Gewalt ist? Ist das zukünftig, bei polizeilichen Gewaltfestspielen gegen Regierungskritiker, gerichtsfest und strafmildernd verwendbar falls man sich wehrt oder präventiv aus Angst dagegen geht?
    Ich frage für einen Freund

  • Ich dachte Putin bzw. die AfD seien schuld. Jetzt sind es „autoritäre“ Kontrolleure? Vielleicht sollten wir alle Kontrolleure zum Sensibel-Training bei Lars K. schicken…

  • Ja ja, die Experten. In der Theorie sind sie immer spitze.
    Wenns in die Praxis geht versagen sie reihenweise.

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