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Marktanteile verloren

Porsches Elektrosparte vor dem Kollaps – jetzt droht auch den neuen Vorzeigemodellen das Aus

Porsches Elektrosparte steht kurz vor dem Kollaps. Umsatz und Gewinn brechen ein, es gibt kaum Nachfrage. Deshalb droht nun auch den beiden neuen Elektro-Modellen, dem Boxster und dem Cayman, das Aus. Sie sind einfach zu teuer.

IMAGO/Arnulf Hettrich

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Wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht, könnte Porsche seine Zukunftspläne für den elektrischen Boxster sowie für den elektrischen Cayman (Modellreihe 718) verwerfen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Die Neubewertung der Projekte läuft derzeit auf Vorstandsebene. Zu den Hauptgründen für eine potenzielle Verwerfung zählen dem Bericht zufolge Entwicklungsverzögerungen sowie steigende Kosten bei der elektrischen Neuauflage der beiden Fahrzeugmodelle.

Ursprünglich sollten Boxster und Cayman ab Mitte des Jahrzehnts ausschließlich als Elektro-Sportwagen auf den Markt kommen, nachdem die Verbrennerversionen der beiden Modelle im vergangenen Jahr eingestellt worden waren. Die Einführung wurde jedoch mehrfach verschoben – vor allem wegen der anspruchsvollen Batteriearchitektur. Um Schwerpunkt und Sitzhöhe möglichst niedrig zu halten, sollte das Akkupaket beim 718 anstelle des Motors vor der Hinterachse positioniert werden. Auch andere Sportwagenhersteller wie Jaguar oder Maserati verfolgen diesen Ansatz. Bei Porsche scheint diese Lösung jedoch nicht wie vorgesehen zu funktionieren.

Dass die Elektrifizierung der 718er-Reihe nun auf den Prüfstand gestellt wird, ist auch unabhängig von hohen Kosten und Entwicklungsverzögerungen wenig überraschend. Der Markterfolg der Modelle wäre angesichts der insgesamt schwachen Wettbewerbsfähigkeit, die Porsche derzeit im Bereich der Elektromobilität aufweist, ohnehin nicht gewährleistet.

Dass Porsche mit seinen Elektroautos nur begrenzt wettbewerbsfähig ist, liegt vor allem an der starken Konkurrenz, insbesondere aus China. Dort können Hersteller Elektrofahrzeuge zu einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Ursache dafür sind günstigere Rahmenbedingungen am chinesischen Wirtschaftsstandort.

Während in Deutschland hohe Energie- und Arbeitskosten sowie eine erhebliche Steuer- und Bürokratielast auf den Unternehmen lasten, stellt sich die Situation in Fernost anders dar. Energie- und Lohnkosten sind vergleichsweise niedrig, die Steuerbelastung geringer, und heimische Autobauer profitieren zudem von staatlichen Subventionen sowie von einem erleichterten Zugang zu kritischen Rohstoffen, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen essenziell sind.

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In der Folge hat der Stuttgarter Hersteller in jüngster Vergangenheit Marktanteile verloren und bei seinen Elektrofahrzeugen schwache Absatzzahlen verzeichnet. Wie durchwachsen das Elektrogeschäft bei Porsche tatsächlich läuft, zeigen die Absatzzahlen des elektrischen Taycan – des Modells, das ursprünglich das Flaggschiff der elektrischen Mobilitätswende bei Porsche sein sollte. Im Jahr 2025 lieferte Porsche weltweit lediglich 16.339 E-Taycan aus, was einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Unter anderem bedingt durch die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen musste Porsche zuletzt erhebliche Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen. Im ersten Halbjahr 2025 sank der operative Gewinn um 67 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,06 Milliarden Euro), während der Umsatz um 6,7 Prozent auf 18,16 Milliarden Euro zurückging. Im dritten Quartal schrieb Porsche schließlich sogar rote Zahlen. Am Ende stand ein operativer Verlust von 966 Millionen Euro (mehr dazu hier).

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76 Kommentare

  • Ein E-Porsche ist für mich kein Porsche.
    Entweder einen richtigen Porsche oder etwas anderes.

    • Endlich Schluss?
      Da kommt bei mir Freude auf, sind doch die Manager in ihrer Einfältigkeit den grünen Ideologen auf den Leim gegangen.

    • Oldtimer Porsche… Geht auch… Sind sogar noch die luftgekühlten darunter… Reicht doch… und dann ein Saisonkennzeichen.. jetzt liegt eh Schnee draußen… Wäre eine Überlegung wert… Wenn die Firma Porsche dann bald pleite ist, haben sie wenigstens noch ein haltbares Auto… Und keinen Elektroschrott der nicht mal funktioniert!

    • Habe gehört: Porsche fragt bei seinen Kunden bereits nach, ob diese Ihren Boxer nicht gegen eine E-Auto eintauschen wollen oder diesen generell an Porsche verkaufen oder ob man da nicht jemanden kennt der einen Benziner hat. Denn wohl liegen die E-Autos im Regal, wie der Klumpen Uran unter Tschernobyl. Die Eigenverkäufe retten den Laden auch nicht mehr. Die Verkäufer sind verzweifelt. Da kann die Soprano-EU in Brüssel auch nicht mehr helfen.

  • Der komplette Denkansatz ist falsch. Was ist Porsche? Ein Sportwagenhersteller mit langer Tradition. Was machen Sportwagen vor allem aus? Emotionen. Was spricht die Käuferschicht an? Emotionen. Für das viele Geld etwas besonderes zu besitzen, etwas was einzigartig aussieht, schnell und laut ist. Was vermitteln Elektroautos? Keine Emotionen. Das ist, als würden in Luxusuhren demnächst Quarzwerke verbaut werden. Keiner würde sich so einen Schrott für tausende von Euro kaufen. Es liegt nicht immer alles an China.

    • Die deutsche Ingenieurskunst hatte mal Weltruf. Und gerade Porsche war in Bezug auf Leistung, Qualität, Design (bis auf 924/928) und eben die „Emotionen“ in Zusammenhang mit diesen Autos ganz Vorne mit dabei.
      Die Autos wurden nicht verkauft, sondern von den Kunden haben aus den Show-Rooms „gerissen“.
      Von allen Seiten verwöhnt zu werden ist aber keine Zukunftsperspektive !
      Man wird satt, träge und selbstherrlich.

      Nu ham‘ se den Salat …

      • Und heute tragen wir den „Links grünen Schwachsinn“ in die Welt!
        Nur keiner will mitgehen!

  • Das Porsche Management glaubt trotzdem weiterhin tüchtig an die grüne Energiewende und „große“ Transformation.

    • Ja, und die Grünen werden bei der nächsten Landtagswahl wieder in die Regierung gewählt werden. BW freut sich auf seinen Abstieg.

      • ein Wirtschaftsminister Herrmann (Grüne), hat schon gesagt, dass es ihn nicht stört wenn die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie abgebaut werden. Der Herr Minister fährt aber den größten Dienstwagen und hat auch die meisten Flugmeilen der Regierung in BW.

        • Halt wie der Fürst, der den Pöbel verachtet.

          Oder wie eine Königin zu sagen pflegte: „Das Volk hat kein Brot? Dann sollen sie doch Kuchen essen“.

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        • @Heilig, heilig, dreimal scheinheilig.

          Der alte Fritz hat den Pöbel nicht verachtet.

          „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“
          Cooler Spruch, aber das hat Marie Antoinette nie gesagt.

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      • So lange die staatloiche Kohle für Nichtdenker pünktlich aufs Konto kommt, wird sich nichts ändern!
        Der deutsche Michel schreit nach Hunger und Frost!

    • Das hochbezahlte Porsche-Managment hat auf Autos gesetzt, für die es langfristig keine funtionierende Infrastruktur gibt, und welche nicht die Porsche-Ur-Emotionen der Kunden wecken können.
      Erst denken, dann machen!

      • @Michel Sonnemann

        Die haben sich, wie ihr Mutterkonzern, von den milliarden Euronen an Subventionen, die der Steuerzahler berappt, einwickeln lassen !

    • Ja ja . Macho Autos mit pussietechnik für extrem sehr viel Geld .
      Was soll da schiefgehen?🙄😖😩🤣🤣

      • Porsche ohne Motorgeräusch ist ein Markenmissverständnis auf Rädern.

        • Da haben sie absolut recht ! 🤣Jaguar lässt schön grüßen.
          Man gut das ich keine Aktien von Porsche habe oder dort arbeite .
          Porsche als Marke wird es wohl überleben . Aber nicht Made in germany .

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  • Einen Elektro-Porsche ist doch für jeden Porsche Enthusiasten einfach eine Zumutung.

  • Fahre noch einen luftgekühlten, sehe keinen Grund warum ich einen ePorsche kaufen sollte.
    Wenn es heute ein eFunauto sein soll würde ich heute den Xiaomi ordern.

  • Was hilft ein rosa E-Porsche, wenn die DUH die Höchstgeschwindigkeiten 30/80/100 auf dem Klageweg versuchen durchzusetzen.

  • Wie ein anderer Nutzer betont, liegt die malaise nicht an China, sondern an der Käuferschicht von Porsche. Ich selber besitze einen 911er. Ich würde diesen niemals und nie in einer E-Version kaufen. Das wäre kein Porsche mehr. Ähnlich denken auch die Käufer des Boxter und aller anderen Modelle. Hier gibt es für Porsche keine Lösung. Ohne Aufhebung des Verbrennerverbots ist Porsche leider zum Untergang verurteilt.

    • Dazu müßten die Baden-Württemberger erstmal bei der Landtagswahl Grün abwählen.
      Tun sie aber nicht.

  • Geht noch besser mit Fahrradantrieb. Auf gehts … Gruss nach Zuffensausen.

  • Der E Porsche, der Verrat an den einstigen Mythos. Porsche hat sich damit insgesamt in Frage gestellt. Wird schwer sich davon zu erholen. Sollten sich wieder als kleine Manufaktur etablieren.

  • In einen Porsche gehört ein Boxer, alles andere ist Verrat!

    • Und andere Sportler dürfen Den nicht fahren? 😮

      (tschulligung 🙁 )

  • Die Tottransformierten grüßen Dich, oh Grüner Wüterich 🙂

  • Elon Musk hat einmal gesagt, dass ein 911 qua Fahrzeug-Konzeption nicht ordentlich funktionieren könne. Porsche antwortete darauf, dass Millionen von 911er-Fahrern wissen, dass das Gegenteil wahr ist. Was sinngemäß daran liegt, dass Porsche-Konstrukteure – und NUR Porsche-Konstrukteure – Dinge nahe an der Zauberei vollbringen.

    Das funktioniert aber nun mal nicht, wenn einem die komplette Rezeptur auf Links gedreht wird. Porsche wird irgendwann wieder ein kleiner Sportwagenhersteller sein, der 911er baut und sonst nichts, weil die Chinesen alles Andere besser und billiger können.

  • „Auch andere Sportwagenhersteller wie Jaguar oder Maserati verfolgen diesen Ansatz.“
    Meines Wissens sind Jaguar und Maserati pleite.

  • Mit dem Lohner-Porsche war Porsche ab 1899 einer der Vorreiter auf dem Gebiet der Hybridfahrzeuge. Warum Porsche das nicht durchgehend beibehielt, hat sicher triftige Gründe.
    Wenn man aber die Ingenieurskunst mit Ideologie vermengt, kommt nur Mist heraus, wie man deutlich sieht. Damit ist Porsche nicht allein.

    • War der erste Mercedes, den Frau Benz steuerte, nicht ein Elektroauto ?

  • Sie sollten wegen der Synergieeffekte in ‚Markenvernichtung‘ mit Jaguar fusionieren und das Management bei Union und Den Drei Pünktchen rekrutieren.

  • Go Woke…. Ich lach mich schlapp

  • Ein E-Porsche ist wie ein Dobermann mit Schlappohren. Geht gar nicht.

  • Bereits zur Mitte der 1990er Jahre ist die Kritik geübt worden, dass die Standortdebatte hierzulande „allzu ökonomistisch verengt“ (Schumann, in: Baethge et al. (Hrsg.), 1995: 13) geführt wird. Die Folgen davon zeigen sich aber erst heute rund drei Jahrzehnte später in ihren kaum mehr sagbaren Verheerungen. Insofern rächt sich gegenwärtig, dass vor allem das Plädoyer des Juristen Adolf Theiss vom 17. Juli 1985 dafür, anstatt sich weiterhin eines eindimensionalen sich endlich eines mehrdimensionalen Begriffs zu befleißigen, der wenigstens von den Naturwissenschaften, der Medizin sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften gemeinsam erarbeitet werden müsste, kein Gehör fand; wobei längst klar ist, dass von der damit möglichen Genauigkeit das Leben vieler Menschen abhängt, wie der Physiker Werner Heisenberg zuvor noch am 9. Oktober 1970 zu bedenken gibt. Es treten allen voran bei Porsche also inzwischen „jahrzehntelange Probleme“ (Blume, in: BamS v. 2.11.2024) offen zutage.

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    • Ein Blume-Heisenberg-Potpourri. Sie sollten gerichtlicher Gutachter werden.

      • Oder vielleicht Politiker?
        Die stundenlangen Schachtelsätze mit 100en Bindewörtern kann er ja schon.
        Und eigentlich … mehr braucht’s dafür ja nicht …

      • …ich habe doch tatsächlich einen Moment gebraucht, um die emergenten Implikationen aus dem Post von Rath, die ich für richtig halte, mit den negativen Bewertungen hier in Einklang zu bringen. Und meine den Casusknacktus bei dem Stichwort „Ökonomische Verengung“gefunden zu haben.
        Die Ökonomie einer Innovation sollte immer der 1. Prüfstein sein, gefolgt von Ökologie und weiteren diskutablen Größen. Für mich als Ingenieur ist echte, also verifizierbare Wissenschaft Technik. Als das, was machbar, handhabbar und insbesondere brauchbar ist, als Analogie dazu. Die Ausrichtung der Themenfelder der Parteien UnsereDemokratie(c) ist grundsätzlich komplementär: von widersprüchlich bis widersinnig. Heisenberg (1927 Unschärferelation: ..nach der zwei komplementäre Eigenschaften eines -Systems nicht gleichzeitig scharf definierte Werte haben können…1932 Nobelpreis für Physik) hätte seine hellste „Freude“ daran.

    • @ Ralf Rath:
      Diesen Sermon auf 10 in sich abgeschlossene Sätze unterteilt … man würde vielleicht sogar verstehen, Was überhaupt gemeint ist.

    • Mehrdimensionale Begriffe? Interdisziplinär? JA..wir betrachten die „Grenz-Wissenschaften“ als Wissenschaften, im Impetus als „Konsens-Wissenschaft“ und deren politisierte Aussagen als vollwertig. Verifizierung? Falsifizierung? Unmöglich. Der Tunneleffekt, die Quantenverschränkung..Klima… darum werden prosaische Theorien und Modelle gesponnen. Die klassische Messtechnik lehrt das eine Messung bei 50% der Skala die realistischsten Aussagen macht.

      „Wir wissen es einfach noch nicht, das könnte alles sein…“ wäre die ehrlichste Antwort.

  • Porsche muss unbedingt überzeugende Werbung machen um Emotionen zu wecken. Die sollen sich mal ne Scheibe von Jaguar abschneiden, die wissen genau, wie man das macht!!!1

  • Porsche hat auch in früheren Zeiten Traktoren gebaut. Ich denke, dass wäre eine Lösung. Was für ein Saftladen.

    • Würde Porsche denn die heutigen Hai-Tekk-Tregger 😉 überhaupt noch auf’s Feld kriegen?

      By the way … Porsche hat sogar eines der ersten E-Autos gebaut, und schon damals waren die Batterien das Problem.

  • Ach was? „Die Einführung wurde jedoch mehrfach verschoben – vor allem wegen der anspruchsvollen Batteriearchitektur“. Kann man nicht einfach die Chinesen Fragen? Oder bei den Chinesen Leih-Ingenieure anfragen? Das müssten die Chinesen doch in den Griff bekommen. Oder die versprochenen indischen Fachkräfte vielleicht?

  • Die bräuchten nur wieder den 8-Zylinder Diesel und Hammerverbrenner einbauen, dann knallt der Laden wieder. Die wollten halt ihre Kunden umerziehen! Das kommt von ARROGANZ!!!

    • Das lag wohl eher an dem unseligen Verbrennerverbot, für das keinerlei Ausnahmen vorgesehen waren.

      Heizungsgesetze …
      Gasverbot aus Russland …
      Immense nutzlose Entwicklungshilfen …
      Energiewende mit der Brechstange …
      Streusalzverbot bei Eisregen …
      Untreue durch etliche Politiker, ohne Konsequenzen …

      Es ist nicht nur F. Merz, der „Es nicht kann“ !!!

  • … grins … make my day …

    Go woke, go broke.

  • Porsche hätte niemals dem merkelgrünen Zeitgeist folgen dürfen.

    Autoscooter sind was für den Jahrmarkt, nicht für den Gebrauch!

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