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Allgemeinverfügung

Berliner Senat gerät bei Tausalz-Freigabe ins Schwimmen

Der Berliner Senat hat den Einsatz von Tausalz auf Gehwegen erst erlaubt, nachdem die Glättelage bereits mehrere Tage angedauert hatte, Notaufnahmen überlastet waren und der Regierende Bürgermeister öffentlich an das Parlament appelliert hatte. Warum der Erlass dennoch erst zu diesem Zeitpunkt kam, lässt sich aus den öffentlichen Erklärungen nicht nachvollziehen.

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Kai Wegner und Ute Bonde: Nach eskalierender Glättelage griff der Senat spät zum Ausnahmeinstrument. (IMAGO/Stefan Zeitz)

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Der Berliner Senat hat den Einsatz von Tausalz auf Gehwegen erst erlaubt, als die Glättelage bereits mehrere Tage angedauert und sich sichtbar zugespitzt hatte. Zuvor war eine gesetzliche Lösung im Abgeordnetenhaus gescheitert.

In einer Antwort an Apollo News erklärte die Senatskanzlei, Verkehrssenatorin Ute Bonde habe bereits am 12. Januar 2026 das Abgeordnetenhaus gebeten, „schnellstmöglich die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen“, um bei extremer Glätte den Einsatz von Tausalz zu ermöglichen. Die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin habe diese Initiative unterstützt, „die SPD-Fraktion hat dies jedoch – auch öffentlich – abgelehnt“. Eine Änderung des Berliner Straßenreinigungsgesetzes sei deshalb „in den vergangenen Wochen nicht möglich“ gewesen.

Der Einsatz von Auftaumitteln auf Gehwegen ist in Berlin grundsätzlich untersagt. Ausnahmen sind nur in engen Grenzen vorgesehen. Eine Allgemeinverfügung stellt daher einen verwaltungsrechtlichen Ausnahmeweg dar, der üblicherweise nur zur Abwehr einer konkreten Gefahr für die öffentliche Sicherheit genutzt wird.

Bereits am Montag, 26. Januar, warnten Polizei und Stadtreinigung vor „extremer Glätte“; zugleich wurde darauf hingewiesen, dass Feuchtsalz durch Regen teils von den Fahrbahnen gespült worden sei und Gehwege vielerorts spiegelglatt blieben. In den folgenden Tagen berichteten Medien über stark steigende Unfallzahlen. Am Donnerstag, 29. Januar, meldeten Berliner Krankenhäuser und Rettungsdienste eine massive Belastung der Notaufnahmen; zeitweise mussten einzelne Rettungsstellen die Aufnahme neuer Patienten einstellen.

Ebenfalls am Donnerstag wandte sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner öffentlich an das Abgeordnetenhaus und appellierte auf der Plattform X, Ausnahmen für den Einsatz von Tausalz zu ermöglichen. Erst einen Tag später, am Freitag, habe Wegner – so die Senatskanzlei – die Verkehrssenatorin „angewiesen, unverzüglich eine Allgemeinverfügung zu erlassen“, die Privatpersonen und der Berliner Stadtreinigung den Einsatz von Tausalz auf Gehwegen ermöglicht.

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Zugleich räumt der Senat ein: „Dieser Weg ist mit rechtlichen Unsicherheiten verbunden, deshalb bleibt eine schnellstmögliche Änderung des Straßenreinigungsgesetzes erforderlich.“ Warum der Senat die Allgemeinverfügung erst nach mehreren Tagen extremer Glätte, überlasteten Notaufnahmen und einem vorherigen öffentlichen Appell des Regierenden Bürgermeisters erlassen hat, wird in den öffentlichen Mitteilungen nicht erklärt.

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57 Kommentare

  • Er hat schon wirklich Pech. Wer kann auch ahnen das es im Winter so ein Wetter geben kann. ….

    • Es war „klimakatastrophe“, nicht Wetter! Wetter ist „out“.

    • Vor allem Pech im Denken…

      • Vielleicht auch nur etwas langsam… ist doch klar, wenn man den Kopf voller Termine hat…

    • Letztes Jahr hieß es noch „Ist doch nur Geld!“
      Jetzt heißt es „Sind doch nur Menschen!“

      Bäume sind aber wichtiger, also darf kein Salz in den Boden gelangen
      „Whatever it takes!“

  • „… appellierte auf der Plattform X, Ausnahmen für den Einsatz von Tausalz zu ermöglichen.“
    Sind die Faxgeräte verrostet, ist die interne Rohrpost verstopft?
    Hat Elon die Nachricht etwa zensiert? So ein Schlemihl …

    • Vor 4 Monaten habe ich 2 Wochen Urlaub in Ungarn gemacht. Ein Ungar fragte mich, woher ich kommen würde. Nachdem ich Ihm sagte Deutschland, fragte er mich warum die Deutschen bei den Wahlen noch immer die „deutschfeindlichen Parteien“ wählen würden. Die „unkontrollierde Masseneinwanderung“ seit über einem Jahrzehnt müsste doch schon lange zu einem Umdenken bei der Wahl führen. Diese Aussage sagt, denke ich alles über Deutschland aus.

    • Beim Stromausfall hat er angeblich telefoniert.

      • und Du hast nachweislich kommentiert

      • Er hat aber Tennis gespielt im Atombunker; mit Gefährtin. Die bleibt aber außer Beschuss.

  • Danke an die Redaktion dafür, daß ihr die Fähigkeit behaltet über den Wahnsinn sachlich zu berichten.

  • Bald sind Wahlen; da wird noch einiges, viel, viel schlimmer.

    • Vor den Wahlen? Optimist! Nach den Wahlen? Realist!

  • Ich frage mich jetzt, wo man Streusalz in Berlin kaufen kann. Kein Baumarkt führt Produkte, die verboten sind. Wahrscheinlich müssen die jetzt nach Polen fahren.

    • Hier bei uns sind … ups: WAREN(!) die Baumärkte voll mit Streusalz, jetzt sind die Lager leer!

  • Die Antwort ist einfach, gebrochene Knochen sind der (berliner) Regierung egal, solange es nicht die eigenen sind. Erst durch die mediale Öffentlichkeit kam Bewegung in die Sache, ansonsten hätte man es ignoriert.

    • So und nicht anders verhält sich das.

      • Danke Danke Danke Du bist wirklich schlau

  • Sozialisten haben das unleugbare Talent, sich selbst weg zu organisieren.

    • Moin , eben nicht. Sie zeigen den Bürger doch den Mittelfinger.

  • Ist ja eigentlich nicht Wegners Bereich. Bonde und die ach so rührige Giffey haben hier wohl eher die Verantwortung …

    • und die zarten Füße der Damen kommen mit Glatteis kaum in Kontakt.
      in deren Heim, Büro, und Dienstwagen ist es nicht glatt, also besteht aus DEREN Sicht keine Notwendigkeit für Salz…

    • 1. Bürger von Berlin, und nicht sein „Bereich“? Bei Ihnen piept es wohl! Wofür wird diese Figur bezahlt? Drag-Shows organisieren???

  • Wahlprogramm der Regierungsparteien
    Querschnittlähmung statt Streusalz
    Die Bäume müssen geschützt werden
    die Menschen nicht.

    • Die schützen Bäume auf dem Gehweg? Dafür holzen sie die Wälder ab, der Wald braucht keinen Schutz. Wer schützt uns vor den Altparteien?

  • Vielleicht war ja das Budget etwas knapp.☺️😲
    Nur so ein Gedanke,………könnte ja sein,………..obwohl, vielleicht war es ja als Beispiel für die Trittsicherheit der Berliner Politiker gemeint.

  • Wenn man schon weiß, dass das geltende Gesetz den Einsatz von Salz nicht zulässt, andererseits aber das Wetter nunmal die FAKTEN und die Handlungszeit DIKTIERT, dann kann man doch nicht einfach untätig herumlavieren und auf ein Gesetzesverfahren hoffen, welches bereits kraft Natur der Sache viel zu lange dauert und obendrein hinsichtlich der erforderlichen Mehrheitsverhältnisse viel zu unsicher ist, wo es hier aber doch um Minuten und Stunden geht.

    Da offenbaren sich nicht nur Charakterlosigkeit und Gewissenlosigkeit, sondern auch eine eklatante Führungsschwäche des Regierenden.

    • In Ausnahmesituationen sieht die bestehende Regelung eine Ausnahme vor.
      Man wollte nicht. Es war ihnen schlicht egal. So einfach kann Wahrheit sein.

      • Toll von Dir die Wahrheit zu erfahren

        • der kennt keine Wahrheit – gestern hat er noch behauptet „Salz ist keine Chemie“ – der merkt nix mehr

          8
      • Selbst wenn: Dann hätte der Senat diese „Ausnahme“ aber rechtsverbindlich feststellen und in Vollzug setzen müssen. Das haben diese Clowns ja erst jetzt nachträglich mit der Allgemeinverfügung getan.

  • Bäume sind einfach schlauer als Menschen und bleiben bei Glätte Zuhause.

  • Organisieren können sie nicht.
    Einfach an zentralen Punkten vom LKW runter eimerweise Sand verteilen.
    Hätten die Leute sich schon kostenlos abgeholt und gestreut.
    Früher haben die Berliner im Winter einfach die Kohle- und Brikettasche auf die Gehwege gestreut.

  • Wie bewegen sich eigentlich die Demokratiefürsten durchs vereiste Berlin, wenn es zum Tennisplatz oder Edelitaliener geht? Vermutlich nicht so wie die Untertanen.

  • Moin, ich habe kein Mitleid denn die Bürger sind doch mittlerweile wie Schafe und lassen sich alles gefallen . Warum demonstrieren Sie nicht vor dem Roten Rathaus.

    • Weil dort nicht gestreut ist!

  • Die bringen nicht mal Tausalz hin, wie wollen die die Scharia verhindern?

    • Das will sowieso niemand in Berlin.

    • Wieso, wollen die das da oben in Berlin? Das wäre mir ja ganz neu…

    • Man sollte über ganz Berlin eine Kuppel spannen und Giffey zum Ehren-Imam ernennen. So würden die sich wenigstens ehrlich machen.

  • Kai Wegner & Berlin.
    Das sagt ALLES!
    Berliner, ihr habt diesen Schmutz gewählt, beschwert euch nicht!

  • Inkompetenz hat ein Gesicht. Aber die Drags treten auf; auf gestreuten Wegen? Nicht war, Herr Kommissar?

  • Berlin, die derzeit wohl grösste Irrenanstalt der Welt…

    • Naja, das ist wohl eher ein Kopf an Kopf Rennen mit Hamburg.

    • Lost Place …..

  • Neues aus Berlin:
    Tennis macht nach BM Wegner den Kopf frei
    Die Senatorin Bonde hat herausgefunden Streusalz macht die Strassen frei
    Montag werden 50000 Protestierende aus NGO und Zivilgesellschaft in Berlin erwartet
    (Wochenende geht schlecht, da hat man was zu tun) aus Protest gegen die Redewendung „XXXX macht frei“

    • Und wenn der Arzt sagt: „Machen sie sich frei“?
      Soll ich dann auch protestieren?

      • Nein, dafür ist die Oma zuständig. Schön die Regeln einhalten.#
        Sonst ist die Oma gegen räächts beleidigt.

  • 2 Milliarden für Bäume bereitstellen, aber kein Geld für Streusalz? Wie bekloppt sind die Berliner überhaupt?

  • Wege freisalzen und die Herrschaftstruppe einsalzen.
    Viel mehr fällt mir zu dem Berliner Affentheater nicht ein.

  • Inkompetenz in ganz Berlin. Aber es wird noch besser. Der Wegner war nur eine Strohpuppe.

  • Haben die überhaupt Streusalz gekauft, braucht man doch nicht bei der Klimaerwärmung?
    Es herrscht nur noch Chaos , Inkompetenz , Schwachsinn bei den ganzen Altparteien – Schmierentheater in Bund und Ländern.

  • Die Berliner sind mit dieser Regierung zufrieden und wollen es nach aktuellen Umfragen noch extremer, wenn man den Umfragen und Wahlen in Berlin vertrauen schenken kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die „Vielfältige“ und „Bunte“ Bevölkerung von Berlin die Grünen favorisiert. Die Linken dann schon eher, mit ihrem Antisemitismus.

    • Bürlün war noch gar nicht ernsthaft linksgrün regiert. Wenn es eine Mehrheit links von Wegner geben sollte, wirds da erst mal richtig abgehen. Doppeltes Bürgergeld für alle, Wärmepumpen-Flat für paar Teuronen/Monat, kostenloses halal-Essen in Kitas Schulen etc., Vulkan-Belohnung wird zurückgenommen, Adlergestell wird Fußgängerzone, Stadtautobahn bekommt Baumreihen in eine Spur, Fernsehturm wird grünrot gestrichen…

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