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Nach Doktortitel-Entzug

„Wenig erfolgversprechend“: Top-Jurist sieht in Mario Voigts Klage gegen den Doktortitel-Entzug vor allem ein politisches Mittel

CDU-Ministerpräsident Mario Voigt geht juristisch gegen den Entzug seines Doktortitels vor. Doch das sieht der Rechtsprofessor Volker Boehme-Neßler als wenig erfolgversprechend an – viel eher handle es sich dabei um ein politisches Mittel um Zeit zu gewinnen.

Der Top-Jurist Volker Boehme-Neßler sieht die rechtlichen Schritte Voigts skeptisch

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat nach dem Entzug seines Doktortitels den Rechtsweg eingeschlagen – „ein politisches Mittel“, meint dazu der anerkannte Jurist Volker Boehme-Neßler gegenüber Apollo News. Der Professor für öffentliches Recht an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg schätzt die Erfolgschancen einer solchen Klage gegen den Entzug des Doktortitels als gering an.

Die TU Chemnitz hatte dem CDU-Politiker am Mittwoch den Doktortitel entzogen – der Grund sind Plagiate, die Voigt in seiner Dissertation „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ aus dem Jahr 2008 getätigt haben soll. Ein von der Universität beauftragtes externes Gutachten hatte Voigt zunächst entlastet – nun entschied der zuständige Philosophische Fakultätsrat jedoch einstimmig für den Entzug des Doktortitels.

Voigt fühl sich ungerecht behandelt – in einer Stellungnahme zeigte er sich verwundert darüber, dass die Universität sich über das externe Gutachten hinweggesetzt hatte. Und warf ihr zudem vor, im Nachhinein Richtlinien in Bezug auf den Umgang mit Plagiatsvorwürfen geändert und auf seine Arbeit angewandt zu haben. Der CDU-Politiker zieht deshalb vor ein Verwaltungsgericht.

Rechtsprofessor Boehme-Neßler sieht dem jedoch skeptisch entgegen – er betont dabei: „Wir leben in einem Rechtsstaat. Der Entzug des Doktortitels durch eine staatliche Universität stellt eine staatliche Maßnahme dar, weshalb Voigt natürlich rechtlich dagegen vorgehen kann. Die Erfolgsaussichten einer solchen Klage sind aber eine andere Frage.“

Voigts Argument, dass die Universität sich über ein externes Gutachten hinweggesetzt hätte, lässt Boehme-Neßler nicht gelten – es sei „irrelevant“ – schließlich entscheide über den Entzug des Doktortitels der Fakultätsrat in eigener Verantwortung. Dass dieser darüber hinaus auch noch einstimmig für den Entzug von Voigts Doktortitel gestimmt hat, ist ein Indiz dafür, dass die „Entscheidung sehr sorgfältig geprüft worden ist“.

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Außerdem gibt Boehme-Neßler zu bedenken: „Wir sind hier im Bereich der Wissenschaftsfreiheit. Inhaltlich – also in die Frage, ob Voigt plagiiert hat – werden sich die Gerichte nicht einmischen. Es geht vielmehr um die Frage, ob das Verfahren fair und die Kriterien sachlich angemessen waren.“ Doch gerade dort sieht der Jurist bislang wenig Anhaltspunkte für einen Rechtsbruch der Universität.

Angesichts der offenbar fehlenden Erfolgsaussichten einer Klage Voigts gegen den Entzug des Doktortitels stellt sich jedoch die Frage, weshalb der thüringische Ministerpräsident den Weg dann überhaupt geht. Boehme-Neßler sieht darin vor allem ein politisches Mittel: „Juristisch ist die Klage wenig erfolgsversprechend. Es geht ihm vor allem um Zeitgewinn.“

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47 Kommentare

  • Mett Mario Voigt ist am 12.12.2024 Ministerpräsident geworden. Man hat nach 2 Jahren Amtszeit in Thüringen Anspruch auf die Rentenbezüge eines Ministerpräsident ab 67.

    Mehr gibt es nicht zu sagen, wieso Voigt auf Zeit spielt.

    • 2 !!! Jahre.

      Hallo Pöbel, da guckste, wa ???

    • Das sagt viel über seinen Charakter aus und betont seine Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit gegenüber den Thüringern, für diese ihnen dienliche Politik zu machen. Ihm geht es nur um sich selbst – ein Egoist hoch 3, oder doch schon ein Narzisst? Da muss ich an Andreas Popp Worte einst denken, dass die Politiker eingesetzt werden nach einer „Negativauslese“.

  • Taktischer Schachzug.
    Solange er klagt gilt die Unschuldsvermutung und bis zur Entscheidung durch ein Gericht können Jahren ins Land ziehen .
    Somit Rücktritt ausgeschlossen.
    Läuft also alles ab wie immer.

    • Es sei denn, ein Misstrauensvotum hat Erfolg.

  • Nun, es gibt immer wieder Schüler und Studenten, die (oder deren Eltern) sich durch Zensuren ungerecht beurteilt fühlen. Diesen habe ich stets Anschrift und Kontaktdaten des zuständigen Verwaltungsgerichts mitgeteilt. In drei (3) Fällen haben sie diesen Weg auch beschritten.

    In keinem dieser Fälle haben die Gerichte über die Richtigkeit der Benotung entschieden, sondern nur eine externe Nachprüfung angeordnet. Diese hat dazu geführt: (1) Note 6 abgeändert in Note 5 – immer noch „nicht bestanden“; (2) Note 4 (gerade noch so bestanden) abgeändert in Note 4- (nicht bestanden); (3) Note 5- abgeändert in Note 4-. – Im Ergebnis hat sich nichts geändert, aber man hat halt die Gerichte beschäftigt.

    Fazit: Kein Verwaltungsgericht wird sich in das „Minenfeld“ der Zensurierung begeben; und wenn die TU Chemnitz die Dissertation nachträglich als „insufficienter“ einstuft, wird das Gericht vor einem Urteil bestenfalls eine weitere Begutachtung anordnen.

  • Dr. Otto Normal in einem normalen Beschäftigungsverhältnis würde nach dem Entzug des Doktorgrads wegen Betrugs nicht nur hochkant rausfliegen. Man würde von ihm wegen falscher Angaben in der Bewerbung auch das Gehalt zurückfordern. Und das mit Recht!

    • In Deutschland ist Plagiat offenbar kein Skandal mehr –
      solange der Richtige plagiiert…

  • Was nützen einen Geistesgaben,Schwein muss man im Leben haben.

    • Oder bescheuerte Wähler!

  • Voigt sollte vielleicht noch einen Zeugen benennen, nämlich den, der die Arbeit tatsächlich geschrieben hat😅

    • Der war gut!

  • Weiß man denn, wer den „externen Gutachter“ beauftragt und bezahlt hat? Die Bezeichnungen „Gutachter“ und „Experten“ sind deutschlandweit inzwischen so verkommen, dass man ihnen keine Bedeutung mehr beimessen sollte.
    Achtung Ironie: Ich bin beispielsweise „Experte“ im Kartoffelschälen… 🙂 Ironie Ende.
    Und im Übrigen, wenn solche dummen Themen einen Menschen zum „Doktor“ machen können, dann wundert mich in der Politik nichts mehr.

  • Wie wäre es, wenn nur handschriftliche Arbeiten anerkannt würden?
    Da kann man zwar auch abschreiben, ist aber nicht mehr so einfach wie mit copy&paste.

  • Er spielt ganz eindeutig auf Zeit ❗️ und natürlich geht es ihm um die 2 Jahre plus einen Tag, damit er die vollen Bezüge abkassieren kann

  • Das Gericht wird im Zweifel mitspielen. Vermutlich wird sich das Verfahren sehr lange hinziehen. Dr. Mett Mario muss ja nur die Wahlperiode durchhalten.

    • Falsch. Er muss nur bis 12.12. 2026 durchhalten. Ab da hat er Pensionsansprüche als Ministerpräsident
      ! 😡

  • Er klebt an seinem vom deutschen Bürger bezahlten Stuhl.
    Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, als die CDU Politik für das deutsche Volk gemacht hat. Jedoch ist das leider lange her. Es gibt zum Glück jetzt die AfD, die vernünftige Politik machen wird.

    • Sie sind aber optimistisch…

      • Bratwurst-Abo?

  • Karrieristen müssen ihren Lebenslauf halt mit einem Doktortitel aufpimpen.

    • Den sie meist nicht allein geschrieben haben (Ghostwriter).

  • Für die CDU erfüllt der Mann alle verkommenen Anforderungen !
    In dieser Partei qualifiziert das eher für höhere Aufgaben !
    Siehe Spahn und viele mehr !

  • Warum versuchen diese Leute überhaupt, sich mit diesen Plagiatsdoktortiteln zu schmücken? Untereinander werden sie doch alle wissen, wie es läuft, und das Volk verachten sie doch sowieso, so dass dessen Wertschätzung ihnen doch egal sein dürfte. Ich verstehe es nicht.

    • Es geht um’s Prinzip!
      Offensichtlich hat ihm der „Dr.“ einst genutzt. Weshalb sollte man so einen SONST wählen?
      Wenn er jetzt irgendwie irgendwas einräumen würde, wäre das ein Sieg für die „Feinde unserer Demokratie“.
      Außerdem will er die Pension haben.

    • In den berühmten Wahllisten stehen ganz oben keine Namen, sondern Titel.
      Prof ganz oben, bis alle Dr durch sind.
      Erst dann kommt das Fußvolk, welches nebenbei meist auch die Plakate für die oben stehenden kleben durfte…

    • Können manche Bürger bei einem Dr.-Titelträger nicht mehr klar denken vor lauter Unterwürfigkeit?

  • Man wird schon wissen, wie man die Uni Chemnitz unter Druck setzen kann.

  • Das alles wirft auch ein immer schlechteres Licht auf den deutschen Karriere-Akademismus. Für die Politik ist ein ehrbarer Handwerkermeister vielleicht doch mehr wert als ein akademisch promovierter Kunstgeschichtler o.ä. Sofern unsere in stabiler „Haltung“ ideologisierten Politprominentinnen überhaupt mal irgendwo ein Studium zu Ende gebracht haben.

    • Der ehrbare Handwerksmeister in allen Ehren: Einen akademischen Titel zu haben, macht nicht automatisch klug. Keinen zu haben aber auch nicht; dafür fällt mir mindestens ein Beispiel ein.

  • Erst hat der nichtgewählte Ramelow Ministerpräsident gespielt , jetzt haben wir einen Hochstapler … in jedem 3.Weltland ist mehr Demokratie

    • Trotz der Lese-Rechtschreib-Schwäche schaffte er es vom Hauptschulabschluss zum Ministerpräsidenten von Thüringen.

  • So ein unsinniges Thema wie „Der Wahlkampf zwischen Dings und Bums“ hätte mangels erkennbarer Fragestellung von Anfang an gar nicht als Dissertationsthema angenommen werden dürfen. Der Voigt hat das Ding erkennbar nur um des Titels willen fabriziert; eine typische Politiker Dissertation. Das hat er jetzt davon, dieser aufgeblasene Kerl und „Professor für digitale Transformation“.

    • unsinnige und völlig wertlose Themen wie „Der Wahlkampf zwischen Dings und Bums“ findet man tatsächlich häufiger. Eine schöne Liste verdächtiger und aberkannter Dr.Titel gibt es zum Nachlesen hier:
      https://vroniplag.fandom.com/de/wiki/Übersicht
      Natürlich kann man hier auch die vollständigen Arbeiten durchlesen.

      • Oder siehe Magisterarbeit einer Frau Paul in NRW zum Thema Fußball! Das sagt doch alles über die Qualifikation deutscher Politiker!

        • Mag sein, aber mit Magisterarbeiten kann man Säue füttern, da kräht kein Gockel hinterher.

          0
  • Pflichtfach auf der CDU Polit-„Akademie“ ist Tricksen, Täuschen, Lügen. Bei Affären wird der Aussitz-Lehrsatz von Rauten-Mutti “ angewendet. Bei Rücktrittsforderungen einfach „eine Kampagne „rechter“ Medien ausrufen. Ansonsten ist man sowieso nur als Privatmann unterwegs. So übersteht man in der CDU die größten Skandale und Affären.

  • Ob nun irgendein Verwaltungsgericht urteilt das es richtig oder falsch ist den Doktor zu abzuerkennen spielt für die heutigen Politiker und innen keine Rolle.
    Im Kampf um die „unsere Demokratie “ benötigt man solche Typen die betrügen und Lügen, Schul-, Studien- und Berufsabrecher, Antifanten, Komunisten. Der Niedergang des einst stolzen Landes wird fortgesetzt.

    • Um kriminelle Politik durchzusetzen braucht man halt Kriminelle. Und wie wird man kriminell? Indem man Losern und Zivilversagern Macht gibt, sich selbst zu bereichern und ihnen klarmacht, dass man ihnen diese Macht und Pfründe bei „Fehlverhalten“ jederzeit wegnehmen kann. So wird jede politische Äusserung und Handlung zur Existenzfrage. Denn eine Alternative im realen Erwerbsleben haben diese Loser und Zivilversager nicht, schon gar nicht in einer Gehaltsklasse, die ihnen die politische Betätigung gewährt.

  • Wessen Geistes Kind der Mett Mario ist, hat er ja schon mehrfach bewiesen. Nur zwei Beispiele: Sein Wahlwerbespot mit einer Rentnerin, welche, ob er Salz oder Zucker in den Kaffee haben will.
    Dann war da das Wahlkampfgespräch mit bzw. gegen Höcke. Unterirdisch hoch drei.

    • HSA mit LRS eben.
      Der Sohn unseres Nachbarn hat auch nur die Prüfung nicht bestanden, weil seine Turnschuhe zu klein waren… 🤣🤣

  • Ein weitere typischer Fall bei der CDU, unehrlich, korrupt, verlogen, täuschend aber vor allem machtgeil und gierig! Das sind die Attribute, die CDU Politiker zieren!

  • Hast Du einen Dummen Sohn , schickst Du ihn zur Bau Union , ist er noch viel Dümmer … die CDU , die nimmt ihn immer

  • Schon allein der Titel „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry“ ist keinen Doktortitel würdig! In was man alles für Schwachsinniges promovieren kann ist unglaublich!

  • Man muss es immer wieder und wieder sagen, solang der Wahl-Michel auch weiterhin intellektuell obdachlos ist und immer mehr degeneriert, solang können sich solche Gestalten wie dieser Voigt in höchste Ämter hineinlügen. Es ist immer der Michel, der diese Misere zu verantworten hat. Letztlich sind die Profiteure diese Politganoven, welche in der Privatwirtschaft kein auch nur annähernd hohes Gehalt bekommen würden.

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