Werbung:

Werbung:

Wegen AfD-Nähe

„Jetzt mit AfD-Geschmack“: Campact startet bundesweite Plakataktion gegen Müllermilch

Campact startet eine bundesweite Plakatkampagne gegen Müllermilch-Eigentümer Theo Müller, dem die Organisation „Nähe zur AfD“ vorwirft. Noch über Wochen sollen die Plakate im öffentlichen Raum sichtbar bleiben.

Campact macht mit einer großangelegten Plakataktion gegen Theo Müller mobil

Werbung

Nahe dem Berliner Alexanderplatz prangen derzeit Plakate mit der Aufschrift: „Jetzt mit AfD-Geschmack“. Sie richten sich gegen die Marke Müllermilch und ihren Eigentümer Theo Müller. Hinter der Aktion steht Campact, die seit Jahren Online-Protestaktionen initiiert und Spenden sammelt. Mit der aktuellen Kampagne verfolgt sie ein klares Ziel: „Alle sollen wissen, dass Milch-Milliardär Theo Müller die AfD unterstützt.“ Der Vorwurf ist deutlich formuliert – die Begründung bleibt jedoch unklar.

Wie Campact auf Anfrage der Berliner Zeitung mitteilt, wolle man auf Müllers „problematische Nähe“ zur AfD hinweisen. Welche konkreten Belege diese Behauptung stützen oder in welcher Form die angebliche Unterstützung erfolgt – ob finanziell, organisatorisch oder politisch –, lässt die Organisation offen.

Theo Müller weist den Vorwurf zurück und betont, er habe der Partei kein Geld gespendet. Auch auf eine präzisierende Anfrage, die genau diese Unterscheidung beleuchten sollte, blieb Campact unkonkret. Stattdessen verweist man auf den eigenen Kampagnentext. Dort heißt es, Müller posiere „Seite an Seite“ mit AfD-Chefin Alice Weidel und bewege sich zwischen „interessiertem Beobachter und Sympathisant“. Zudem unterstütze er die Idee einer Koalition zwischen CDU und AfD.

Theo Müller hat sich in der Vergangenheit mehrfach zu seinen Kontakten mit der AfD geäußert. Bereits 2023 erklärte er, regelmäßig mit AfD-Chefin Alice Weidel im Austausch zu stehen, betonte jedoch, der Partei kein Geld zu spenden. Zugleich grenzte er sich teilweise von Positionen der 2013 gegründeten Partei ab.

Campact erwähnt diese Aussagen in der aktuellen Kampagne allerdings nicht. Die Organisation wirft Müller stattdessen vor, durch sein öffentliches Auftreten zur gesellschaftlichen Normalisierung der AfD beizutragen. Sie fordert ihn deshalb auf, sich klar und deutlich von der gesamten Partei zu distanzieren.

Lesen Sie auch:

Nach eigenen Angaben wird die Plakataktion vollständig durch Spenden finanziert. In der vergangenen Woche seien „mehr als 400.000 Euro“ eingegangen. Mit diesen Mitteln plant Campact eine „dreiwöchige bundesweite Infokampagne“ mit rund 28.000 Plakaten in Städten wie Berlin und Hamburg. Es handelt sich dabei um eine professionell organisierte Werbekampagne im öffentlichen Raum, die über mehrere Wochen hinweg sichtbar bleiben solle. Die Spendenaktion läuft weiterhin.

Campact teilt mit, Theo Müller habe sich „bislang nicht zu der Kampagne geäußert“. Unklar bleibt jedoch, ob die Organisation vor Beginn der Plakataktion überhaupt versucht hat, mit Müller in Kontakt zu treten. Auf die Frage, ob Theo Müller oder sein Unternehmen vorab kontaktiert wurden, antwortete Campact nicht. Auch Müllermilch ließ eine Anfrage der Berliner Zeitung unbeantwortet.

Neben der Plakatkampagne setzt Campact auf weitere Formen des „Protests im Alltag“. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Organisation dazu aufgerufen, Anti-AfD-Sticker zu bestellen und auf Produkte der „Unternehmensgruppe Theo Müller“ zu kleben. Nach eigener Darstellung versteht Campact diese Aktion als Beitrag zur „Verbraucheraufklärung im Supermarkt“.

Diese Form des Protests bewegt sich rechtlich in einem Graubereich. Das Anbringen von Stickern auf Produkten kann unter Umständen als Sachbeschädigung gelten – vor allem dann, wenn Verpackungen oder Etiketten dadurch dauerhaft beschädigt oder unbrauchbar werden. AfD-Chefin Alice Weidel kommentierte die Aktion auf X mit der ironischen Empfehlung, die Aufkleber „erst nach dem Kauf anzubringen“.

Parallel zur Kampagne bewirbt Campact derzeit einen weiteren Spendenaufruf – den sogenannten „NoAfD-Fonds“ für die Landtagswahlen 2026. Nach Angaben der Organisation kamen innerhalb eines Monats rund eine Million Euro von mehr als 30.400 Spendern zusammen.

Als Begründung verweist Campact auf die anhaltend hohen Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern kurz vor den Landtagswahlen. Ziel sei es, lokale Initiativen gegen Rechtsextremismus zu unterstützen. Dabei soll die Hälfte der Mittel an Organisationen vor Ort fließen, während die verbleibenden 50 Prozent in eigene Kampagnen investiert werden.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

180 Kommentare

  • Die beste Werbung für Müller Milch ever!

    190
    • Ich hab auf einmal unglaublichen Hunger auf Müller Milch … ich fahr mal direkt los und besorg mir alles mögliche.

    • Stimmt! Habe heute mit 69 Jahren das erste Mal Produkte von Müllermilch gekauft.Ich bedanke mich bei Campact für den tollen Tipp.

    • Folks, die Kampagne ist sowohl für die AfD, als auch für Müller-Milch sehr geschäftsfördernd.

      Ob die campact-Kerl:innen schon mal was vom Streisand-Effekt gehört haben?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

    • Aber das Ziel dieser Gutmenschen ist ein möglichst großer Umsatzrückgang und Massenentlassungen…

      • Das Gegenteil werden sie erreichen

  • Jetzt erst recht. Bei mir kommt nur noch Müllermilch ins Haus.

    172
    • Seid diesen Aktionen von Campact, seid Herr Müller die Alice auf seiner Geburtstagsparty eingeladen hatte, nehmen wir bei jedem Wocheneinkauf Müllermilchprodukte mit!

      • Seit diesen Aktionen von Campact, seit Herr Müller ….

        Eselsbrücke: Seit wann seid Ihr hier Foristen?

        • Schreiben nach Gehör eben!🤣👍🏼

          -1
    • Müller-Milchreis ist mir zu teuer.
      Als alter LIDL-Kunde kaufe ich nur LIDL Milchreis.

    • Ja und wenn sie schon unterwegs sind um Müllmilch Produkte zu besorgen gehen sie noch bei der DM Drogerie vorbei….😉

    • Compact bedient sich hier Nazi-Methoden.

      • Campact, nicht Compact 😉

      • Ganz genau und das muss man öffentlich anprangern.

      • Was sonst? Sie haben gelernt bei ihren sozialistischen Vorbildern. Göbels wäre stolz.

      • Kauft Nicht bei…..

    • Müllermilch verströmt den Geschmack und Geruch von Freiheit. Müllermilch ist super!
      Campact verströmt den widerlichen, abstossenden, ekelerregenden Gestank der Nazis und ihrer Methoden. Dieser Dreck kann ersatzlos weg!

  • Kostenlose Werbung für Müllermilch… alles fein 🤗

    130
    • Ich nehme immer Banane Schake, oder Erdbeere. Schmeckt jetzt noch viel besser 🙂

      • Gibt’s auch BLAUbeere?

        • @iche,
          Jaaa,.. die mit dem Blauen AfD-Sahnehäubchen obendrauf..
          Einfach lecker!

          0
      • Milchreis!!! Den mögen die Kinder… Die freuen sich…

    • Auf diese Idee sind diese ideologiesierten Werbeexperten ganz sicher nicht gekommen .

      • Weil die den selben geistigen Stand haben, wie die Auftraggeber.

      • Capmpact versucht Geschäftsschädigung.
        Ist das nicht strafbar?
        https://www.mtrlegal.com/wiki/geschaeftsschaedigung/
        Allerdings würde das bedeuten,
        daß die AfD das sei, was Campact
        unterstellt.

        • Der Wille zählt, finde ich.

          0
    • Jo, Müller-Milchreis ist mir zu teuer.
      Als alter LIDL-Kunde kaufe ich nur LIDL Milchreis.

  • Seit dem Bekanntwerden der Verbindungen von Müller zu Weidel vor 3 Jahren sind die Umsätze der Müllermilch AG stabil gewachsen. Von daher: Danke für die kostenlose Werbung.

    116
    • Seitdem nehmen wir beim Wocheneinkauf Müllermilch Produkte mit, vorher ganz selten!!

      • Wird auch fester Bestandteil meines Warenkorbes. 👍

    • Leute, die Kampagne ist sowohl für die AfD, als auch für Müller-Milch sehr geschäftsfördernd.

      Ob die campact-Kerl:innen schon mal was vom Streisand-Effekt gehört haben?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

      • Die kennen nur Steusalz, und dagegen sind die auch

    • Das wird, und muss auch so weitergehen

  • Ich hab gerade Bock auf Milchreis. Woher das wohl kommt?

    • Eigentlich koche ich meinen Milchreis selbst, aber seit der Stickeraktion im letzten Jahr kaufe ich auch immer wieder Milchreis von Müller.

  • Der Bauherr bestimmt womit Bauzäune geschmückt werden …

    • Wenn er die Plakatierung untersagt, bekommt er auf der Baustelle „nächtlichen Besuch“ von der Antifa und kann wieder von vorne anfangen…….
      Mafia-Methoden halt….

  • Die Sticker haben mir gut gefallen. Güte Werbung für meine Partei

  • Leckerer Müller Joghurt und Nius LIve am Morgen und der Tag fängt gut an.

  • hoffentlich ist nicht wieder der Yoghurt mit Blaubeeren ausverkauft..

    • Ich habe noch eine Müller Buttermilch Brombeere im Kühlschrank.
      Hmmmm … lecker.

  • Hmm, lecker!

  • Gleich wird der Kühlschrank mit Müller Produkten geflutet. Die Produkte schmecken mir immer besser.

  • danke Campact für die “ Info-“ kampagne, da schmeckt die Müllermilch gleich viel besser

  • Schade, hier in Eger/Hu ist Müllermilch nicht im Regal.

  • Deutscher Bundestag–Parteispenden von Campact:

    SPD–50.000 Euro–16.9.2024
    SPD–110.000 Euro–12.9.2024
    Grüne–72.000 Euro–11.9.2024
    Grüne–161.300 Euro–1.8.2024
    Linke—-68.038 Euro–1.8.2024

    Sind diese Plakate dann eine Art Wahlwerbung für SPD–Grüne und Linke?

  • Habe heute gerade bei Müller Milch zugegriffen und werde es weiterhin bevorzugt tun.
    Warum darf Campact das eigentlich…? Die AfD ist weder rechtextrem, noch sollte die sich so eine Aktion gefallen lassen. Man könnte ja auch Rossmann öffentlich als linksextrem betiteln und vom Kauf abraten, was dann wohl passieren würde…
    In diesem Land drehen doch alle am Rad.

    • CAMPACT nicht COMPACT………..

      • Habe ich gerade gemerkt und verbessert. Ich bin in Rage, auch wegen der Heidi im anderen Artikel. Hier geht was ab, das wäre vor einiger Zeit niemals möglich gewesen.

    • Was genau bedeutet „rechtsextrem“???

      Konnte noch NIE von denen, die dieses Prädikat ständig bemühen nachvollziehbar definiert werden.

      Die z.T. immer noch grassierende Übers-rechtsextreme-Stöckchen-Springerei ist kontraproduktiv und darüberhinaus nur noch peinlich.

  • Da ja die AfD in Umfragen über 25% liegt, kann das für Müller durchaus nach vorne los gehen.

  • Jetzt erst Recht! Mein Kühlschrank freut sich mit mir. 😀

  • ab heute, ich kaufe nur noch Müller Produkte, sie sind sowiso hervorragend

  • Das ist ja geschäftsschädigend. Außerdem ist die Werbung zu nah am Original. Produktfälschung nennt man das. Markenpiraterie. Wenn das nicht ein Fall für die Anwälte ist.

    Äh wieviel bekommt Campact noch von unseren Steuern?

    • Diese Frage stelle ich mir auch. Bestimmt hat Frau Prien auch hier großzügig gefördert.

    • Jedenfalls VERDIENT Müllermilch Geld, und Campact kann Geld nur VERNICHTEN.

    • „Das ist ja geschäftsschädigend.“
      Abwarten; vielleicht geht die Aktion nach hinten los und ist geschäftsfördernd.

  • Ich kaufe jetzt seit Monaten viel mehr Müller Produkte… und mit jeder linken Kampagne kaufe ich mehr! Deutsche trinken Müller Milch,

  • Wer Müller Milch Produkte kaufen will, kann dabei noch sparen: bei Aldi Süd sind die Eigenmarken ebenso von Müller, genau wie die Produkte bei der Eigenmarke Desira von Kaufland. Also kauft fleißig ein.

  • Campact wurde die Gemeinnützigkeit entzogen–kann deshalb keine Spendenbescheinigung ausstellen.

    Laut Registereintrag der Bundesregierung kämpft Campact aber für Rechtssicherheit, damit Organisationen auch politisch aktiv sein können.
    (Also sind politisch tätige Organisationen nicht rechtssicher Förderfähig)

    Könnte gerne Thema im Wahlkampf werden–Verbot aller politisch tätigen NGOs

    Zitat Bundestag im Bezug zu Campact:
    AO, Rechtssicherheit für gemeinnützige Organisationen in der AO schaffen, die auch politisches Engagement rechtssicher ermöglicht

    Angegeben von:
    Campact e.V. (R000726) am 20.03.2025

    Beschreibung:
    Unser Ziel ist es, Rechtssicherheit für gemeinnützige Organisationen in der Abgabenordnung zu schaffen, die auch politisches Engagement rechtssicher ermöglicht.

  • Frau Dr. Weidel hat recht: Diese Aufkleber auf den Müllermilch Produkten soll man erst nach dem Kauf draufkleben, denn ansonsten würde Campact eine Straftat wegen Sachbeschädigung begehen. Mehr braucht man nicht sagen… 😅👆

  • Die sind so kindisch. Mochte eher Weihenstephaner Produkte. Jetzt nehme ich Müller.

    • Alles gut, Weihenstephan gehört zum Müllerkonzern.

      • Oh, super 😃

    • Weihenstephan und Landliebe gehören auch zum Müllerkonzern. Man sollte mal die Spender von Campact auflisten.

      • Dann bin ich beruhigt. Müllermilch mag ich nämlich nicht, aber Landliebe-Pudding habe ich heute gekauft.

      • Wer sollte schon spenden?!

        Die Konkurrenz doch gewiss.. und der Michel ist mal wieder die Handpuppe die über Campact rektal bespielt wird.

  • Herr Müller,

    „Einstweilige Verfügung“ ???

    😉

    und:
    Das ist doch strafbar, oder nicht??

    oder eher Richtung Zivilrecht ??

    Herr Müller hat sicher einen ganzen Stab an Rechtsanwälten….. ☺️

Werbung