Werbung:

Werbung:

München

Kardinal Marx findet, Papst Leos Kritik an Einschränkung der Meinungsfreiheit sei „unschlüssig”

Kardinal Reinhard Marx findet die Kritik von Papst Leo XIV. an der Einschränkung der Meinungsfreiheit im Westen „unschlüssig”. Es sei unklar, worauf der Papst sich beziehe.

Kardinal Marx hätte im Bezug auf die Meinungsfreiheit „knalliger gesprochen”, wenn er Papst wäre. (IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Werbung

Kardinal Reinhard Marx findet, dass Papst Leo XIV. sich in seiner Neujahrsansprache unspezifisch ausgedrückt habe, als es um die Meinungsfreiheit ging. Der Papst sagte: „Es ist bedauerlich festzustellen, dass insbesondere im Westen der Raum für echte Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird, während sich eine neue Sprache mit orwellschem Beigeschmack entwickelt, die in ihrem Bestreben, immer inklusiver zu sein, darin mündet, diejenigen auszuschließen, die sich nicht den Ideologien anpassen, von denen sie beseelt ist.”

Dazu sagte Marx am Montag laut dem Domradio: „Ich bin unschlüssig über dieses Zitat, weil ich nichts damit anfangen kann.” Aus seiner Sicht wäre es besser gewesen, der Papst hätte konkrete Beispiele genannt. Die Aussage des Papstes könne sich auf US-Präsident Trump beziehen ebenso wie auf viele andere Situationen. Der Erzbischof von München sagte, dass es nicht nur in China eine Einschränkung von Meinungsfreiheit gebe, sondern auch in anderen Ländern. „Aber da muss man schon genauer hinschauen.”

Papst Leo XIV. hatte in seiner Rede kritisiert, dass die Bedeutung von Worten nicht mehr in der Wahrheit verankert sei, sondern fließend sei. Das führe dazu, dass sich die Menschen untereinander immer schlechter verständigen könnten, weil es keine Einigkeit mehr gebe, was ein Wort bedeute. In diesem Zusammenhang kam er auf die Meinungsfreiheit im Westen zu sprechen. Er kritisierte, dass die Sprache im Namen der Meinungsfreiheit geschwächt werde, weil es keine festen Bedeutungen mehr gebe. Dann sagte er jene Sätze über den „orwellschen Beigeschmack”.

Kardinal Marx äußert seine Sichtweise: „Ich hätte da knalliger gesprochen. Aber ich bin ja nicht Papst, Gott sei Dank.” Die Demokratie befinde sich in schweren Gewässern, erklärte er weiter. Viele hätten zu lange unterschätzt, wie zerbrechlich die Demokratie sei. „Man wird so unruhig.” Er habe sich nicht träumen lassen, dass die Kirche zur Verteidigerin von Freiheit und Aufklärung werden müsse. „Kirche muss den Mund aufmachen”, sagte er, und sich für eine offene Gesellschaft einsetzen.

Während der Corona-Pandemie sprach sich der Kardinal für eine allgemeine Impfpflicht aus. „Die teilweise hohe Aggressivität von Impfgegnern und Corona-Leugnern, aufgepeitscht durch Fake News, Verschwörungstheoretiker und Populisten – mich schockiert diese ungute Mixtur”, sagte er im Dezember 2021 gegenüber dem Münchner Merkur. Der Ton solle auf allen Seiten sachlicher werden. Es sei „auch im Sinne der Nächstenliebe” angeraten, „sich impfen zu lassen”. Zugleich sprach er sich 2024 gegen AfD-Funktionäre in kirchlichen Gremien aus.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

108 Kommentare

  • Und ich finde die Äußerungen des Herrn Marx überflüssig.

    • Was bitte heißt in diesem konkreten Kontext „überflüssig“ ?

      -23
      • Hm, verrutscht.

        • Dummheit, ob echt oder vorgetäuscht, ist weder Gegenargument noch Widerlegung.

          -16
      • Dasselbe, wie in jedem anderen Kontext auch.

        • Sprichst du von deiner Dummheit?
          Marx ist ein linker Kardinal, jeder weiß das, ein hoher Kirchenfunktionär, der auf dem Tempelberg in Jerusalem sein christliches Brustkreuz versteckt hat, um den Muslimen nicht zu missfallen. Ein Merkel-Anhänger und Befürworter der muslim. Migration, millionenfach in Westeuropa und D..

          7
        • Und das wäre WAS ?

          4
        • Ach, haben wir den Kommentar noch schnell geändert, soso…

          -18
        • @Persona non gratinata
          Bin weit davon entfernt, den Marx zu verteidigen. Aber was Sie daherreden, ist vollkommener Käse.

          -18
    • Flauschoid, und Ihr Kommentar hat eigentlich keinen Nutzen – drückt allenfalls Ihre eigene Sicht auf den Kardinal aus. Ich denke, es ist Aufgabe der hier Schreibenden, Menschen zu Nachdenken und Anders-Handeln zu animieren. Da helfen solch einfaltslosen Kommentare nicht.

      -31
      • Criticus
        Auch in dem Wissen, dass Sie einfallslos meinten, finde ich den gewählten Begriff „einfaltslos“ ausgesprochen hübsch.

      • @Criticus
        Der hier Schreibenden?
        Oh Mann. Grammatikalisch falsch!
        Derjenige, der diesen Artikel verfasst hat, war im Moment des Schreibens ein Schreibender.
        Schlimm, diese Verhunzung unserer Sprache!

  • Der Kardinal ist ja leider ein wokes Teil des Problems, nicht der Lösung.

    • Pharisäer sind immer und überall ein Problem.

      „Man muss versuchen, auf den anderen einzugehen. Wir sehen aber, wie oft verbal aufeinander eingeschlagen wird… Wir als Kirche sollten dafür stehen, dass Debatten mit Argumenten in der Sache ausgetragen werden – und mit Respekt vor der Person. Ohne persönliche Herabsetzungen.“ – Reinhard Marx (Kardinal) am 22.07.2025

      „Ich kann nicht akzeptieren, dass ein Funktionär der AfD Mitglied eines Gremiums ist. Mit ideologisch verbohrten Funktionären macht Dialog keinen Sinn.“ – Reinhard Marx (Kardinal) am 29.05.2024

      • Er sollte im Büßergewand zu Fuß gegen Rom pilgern und ohne Geld, mal sehen wie weit er kommt der Fettkloß. Diese Kirche in Deutschland kann weg. Sie laben nur an den vollen Trögen und haben für Ihre Schafe nichts übrig, außer den Klingelbeutel. Werden vom Staat jährlich mit über 500 Millionen entschädigt und betreiben nur noch linkswooke Propaganda.

  • Es ist ganz klar, was gemeint ist. Es ist aber auch ganz klar, dass diejenigen, die die Unterdrückung der freien Meinung wollen, weil sie die gewünschte Linie selbst unterstützt haben, damit en Problem haben.

    • Der deutsche Episkopat fühlt sich bedauerlicherweise nie gemeint, wenn der Papst spricht. Das war auch bei Papst Franziskus im Sommer 2019 so.

  • Vielleicht hilft ihm sein Chef, in einem Meeting in einfacher Sprache, auf die Sprünge.

    • Und dieses ‚Meeting‘ wird kommen – da können wir sicher sein…

    • Warum hat der Kommentar nur einen Daumen Hoch gehabt? Er ist sehr gut, der zweite ist von mir

  • Ich sag bloß: AUSTRETEN noch heute !

    Mehr ist dazu nicht mehr zu sagen.

    • Geht nicht, wenn man schon lange draußen ist. Wobei ich sagen muss das das ganze IMMER von den Pfarrern abhängt die die Gemeinde leiten. Während unsere Kirche schon seit mehr als 40 Jahren verloren ist, gibt es wenige Kilometer entfernt eine Kirche die ganz anders aufgestellt ist.

      • Unsere wirbt mit „Antifaschistische Kirche“ ! …. R A U S !!!!

        • Wenn die Konservativen austreten,
          bleiben die linken Zersetzer alleine drin.
          Das ist der Fehler der Rechten, daß
          sie den Sozialisten Platz machen.

          8
      • Schmidt, Sie haben Recht. Siehe Gottesdienstbesuche während Corona. Es gab ganz „scharfe“ Gemeindepfarrer und es gab auch Gemeindepfarrer, die gesagt haben: Ich bin nicht die Coronapolizei…

      • Der Pfarrer macht aber keine Kirchenpolitik und es gibt sehr wenige Widerständler in den Reihen der Pfaffen. Die allermeisten sind heute auf linksgrün-versifft gebürstet und Regime-loyal. Das war noch nie anders.
        Im Übrigen: Da könnten noch viele Millionen austreten und dies hätte erhebliche Konsequenzen für diese scheinheiligen Tyrannen !

        • Viele Pfarrer gewähren ausreisepflichtigen Auslândern „Kirchenasyl“ und unterlaufen damit ungestraft
          § 58 Absatz 1 Aufenthaltsgesetz, auf dessen Durchsetzung durch die Behörden wir Bürger Anspruch haben. Denn die Executive ist an Gesetz und Recht gebunden, Artikel 20 Absatz 3 GG.

          9
    • Diese Institution (kirche) ging bei der Aufklaerung der Kindermissbrauchfaellen so vor,. daß genaus o es ist.

      Austreten

      Wahrscheinlich hat Marx Angst, daß die alternativen Medien mal ganz genau hinschauen, wie die Kirche mit diesen Faellen umgeht.

      • Mir reicht es völlig, dass diese „Fälle“ existieren.
        Nicht mein Verein.

      • Wesentlich offener als die EKD oder der Sport.

    • Warum sollten Gläubige aus den Kirchen austreten? Besser wäre es doch, diese Marxmenschen und Fehrs aus den Kirchen zu eliminieren.

  • Was ist an den Worten des Papstes nicht zu verstehen?
    Offenbar können nur die Menschen etwas damit anfangen, die selbst von der Beschneidung der Meinungsfreiheit betroffen sind.
    Die anderen, zu denen ich Kardinal Marx zähle, sind ja immer auf der Seite der Guten und können daher auch immer ihre Meinung unangefochten verbreiten.

    Übrigens: Es gab Zeiten, da wäre es undenkbar gewesen, dass ein Kardinal seinen Papst kritisiert.

    • Links-grüne Staatskirche eben, da kann man nichts anderes erwarten!
      Ein Wunder, dass sich Bätzing noch nicht gemeldet hat.

    • Die Linken wetteifern immer darum, wer noch linker ist. Daher keine Überraschung – da die Kirche nun fest zum linken Vorfeld gehört.

  • Ob wohl der Papst nicht das Richtige in den Augen der woken deutschen Kirche gesagt
    hat?
    Danke , Herr Papst.

    • Ein quasi „transatlantisches Problem“…;-)

  • Wenn der Herr Kardinal Beweise braucht dann kann ich sie ihm liefern, und zwar viel zu zahlreich

  • Ist Kardinal Marx sein Chef nicht links genug?

    Hochmut, Neid, Zorn, Habgier, Trägheit, Völlerei
    und Wollust, so heißen die sieben Todsünden.

    • Was soll man von jemand anderes erwarten, der Marx heißt?

      • Ich bin evangelisch und war bisher eigentlich sicher, dass der Papst in der Nachfolge des Petrus der Vertreter Gottes auf Erden und unfehlbar sei. Wenn dem so ist, dann frage ich mich, warum Kardinal Marx an ihm herumkritisiert. Wenn dem nicht mehr so ist, dann hat der Papst ja eigentlich gar keine Daseinsberechtigung mehr. Aber mal abgesehen davon frage ich mich, woher Marx SEINE Macht und SEINEN Einfluss nimmt. Ich höre immer nur etwas von ihm, ( und Woelki, aber das ist vielleicht ein anderes Thema) — ist er jetzt der deutsche Ersatzpapst ? — Was Papst Leo gesagt hat, finde ich im übrigen sehr zutreffend ; in der evangelischen Amtskirche gibt es dieselben Probleme.

        • Unfehlbar kann ein Papst nie sein, da auch er letztendlich nur ein Mensch ist. In diesem konkreten Fall gebe ich ihm aber Recht.

          0
    • Pädophilie fehlt!

  • Bin zum Glück kein Vereinsmitglied.

  • „Aber ich bin ja nicht Papst, Gott sei Dank.” sagt er. Dem kann man sich nur uneingeschränkt anschließen.

  • Kardinal Reinhard Marx verkörpert die schon immer vorhandene Selbstgleichschaltung der Kirchen.

  • Wenn der Name des Bischofs Programm ist… 😵‍💫

  • „Ich bin unschlüssig über dieses Zitat, weil ich nichts damit anfangen kann.”
    Der Karl Marx braucht wohl erst ein Manifest zur Erläuterung oder 90 Thesen 🤔

  • Ich finde, daß es historisch betrachtet nie eine gute Idee war Religion und Politik zu vermischen. Sie sollte sich aus der Politik raushalten und sich um die Seele ihrer Schäfchen kümmern.

  • Stammt er eigentlich aus der Familie „Marx“ oder hat er sich nur den Namen und dessen Pragramm zu Eigen gemacht?

    Ach so: Rechtschreibung…Ich gehe da jetzt auch in den Widerstand und benutze die alten Regeln so oft es geht (s.o.) und auch das „ß“ statt, „ss“ – ist mir irgendwie angenehmer!

  • Wenn ihm das unklar ist, ist es kein Wunder dass die Kirche in dem Zustand ist, in dem sie ist.

    Manoman 🙄.

  • Der Papst hat, für den Kardinal Marx übersetzt, gesagt, dass er die linke Wokeness und die linke Sprachpolizei verlogen und hinterhältig findet.

  • Es ist interessant: Der Denkanstoß des Papstes darf anscheinend nicht mehr geäußert werden, weil er zu „unspezifisch“ ist. Die kath. Kirche hat aber nicht die Aufgabe sich spezifisch in die Politik einzumischen. Also liebe kath. Christen, denkt mal darüber nach, ob Leo oder Marx sich glaubenskonform verhalten. (zum Beispiel niemanden zu verdammen.) Hat Jesus Menschen ausgeschlossen?

  • Des Pfarrers Vieh, des Lehrers Kinder gedeihen selten, meistens nie.

  • Vielleicht kann der Herr Kardinal aus München, der ja einen ganz interessanten Namen trägt, intellektuell dem Papst nicht folgen?

  • Marx macht seinem Namen alle Ehre.

  • Aus der Geschichte vom Münchner im Himmel weiß man, warum die bayrische Staatsregierung seither vergebens auf die göttliche Eingebung wartet.
    Vertraut der Papst aktuell auf US-Software weil sich Boten (s.o.) nicht bewährt haben?
    Und ist sein Personal in Bayern zur Zeit offline?

  • Der Papst findet das Halskette mit Kreuz ablegen von Marx beim Moscheebesuch bestimmt auch „unschlüssig“. Übrigens: Das Gehalt von diesem Herrn Kardinal zahlen wir Steuerzahler aus dem großen Steuertopf, nicht die reiche Kirche aus der Kirchensteuer
    P.S.: Ein Kardinal muss doch wissen, dass der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden unfehlbar ist.

    • Um das zu sagen und zu sehen was hier los ist, muss ich nicht Papst sein, und muss nicht unfehlbar sein, das können Sie jeden Tag in den Nachrichten lesen.

  • Hat Kardinal Marx die Insignien der katholischen Kirche mal wieder abgelegt???…

Werbung