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Dieter Reiter

90.000 Euro Vergütung ohne Genehmigung: Münchner OB legt Ämter beim FC Bayern nieder

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter tritt aus zwei Ämtern zurück, die er für den Fußballclub Bayern München ausübte. Der SPD-Politiker erhielt seit 2021 Vergütungen in Höhe von insgesamt 90.000 Euro. Nun muss er sich bei der OB-Stichwahl einem Kandidaten der Grünen stellen.

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Dieter Reiter ist seit 12 Jahren Münchner Oberbürgermeister (IMAGO/Ulrich Wagner)

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Der Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) verstrickte sich kurz vor der Münchner OB-Wahl in einen Sportskandal. Reiter war Mitglied im Verwaltungsbeirat und ist seit Kurzem zudem Mitglied im Aufsichtsrat des Fußballclubs Bayern München. Jetzt erklärte der SPD-Politiker seinen Rücktritt aus beiden Gremien.

Reiter soll demnach seit 2021 als Verwaltungsbeiratsmitglied Vergütungen in Höhe von insgesamt 90.000 Euro erhalten haben. Reiter räumte kurz vor der Wahl ein, seit Längerem 20.000 Euro im Jahr für seine ehrenamtliche Tätigkeit beim FC Bayern zu bekommen. Reiter hätte sich die zusätzliche Bezahlung vom Stadtrat genehmigen lassen müssen. Er behauptet, das nicht gewusst zu haben.

Nun kündigte der SPD-Spitzenkandidat seinen Rücktritt aus beiden Gremien an. Die Entscheidung würde ihm als „Bayernfan seit Kindheit“ nicht leichtfallen, das Vertrauen der Münchner sei ihm jedoch „wichtiger als Mandate oder Vergütungen“, teilte Reiter am Mittwoch mit. Den gesamten Betrag will er nun an soziale Projekte spenden.

Das mediale Fiasko wurde kurz vor der Wahl zusätzlich durch eine Aussage Reiters im Stadtrat befeuert. Dort soll er nämlich das „N-Wort“ gesagt haben. Reiter entschuldigte sich kurz darauf und führte sein Fauxpas auf ein Zitat eines bekannten bayerischen Kabarettisten zurück: „So, wo samma, sagen die Neger“. Bei der Äußerung habe es sich um ein Zitat aus einem Stück des Künstlers Fredl Fesl gehandelt, das ihm „spontan über die Lippen kam bei der Frage, wo wir uns in der Tagesordnung befinden“, sagte Reiter.

Der Schaden war jedoch angerichtet. Reiter, der seit zwölf Jahren die bayerische Landeshauptstadt regiert, musste im ersten Wahlgang am Sonntag deutliche Einbußen hinnehmen. Reiter erhielt nur noch 37 Prozent der Stimmen. 2020 waren es noch 47,9 Prozent. Der 67-Jährige muss sich nun in einer Stichwahl am 22. März mit dem Grünen Dominik Krause messen. Die CSU lag erstmals abgeschlagen auf Rang drei.

rs

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51 Kommentare

  • Viel gravierender sind Reiters „Verbindungen“ zur antiFA. Darüber hört man leider viel zu wenig!

    • Da hat der Lars bestimmt sensible Aufzeichnungen

    • @Haberer
      Wenig bekannt ist, daß Münchner Initiativen gegen Rechtsextremismus enge Kontakte zu antifaschistischen Gruppen pflegen. OB Reiter macht das Thema zur „Chefsache“. Bei Interesse kann der höchst interessante Bericht im u.a. Link nachgelesen werden.

      https://nius.de/politik/news/muenchen-spd-reiter-antifa-netzwerk

    • Da hat der Lars vielleicht sensible Aufzeichnungen …

  • Hat München so wenig Probleme, dass der OB neben seinen Tätigkeiten für die Stadt auch noch gleich 2 Posten beim FC Bayern ausfüllen konnte?
    Genehmigt waren sie wohl nicht, wurden diese Einkünfte denn korrekt versteuert ?
    Wie geht die Stadt München denn generell mit nicht-gebehmigten Nebentätigkeiten ihrer Beamten um?

    • Die Nebentätigkeiten sorgen dafür, dass er politisch nicht noch mehr Unsinn macht.

    • Vetternwirtschaft? Kann doch nicht sein, bei den Sozis?

  • Zum Glück kein AfDler sonst wären die Zeitungen wochenlang voll! So findet es halt keine Erwähnung…

  • Tja wenn’s um Kohle geht, sind alle Katzen grau…

  • So sind die Genossen. Die eigenen Taschen sind immer prall gefüllt.

  • Ähhh, legt der Reiter jetzt nicht die falschen Ämter nieder?

    • Allerdings. Falsche Prioritäten, definitiv.

  • Ob Grün oder Rot den Oberbürgermeister in München stellen, ist sowas von egal! Genauso wie in Berlin egal ist, ob CDU, Grüne, Linke oder andere (z.B. SPD, MLPD, DUH, NABU) den Regierenden Bürgermeister stellen.

  • 67 Jahre – Rentenalter

    • Nee, die vom Stamme Nimm bekommen den Hals nicht voll genug!

  • 20.000€ für ein Ehrenamt. Wie witzig…..

  • Und das kommt erst jetzt ans Licht, weil Wahl ist. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Macht sich bestimmt gut für die Stichwahl, ein hoch auf das Lastenrad und Schubkarre mit Fahrtenbuch.

    • Haben Sie anscheinend Ronzheimer gesehen „Wie geht’s Deutschland“- Bürokratie Wahnsinn. Ich als echte Münchnerin brauche weder Rot noch Grün. Und die Zugezogenen, die solche Parteien wählen, sollen bitte wieder verschwinden, da wo sie hergekommen sind!

  • Warum wird dieser Schwerstkriminelle zur Wahl zugelassen? Wäre der bei der AfD würde es schon reichen, wenn er bei roter Ampel die Straße überquert hätte, um ihn lebenslang von allen Wahlen auszusperren. Dieses linke System hierzulande muss endlich gestürzt werden.

  • Portokasse? Fragen Sie mal den Herrn Hoeneß um welche Beträge es geht.

  • O’Zapft ist! Münchens höchster Antifa gibt auf Zuruf Nebeneinkünfte auf.

  • Leute! Die Alternative ist Dominik Krause (https://www.mucbook.de/solidaritaet-sichtbarkeit-und-sicherheit-dominik-krause-im-interview-zum-csd/). Ich bin so was von ein ein Fan von Dieter Reiter…

    • Ich selbst bin Fan von weder noch. Der bestens bezahlte Dieter Reiter ist von der SPD und war damit von vornherein indiskutabel. Womit ich nix gegen Christian Ude gesagt haben möchte. Der war ein richtig guter OB. Der letzte seiner Art. Und Dominik Krause ist weder hetero noch schwul, sondern „queer“. Was immer das auch sein mag. Es gibt diverse klar denken könnende Homosexuelle, die es ablehnen, als „queer“ bezeichnet zu werden. Wenn ich richtig informiert bin, ist Alice Weidel eine von ihnen.

      Ein interessanter Zufall ist es aber, daß Klaus Wowereit, der letzte Regierende Bürgermeister von Berlin, der sein Handwerk wenigstens halbwegs verstand, mit einem Mediziner zusammenen war. Und Dominik Krause ist ebenfalls mit einem Mediziner zusammen. Dennoch ist er meiner Ansicht nach unwählbar, weil eben grün.

  • Soll seinen Kindheitstraum weiterleben, und seine Ideale nicht verraten. Die Wahl als Bürgermeister ist die schlechtere, also für die Bürger, die sich verraten fühlen …

  • 20000 fürs Ehrenamt? Als Wahlbeamter? Normalerweise untragbar. Es gab mal Zeiten da hätte es dienstrechtlich eins auf die Glocke gegeben.

  • am Gelde hängt, zum Gelde drängt – doch alles……

  • Da bin ich aber überrascht .. hat der Verfassungsschutz reagiert und darum gebeten Ihn nicht zur Wahl zuzulassen ?? Ich hoffe doch sehr , dass hier nicht mit zweierlei Maß gerichtet wird !!! Ach .. die AfD ist aber schlimmer ?? Wie das … er wusste ganz genau das er das anmelden muss . Ich empfehle einen Antrag auf strafrechtliche Überprüfung zu stellen !!

  • Leistungsloses Einkommen ist das Markenzeichen der SOZIALISTEN schon immer gewesen.

    Quasi eine Art Luxus-Bürgergeld.

  • Stichwahl in München: Pest gegen Cholera.

  • Wow, bitte den Grünen, München muss bekommen, was es verdient!
    Des weiteren bin ich der Meinung, dass jeder grüne Ortsteil ein Windrad mit 300 Metern Höhe bekommen muss. Eigene Medizin.

    • Warum nun nur ein Windrad? Auf dem Zweiten bläst es besser … oder so 😁

  • Die Pseudosozialisten können nur betrügen. Und 5% Wahlergebnis müssen doch irgendwo herkommen.

  • Geld stinkt eben doch nicht. Die Kohle dei ihm gegönnt.

  • Was für einen Zufall er muss sich einem Grünen Kandidaten stellen das war denen schon länger bekannt und diese Stasi-Akte von Reiter lag schon lange auf dem Bürotisch!

    Es muss auf Teufel komm raus ein grüner Bürgermeister in München sein!

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