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Thanos Plevris

550.000 Migranten in Libyen: Griechenland warnt vor neuer Migrationswelle

Laut dem griechischen Migrationsminister Plevris warten in Libyen 550.000 Migranten auf die Überfahrt nach Europa. Die Griechen erwarten, dass sich viele Boote bald nach Europa aufmachen.

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Ein Schiff der griechischen Küstenwache im Hafen der Inselhauptstadt Mytilini auf der Insel Lesbos in Griechenland. (IMAGO/Friedrich Stark)

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Mehr als eine halbe Million Migranten wartet wohl derzeit in Libyen auf eine Möglichkeit, nach Europa überzusetzen. Das erklärte der griechische Migrationsminister Thanos Plevris am Sonntag im nationalen Fernsehen Griechenlands. Ihm zufolge liegt die Zahl bei 550.000 Menschen, die nach Europa möchten.

Angesichts der derzeit guten Wetterbedingungen rechnen die griechischen Behörden auch damit, dass sich bald mehr und mehr Boote aus Libyen nach Europa auf den Weg machen. Plevris sprach davon, dass man erwarte, dass viele Boote die libysche Küste bereits verlassen hätten.

Die Ankunft dieser Menschen wollen die griechischen Behörden nicht zulassen: So arbeite man eng mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex und den libyschen Behörden zusammen, um verantwortliche Schleusernetzwerke zerschlagen zu können. Die Migrantenboote sollen vor ihrer Abfahrt aufgespürt und am Überqueren des Meeres bis zur griechischen Küste gehindert werden, so das Vorhaben laut Plevris. Denn sonst geraten immer mehr Flüchtlinge in Seenot: Die griechische Küstenwache rettete etwa am Sonntag 125 Migranten aus zwei Booten, die kurz vor der Küste Kretas in Not geraten waren. Laut dem UNHCR kamen im vergangenen Jahr im Mittelmeer 107 Menschen ums Leben. 42.000 Menschen erreichten die griechischen Inseln.

Frontex spielt im Grenzschutz eine wichtige Rolle. Aktuelle Entwicklungen zeigen aber, dass der EU-Grenzschutz immer stärker beschränkt wird. So berichtete Euractiv im April, dass die EU-Grenzschutzagentur keine Erkenntnisse über Migranten-Schleusernetzwerke mehr an Polizeibehörden weiterleiten darf. Bedenken gebe es wegen der „Grundrechte“. „Frontex gibt keine Informationen weiter, die bei Befragungen von irregulären Migranten, die das Mittelmeer überqueren, gesammelt wurden“, teilte die Agentur dem Medium mit. Das betreffe Europol und nationale Behörden.

Bis Ende 2024 leitete Frontex noch Erkenntnisse „systematisch und proaktiv“ weiter. Doch dann entschied die Europäische Datenschutzbeauftragte, dass dieses Vorgehen nicht rechtens sei. Daten seien weitergegeben worden, ohne dass die Notwendigkeit der Maßnahme überprüft worden sei. Seitdem überprüfen „Grundrechtsbeauftragte“ die in Gesprächen erhobenen Daten, was zur Folge hat, dass kaum noch Daten weitergeleitet werden.

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Die Gespräche von Frontex-Mitarbeitern mit Migranten sind freiwillig. Oft sollen die Beamten laut Euractiv von den befragten Migranten Informationen erfahren, wie zum Beispiel Orte, an denen sich die Migranten treffen, Namen von Ansprechpartnern und Handynummern. Solche Daten sind für die nationalen Behörden beim Vorgehen gegen Schleusernetzwerke wichtig.

Ein Frontex-Beamter berichtete gegenüber Euractiv, dass nun Einsätze verlangsamt würden, weil weniger Informationen ausgetauscht werden könnten. Zurzeit führen die Beamten erst eine medizinische Untersuchung durch und nehmen Fingerabdrücke. Dann wird ein kurzes Gespräch mit dem jeweiligen illegalen Migranten geführt, um zu erfahren, aus welchem Land er kommt. In einigen Fällen werden auch längere Gespräche geführt.

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38 Kommentare

  • Merz hat doch die Asyl-Flut angeblich gestoppt. Und Bärbel Bas behauptet es gäbe keine Einwanderung in die Sozialsysteme.

    • Diese halbe Million sind doch alles Ärzte und Ingenieure und wollen nicht in unser Sozialsystem, sondern das Land wieder aufbauen …

    • So viele zukünftigen Wähler von SPD und anderen Linken, dieses Potential darf nicht ungenützt bleiben. Wenn dich nur noch deutsche Asis mögen, hol dir neue Freunde, egal woher.

  • Ganz wichtig ein Bevölkerungsaustausch in Europa findet nicht statt und Sarrazin Buch FEINDLICHE ÜBERNAHME ist eine Lüge.

    Aber für die Deutschen SUPERWICHTIG nie die AfD wählen sie würde diesem Treiben ein Ende setzen.

    • Ganz wichtig ein Bevölkerungsaustausch in Europa findet nicht statt !?

      Tut es ja auch nicht ! Ein Austausch hätte ja 2 Beteiligte ! Die einen die kommen und die anderen die gehen wollen !
      Ich sehe die andere Seite nicht wirklich . Das ist kein Austausch das ist eine Verdrängung Eroberung Unterwerfung Annexion oder Assimilation . Am ende schmeißen sie uns vielleicht Raus und dann erst werden wir irgendwo anders wirklich vor den Türen stehen müssen . Aber mal Ehrlich . Denk eigentlich irgendwer wirklich dass diese Leute mal für unsere Rente Pflegeversicherung oder Krankenkasse arbeiten werden ? Das sie unser Land verteidigen oder unsere Demokratie schützen werden ?
      Ist doch nicht wirklich schwer zu verstehen .
      Und Michel steht daneben zahlt kräftig Steuern und Abgaben dafür und schmollt ! 🙂

      • Es wandern jährlich hunderttausende aus und das sind sicher keine aus der Hängematte

  • 550.000 Migranten in Libyen?
    Migranten?? Einwanderer??
    Kein Land muß Einwanderung zulassen.

  • Die Lösung könnte so einfach sein. Über die sozialen Medien verbreiten das es für Neu-Ankömmlinge nur Brot, Schweinsbraten und Seife gibt. Kein Bargeld.
    Pass mus vorgezeigt werden und biometrische Erfassung.
    Die machen sich nicht auf den Weg der mehrere Tausend Euro kostet.

  • Unsere Omas gegen Rechrs laufen schon aus.Die kleinen bunten Stofftiere sind schon wieder überall ausverkauft…

    • Die laufen aus?

      • Du nix verstehen?

      • 😅🤣😂

  • Die europäische Datenschutzbeauftragte ist wohl auch dafür zuständig, dass die Daten der „Flüchtlinge“ so geheim sind, dass sie auch ohne Pässe in die EU kommen dürfen.
    Uns kann nur noch der Dexit helfen, alles andere hat keinen Sinn.

    • Vielleicht verdienen auch einige in der EU an dem Schleusergeschäft in Libyen mit. Das wäre für mich die einzige nachvollziehbare Erklärung für derartige Entscheidungen.

  • Was sagt denn KGE dazu? Wie toll ist das denn?

  • Frontex wird beschränkt durch die EU und darf keine Erkenntnisse weiterleiten?
    Da bekommen die sogenannten Verschwörungstheorien wieder eine ganz andere Bedeutung.

  • Bereits zu Beginn der Flüchtlingskrise gab es immer wieder Berichte, dass mit dieser Form des Menschenhandels das Geld für die islamistischen Netzwerke verdient wird.
    Die Schleusergeschäfte wurden erst nach dem Tod von Gaddafi möglich, denn dieser hatte mit Berlusconi Verträge geschlossen, dass Libyen die Überfahrt von Schleuserbooten verhindert. Das hat auch solange funktioniert, bis die Amerikaner Gaddafi getötet haben.
    Anstatt hieraus zu lernen, finanzieren wir mit unserem Verhalten weiterhin den internationalen islamistischen Terror.

  • Diese Migration ist geplant. Ohne Frage!

  • Langfristig betrachtet wird man womöglich nicht umhin kommen, eine Art Seeblockade im Mittelmeer aufzubauen.

  • Man musste den Mann, der uns die Einwanderer aus Lybien zurückhielt ja unbedingt phälen. Unter Ghadaffi war Lybien das reichste Land Afrikas. Dann gab es eine Koalition der Willigen. Heute ist es ein islamistischer Failstate.

  • In Afrika werden jährlich schätzungsweise über 36,45 Millionen Kinder geboren, was einer durchschnittlichen Geburtenrate von etwa 34,5 Geburten pro 1.000 Einwohnern entspricht. Die Fertilitätsrate liegt bei ca. 4,0 bis 4,5 Kindern pro Frau, wobei die Subsahara-Region die weltweit höchste Geburtenhäufigkeit aufweist.

    Quelle Internet!
    Ups darf man nicht schreiben! Sorry

    Niemand reist in unsere Sozialsysteme ein!
    Ups, darf man nicht schreiben! Sorry

  • Ich glaube, „wir“ haben noch Platz. „Wir“ sind ja auch ein reiches Land.
    P.S.: Laufen sich die Wessis eigentlich schon freudestahlend an den Bahnhöfen warm? Teddybären werfen. Sollte man diese Disziplin olympisch machen, die Wessis würden sämtliche Medaillien abräumen.

    • Muss ich Ihnen als Wessi leider zustimmen. Traurig und ich zähle daher auf den Osten.

  • Die europäischen Nato-Verbündeten sind extrem stark mit Russland beschäftigt.

    Dabei geht meiner Meinung nach eine sehr viel größere Gefahr für Europa von der Südflanke des Mittelmeers aus.

    Man kann nur hoffen, dass der Ukraine-Krieg bald wirklich ein Ende findet. Dass man sich einigt und gute Regeln findet und, dass es dann wieder zu einer vernünftigen Zusammenarbeit mit Russland kommt.

    Sowohl wirtschaftlich als auch vielleicht militärisch.

    Ein bestimmter Kulturkreis stellt eine Gefahr für Europa UND für Russland dar.

  • Ungarn wird jetzt endlich bunter. Den Kochtopf wird es erfreuen.

  • 3. Versuch:

    Da man Griechenland mit diesem etwaigen Problem nicht allein lassen kann, sollten alle europäischen Staaten Notvorkehrungen schaffen.

    Diese sollten aber nicht in der Erhöhung der Flüchtlingsaufnahmeplätze liegen.

    • Die griechischen Seestreitkräfte sollten das allein schaffen können, selbst wenn die EU blockiert. Man sieht ja, dass die Einschleusung von denen gewollt ist. Wenn ich mit dem Auto eine Grenze durchbreche, wird auf mich geschossen, wenn es 100 zu Fuß machen, erhalten sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Griechen sollten das anders machen.

  • Wir brauchen uns in Deutschland keine Sorgen machen. Da wir überhaupt keine Einwanderung in die Sozialsysteme zu befürchten haben. Frei nach der Bundesvorsitzenden der SPD Frau Bas. Oder sollte Frau Bas die Sonderwahrheit sagen.

  • „Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“, sagte Helmut Schmidt 2005 in einem „Focus“-Interview. Als Mittel gegen Fachkräfte-Mangel und Überalterung in Deutschland komme Zuwanderung keinesfalls infrage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, sie schaffte nur ein zusätzliches, dickes Problem.“

  • Die EU holt sie, ihre nutzlosen Fachkräfte der Sozialeinwanderung!

  • Da der beste (wenn auch wehleidigste) Kanzler den es je gab das hiesige Migrationsproblem für gelöst erachtet, würde ich meinen, wir könnten wieder son paar hunderttausend „Fachkräfte“ aufnehmen! Wir haben Platz, und hier wird entgegen mancher pöhse-rächter Postille auch niemandem auch nur irgendwas weggenommen! Außerdem haben wir immer noch gigantische „Klima“-, Kolonial- und WK-Schulden, also her mit den Goldstücken, am besten gleich die im Iran-Krieg nicht gebrauchte A400M-Staffel einsetzen und einfliegen! Es ist wahrlich noch nicht „bunt“ genug!

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