Werbung:

Job-Abbau

„Zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“: Porsche will 4.000 weitere Stellen streichen

Laut Handelsblatt könnte der Job-Abbau bei Porsche noch drastischer ausfallen. 4.100 Stellen könnten wegfallen – „zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“.

Von

Automobil-Hersteller Porsche in der Krise. (IMAGO/W2Art)

Werbung

Der Jobabbau beim Sportwagenhersteller Porsche nimmt kein Ende: Offenbar könnten weitere 4.000 Arbeitsplätze bei dem Automobilunternehmen wegfallen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Unterlagen zu einem Aufsichtsratsbeschluss bei Volkswagen von Anfang September. Demnach sieht die Vorlage für die Markengruppe Sport Luxury, zu der Porsche gehört, eine Reduktion um rund 4.100 Mitarbeiter vor.

Diese Reduktion sei „zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“ geplant, heißt es dort ausdrücklich. Da Porsche aufgrund der Unternehmensstruktur eigenständig agiert, kann Volkswagen solche Maßnahmen allerdings nur empfehlen, nicht anordnen. Beide Marken, Volkswagen und Porsche, nahmen bisher keine Stellung zu dem Bericht des Handelsblatts.

Bereits im Juli hatte Porsche beschlossen, bis 2035 weitere 5.000 Stellen zu streichen. Im ersten „Zukunftspakt“ 2025 war der Abbau von 3.900 Arbeitsplätzen vereinbart worden. Insgesamt sollen damit im Raum Stuttgart 9.000 der ursprünglich knapp 23.000 Stellen wegfallen. Im Gegenzug schließt Porsche betriebsbedingte Kündigungen bis 2035 aus und sichert die Standorte Zuffenhausen und Weissach zu.

Hintergrund für den Abbau bei Porsche ist die angespannte Lage des Mutterkonzerns Volkswagen. Volkswagen hatte am Freitag seine Prognose für das laufende Jahr drastisch senken müssen: Statt der bislang erwarteten vier bis 5,5 Prozent traut sich Europas größter Autobauer 2026 nur noch eine operative Umsatzrendite von einem Prozent zu. Hauptgrund ist eine Milliardenabschreibung auf Porsche.

Das zentrale Problem für Porsche ist der eingebrochene chinesische Markt. Laut dem Handelsblatt verkauft der Hersteller dort inzwischen außer dem Modell Cayenne kaum noch Fahrzeuge. Hält der Trend an, könnte Porsche in China auf unter 30.000 Auslieferungen pro Jahr fallen; vor wenigen Jahren waren es noch 100.000.

Lesen Sie auch:

Der KI-Präsident

18

Porsche ist mit dem Jobabbau kein Einzelfall: Im vergangenen Jahr gingen in der deutschen Autoindustrie 52.000 Arbeitsplätze verloren. Am Donnerstag veröffentlichten die Ministerpräsidenten der Automobilindustrieländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen ein gemeinsames Papier, in dem sie die Bundesregierung und die EU zu raschem Handeln gegen den Trend aufforderten. Unter anderem verlangen sie faire Handelsbedingungen mit China.

jw

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

18 Kommentare

  • Statt unternehmerische Entscheidungen zu treffen, hat Porsche der Politik Beifall geklatscht.
    Welcher eingefleischte Porsche-Fahrer möchte schon eine Elektro-Gurke für 120.000 Euro kaufen

    • Frage dich mal, wo die Chinesen ihre E-Autos laden.
      In Deutschland hat man für die Ladeinfrastruktur nichts unternommen. Die Kosten soll ja immer der Steuerzahler tragen. Tesla ist da ein Vorbild aber wo sind die Supercharger von Porsche, VW, Mercedes und BMW?
      Autonomes fahren wird in Zukunft viel wichtiger aber die Bürokratie blockt noch alles und die oben genannten Autobauer warten noch auf die Erlaubnis, waren in China und USA schon autonome Autos fahren. Es gibt keine Parkplätze und keine Ladeplätze, weil unsere Bürokratie alles hemmt. Auch bei KI und Energie werden wir immer weiter angehängt. Nix da mit Vorreiter bei Erneuerbaren.

    • Genau, wie sollen Clan-Kriminelle mit einem Elektro-Porsche in der 30er-Zone Deutsche mit Motoraufheulen und Fehlzündungen terrorisieren?

    • zumindest in meiner region oesterreichs laeuft der taican sehr gut.

      hatte ich nicht erwartet.
      er ist absolut kein seltener anblick im alltagsverkehr.
      schon moeglich, dass viele firmenwagen darunter sind.

  • Solange die Belegschaften in den Industrieunternehmen mit einem Determinismus konfrontiert sind, der Voraussetzungen hat, die kein Mensch erfüllen kann, kritisiert erst vorgestern am Donnerstag, den 17. September 2026 die Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Daniela Cavallo, nicht von ungefähr, dass „wir uns auf der betrieblichen Ebene abstrampeln (können), wie wir wollen“, und doch niemals im Wettbewerb an den globalen Märkten erfolgreich sein werden. Die menschlichen Anlagen weiterhin bloß auf Verschleiß zu fahren, wäre damit die allerteuerste Lösung. Erfolgt politisch keine Revision der damit äußerst inhumanen Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen, kommt es die Allgemeinheit bei weitem günstiger, das jeweilige Werk umgehend zu schließen und die Mitarbeiter zu Tausenden zu ihrem eigenen Schutz vor schweren Erkrankungen, wenn nicht gar vor dem Tod so rasch wie möglich freizusetzen. Dass besonders die Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG sich dazu entschließt, zeugt von einem aufgeklärten Management.

  • Für jeden verlorenen Industrierarbeitsplatz sollte ein Politiker des Altparteienkartells sein Mandant zurückgeben müssen, angefangen in der Spitze.

    • So viele Politiker gibt es zum Glück nicht.

    • Allerinsg wurde diese Politik vom Bürger gewählt , auch von dnen die arbsistlos wurden udn noch werden …udnd as scho siet über 10 Jahren , das sllte man nicht immer einafch so übergehen . Das Desatser in Deutschland beginnt immer nur in den Wahlkabinen

  • Baut wieder Autos, die sich verkaufen und keinen ideologischen E-… für die Halde!

  • Das GRÜNE Baden Württemberg hat es nicht besser verdient

  • Die Einzelschicksale tun mir sehr leid.
    Schuldige sind in der EU zu suchen.
    Das Verbrenner aus und Utopische Grenzwerte vernichten gut Autobauer. Die Manager hätten viel früher den Mund aufmachen sollen. Ideologen vernichten die EU mit Bürokratie.
    Letztes Beispiel die Verpackungsverordnung.
    Die EU muss weg, DEXIT.

  • Sagte Merz nicht vor kurzem der Wirtschaft in Deutschland geht’s immer besser im besten Deutschland aller Zeiten.
    Und den Steuerzahler Menschen die das Land am laufen halten um die Flüchtlinge zu alimentieren soll es noch mal besser gehen als jetzt schon?
    Wie verlogen kann man sein.

    • Unser Wirtschaft? …. Ist jetzt eine Asylwirtschaft!

  • Ja, der Geist ist aus der Flasche. Jeder versucht nur noch (für die Aktionäre) zu retten, was zu retten ist. Vielleicht baut ja Porsche auch bald wieder Panzer; man kann ja aus der Erfahrung mit „Ferdinand“ und „Maus“ durchaus aufbauen. ^^

  • Im Ländle wählt man grün .
    So muss das sein .
    Dort werden sie erst wach wenn noch mehr arbeitslos werden , vorher nicht .

  • Man könnte die 4000 zu je einem bei der Auslieferung eines neuen Porsches als privaten Wagenwäscher-Assistenten mit draufgeben.
    Win-Win.

  • Meine persönliche Meinung ist, dass „die Hütte lichterloh brennt“ – und das nicht nur bei Porsche sondern auch bei VW.

    So wie ich die Lage in den o. a. Unternehmen einschätze, gehe ich davon aus, dass vielleicht noch in diesem Jahr, spätestens jedoch in 2027 Insolvenzanträge gestellt werden.

    Carpe diem.

  • Gut so und muss so weiterlaufen, damit die Hirntoten bemerken, wie es ist, dass das Eigenheim versteigert wird, die Kohle nicht mehr hinten wie vorne für die und deren Familien reicht, usw. da man ja wieder wie gewohnt und zudem noch RRG wählte.
    Mitleid ???
    Nö – dies wird alle Bundesländer treffen, bei deren Hirntote oder die Importe wählen.
    Deutschland wird es in zwei Jahren nicht mehr geben, sondern ein Kalifat, usw. like UK gerade ! Ergo verhungert, verarmt, usw. und diese Dekadenz erlebten mit den Folgen schon die Römer.

Werbung